Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?26407

Aiman Mazyek ist seit 2010 Vorstandsvorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD), zuvor war er Generalsekretär (Bild: yunay)

  • 21. Juni 2016, 06:31h 121 2 Min.

Der ZMD-Vorstandsvorsitzende Aiman Mazyek hat sich nach dem Orlando-Massaker doch noch schützend vor Lesben und Schwule gestellt.

Bei der Kanzlerin hat es etwas länger gedauert, bis sie die richtigen Worte nach dem Orlando-Massaker gefunden hat. Selbst Berlins Regierender Bürgermeister von der SPD musste ziemlich lange nach dem Lichtschalter fürs Brandenburger Tor suchen.

So verwundert es nicht wirklich, dass auch der Zentralrat des Muslime in Deutschland (ZMD) eine ganze Woche brauchte, um nach dem Attentat eines IS-Sympathisanten auf den queeren Club "Pulse" mit 49 Todesopfern einen Appell gegen Homophobie zu starten und sich schützend vor Lesben und Schwule zu stellen.

"Dann stellen wir uns quer, als Muslime allemal"

Jeder Mensch sei einzigartig und habe "eine Würde, die zu schützen unser Grundgesetz uns auferlegt, ja die uns Muslime der Koran ebenso auferlegt hat, sie zu schützen", sagte der ZMD-Vorstandsvorsitzende Aiman Mazyek am Sonntag bei einer Rede anlässlich der bundesweiten Aktion "Menschenketten gegen Rassismus" in Hamburg.

"Und wenn Menschen, weil sie eine andere Hautfarbe, eine andere Religion, oder weil sie homosexuell sind mit dem Leben bedroht, diskriminiert oder gar wie in den USA geschehen, getötet werden, dann stellen wir uns quer, als Muslime allemal", erklärte Mazyek. "Dann stellen wir uns schützend vor ihnen und werden die Freiheit verteidigen, dann werden wir die Würde des Menschen und damit unsere Würde mit allen rechtstaatlichen Mitteln, die uns zu Gebote stehen, schützen."

Bereits im Jahr 2010 hatte sich Aiman Mazyek als damaliger Generalsekretär des Zentralrats der Muslime für einen Diskriminierungsschutz von Schwulen und Lesben im Grundgesetz eingesetzt – und damit einen bigotten Gutachter von CDU/CSU zurechtgewiesen, der behauptet hatte, ein solcher Schritt würde die Integration von Muslimen in Deutschland gefährden.

Die Homophobie der Religion bleibt ein Tabu

Anfang des Monats räumte der ZMD-Chef in einem Interview mit der "Volksstimme" allerdings ein, mit seiner Haltung einen persönlichen Spagat auszuüben: "Ich nehme Homosexualität für mich und religiös nicht an. Aber ich trete gleichzeitig ein gegen Homophobie, als Muslim."

Warum das Verdammen von schwulem und lesbischem Sex oder das Verbot gleichgeschlechtlicher Trauungen in einer deutschen Moschee keine Homophobie sein sollen, muss uns Mazyek ein anderes Mal erklären. Doch mit seinem Versuch, Religion und Bauchgefühl über die Menschenrechte zu stellen, steht er in Deutschland bekanntlich nicht allein – dasselbe kennen wir ja von unserer Kanzlerin. (mize)

-w-

#2 PeinlichAnonym
  • 21.06.2016, 08:56h
  • "Wir verteidigen die Freiheit von Homosexuellen"

    Der nächste Unsinn, wer soll das bitteschön glauben?!
  • Direktlink »
#3 OrthogonalfrontAnonym