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Einzelkommentar zu:
Schwuler Flüchtling auf Flucht durch deutsche Flüchtlingsheime


#60 TheDadProfil
  • 25.06.2016, 12:21hHannover
  • Antwort auf #59 von Orthogonalfront
  • Versuch nicht witzig zu sein, oder irgendwie originell..
    Du bist es nicht..

    Deine Frage lautete nach der Bedeutung von "Würde"..
    Deiner Meinung nach wurde der Begriff durch das Urteil des BVG von 1957 beschädigt..
    Wurde es nicht..
    Und nun "erweiterst" Du deine Frage auf die Betroffenen, weil sich Dir die Urteilsbegründung immer noch nicht erschließt, die sich nicht mit "Würde", sondern mit "Formal-Juristik" beschäftigte ?

    Natürlich wurde durch eine Verurteilung auf Basis des § 175 die Würde der Verurteilten beschädigt..
    Das steht völlig außer Frage..

    Das hat aber nichts mit dem Urteil des BVG zu tun !
    Immer noch nicht !
    Du konstruierst Dir hier einen Zusammenhang, den es nicht gab, und nicht gibt..

    Komm doch einfach mal zum Punkt..
    Erkläre mal Deine "Idee", nach der Deine persönliche "Würde" irgendwie "wichtiger" wäre, als die von Zuwanderern/Flüchtlingen/Asylsuchenden ?

    Ist sie nicht..
    Denn die Würde existiert völlig unabhängig von Taten, Handlungen und politischen Einstellungen, von Berufsausbildungen, Schulabschlüssen, oder gar den Gründen warum jemand flüchtet, oder gar wie Du hier bleibt..

    Sie existiert..
    Und es ist die Aufgabe des Staates sie zu schützen..
    Gegen Angriffe von außen..

    Das was Du eigentlich wissen willst ist nicht die Bedeutung von "Würde"..
    Du suchst nach einer "Abänderung" der Güterabwägung, die immer dann vorgenommen wird, wenn ein Recht beschädigt wird..

    Deine Forderung Straftäter auszuweisen unterliegt auch einer Güterabwägung..
    Nämlich der, entscheiden zu müssen, ob die Handlung des Täters so schwerwiegend war, das als "Strafe" mit der Ausweisung sogar gegen die "Würde" des Straftäters verstoßen werden dürfte..

    Darf es nicht..
    Denn der Satz lautet :
    Die Würde des Menschen ist unantastbar..

    Darin steht KEINE Einschränkung..
    Da steht nichts von "deiner" oder "seiner" oder "einiger"..
    Der Satz richtet sich auch nicht nur unmittelbar an Dich als Individuum, sondern auch noch mittelbar als Teil der Bevölkerung, die den Staat bildet, und damit richtet er sich vor allem an den Staat..
    Dieser darf die Würde ALLER Menschen nicht antasten..
    Dazu dienen dann die Gesetze, die eine Güterabwägung erlauben sollen..
    Aus diesen Gesetzen heraus erfolgt dann die Strafe für einen Täter..
    Damit ist der Fall erledigt..

    Deine Forderung aber fordert hier für Einige eine zusätzliche Strafe, nämlich die Ausweisung..
    Eine Ungleichbehandlung gegenüber anderen Tätern, die man aufgrund der Staatsangehörigkeit, und zusätzlich auch noch, wegen einer Staatenlosigkeit, gar nicht ausweisen kann..
    Womit ein weiteres Recht betroffen wäre, nämlich das, nachdem vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind..
    Also Artikel 3 GG..
    Dort heißt es dann :
    ""(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.""..

    ""seiner Heimat und Herkunft""..

    Damit ist Deine Forderung nichts weiter als die Formulierung eigener Rachegefühle..
    Solche Gefühle sind billig, im Sinne von "erlaubt"..
    Das Gewaltmonopol und damit das Recht auf Gesetzgebung und Sanktion liegt aber beim Staat, also bei allen Menschen der Bevölkerung, und nicht allein bei Dir..
    Eine generelle Ausweisung bei schon kleinsten Verfehlungen gibt es aber derzeit nicht..

    Noch Fragen ?
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