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Polizeibericht
München: Saunabekanntschaft getreten und ausgeraubt

Die Münchner Polizei fahndet nach einem schwulen Saunagast, der einen anderen beraubt haben soll (Bild: Kreispolizeibehörde Borken)
- 22. Juni 2016, 06:20h 2 Min.
Ein Besuch der Gay-Sauna "Deutsche Eiche" in München hatte in der vergangenen Woche für einen Touristen aus Frankreich unangenehme Folgen.
Der 33-Jährige mietete sich laut Polizeibericht am 14. Juni in dem gleichnamigen Hotel im Gärtnerplatzviertel ein. Nachdem er in der dazugehörigen Sauna einen 37-jährigen Ungarn kennengelernt hatte, verbrachten sie mehrere Stunden im Hotelzimmer. Im Anschluss kam der Franzose der Bitte nach, seine Saunabekanntschaft nach Hause zu fahren.
Doch dann wurde es nach Angaben des Touristen unangenehm: Während der Fahrt soll der Ungar Bargeld aus dessen Tasche genommen und weiteres Geld gefordert haben. Zu diesem Zweck sollte er zu einem Bankautomaten fahren. Dabei beschimpfte er den Franzosen so extrem, dass dieser anhielt und ihn aufforderte auszusteigen. Zwischenzeitlich nahm der Ungar das Mobiltelefon des Franzosen an sich und wollte dieses gegen Bargeld eintauschen, heißt es weiter im Polizeibericht. Vor dem Fahrzeug trat und schubste er den Touristen, wobei er weiterhin Geld forderte. Schließlich lief der Franzose mit seiner Tasche und dem Autoschlüssel davon.
Das unversperrte Fahrzeug stand nach Angaben der Polizei weiterhin auf der Straße und wurde später als herrenloses Verkehrshindernis abgeschleppt, ohne dass der Sachverhalt bekannt war. Der Franzose zeigte den Vorfall erst am Folgetag auf einer Polizeidienststelle an.
Der 37-jährige in Deutschland wohnungslose Ungar konnte aufgrund der Videoaufzeichnungen des Hotels und der Tatsache, dass er den Angestellten bekannt war, identifiziert werden. "Er hat sich bei uns mal beworben, wir haben ihn aber nicht genommen", sagte "Deutsche Eiche"-Chef Dietmar Holzapfel gegenüber der "Abendzeitung".
Aktuell wird bei der Staatsanwaltschaft München I geprüft, ob ein Haftbefehl beantragt wird. (cw/pm)















Ich bezweifle stark, dass das ein spontanes Kennenlernen war...
Abgesehen von der unklaren Situation fragt man sich, aus welchen Gründen ein Informationsportal solche Artikel veröffentlichen muss. Diese Information bringt den Leser kaum weiter.
Zudem fällt die penetrante Erwähnung der jeweiligen Nationalitäten auf, die kaum zur Sachlichkeit des Artikels beitragen. Zum einen ärgert man sich, wenn in der "heterosexuellen" Presse Homosexualität (heutzutage zum Glück deutlich seltener) vorurteilsbeladen dargestellt wird. Zum anderen erlaubt man sich solche pseudo-subtilen Äußerungen über andere Nationalitäten. Das ist meiner Meinung nach kein guter Journalismus.