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Kommentare zu:
Mehr Liebe, Sex und Widerstand!


#1 YoungHeterolikeAnonym
  • 23.06.2016, 08:36h

  • Völlig realitätsfern. Die Schwulen über 35 in diesem Land sind ja gerade NICHT angepasst. Wären sie es würde die Situation ganz anders aussehen. Aber Hauptsache sich einreden dass man ja sowieso nur unterdrückt wird um dann auf pseudo revolutionär zu machen.
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#2 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 23.06.2016, 08:41h
  • "Da die Schwulen vom Spießer als krank und minderwertig verachtet werden, versuchen sie noch spießiger zu werden, um ihr Schuldgefühl abzutragen mit einem Übermaß an bürgerlichen Tugenden. Sie sind politisch passiv und verhalten sich konservativ als Dank dafür, dass sie nicht totgeschlagen werden."

    Aus dem Film "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" (1971)

    ***

    Wir sehen ja, wie wenig diese Taktik, die heute sogar wieder mehr Menschen anwenden als noch vor ein paar Jahren, funktioniert hat:

    "Ganz egal wie sehr Schwule und Lesben auf lieb, brav und sauber machen die Vorurteile und der Hass nehmen nicht ab. Höchste Zeit, uns nicht länger zu verstellen."

    Ich kann mich dem nur anschließen.
    Wir brauchen mehr Selbstverständlichkeit, weniger Scham (1) und Angst - und mehr Leichtigkeit (2).

    Ein bisschen mehr Kampfeslust wird auch nicht schaden - ganz im Gegenteil: "Liebe, Sex und Widerstand!" - jetzt müssen WIR uns die Deutungshoheit über unser Leben (zurück-)holen.

    ***

    (1) der zaunfink: Schwule Scham

    derzaunfink.wordpress.com/2016/01/17/schwulescham/

    (2) der zaunfink: Leichtigkeit

    derzaunfink.wordpress.com/2016/06/15/leichtigkeit/

    (3) Marcel Dams: Das letzte, was wir brauchen ist Akzeptanz durch Anpassung

    www.nollendorfblog.de/?p=6111
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#3 HomolikeAnonym
#4 myysteryAnonym
  • 23.06.2016, 09:14h
  • Antwort auf #1 von YoungHeterolike
  • Ist echt so. Der alte Afred Biolek hätte statt seinen Porno-Shows - die auf Abgrenzung abzielen - auch einfach mal eine gut-bürgerliche, vernünftig deutsche Koch-Show moderieren können. Einfach mal am guten "jungen Schwulen" Benny Kieckhäben ein Beispiel nehmen, so fällt man nicht auf!

    Ernsthaft? In welcher Welt lebst du eigentlich? So einfach kann man sich die Welt nichtmal mit einer halben Gehirnzelle machen. Und wieso ist die magische Grenze jetzt plötzlich bei 35, nicht mehr bei 30?
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#5 GutmenschProfil
  • 23.06.2016, 09:23hSt. Gallen
  • Also der Artikel verleugnet einfach mal sämtliche Erfolge der letzten Jahre und Jahrzehnte, jammert ein bisschen über die böse Mehrheitsgesellschaft, aber bietet dann doch überhaupt keine Lösung an.

    Es gab in der Geschichte kaum ein Thema, bei dem ein so rasanter Meinungsumschwung stattgefunden hat wie beim Thema LGBT-Rechte, und zwar in der gesamten Westlichen Welt inklusive Lateinamerika. Ein ähnlicher Trend bahnt sich möglicherweise in Teilen Asiens an. 2004 konnte man in den USA für Homosexualität noch eingesperrt werden, heute kann man heiraten und Kinder haben. Und die Zahl gleichgeschlechtlicher Familien nimmt zu. Das Ablehnungs/ Zustimmungsverhältnis hat sich wirklich innerhalb weniger Jahre komplett umgekehrt, kaum einer hätte so etwas für möglich gehalten.

    Man schaue sich nur mal irgendwelche Umfragetrends an, das ist unglaublich. Bemerkenswert ist übrigens, dass die Akzeptanz unter jungen Leuten viel grösser ist; das ist ein eindeutiges Zeichen, dass sich der Trend fortsetzt in den kommenden Jahren und Jahrzehnten.

    Und versteht mich bitte nicht falsch, ich will nichts schön reden. Natürlich ist es richtig, dass man feststellt, dass es noch viel zu tun gibt. Man muss gegen die zweifellos vorhandene Diskriminierung ankämpfen. Aber was bringt es, den positiven Trend zu verleugnen?

    Und dann wird das Orlando-Attentat noch als scheinbarer Beweis einer geringen gesellschaftlichen Akzeptanz aufgeführt. Nein, das zeigt nur, dass der radikale Islam extrem homofeindlich ist. Aber das ist ja leider nichts neues.

    Das Orlando-Massaker hat übrigens zu einer Immensen Solidarität geführt, wie man es selten gesehen hat. Ich lese zwar kaum Deutsche Medien, aber das Attentat hat Weltweit sehr starke Reaktionen ausgelöst. Es könnte gar langfristige Effekte haben und die Akzeptanz nachhaltig stärken, insbesondere natürlich in den USA.

    Was will uns der Artikel sagen? "Auf die Hetero-Mehrheitsgesellschaft können wir da nicht warten." Also sollen wir den Kampf um Akzeptanz einfach aufgeben? Wie sieht dann der geforderte Widerstand aus?

    Auch wenn es der Artikel nicht wahrheben will, der überwiegende Teil der Westlichen Gesellschaft sieht Schwule und Lesben mittlerweile als ganz normale Menschen und als Teil der Gesellschaft. Das trifft am stärksten auf die jüngeren Generationen zu.
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#6 UrsaMajorEhemaliges Profil
#7 GutmenschProfil
#8 LawrenceProfil
#9 OrthogonalfrontAnonym
#10 la_passanteAnonym
#11 PfoteAnonym
#12 AmurPrideProfil
  • 23.06.2016, 10:43hKöln
  • Ich wohne in Köln, was ja wohl anerkannter weise eine schwule Hochburg Deutschlands sein soll. Wenn ich aber außerhalb der Szene unterwegs bin, muss ich immer wieder feststellen, dass wir Schwule unsichtbar sind! Keine Händchen haltende Männer, die durch die Einkaufsstraßen flanieren, keine küssenden Homopaare am Rheinboulevard.
    Und wenn ich dann lesen muss, dass sich über 40% der Bundesbürger beim Anblick küssenden Männer ekeln, dann sage ich:
    "Tja, Pech gehabt! Ich bin hier! Und ich gehe auch nicht wieder weg! Gewöhnt Euch dran!"
    Ich bin nicht länger bereit mich außerhalb der Szene heteroerwartungskonform zu verhalten! Das bringt nichts! Und mich engt es nur unfassbar ein! Wenn wir irgendwann die gleichen Verhaltensformen wie die Heten frei, selbstverständlich und angstfrei leben wollen, dann müssen wir uns dieses Recht mit unserer Präsenz im Alltag der Heten erkämpfen! Nur wenn die das schon hunderte Mal gesehen haben, haben die die Möglichkeit sich daran zu gewöhnen.
    Braucht das Mut? Allerdings! Aber ich bin nicht länger bereit unsichtbar durch den Alltag zu huschen, nur um irgendwelche Heten nicht durch meine Existenz aus ihren kuscheligen Weltbild aufzuschrecken.
    Und wenn ich dadurch mal anecke, auffalle oder Stress bekomme? - Na und? Wie ich schon sagte:
    "Ich bin hier! Und ich gehe auch nicht wieder weg! Gewöhnt Euch dran!"
    In diesem Sinne: Seid mutig! Seid stolz!
    Und Euch allen einen hoffentlich trotzdem stressfreien Tag! :-)
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#13 Uwe-MichaelAnonym
  • 23.06.2016, 10:46h
  • Leute, genau das beschriebene "Männchen und Frauchen" machen ist das Übel!
    Dieses ewige zur Schau stellen des "Schwul seins", das Nachäffen der Hetero-Welt, die nun eigentlich nichts mit schwulen Leben zu tun hat. Statt für Rechte zu kämpfen, wird gegen die Kirche gekämpft! Statt zuzugeben, dass schwules Leben ein freies, sexerfülltes und sexuelles Leben ist, gaukelt man "Eheähnliche" Verhältnisse vor! Statt sich "als Mensch" zu verhalten, wird an jeder Ecke rausposaunt, das Schwule mehr akzeptiert werden müssen! Statt ein Attentat eines Islamisten als das zu sehen, was schlimm ist, wie jeder andere Terroranschlag, und zwar das Menschen unsinniger Weise sterben mussten, wird wieder eine schwule Welle ausgelöst. Die bisher ermordeten Heteros haben nie gesagt, es werden nur Anschläge auf Heteros verübt, deshalb hat der Islam etwas gegen Heteros. Getötete Menschen, sind getötete Menschen! Das ist schlimm und grausam genug!
    Wenn aber auch noch das schwule Kneipensterben erwähnt wird, dann Jungs mal die Fragen:
    1.) Habt Ihr das allgemeine Kneipensterben mitbekommen?
    2.) Man muss sich doch nicht wundern, dass sich Schwule in einer schwulen Kneipe nicht mehr wohl fühlen, wenn der Darkroom geschlossen ist und die beste Freundin aus der geilsten Kneipe eine Heteroabklatsch-Bar macht!
    Dann zum CSD, der ja nun fast auch nichts mehr mit "Schwul" zu tun hat. ich möchte nicht wissen, wie viele Hetero Clubs und -SM-Partyhäuser wieder auf dem CSD in Köln vertreten sind, und statt für schwule Rechte einzustehen, den Umzug als freie Sexspielwiese nutzen!
    Und dann mit der Drama-Queen Claudia Roth, Islamfreundin, dem CSD noch eine Trauer-Krone aufsetzt!
    He, Ihr lieben Gays, seid doch endlich wieder "Schwul" und hört mit der Hetero-Nachmach-Scheiße auf!
    Die Gesellschaft verlangt das gar nicht!
    Ihr seid die, die diese untypische Heterowelt als Nachstrebens-Wert darstellen.
    Habt Mut, "Ja" zum schwulen Leben zuhaben, als immer Euch selbst als die unverstandene Trümmertunte darzustellen!
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#14 FelixAnonym
  • 23.06.2016, 10:47h
  • Ich finde nicht, dass wir uns verstellen. Wir sind nur einfach genauso vielfältig wie Heteros. Es gibt bei uns halt auch die eher extrovertierten und die eher introvertierten. Aber Vielfalt ist nicht nur zwischen den sexuellen Orientieurngen eine Stärke, sondern auch innerhalb einer sexuellen Orientierung.

    In einer Sache muss ich allerdings zustimmen:
    dass (auch durch Grindr, GayRomeo, etc.) die Zahl und Vielfalt unserer Kneipen, Clubs, Cafes, etc. zurückgeht, ist wirklich besorgniserregend. Wie wichtig war es für mich mit Anfang 20 für meine Selbstfindung eine schwule Kneipe zu haben, wo ich gleichgesinnte kennenlernte.

    Und ich stimme auch zu, dass wir sichtbarer werden müssen. Da ist jeder einzelne von uns gefragt, ganz offen und selbstbewusst schwul, lesbisch, etc. zu sein. Vom Foto am Arbeitsplatz oder im Portemonnaie über das selbstverständliche Reden vom Partner bis hin zu Umarmungen, Händchenhalten und Küssen in der Öffentlichkeit.

    Nur wenn wir selbst das als selbstverständlich darstellen, kann es auch die Gesellschaft als selbstverständlich ansehen. Und nur dann sehen die auch, dass wir keine kleine Minderheit sind, sondern wie viele wir sind.

    Die Homohasser versuchen nicht ohne Grund, uns unsichtbar zu machen. Umso wichtiger ist es, dass wir das nicht zulassen.
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#15 GutmenschProfil
  • 23.06.2016, 10:53hSt. Gallen
  • Es sollte unbestreitbar sein, dass es einen grossen Fortschritt in der Westlichen Welt gibt. Und es ist extrem schädlich, den Erfolg zu leugnen. Selbst eine einzelne Umfrage, die sagt dass die Mehrheit der Deutschen Schwule Küsse nicht eklig findet, ist überhaupt kein Trend über die generelle Akzeptanz.

    Das ist ein Trend:
    www.washingtonpost.com/news/monkey-cage/wp/2014/03/14/suppor
    t-for-same-sex-marriage-is-increasing-faster-than-ever-befor
    e/

    Man beachte die eindeutige und unumkehrbaren X-Förmigen Trendlinien, der Trend beschleunigt sich sogar deutlich.

    Warum ist es schädlich, den Erfolg der LGBT-Bewegung zu leugnen? Weil die Betonung des Erfolgs dieser Bürgerrechtsbewegung ein effektives Mittel gegen Homophobie ist. Noch immer gibt es sehr viel Diskriminierung. Den Homophoben muss man entgegenhalten, dass sie zu einer kleinen, schrumpfenden Minderheit gehören. Heute ist es uncool, homophob zu sein.

    Die LGBT-Bewegung ist eine Bürgerrechtsbewegung und solche waren historisch immer auf der Siegerseite. Die Fortschritte der LGBT-Bewegung sind in einem grösseren Tempo eingetreten als bei früheren Bürgerrechtsbewegungen. Man muss aufzeigen, dass diese Bewegung auf der richtigen, auf der guten Seite der Geschichte ist. Und die Gegner sind auf der Falschen Seite und werden zwangsläufig zu den Verlierern gehören. Und man muss natürlich betonen, dass es eben noch eine homophobe Minderheit gibt und dass dies ein Problem ist.

    Und eine Bürgerrechtsbewegung ist eben keine Protestbewegung gegen die Bürgerliche Gesellschaft. Es geht um das Erkämpfen von gleichen Chancen und Möglichkeiten, nicht um reine Provokation zum Selbstzweck.
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#16 GeorgGProfil
  • 23.06.2016, 10:55hBerlin
  • Ich kann das, was in dem Beitrag gesagt wird, nicht bestätigen. Ich wohne seit 25 Jahren mit meinem Partner zusammen und nie haben wir auch nur die kleinste Diskriminierung erlebt.
    In der Nachbarschaft, in Restaurants und Cafes, beim Sport und in Arzt- und Rechtsanwaltspraxen - überall schlägt uns nur Wohlwollen entgegen. Allerdings leben wir im Zentrum Berlins und wir verhalten uns emanzipiert-offen, aber wir treten nicht schrill auf. Wir laufen beim CSD, den wir jedes Jahr besuchen, auch nicht nackt über den Kurfürstendamm. Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus.
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#17 seb1983
  • 23.06.2016, 11:07h
  • Antwort auf #14 von Felix
  • Auch unter Schwulen gibt es Vielfalt.
    Der eine will seinen festen Partner haben, der andere mag es offen.
    Jeder sollte so leben wie er will ohne etwas als typisch schwul oder typisch hetero zu brandmarken.
    An sich gibts doch kaum etwas spießigeres als Hädchen haltend durch die Fußgängerzone zu watscheln

    Sichtbarkeit kann man nicht von oben verordnen, da ist jeder selbst gefragt wie er er das bei Arbeit, Freunden und auf der Straße handhabt.

    Bei den Studien bin ich immer kritisch, teils erfreuliche, teils erschreckende Ergebnisse, man sollte sich aber auch bewusst sein: Vor 20, 30 Jahren gab es zu den Themen noch nicht mal Studien. Die Probleme sind nicht neu nur weil sie jetzt erst ins Blickfeld rücken.

    Das Szenesterben, ein altes Thema. Offenbar trifft das dortige Angebot nicht mehr den Geschmack und die Bedürfnisse von Schwulen heute... Wer ist daran Schuld? Die pösen Heteros? Die Schwulen? Oder doch eher die Betreiber?
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#18 PfoteAnonym
#19 Die SzeneAnonym
  • 23.06.2016, 11:18h
  • Schwule Bars, Anlaufpunkte etc. - Es gibt weniger Bars, weil der gewöhnliche Homosexuelle sie zu wenig besucht. Statt dessen knutscht er in "normalen" Discos herum. Schlimm. Das klappt übrigens schon lange.
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#20 GeorgGProfil
#21 PfoteAnonym
#22 m123Anonym
  • 23.06.2016, 11:43h
  • Ohne Massendemos keine Ehe für alle.

    Ich hoffe ich werde das nicht noch weitere 7 Jahre (!) wiederholen müssen, bevor es die LGBT-Community kapiert.
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#23 falken42
  • 23.06.2016, 11:45h
  • Nach langen Jahren, in denen (auch hier auf queer.de) schon von einem Ende der Diskriminierung gesäuselt wurde endlich mal ein realitätsnäherer Artikel. Ich dachte manchesmal schon, ich lebe auf einem anderen Stern.
    Anbiederung,Leugnen der latent rechten Gesinnung der größtenteils kleinbürgerlichen Gesellschaft, Verkriechen ins Ghetto (neudeutsch IN-Bezirke) und dann das Ghetto als 'Überall' ansehen - wie oft ist mir hier gesagt worden ich (und andere) sollten doch endlich Ruhe geben, Diskriminierung, Mobbing und Gewalt ist eine Sache der vorherigen Generationen. Und politisch ist der CSD auch schon lange nicht mehr.
    Und ja auch in den Großstädten (ich komme aus Berlin) ist es nicht besser, als auf dem Land. Ich lebe aus Überzeugung und weil ich nicht wohlhabend bin eben nicht in einem IN-Bezirk. Die sexuelle Freiheit ist auch in Berlin eher eine Frage des Geldbeutels.
    Vielleicht helfen solche Artikel den jungen Leuten zu verstehen, was die Folge von unpolitisierten oder noch schlimmer neoliberal-konservativen Schwulen ist.
    Wir haben einen schwarzen Präsidenten in den USA, die Lage der unterdrückten Afroamerikaner hat sich dadurch nicht verändert. Und es kann auch nicht jeder Präsident werden.... bei uns Schwulen ist das ähnlich. Durch all diese Anbiederung haben viele gedacht, wir brauchen keine politischen Forderungen mehr, keine Rückzugsräume etc. - ich hoffe einige wachen jetzt auf.
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#24 GutmenschProfil
  • 23.06.2016, 11:49h St. Gallen
  • Antwort auf #21 von Pfote

  • Nein es dürfte hier klar sein, dass man auch schrille Menschen nicht diskriminieren sollte. Da versuchst du wieder Leuten was in den Mund zu legen.

    Das ist aber gar nicht das Thema. Die Frage ist, ob es mehr Diskriminierung gibt. Und es ist so, dass im Durchschnitt Schwule und Lesben weniger Diskriminierung erfahren. Egal wie schrill sie sind. Das heisst, wenn man bewusst Provozierne will, muss man sich heute sogar noch mehr ins Zeug legen in seiner Schrillheit.
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#25 carorealoAnonym
  • 23.06.2016, 13:04h
  • Antwort auf #5 von Gutmensch

  • Jeder Fortschritt kann rückgängig gemacht werden. Und wurde auch immer wieder in der Geschichte. Die Abtreibunsdiskussion in Polen ist ein aktuelles Beispiel. Mississippi ein anderes. Unser Auftritt muss wieder politischer werden. Boykott von diskriminierenden Firmen (Airlines z. B.) ist auch eine Möglichkeit. Konsequent und medienwirksam. Gab es auch schon in der Vergangenheit. Der Autor des Artikels hat Recht. Und je größer die Abstiegssorgen ganzer Schichten werden, desto gefährlicher
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#26 LawrenceProfil
  • 23.06.2016, 13:12h Bamberg
  • Antwort auf #8 von Lawrence

  • Ergänzung: natürlich sollten wir jetzt auch nicht nur schwarz sehen auch wenn neben dem Attentat dem hierzulande zumindest von offizieller Seite zu wenig Mitgefühl für uns entgegengebracht wurde weitere Nachrichten kamen die zeigten, dass gesellschaftliche Akzeptanz noch/ wieder fehlt. Da kommt es aber auch auf uns alle auf jede_n einzelne_n an. Ein Patentrezept gibt sicher nicht zumal wir und unsre Lebensumstände sehr unterschiedlich sind.
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#27 LawrenceProfil
  • 23.06.2016, 14:06hBamberg
  • "in der deutschen Provinz ist sie es nicht. Und überall ist die LGBT-Szene auf dem Rückzug. "

    Das hatte ich vorhin überlesen so pauschal kann man das nicht sagen. Wir sind hier schon stolz in der Provinz über 35 Jahre einen schwullesbischen Verein zu haben der vieles organisiert.

    Den Kommentar sollten wir als Denkanstoss sehen - er ist kein Glaubensbekenntnis er ist aber auch nicht völlig falsch oder aus der Luft gegriffen.
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#28 Pascal GoskerAnonym
  • 23.06.2016, 14:12h
  • In einer Sache stimme ich zu:
    wir haben es lange genug mit Verständnis probiert. Jetzt sollten wir langsam mal andere Saiten aufziehen. Z.B. keine Parteien mehr wählen, die uns nach Strich und Faden verarschen.
  • Antworten » | Direktlink »
#30 TheDadProfil
#31 TheDadProfil
  • 23.06.2016, 14:33hHannover
  • Antwort auf #7 von Gutmensch
  • ""Trend""..

    Voila..
    Und schon wieder wird organisierte und institutionalisierte Unterdrückung als "bloßer Trend" abgetan..
    Eine "Mode" die sich ja auch "jederzeit wieder ändern" könnte, wenn man sich nur unauffällig genug, und vor allem angepaßt genug "verhält"..

    Assimilation als "End-Lösung" ?

    Nöö..
    Danke..
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#32 TheDadProfil
  • 23.06.2016, 14:39hHannover
  • Antwort auf #13 von Uwe-Michael
  • ""Dieses ewige zur Schau stellen des "Schwul seins", das Nachäffen der Hetero-Welt,""..

    Das schließt sich gegenseitig aus !

    Entweder ist man auffällig als LGBTTIQ, oder man paßt sich an die Hetero-Welt an..

    Aber ich bin kein Hetero..
    Ich bin auch nach der Emanzipation, auch nach der Gleichstellung, nach der Gleichberechtigung immer noch Schwul..
    Und immer noch kein Abziehbild einer Hetero-Welt..
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#33 TheDadProfil
  • 23.06.2016, 14:54hHannover
  • Antwort auf #15 von Gutmensch
  • "" Selbst eine einzelne Umfrage, die sagt dass die Mehrheit der Deutschen Schwule Küsse nicht eklig findet, ist überhaupt kein Trend über die generelle Akzeptanz.""..

    Interessant..
    Aber anders herum ist die Ablehnung schwuler Küsse dann doch ein "Trend" ?

    ""Warum ist es schädlich, den Erfolg der LGBT-Bewegung zu leugnen?""..

    Das macht niemand..
    Aber Deine Leugnung das damit der Weg der Gleichstellung noch nicht zu Ende ist, ist schädlich..

    Was sich nicht dadurch in Luft auflöst, einer Gruppe der Vielfalt den einen Weg der Assimilation anzuraten, den man für sich als Individuum wählen kann..

    Dieses leuchtende Appellieren an das "ihr müßt aber brav sein damit es mir in Zukunft auch gut geht" ist auch weiterhin kontraproduktiv..

    ""Die LGBT-Bewegung ist eine Bürgerrechtsbewegung und solche waren historisch immer auf der Siegerseite.""..

    ""Und eine Bürgerrechtsbewegung ist eben keine Protestbewegung gegen die Bürgerliche Gesellschaft.""..

    Finde den Fehler !

    Nach einem "Sieg" einer Bürgerrechtsbewegung war die Gesellschaft immer ANDERS als vorher..

    Sich dann hier auf die "Idee" einzulassen, sich "nach diesem Sieg" genauso verhalten zu wollen, wie es die Gegner schon vorher tun, ist also Blödsinn !
    Denn es bedeutete diese Gesellschaft gar nicht ändern zu wollen, mithin diesen Sieg gar nicht erringen zu wollen..

    Die Veränderung der Gesellschaft ist unabdingbar für die Gleichberechtigung und Gleichstellung..
    Wer das negiert, ist offenbar nicht Teil dieser Veränderungs-Willigen..
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#34 TheDadProfil
  • 23.06.2016, 15:01hHannover
  • Antwort auf #16 von GeorgG
  • Erfundene Statements finde ich immer besonders lustig..

    ""beim Sport und in Arzt- und Rechtsanwaltspraxen""..

    Wer keinen Ärger mit anderen hat, braucht eine Rechtsanwaltspraxis wohl eher nicht aufsuchen..

    ""überall schlägt uns nur Wohlwollen entgegen.""..

    Eine Aussage die wahrscheinlich die meisten meiner Hetero-Freunde nicht unterschreiben werden, weil ihr eigenes Leben nicht in diesem Uta-Danella-Roman verläuft..

    ""Allerdings leben wir im Zentrum Berlins und wir verhalten uns emanzipiert-offen,""..

    Noch so eine Roman-Vorlage..

    ""aber wir treten nicht schrill auf.""..

    -LOL-

    ""Wir laufen beim CSD, den wir jedes Jahr besuchen, auch nicht nackt über den Kurfürstendamm.""..

    Sämtliche Besucher werden es euch vielleicht Danken..
    Ich persönlich werde Dir danken, wenn damit ein Versprechen einhergeht, diese Praxis auch zukünftig nicht zu ändern..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#35 TheDadProfil
#36 ursus
  • 23.06.2016, 15:32h
  • ich mische mich hier sicher noch inhaltlich ein. zunächst aber erst einmal ein großes dankeschön an die redaktion für die idee, diese debatte anzuregen!

    mir scheint, dass wir in einer bewegungs-strategischen umbruchzeit leben, und da brauchen wir solche debatten dringender denn je!

    ich bin schon gespannt auf die weiteren artikel.
  • Antworten » | Direktlink »
#37 GutmenschProfil
  • 23.06.2016, 16:08h St. Gallen
  • Antwort auf #33 von TheDad

  • Also du stimmst zumindest darin überein, dass es einen Langfristigen Trend hin zu mehr Akzeptanz gibt.

    Das wird vom Artikel vollständig geleugnet. Und der Artikel scheint ein Ende der Bemühung um Akzeptanz zu fordern, und stattdessen Selbsthilfe und Widerstand. Naja...

    Es wäre schön, wenn der Autor nochmals klar macht, was er eigentlich will. Für mich scheint es so, dass er die LGBT-Bewegung, die sich ja durchaus um gesellschaftliche Akzeptanz bemüht hat, zu einer pseudo-revolutionären Protestbewegung machen will. Am Besten die Akzeptanz noch reduzieren. Ich glaube er hat einfach Lust, gegen die Gesellschaft zu rebellieren.

    Das Problem ist, für eine Protestbewegung ist es ein bisschen zu spät. Eine Protestbewegung müsste in der Minderheit sein, bei LGBT-Themen sind Befürworter aber längst in der Mehrheit.

    Ich verstehe, dass du keine gesellschaftliche Akzeptanz willst, weil du gerne Rebell und Anti-Spiesser bist. Aber was, wenn ich dir sage, dass Gesellschaftliche Akzeptanz das einzige Mittel ist, um Homophobie langfristig zu bekämpfen?

    Un dann betone ich, dass es eben noch viel zu tun gibt, weil es Homophobie und viele Schranken gibt. Diese Schranken müssen zerstört werden. Das heisst dann im Ergebnis, dass LGBT denselben Zugang zu allen Aspekten des Lebens und der Gesellschaft haben. Ein Schwuler soll alles erreichen können was heteros erreichen können. Für dich ist das wohl die Endgültige Assimilation. Aber tatsächlich sind das die Ziele jeder Bürgerrechtsbewegung.

    Wo habe ich dafür plädiert, brav zu sein?
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#38 GutmenschProfil
  • 23.06.2016, 16:53hSt. Gallen
  • Antwort auf #31 von TheDad
  • Also du möchtest am liebsten keine gesellschaftliche Akzeptanz, weil es ja jeweils nur ein "Trend" ist. Und überhaupt bedeutet gesellschaftliche Akzeptanz ja nur zu Assimilation führt. In deiner Wunschwelt leben LGBT ganz separiert und unangepasst in einer Art Parallelgesellschaft. Auch unter den Schwarzen gab es Leute, die gefordert haben, Schwarze sollen sich nicht mit Weissen vermischen.

    Da bist du aber leider auf der "Falschen Seite der Geschichte", wie Obama gesagt hat. Die Zukunft ist nämlich, dass LGBT immer mehr Rechte und Freiheiten bekommen und immer mehr Möglichkeiten in der Gesellschaft haben werden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#39 TheDadProfil
  • 23.06.2016, 16:58hHannover
  • Antwort auf #37 von Gutmensch
  • ""Also du stimmst zumindest darin überein, dass es einen Langfristigen Trend hin zu mehr Akzeptanz gibt.""..

    Das stellt hier niemand infrage..
    GLEICHZEITIG gibt es "einen Trend" hin zu deutlicher Ablehnung von Gleichstellung und Gleichberechtigung..

    ""Das wird vom Artikel vollständig geleugnet.""..

    Das bezweifle ich..
    Ansonsten klär das mit dem Autor..

    ""Es wäre schön, wenn der Autor nochmals klar macht, was er eigentlich will.""..

    Den Artikel nochmals lesen hilft dort..

    ""Eine Protestbewegung müsste in der Minderheit sein, bei LGBT-Themen sind Befürworter aber längst in der Mehrheit.""..

    Unsinn..
    Die Protestbewegung besteht aus der Minderheit..
    Die "Unterstützer" die sich in Umfragen "freundlich befürwortend" zeigen, sind aber nicht Teil, sondern nur "Beobachter am Rand" die eine Gleichstellung und Gleichberechtigung nicht aktiv verhindern..
    Aktiver Teil der Bewegung werden sie dadurch noch lange nicht..

    ""Ich verstehe, dass du keine gesellschaftliche Akzeptanz willst, weil du gerne Rebell und Anti-Spiesser bist.""..

    Was spornt Dich hier an, Menschen die Du nicht kennst, und von denen Du nichts weißt, persönlich zu beleidigen ?

    ""Aber was, wenn ich dir sage, dass Gesellschaftliche Akzeptanz das einzige Mittel ist, um Homophobie langfristig zu bekämpfen?""..

    Komm mir nicht mit Allgemeinplätzen !
    Das ist belegt !
    Der Weg dorthin nicht !
    Das ist Dein Problem mit dem Verständnis zur Assimilation !

    Homophobie wird nicht verschwinden, wenn man sich versteckt !
    Oder sich so ähnlich verhält wie ein Hetero..
    Im Gegenteil !

    ""Ein Schwuler soll alles erreichen können was heteros erreichen können. Für dich ist das wohl die Endgültige Assimilation.""..

    Verschon mich doch endlich mit diesem Unsinn..
    Assimilation ist das sich verstecken, das nachspielen der Hetero-Familie, die als Regenbogen-Familie trotzdem niemals eine solche Hetero-Familie sein wird..
    Assimilation ist die NICHT-ERWÄHNUNG der Unterschiede, die trotz Gleichstellung NIEMALS verschwinden werden !

    Ein Schwuler Mann KANN keine "BundeskanzlerIN" werden !
    Eine Lesbe kein AußenministER..

    Er bleibt Schwul..
    Sie bleibt Lesbisch..

    Gleichstellung bedeutet das es EGAL ist, ob der Kanzler-Job von einem Mann, einer Frau, ein*er Transsexuellen/Trangender/Transidenten, ein*er Intersexuellen Person erledigt wird..

    Gleichstellung bedeutet das ALLE Kinder die gleichen Rechte in ALLEN Familien besitzen, das gleiche Kindergeld erhalten, die gleichen Bildungschancen besitzen, die gleichen Förderungen erhalten..

    Gleichberechtigung bedeutet das Frauen den gleichen Lohn erhalten, die gleichen Job erledigen DÜRFEN, und die gleichen Chancen haben..

    Gleichberechtigung bedeutet das ALLE die gleichen Voraussetzungen haben WEIL sie unterschiedlich sind und bleiben !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#40 PfoteAnonym
#41 EnlilAnonym
  • 23.06.2016, 17:02h

  • Sorry, ich weiß, gleich werd ich wieder als Troll etc. beschimpft aber bei diesem unsäglichen Beitrag kann ich einfach nicht still sein.
    Mal ehrlich was für einen riesigen Unsinn kann man eigentlich schreiben! Erstmal verstehe ich nicht wer in den "letzten Jahren um Zuneigung gebettelt hat"? Ich hab noch nicht bei den bösen Heteros zum Zuneigung gebettelt. Vielleicht ist das ja euer Problem: wer sich wie ein Bettler benimmt, muss sich nicht wundern, wenn er mit Almosen abgespeist wird! Ich habe persönlich noch nie tatsächliche Diskriminierung erlebt, mir ist auch klar, dass das ohne die Aktivisten der letzten Jahrzehnte anders wäre, ich kann dafür nur dankbar sein!
    Aber heutzutage so einen larmoyanten Artikel zu schreiben, als ob die Neueröffnung der KZs kurz bevor stünde, weil "die Anderen" so einen extremen Hass schieben ist einfach völliger Irrsinn!
    Entweder bin ich zu unsensiebel, dass "der Hass der bürgerlichen Gesellschaft" an mir vorüber gegangen ist oder ich bin einfach nicht schwul genug!
    Du meinst die "bürgerliche Gesellschaft" akzeptiert keine Abweichung von der Norm? Schon darüber könnte ich mich Stunden auslassen. Was ist denn diese bürgerliche Gesellschaft? Gehörst du da nicht dazu? Was für eine Norm? Ist die irgendwo definiert? Wir sind alle Menschen aber ob homo, schwarz, Linkshänder, adipös, rothaarig oder einfach nur hässlich, KEIN Mensch ist normal! Die "Norm" ist ein rein argumentatives Konstrukt um, je nach Nutzen, andere oder sich selbst als unnormal zu klassifizieren. Der Begriff Norm wird bei Homogegnern auch gerne benutzt, um Menschen abzugrenzen. Fakt ist: jeder ist normal und gleichzeitig unnormal. Und Fakt ist auch du grenzt dich/uns damit von der bösen Normalgesellschaft ab, wie es sich durch den ganzen Artikel zieht. Der Abgrenzung folgt die Opferrolle. Das Schema ist beliebt, ob bei Pegida oder Christen, die ihre Kinder nicht zur bösen Schule gehen lassen wollen. Versteht mich nicht falsch, natürlich ist das ein qualitativer Unterschied aber das System ist das gleiche: statt zu sagen "wir sind Teil dieser Gesellschaft und versuchen zusammen klar zu kommen", dämonisiert man "die Anderen", während man selbst das geplagte Opfer ist, dem man helfen muss. Dann kann man natürlich auch betteln!

    Die Morde in Orlando waren auch kein Terrorakt aber um von dieser Tragödie abzuleiten dass:

    "...der Hass gegen uns allgegenwärtig ist und jederzeit und überall brutal zuschlagen kann"

    Und

    "Der Angriff auf den queeren Club "Pulse" hat auch deutlich gemacht, dass wir nicht wirklich mit großer Unterstützung der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft rechnen können."

    ...ist an Ignoranz kaum zu toppen.

    Der Rest des Artikels ist leider auch nicht besser, was aussterbende Schwulenbars mir gesellschaftlicher Ablehnung zu tun haben? Egal. Warum ich mich als Schwuler, mangels ausbleibenden Erfolgs jetzt nicht mehr verstellen sollte? Hab ich zwar noch nie aber egal.
    Dass die Akzeptanz von queeren Menschen in der westlichen Welt in den letzten Jahren konsequent zugenommen hat, was sich in Gleichstellungsgesetzen, Homoehe oder Ähnlichem zeigt: "Ist alles egal, lasst uns doch bitte unsere Opferrolle und den anderen ihre Täterrolle"!
    Den Artikel kann ich nicht ernst nehmen! Wer will kann gerne gegen Windmühlen kämpfen mir ist das Gejammer zu blöd!
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#42 LorenProfil
  • 23.06.2016, 17:17hGreifswald
  • Ich möchte in diesem Zusammenhang zwei Ebenen unterscheiden:

    1. Die politische Ebene:
    Die Forderungen nach rechtlicher Gleichstellung, Antidiskriminerungsgesetzen etc. sind klar und deutlich zu formulieren und konsequent-beharrlich zu verfolgen. Ich würde mir wünschen, dass da auch der Ton entschiedener wird und die Aktionen (ob Demonstrationen oder andere) mehr kämpferischen Impetus zeigen. Auch rhetorische Zuspitzungen und provokative Aktionen (ich denke da an Act Up seinerzeit in den USA) sollte man sich häufiger erlauben als Ergänzung zuum staatstragend wirkenden Auftreten der Mehrheit derjenigen, die sich als Repräsentanten der LGBTI in Parlamenten, TV etc. tummeln (wobei die Legitimität dieses "Repräsentantentums" von mir kritisch hinterfragt wird, aber das ist ein anderes Thema).

    2. Die persönliche Ebene:
    Im Alltagsleben wäre wünschenswert, dass jede und jeder sich bemüht authentisch zu leben (was beispielsweise im Hinblick auf die Gesundheit sowieso unabhängig von diesem Thema gilt). Hier kann es nicht um "Normierungen" einer "Community" gehen, da die Lebensumstände der Menschen hierzulande nicht homogen sind, sondern sich unterscheiden
    (je nachdem, wie stark dier Grad an Repression ist, dem jemand in seinem personalen Umfeld ausgesetzt ist; je nach persönlicher "Befindlichkeit").
    Die gelegentlich diskutierte Frage, ob ein Lebensentwurf mehr oder weniger oder gar nicht "heteronormativ" ist, halte ich für nebensächlich. Die Wünsche und Bedürfnisse sind zu verschieden um sie mit "Normierungen" einzugrenzen. Und es widerspricht dem Ziel der Akzepanz der Vielfalt in einer pluralistischen Gesellschaft, das zu tun. Für eine Veränderung in den Köpfen der Mehrheitsgesellschaft ist es m.E. zielführender, dass jede und jeder da, wo sie oder er lebt, das persönliche Maß an Authentizität findet, das die Repressionsbedingungen wahrnimmt (schon aus Gründen der persönlichen Sicherheit) und dennoch den Blick auf ein Leben jenseits dessen ermöglicht, was unreflektierte Heteros als selbstverständlich und kulturell vorgegeben hinnehmen.
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#43 GutmenschProfil
  • 23.06.2016, 17:31hSt. Gallen
  • Antwort auf #40 von Pfote
  • Absolut, natürlich haben Leute wie TheDad das Recht, so zu leben wie sie wollen. Sie dürfen gegen die böse unterdrückerische Gesellschaft protestieren. Und von ihrer Opferposition am Rande der Gesellschaft aus weinen, wenn LGBT immer mehr akzeptiert werden (sich also "assimilieren").

    Die LGBT-Bewegung geht einen anderen Weg. Gesellschaftliche Akzeptanz ist ein wichtiges Ziel. In einer perfekten Welt hätte niemand einen Nachteil durch seine sexuelle Orientierung. Schwule und Lesben könnten also alles erreichen, was auch Heterosexuelle erreichen können.

    Der Artikel fordert ein Ende dieser Bemühung, weil die Gesellschaft ja ach so böse ist, man soll sich also komplett gegen die Gesellschaft auflehnen. Ja aber wo führt denn das hin?

    Der Artikel ist schlicht und einfach Falsch. Die Zahlen belegen eindeutig, dass die LGBT-Bewegung sehr erfolgreich darin war, gesellschaftliche Akzeptanz zu erreichen. Auf diesem Erfolg sollte man aufbauen um die Homophobie zu beseitigen statt alles über Bord zu werfen.

    Welche politische Bewegung verleugnet bittesehr die eigenen Erfolge?
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#44 seb1983
#45 HarryFritot
  • 23.06.2016, 18:13h
  • Warum muss ich mich anderster Benehmen/zeigen als ein Hetero?
    Warum muss ich meine Sexuelle Neigung in der Öffentlichkeit immer zeigen ? (der Hetero macht dies doch auch nicht).
    Warum muss ich mich anderster Verhalten als ein Hetero.
    Warum muss ich Andere Dinge Mögen als ein Hetero?
    Warum muss ich anderster sein als Andere?
    Nur weil ich Schwul bin und einige extrovetierte Schwestern meinen, ich muss für jeden Sichtbar Superschwul leben und jedem mein Schwul sein auf die Nase drücken?
    Für LGBT-Rechte kämpfen ? Ja,gerne!
    Sich Orte Schaffen wo ich mich mit Gleichgesinnten treffen kann und unter uns sind? Ja,gerne!
    Aber lasst mich doch meinen Alltag,ganz unsexuell,Normal leben genauso wie Menschen mit anderen sexuellen Neigungen.
    Akzeptanz erreicht man doch noch am ehesten wenn Andere wissen,"ah er steht auf Männer" aber sehen das er genauso normal seinen Alltag lebt,genauso Dinge mag wie sie,genauso Gefühle hat,Emotionen,Wünsche,Interessen wie die Heteros.
    Also lasst das endlich mal bleiben,mich als Schrankschwester,Verklemmt,Versteckt lebend zu bezeichnen nur weil ich nicht immer zu jeden Zeitpunkt zeige,das ich Schwul bin,nur immer das mache,weils Schwul ist oder nur Orte in meiner Freizeit auf suche oder Freunde habe,die Schwul sind.Ich bin kein Mensch der sein ganzes Leben zu 100% auf eine einzige Sache ausrichtet:Meine Sexuelle Neigung.
    Genau das,was so manche extrem LGBT'ler von anderen verlangt,und bei nicht mitmachen und Zustimmen dann jenen verunglimpft oder gar auf's derbste Beleidigt,treibt Gay's in die Hände von Konzervative,oder gar AfD und ähnliches Ungemach oder sorgt dafür das sich diese Gay's wirklich komplett zurückziehen und dann im gemeinsamem Kampf für vernünftige (nicht überzogene) LGBT-Rechte verloren gehen.
    Das Leben besteht nun mal nicht nur aus nie endenten rosaroten Gay-Party's mit halbnackten Tanzenden Kerlen,Schwuler Sex an jeder Straßenecke, Schwulen Weihnachtsmärkten und ständig willigen Männern,die nur eins im Kopf haben...
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#46 FritjofAnonym
#47 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 23.06.2016, 18:34h
  • Antwort auf #45 von HarryFritot
  • >"Das wollen die aber nicht hören. Die wollen einfach ihr kleines Leben geregelt bekommen und dabei nicht dauernd auf die Mütze kriegen. Wenn die sagen heterolike, dann meinen sie: Unauffällig und deswegen unbehelligt. Die wollen sich einfach nur für normal halten."

    "Ach, und deswegen müssen sie nachplappern, was alles angeblich unnormal ist? Das ist schwuler Selbsthass und nichts anderes. Hier schreibt er weiter: Meine sexuelle Orientierung ist nur eine Facette in meinem Leben unter vielen. Ich klatsche mein Schwulsein nicht gleich jedem ins Gesicht, dem ich begegne. Der könnte auch einfach sagen, Ich bin eine Klemmschwester und spucke auf alle, die offen schwul leben. Bitte, die können ja machen, was sie wollen, aber sie sollen ihre Verherrlichung des Duckmäusertums nicht auch noch abfeiern, als sei das der bessere Weg."<

    hessen-ist-geil.de/heterolike/
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#48 LorenProfil
  • 23.06.2016, 18:36hGreifswald
  • Antwort auf #45 von HarryFritot
  • Ich nehme an, dass Sie Händchenhalten, Umarmungen oder Küsse in der Öffentlichkeit beispielsweise von zwei Männern nicht als "superschwul" bezeichnen, oder verstehe ich Sie da falsch? Es sollen ja auch schon heterosexuelle Mitbürger gesichtet worden sein, die das gelegentlich tun.

    Und ihr Verständnis dessen, was "überzogene" Rechte für LGBTI sind, wer da was nach ihrer Wahrnehmung hierzulande fordert, würde mich auch interessieren.
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#49 ursus
  • 23.06.2016, 18:36h
  • Antwort auf #45 von HarryFritot
  • >"Warum muss ich meine Sexuelle Neigung in der Öffentlichkeit immer zeigen ? (der Hetero macht dies doch auch nicht)."

    das ist natürlich leicht zu widerlegen, und sicher wird es hier sofort von einigen entsprechend kommentiert werden.

    lasst uns doch mal einen schritt weitergehen und uns fragen, wie es kommt, dass sogar schwule solche sätze schreiben und ob wir noch irgendwas anderes dagegen tun können statt immer nur zu sagen "stimmt nicht".
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#50 TheDadProfil
  • 23.06.2016, 18:51hHannover
  • Antwort auf #38 von Gutmensch
  • ""Also du möchtest am liebsten keine gesellschaftliche Akzeptanz, weil es ja jeweils nur ein "Trend" ist.""..

    Hör auf hier solchen Unsinn zu verbreiten !

    DU hast hier die 40-%ige Ablehnung schwuler Küsse in der Öffentlichkeit zu einem Trend erklärt, und kurze Zeit später dann einen Trend "entdeckt", den Du "überwiegende Zustimmung" genannt hast !

    ""Und überhaupt bedeutet gesellschaftliche Akzeptanz ja nur zu Assimilation führt. In deiner Wunschwelt leben LGBT ganz separiert und unangepasst in einer Art Parallelgesellschaft. Auch unter den Schwarzen gab es Leute, die gefordert haben, Schwarze sollen sich nicht mit Weissen vermischen.""..

    Wow..
    LGBTTIQ's sollen sich also mit den Heten "vermischen" ?

    Wie ?
    Per Hetero-Sex ?
    Oder durch die Negation der eigenen Identität ?

    Und "ich" störe dann Deinen Traum ?

    Die Antwort darauf verbietet mir die "Nettiquette"..
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#51 markusbln11Anonym
  • 23.06.2016, 18:54h
  • Die jetzt 49 Kommentare zeigen, dass die Redaktion ein Brandthema aufgegriffen hat. Danke! Auch mich bewegt es gerade nach dem Anschlag auf uns in Orlando.

    Dieses Plädoyer für einen Gedenktag habe ich auch in anderen sozialen Medien platziert, international. Deshalb auf Englisch. Ich hoffe, das stört nicht. Es gibt ja auch Bing.

    Addressed to all our LGBTQ-family,

    by surfing around in the net after Orlando tragedy I have discoverd the idea to establish and celebrate a worldwide Day against Homophobia on the 12th of June each and ervery year, to commemorate the day of the Orlando severe attack against our LGBT-community. I was emotionally so much touched by this idea that I decided to put a view words in here to promote this idea. Probably somebody may pick it up and pass it on.

    Just to limit Orlando commemoration to a single place, region or country does not cover the scale of this murdering!! Such a community day should address all our folks around the globe. It needs a global village against Homophobia that is broadly understood and aknowledged. I think we never have seen something like this carnage against all of us at Orlando´s Pulse just on one day. The whole world is aware of this bloody stroke against our LGBT family and many important leaders worldwide understand the grieve we suffer. The Christopher Street Day is the celebration of our pride the guys in New Your fought for, the 12. June could become a date to mourn, to remind and to urge. We shall not forget. This may not happen a second time.

    Let´s make us feel strong and turn the 12. June to a landmark of our struggle against hatred and disregard under which all our LGBT communties in the world may suffer or do it day by day. Orlando is a threat against us as a whole executed at a place where we never expected it. We all are Orlando, we all are Pulse. Let´s re-establish Pulse as our landmark for freedom and respect! We hold our ground, do not give in.

    This may become a very strong argument. Come together and make the 50 beautiful angels - as they were called at the commemorations in Berlin some days ago - that lost their lives in a brutal killing to our eternal ambassadors for a free world without greed and hatred. Create a worldwide day against Homophobia and for LGBTQ-rights all over the globe based on Orlando desaster commemoration. Let´s light the candles on one day from Orlando to Tokyo, via Beijing, Teheran, Berlin and back to Orlando. All these 50 young angels now above the rainbow deserve doing this!! It shall not have been in vain.

    So, und jetzt gehe ich um die Ecke ins Himmelreich - Bln fhain - und ziehe mir eine Radlerhalbe rein. Markus
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#52 GutmenschProfil
  • 23.06.2016, 19:05hSt. Gallen
  • Antwort auf #50 von TheDad
  • Nein, eine einzelne Umfrage ist eben noch kein Trend. Aber wenn man alle Umfragen über Jahre zusammennimmt, dann wird ein ganz deutlicher Trend sichtbar: Die Akzeptanz von LGBT nimmt zu. Und es ist kein linearer Trend, sondern der Trend beschleunigt sich. Unter Jungen Generatioen ist die Zustimmung am grössten.

    Der Artikel ist einfach völlig falsch wenn er behauptet, es gäbe keine Akzeptanz und die Bemühungen um Akzeptanz seien völlig nutzlos. Die Statistiken erzählen eine andere Geschichte.

    Und du gibtst es offen zu, dass in deiner Wunschwelt die Homos in einer Art Apartheit leben würden, völlig isoliert von der Heterogesellschaft. Die Realität sieht aber schon heute anders aus. Homosexuelle sind in allen gesellschaftlichen Schichten, sie haben heterosexuelle Freunde und Arbeitskollegen. Homos sind genau so vielfältig wie die ganze Gesellschaft.

    Und weisst du was? Durch eine "Vermischung" ergibt sich auch eine grössere Sichtbarkeit. Die heteros sehen, das ist nicht eine abgetrennte isolierte Gruppe. Das sind unsere Mitbürger, Nachbarn, Freunde und Arbeitskollegen. Mit diesen Worten hat übrigens Obama seinen Meinungswandel begründet.
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#53 TheDadProfil
  • 23.06.2016, 19:05hHannover
  • Antwort auf #43 von Gutmensch
  • ""Sie dürfen gegen die böse unterdrückerische Gesellschaft protestieren.""..

    Der Ton läßt an der zuvor postulierten Akzeptanz zweifeln..

    Ebenso wie die "Idee" wenn Dein Traum platze seien daran natürlich "die anderen" schuld, die sich dem nachfolgen Deines Beispiels aus welche Gründen auch immer verweigerten..

    ""Und von ihrer Opferposition am Rande der Gesellschaft aus weinen, wenn LGBT immer mehr akzeptiert werden (sich also "assimilieren").""..

    Das genaue Gegenteil der eben noch behaupteten Akzeptanz anderer Lebensentwürfe..

    Die Implikation eines
    "das müßt ihr aber auch so machen, weil mein traum sonst platzt",
    verbunden mit dem gekoppeltem Schuld-Vorwurf ist es, was hier unangebracht ist..

    Daher noch einmal :
    Leb Deinen Traum..
    Aber erwarte nicht das es andere auch tun..
    Gleichstellung ist nicht die Assimilation und nicht die Gleichmacherei aller Individuen in der Gesellschaft, die Du hier als Fortschritt und erwartetes Ergebnis in den Raum stellst..

    ""Der Artikel fordert ein Ende dieser Bemühung, weil die Gesellschaft ja ach so böse ist, man soll sich also komplett gegen die Gesellschaft auflehnen. Ja aber wo führt denn das hin?""..

    Zum Erfolg..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#54 TheDadProfil
#55 BenOAnonym
  • 23.06.2016, 19:16h
  • Der beste Text seit langer Zeit - die gequält aufschreienden Leserkommentare zeigen, wie notwendig es ist, die Dinge in dieser Weise auch einmal schmerzhaft deutlich auf den Punkt zu bringen. Danke Martin!
  • Antworten » | Direktlink »
#56 GutmenschProfil
  • 23.06.2016, 19:44h St. Gallen
  • Antwort auf #53 von TheDad

  • Wenn du freiwillig am Rand der Gesellschaft leben willst, um über die Unterdrückung durch diese Gesellschaft zu jammern, dann akzeptiere ich das zu 100%.

    Du solltest das dann aber nicht von anderen verlangen. Das Problem ist, dass historisch gesehen viele LGBT durch Diskriminierung unfreiwillig an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden. Beispielsweise durch Jobverlust oder Ausstoss aus der Familie. Viele möchten aber sehr gerne Teil der Gesellschaft sein und auch gesellschaftlich erfolgreich sein. Das sind sie übrigens heute schon.

    Die LGBT-Bewegung dollte versuchen, diese Schranken zu beseitigen. Dazu ist gesellschaftliche Akzeptanz nötig. Du behauptest, die Aufgabe dieses Ziels würde zum Erfolg führen. Naja vielleicht Erfolg darin, die LGBT-Community vom Rest der Gesellschaft abzusondern.

    Einer der schlechtesten Artikel seit langem. Völlig falsch und ohne Lösungsvorschläge.
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#57 TheDadProfil
  • 23.06.2016, 20:34hHannover
  • Antwort auf #52 von Gutmensch
  • ""Die Akzeptanz von LGBT nimmt zu. Und es ist kein linearer Trend, sondern der Trend beschleunigt sich.""..

    Die Idee von Trends negiert gesellschaftliche Schwankungen..

    So wie Du hier wahrnimmst, die Akzeptanz von LGBTTIQ's (die Du immer noch eingeschränkt denkst !) nähme zu..

    Demgegenüber war die Gegenposition LGBTTIQ-feindlicher Parteien des rechten Spektrums, früher von den Republikaner und der NPD belegt, heute von der AFD und der ALFA repräsentiert, noch nie so groß im Parlamenten vertreten !

    Deutliche Rückschritte der politischen Diskussionen, öffentliche Hetze in Talk-Shows, Bloggs ud so genannten "Sozialen Medien" sind zu verzeichnen, und offenbaren ein weit differenzierteres Bild dieser angeblichen Akzeptanz..

    Früher wußte man das die eigene Familie hinter den Zielen stand..
    Heute steht das nachlesbar auf Facebook..

    Aber Heute propagiert auch der Gleichstellungs-Gegner deutlich öffentlicher als noch vor 10 Jahren, bevor es Facebook gab..

    Der Haupt-Gegner der Gleichberechtigung, die UNION hat das vergangene verschwiegen verbracht, wenig dazu gelernt, und verweigert sich dafür nur noch vehementer, indem er unverhohlen auch Protest-Allianzen mit den "besorgten Eltern" und anderen Radikalen eingeht..

    Da "bessert" es sich längst nicht so schnell, wie Du dir hier einzureden versuchst..

    ""Und du gibtst es offen zu, dass in deiner Wunschwelt die Homos in einer Art Apartheit leben würden, völlig isoliert von der Heterogesellschaft.""..

    Was sollen hier erneut diese Beleidigungen ?

    Ich habe keine "Wunschwelten"..
    Ganz im Gegensatz zu anderen..

    Die Realität dieser Gesellschaft IST eine Form der Apartheid..
    Das zu negieren scheint Dein Antrieb zu sein..
    man lebt aber in Apartheid nicht ""völlig isoliert""..
    Man hat Teil bis zu einem Punkt, den die so genannte Mehrheit genau definiert..
    Diese Definition gab es Heute erneut im Bundestag :
    Keine Ehe-Öffnung mit der CSU zu machen..

    Man könne ja die "Eingetragene Lebenspartnerschaft" auch einfach in "Lebensbund" umbenennen, und schon erledige sich nach der Auffassung der CSU-Politikerin Gudrun Zollner wohl das "Problem der Diskriminierung"..
    Ihrer "Meinung" nach ist das dann wohl sowieso nur "eingebildet"..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #52 springen »
#58 TheDadProfil
  • 23.06.2016, 20:37hHannover
  • Antwort auf #56 von Gutmensch
  • ""Wenn du freiwillig am Rand der Gesellschaft leben willst, um über die Unterdrückung durch diese Gesellschaft zu jammern, dann akzeptiere ich das zu 100%.""..

    Ich lebe nicht FREIWILLIG an irgendwelchen Rändern !

    Das zu begreifen fällt Dir offensichtlich äußerst schwer !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #56 springen »
#59 GutmenschProfil
  • 23.06.2016, 22:30hSt. Gallen
  • Antwort auf #57 von TheDad
  • Ich habe zwar von einem globalen positiven Trend in der westlichen Gesellschaft gesprochen, dieser Trend zeigt sich quer durchs Band. Aber weil du jetzt auf die Besonderheiten Deutschlands eingehen willst, Hier ein Unfragetrend aus Deutschland:

    www.faz.net/aktuell/politik/inland/homo-ehe-in-deutschland-l
    aengst-akzeptiert-umfrage-13704670-p2.html


    Es ist fast dasselbe Bild wie in den USA: Die Zustimmung wächst rasch und hat die Gegnerschaft längst überholt. Und wenn du eine Seite weiterklickst, siehst du, dass Junge Menschen stärker zustimmen. Diese sind die Zukunft, der Trend lässt sich also nicth einfach so umkehren.

    Deine Einwände sind eher im Bereich Bauchgefühl. Die Leute wählen AfD, weil sie Merkel nicht mögen, nicht unbedingt weil sie Homos hassen.

    Die Zahlen sind also eindeutig, doch was macht der Artikel? Da wird einfach ohne Belege behauptet der Hass würde zunehmen, und es gäbe keine Akzeptanz für Homosexuelle in der bürgerlichen Gesellschaft. Der Artikel ist ein unendliches Gejammer über alle Aspekte der "bürgerlichen Gesellschaft" und vergisst dabei, dass LGBT längst Teil davon sind und auch akzeptiert werden. Das Fazit des Artikels ist, dass eine Akzeptanz gar nicht gibt und möglich ist und dass man endlich aufhören sollte, sich um eine solche Akzeptanz zu bemühen. Was will man damit bitteschön erreichen?

    Dieses sinnlose Rumgeflenne nervt doch. Wann wird die LGBT-Bewegung selbstbewusst? Ich habe schon bei ein paar Sachabstimmungen zu verschiedenen Themen mitgewirkt und ich habe noch nie erlebt, dass eine politische Gruppe die eigenen Erfolge runterspielt. Im Gegenteil: die Erfolge des Gegners sollten heruntergespielt werden und man sollte so gut es geht behaupten, das Volk mehheitlich auf seiner Seite zu haben.

    Für die LGBT-Ziele wäre das ein Leichtes. Man könnte ganz effektiv Druck auf konservative Politiker aufbauen, indem man aufzeigt, dass man die Bürgerliche Gesellschaft hinter sich hat. Doch stattdessen heult man lieber rum weil man sich ja so gerne nicht an die Gesellschaft anpasst.

    Ein Lösungsansatz wäre, dass man sich noch stärker und noch klüger um gesellschaftliche Akzeptanz bemüht. Ein Blick in die USA und die dortigen LGBT-Organisationen könnten hilfreich sein. Die haben früh möglichst alles daran gesetzt, "marriage equality" mainstream zu machen. Betonung von Familienwerten, Einbezug von grossen Unternehmen, Hollywood und andere Stars haben einen wichtigen Sieg sehr schnell möglich gemacht, trotz erheblichem Widerstand.

    Wieso will man zwanghaft in diese Opferrolle, obwohl doch die Zahlen etwas anderes sagen?
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#60 LawrenceProfil
  • 23.06.2016, 23:26hBamberg
  • Antwort auf #51 von markusbln11
  • Unterstütze auch, dass der Tag des Massakers unser Gedenktag gegen Homophobie und -hass werden soll ( wo kann man das unterstützen wo steht der Vorschlag?), nicht nur als ein Tag des Gedenkens sondern auch als ein Tag der Hoffnung, denn er hat uns zusammen geschweisst und gemeinsam können wir es schaffen von der Entkriminalisierung bis zur völligen Gleichberechtigung und Akzeptanz bei der heterosexuellen "Normalbevölkerung", ohne die es ja auch nicht funktioniert. Bemerkenswert du erwähnst mit Teheran die Hauptstadt eines Staates, wo Menschen wie wir zum Tode verurteilt werden. Das wäre wirklich eine Vision eine Welt ganz ohne den Straftatbestand Homosexualität ob nun mit oder ohne staatlichen Mord. Eine Anmerkung aber - hab mich da auch vergaloppiert - 49 Freunde und Freundinnen sind ermordet worden - du schreibst von 50 Angels above the rainbow - das würde den Attentäter einrechnen. Er ist allerdings zum Teufel geworden ein fallen angel denn er kam ja mit seiner Homosexualität nicht klar und das hat so viele Opfer gekostet. Man könnte freilich die Frage stellen, wie mit ihm umgegangen werden sollte, wenn seriös ermittelt wurde was ihn getrieben hat. An so einem Tag sollte es schliesslich auch um die Bekämpfung der Ursachen gehen und nicht nur um das Gedenken.
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#61 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 23.06.2016, 23:32h
  • Antwort auf #59 von Gutmensch
  • Wenn Dich das "sinnlose Rumgeflenne" von Leuten, die in der Community schon viel länger aktiv sind als Du und somit viel mehr Erfahrungen gesammelt haben, so unendlich nervt, dann mach' doch hier mal halblang.

    Du wirst uns, die wir aktiv in der und für die Community tätig sind, nicht dazu bringen, unser Engagement einzustellen, nur weil Du "keine Belege" erkennen kannst (DEIN Problem) und unbedingt Deine Familienwerte betonen willst (die klassischen "Family Values" waren und sind auch in den USA nach wie vor eines der stärksten Gegen"argumente" gegen unsere Anerkennung).

    Hör' endlich auf damit, uns Deinen megaspießig-bürgerlichen Wunsch-Lebensweg aufzwingen zu wollen und dabei den Menschen, die die Fortschritte, von denen Du so gern schwadronierst, überhaupt erst ermöglicht haben, ins Gesicht zu spucken.

    Wenn Du Rückschritte und Gefährdungen nicht erkennen kannst, liegt das an DEINEM begrenzten Horizont und nicht an engagierten Menschen, die Dir und vielen Anderen den Weg bereitet haben und bereiten.

    Ich habe an sich schon alles in meinen vorherigen Kommentaren gesagt, was mir am wichtigsten erscheint, und wo meiner Ansicht nach der Hase im Pfeffer liegt. Und ich bin in der Szene schon länger aktiv, als Du überhaupt lebst.

    Was mich langsam unendlich wütend macht, ist, dass Du Dir permanent extremst wortreich anmaßt, auf all das zu pfeifen (um nicht das Wort zu verwenden, das ich eigentlich gerne verwendet hätte).

    Und nun nochmal ganz langsam zum Mitdenken: Wenn DU Dich unbedingt perfekt "an die Gesellschaft anpassen" möchtest, sodass Du darin verschwindest und überhaupt nicht mehr in Deiner eigentlichen Identität wahrgenommen wirst, wenn Du Dich also unbedingt assimilieren lassen willst - mach's um Himmels willen.

    Aber erkläre das gefälligst nicht zu dem Weg, den wir alle gehen sollen. Weil sehr viele von uns das nun mal ABSOLUT NICHT WOLLEN.
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#62 markusbln11Anonym
  • 24.06.2016, 00:26h
  • Antwort auf #60 von Lawrence

  • Lawrence, das mit den 49 oder 50 wusste ich nicht genau. Zuerst las ich 49, dann 50. Ich dachte, es sei wohl im krankenhaus noch jemand verstorben. Aber a propos; ich habe jetzt seit tagen nichts mehr darüber gehört, wie es den verletzten und überlebenden gehört. Und was die community in orlando macht: Auch funkstille. Warum?
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#63 GutmenschProfil
  • 24.06.2016, 00:34hSt. Gallen
  • Antwort auf #61 von UrsaMajor
  • ""Wenn DU Dich unbedingt perfekt "an die Gesellschaft anpassen" möchtest, sodass Du darin verschwindest""

    Erklär mir doch mal, wie das funktioniert? Wer Teil der Gesellschaft ist verschwindet? Nein. Die Gesellschaft ist sehr vielfältig und Homosexuelle sind genau so vielfältig. Homosexuelle sind längst Teil der Gesellschaft. Nur weil sie früher ausgeschlossen wurden, heisst das nicht dass das so bleiben sollte. Nur wenn Homosexuelle offen am gesellaschaftlichen Leben teilnehmen, sind sie sichtbar. Du willst dass sie sich von der Gesellschaft distanzieren, was zu Unsichtbarkeit führen würde.

    Wieso sollte man denn die Bemühungen um Akzeptanz aufgeben, wo die Bemühungen doch durchaus Erfolge gezeigt haben.

    Du unterstellst mir einfach so ein spiessiges Leben. Du kennst mich ja nicht mal. Nur weil ich mich für die Akzeptanz von LGBT einsetze und damit deinen Kampf gegen die bürgerliche Gesellschaft infrage stelle.

    Merkst du was? Du bist derjenige, der andere aufgrund ihres Lebensstils nicht toleriert. Ich bin scheinbar nicht gut genug, um mich engagieren zu dürfen.
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#64 IchstattWirAnonym
  • 24.06.2016, 03:06h
  • Antwort auf #61 von UrsaMajor

  • Schon interessant, da wird auf einen Kommentator geantwortet der eigentlich immer nur in der Ich-Form spricht - und in den Antworten lese ich immer nur wir wir wir. Wer gibt Ihnen das Recht, für andere zu sprechen?
    By the way: Leute auszuschließen, die nicht die eigene Meinung haben, diese Tendenz kenne ich aus der Zeit zwischen 1933 und 1945. dieses Ausschließen disqualifiziert sie, zeigt es doch Tendenzen, die eigentlich jedem vernünftigen Menschen Angst machen sollten
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#66 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 24.06.2016, 07:20h
  • Antwort auf #64 von IchstattWir
  • Oh, die Nazi-Keule.
    Weil ich FÜR VIELFALT und GEGEN GLEICHSCHALTUNG, Assimilation und Unsichtbarkeit eintrete.

    Dieses Akrobatenstück muss man gedanklich erst mal hinbekommen. Respekt.

    Ich erlaube es mir in der Tat, von "uns" zu schreiben, weil es mir noch nicht abhanden gekommen ist, auch für ANDERE einzutreten und nicht nur einen reinen Ego-Trip zu fahren.

    SEHR verwerflich, gell?
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#67 PfoteAnonym
  • 24.06.2016, 08:03h
  • Antwort auf #63 von Gutmensch

  • Da Du Dich so häufig wiederholst, hier nochmal ganz langsam:

    Du hast ein Idealbild, wie sich "die Bewegung" verhalten sollte. Mit allen, die nicht in Dein Idealbild fallen, hast Du aber ein Problem, weil die dem entgegenstehen, was "die Bewegung" Deiner Meinung nach erreicht hat.

    Das bedeutet, dass Akzeptanz bei Dir auch nur dann besteht, wenn jemand in Dein Raster passt und es vollkommen gerechtfertigt ist, wenn alle übrigen weiter außerhalb stehen.

    Das ist nicht weniger verwerflich als die Ablehnung von LGBT als Ganzes, der einzige Unterschied ist, dass Du Deine Schäfchen ins Trockene gebracht hast.

    Aber ich fürchte, auch das wirst Du wieder nicht wahrhaben wollen, ich wette einen Kaffee auf das nächste "wenn sich alle Schwulen so verhalten wie ich, dann geht es ihnen doch gut"

    Jedenfalls so lange, bis Hedwig, Gabriele und Beatrix um die Ecke kommen.
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#68 LawrenceProfil
#69 saltgay_nlProfil
  • 24.06.2016, 08:38hZutphen
  • Puh, schon wieder 66 Kommentare, die eigentlich nur einen winzigen Teil der Strategie beleuchten. Ganz abgesehen von den persönlichen Zänkereien.

    Nur Traditionalisten halten Erinnerungen hoch und erheben sie zu religiösen Weihen. Der CSD wird seitens der LGBT-Bewegung zu einem sakralen Gegenstand erklärt, während die Wirklichkeit einen Karnevalsumzug im Sommer zeigt. Das ist überhaupt nicht verwerflich, obwohl ich kein Karnevalsjeck bin. Es zeigt aber, dass sich Inhalte wandeln können im Laufe der Geschichte.

    Doch das hat sich nicht gewandelt: die gezielte Diskriminierung von Minderheiten. Die Community aus Schwulen, Lesben und Transsexuellen ist eine solche Minderheit. Betrachtet man die Lage in Europa, so fällt auf, dass in fast allen Ländern eine Spaltung der Gesellschaft betrieben wird. Die Rechtsextremisten fallen natürlich sehr auf, doch schauen wir hinter die Fassaden, so erkennen wir, dass es sich bei AfD und PVV wie den ungarischen Pfeilkreuzlern mit ihrem Orban um marktradikale Parteien handelt, die die Demokratie beseitigen wollen. Sie wollen eine totalitäre Marktdiktatur.

    Gemäß dem römischen Staatsprinzip vom Teilen und Herrschen (divide et impera) wird die Gesellschaft systematisch zerlegt, damit jegliche Anwandlung von Solidarität im Keim erstickt wird. Deshalb findet diese Hetze gegen Minderheiten statt, damit die tatsächlichen Widersprüche einer Gesellschaft vernebelt werden. Die bürgerliche Klasse sieht sich, wie in der Weimarer Republik, vom Sturz ins Bodenlose bedroht und trampelt auf den Schwächeren herum. Sie erkennt nicht, dass sie lediglich die Heloten einer hauchdünnen Oberschicht sind, welche noch mächtiger und reicher werden will.

    Die Geschichte der Schwulen weist aber eine Besonderheit auf. Homosexuelle kennen Diskriminierung und Verfolgung und können daher authentisch und kompetent darüber aufklären, welche Rolle Minderheiten in dieser Strategie der Zerstörung des demokratischen Rechtstaates zukommt.

    Es geht tatsächlich nicht um ein Einfordern gleicher Rechte, um Akzeptanz und Toleranz; das sind nämlich Rechtsansprüche, die gefälligst gewährt werden müssen. Natürlich sieht die Obrigkeit gern, wenn Bittsteller demütig nach Leistungen fragen und dabei auch noch ein schlechtes Gewissen haben. Das wird ja bewusst durch die Propaganda geschürt, dagegen wird verschwiegen, dass diese Leistungen jedem Bundesbürger zustehen, wenn er die Berechtigung dazu besitzt.

    Das bedeutet aber eine völlige Änderung der Zielsetzung der LGBT-Bewegung. Statt den Blick rückwärts auf die Verfolgung in der Vergangenheit zu richten, ist die Argumentation umzudrehen. Die LGBT-Bewegung hat einen Erfahrungsschatz an Diskriminierung, kennt die Unterdrückungsstrukturen und kann deshalb als Aufklärer in der Gesellschaft auftreten, den Bürgern die Augen öffnen, ihnen zeigen, wie Minderheiten künstlich erzeugt werden um eine solidarische Gesellschaft zu verhindern.

    Damit ändert sich auch zugleich die Perspektive. Wir sind ein fester Bestandteil in dieser Gesellschaft und werden aufgerufen Mitbürger zu belehren, sie zu motivieren und im Einzelfall zum Jagen zu tragen. Denn es geht nicht um Einzelfragen der Gleichstellung, es geht um vielmehr. Die regierungsrelevanten Parteien wie AfD/CDU/CSU/SPD zusammen mit den rechtsökologischen Grünen, tun alles, damit der freie Markt die Regierung übernehmen kann. Der Direktor des IWF Snower hat dies ja ganz unverblümt gegenüber dem Deutschlandfunk erklärt. Es sind nicht die Parteien der LGBT-Bewegung, selbst wenn sich da noch Viele etwas vormachen.

    Es geht um eine Solidarisierung quer durch die Gesellschaft um diese Entwicklung umzukehren. Dabei dürfen CSD-Umzüge stattfinden, Männer und Frauen sich öffentlich küssen und Schwule auch getarnt und im Verborgenen ihre Neigungen ausleben, wenn sie es wünschen. So steht es im Grundgesetz. Das sind nämlich Lappalien angesichts der vorsätzlichen Spaltung der Gesellschaft in eine dumpfe, willenlose Masse, die gern als "homo oeconomicus" beschrieben wird.

    Deshalb geht es nicht um Einklagen von Rechtsansprüchen, sondern um aktive Verhinderung von Rechtsabbau durch kompetente Schwule, Lesben und Transsexuelle.
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#70 GutmenschProfil
  • 24.06.2016, 08:42h St. Gallen
  • Antwort auf #67 von Pfote

  • Ganz im Gegenteil. Ich sag nur dass die Statistiken dem Artikel völlig widersprechen. Und ich möchte nicht, dass die LGBT-Community ihre Ziele von Akzeptanz grundlos aufgibt weil jemand behauptet, das sei wirkungslos.

    Und ich bin ja dafür, dass sich jeder für die LGBT-Community engagieren kann. Ich will niemanden ausschliessen. Hingegen wird mir das Recht abgesprochen, einmal weil ich zu jung sei, einmal weil ich angeblich einen bestimmten Lebensstil führe (was nicht stimmt). Vorurteile?

    Ich anerkenne die Tatsache, dass die LGBT-Community so vielfältig ist wie die Gesellschaft. Du hast ein ganz bestimmtes Bild vom Schwulen im Kopf. Jeder, der nicht dazugehört ider nicht ganz in dein Bild passt ist böse. Dann willst dich von der Gesellschaft absondern und lässt keine anderen Meinungen zu. Wer nicht ins Raster passt darf sich gar nicht engagieren.

    Ich bin für Vielfalt in der Community, du bist für Gleichschaltung. Ich will diskriminierende Grenzen und Barrieren für LGBT sprengen, du willst sie erhalten. Ich bin für Sichtbarkeit der Community, du bist für Unsichtbarkeit durch Absonderung.

    Ich könnte dir jetzt Engstirnigkeit vorwerfen, aber das sollte mitlerweile jedem klar sein.
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#71 LawrenceProfil
  • 24.06.2016, 08:51h Bamberg
  • Antwort auf #62 von markusbln11

  • "Und was die community in orlando macht: Auch funkstille. Warum?"

    Bei den Beerdigungen sind sie als Schutzengel aufgetreten - in einem Bericht haben wir hier dazu intensiv etwas erfahren. Ansonsten denke ich dass sie Zeit brauchen, denn sie sind von uns allen am schwersten getroffen, weil unsere ermordeten Freunde und Freundinnen ihre direkten Freunde und Freundinnen waren, die sie lange gut kannten und die vor ihren Augen so brutal massakriert wurden. Das zu verarbeiten braucht Zeit. Lassen wir diese unseren am schwersten getroffenen Freunden. Sie sind und bleiben Teil der Familie. Und sie werden auch wieder sichtbar sein, wenn sie das Grauen verarbeitet haben.
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#72 LaurentEhemaliges Profil
  • 24.06.2016, 09:37h
  • "Das ganze Betteln der letzten Jahre um Zuneigung und Toleranz hat offenbar nicht gefruchtet..."

    Schwachsinn.
    Es wurde nicht gebettelt, sondern aggressiv eingefordert, was die Leute, die das Thema meist nur am Rande interessiert und deshalb nicht besonders gut informiert sind, natürlich verprellt.
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#73 LawrenceProfil
  • 24.06.2016, 09:45h Bamberg
  • Antwort auf #60 von Lawrence

  • Ein kleiner Hinweis, für die, welche hier rote Punkte verteilen: ich habe seit dem Massaker mehr als einmal deutlich gemacht, wie extrem traurig mich dieses Ereignis gemacht hat. Und wenn ich heute daran denke, dann ist es immer noch so, es macht mich unendlich traurig. Zum Geschehen selbst kann ich nicht mehr sagen. Jedoch zu den Folgen: die große Solidarität in der Community weltweit und auch bei etlichen Politikern vieler Länder - auch wenn Deutschland da leider ne Ausnahme bildete - Wenn das nicht in dieser für uns so bitteren Zeit kein Zeichen der Hoffnung ist, auf das wir aufbauen können! Ich habe den Kommentar als Antwort zu markusbln englischen Text mit dem Vorschlag einer weltweiten Einführung eines Gedenktage am 12. Juni geschrieben und da ist ausdrücklich auch Teheran erwähnt. Da ist Homosexualität extremst kriminalisiert. Genauso wie in Afghanistan, wo Mateens Eltern herkommen, werden Homosexuelle dort vom Staat zum Tode verurteilt -richtiger eigentlich ermordet, auch diese Menschen gehören zu uns und sie leben in größter Angst oder sind bereits umgebracht worden. Deshalb ist Entkriminalisierung sehr wohl noch immer ein Ziel - es genügt ja dass viele Staaten Gefängnisstrafen aussprechen, die Todesstrafe ist jedoch das grösste Ärgernis - verbunden mit dem Ziel Akzeptanz in der Bevölkerung. Da fehlt es selbst in den USA bei vielen religiösen Menschen noch. Das mag sogar von ihrem Standpunkt aus "richtig" sein, denen werden wir nicht einreden können, dass die Bibel speziell die Schriftstellen auf denen sie immer so rumhacken falsch sein könnten. Da fehlt es vielen an der historisch- kritischen Denkweise. Diesen Menschen hat man die "Toleranz aufgezwungen" so werden die das empfinden. Erst 2003 wurden wir im letzten Bundesstaat entkriminalisiert. 12 Jahre später erklärt der Supreme Court die Homoehe für rechtens. Eine rasende Entwicklung wo gerade konservative im Land nicht mitgekommen sein werden zumal ihre Kirchen - America is God's own land - ja auch bis heute munter weiter hetzen. Und da liegt die Hauptursache für Orlando - rechtliche Gleichstellung ist das eine, was aber wenn echte Akzeptanz fehlt? Kommt dann noch erschwerend hinzu dass man überall Waffen kaufen kann als würden sie noch im wilden Westen leben.

    Der letzte Gedanke in meinem Kommentar befasste sich mit dem Umgang mit Mateen, der seine eigene Homosexualität hasste. Es ist zwar einiges über ihn bekannt. Ein abschließendes Urteil sollte jedoch denen vorbehalten bleiben, die dieses grausame Verbrechen untersuchen und bewerten. An Mateen zu erinnern fällt doch wohl niemandem ein - hat das wer so verstanden??! Er War jedoch das ausführende Organ unseres wahren Feindes, der noch in so vielen Köpfen wütet.

    Wenn ihr noch Anmerkungen habt, bitte raus damit, man kann mit mir reden. Aber bitte versteckt euch nicht hinter roten Punkten.
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#74 TheDadProfil
  • 24.06.2016, 10:06hHannover
  • Antwort auf #59 von Gutmensch
  • ""Ich habe zwar von einem globalen positiven Trend in der westlichen Gesellschaft gesprochen, dieser Trend zeigt sich quer durchs Band.""..

    Es gibt keine einheitliche ""westliche Gesellschaft""..

    Die Proteste der französischen Katholiken gegen die Ehe-Öffnung führte zu ungeahnten Bündnissen mit "muslimischen" und sogar konservativ-jüdischen Kreisen..
    Derlei Unfug ersparte sich Spanien und Belgien, während die US-Amerikaner auf die schon traditionelle Starrköpfigkeit der Evangelikalen treffen, die schon mit den gleichen unsinnigen "Gesetzes-Initiativen" gegen die "Abschaffung der Benachteiligungen der ehemaligen Sklaven" oder das Ehe-Verbot für "gemischt-rassige Paare" reagiert hatten..
    Österreich reagiert ebenso "verhalten deutsch" wie die BRD, und die Italiener hängen mit dem Ohr an den Worten des Papstes, der den konservativen Abgeordneten schon bei einer Zustimmung zur ELP offen mit "Exkommunikation" drohte..

    ""Deine Einwände sind eher im Bereich Bauchgefühl. Die Leute wählen AfD, weil sie Merkel nicht mögen, nicht unbedingt weil sie Homos hassen.""..

    Was für ein Blödsinn..
    Denn wer die AFD wählt, erhält die Merkel-Politik ohne SPD..

    ""Der Artikel ist ein unendliches Gejammer über alle Aspekte der "bürgerlichen Gesellschaft"""..

    Der Artikel fasst zusammen, was sich Leute wie Du gerne mal schön reden..
    Vor allem aus der Ferne der Schweiz betrachtet befindet sich hier wohl so eine Art von "Homo-Paradies" ?

    Vergiss es..
    Versuch hier mal zu leben..
    In Gemeinden an der deutsch-polnischen Grenze, mit Teils wenigen Hundert Einwohner werden LGBTTIQ's mit der Mistforke gejagt..

    Schwule Landflucht ist keine Erfindung fürs Kino, und die Hot-Spots Berlin, Hamburg und Köln sind nicht aus Zufall entstanden..
    Schon in der Lüneburger Heide oder den Dörfern Schleswig-Holsteins lebt es sich völlig anders, als in Hamburg oder dessen Speckgürtel..
    Das zu negieren scheint Leuten wie Dir sehr leicht zu fallen..

    ""Wieso will man zwanghaft in diese Opferrolle,""..

    Niemand ""will"" dort rein !
    Man befindet sich dort, und versucht sich daraus zu befreien !

    Von einer Statistik über den "Rückhalt in der Bevölkerung" her sich die "bereits gelungene Befreiung" einzureden, ist und bleibt schönreden der Realität !
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#75 Unbesorgter HomoAnonym
  • 24.06.2016, 10:09h
  • Antwort auf #72 von Laurent

  • Aggressiv eingefordert??? So wie etwa aggressiv eingefordert auf dem Standesamt heiraten zu dürfen??? So dass ein Standesbeamter völlig verprellt reagiert und die Zeremonie verweigert??? Das ist ja furchtbar. All die vielen Rechte und Freiheiten die wir heute nutzen... Hätten die Leute das doch damals nicht so aggressiv eingefordert... Vor 1968 war die Welt ja doch so in Ordnung... Da herrschte noch Zucht und Ordnung... Baut euch doch eine Zeitmaschine, dann könnt ihr dahin wieder zurück reisen...
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#76 PfoteAnonym
#77 TheDadProfil
  • 24.06.2016, 10:31hHannover
  • Antwort auf #63 von Gutmensch
  • ""Erklär mir doch mal, wie das funktioniert?""..

    Wurde Dir erklärt !

    ""Wer Teil der Gesellschaft ist verschwindet? Nein. Die Gesellschaft ist sehr vielfältig und Homosexuelle sind genau so vielfältig.""..

    Wer sich als LGBTTIQ genauso benimmt, wie die angebliche so "vielfältigen" Heteros, ist als LGBTTIQ NICHT MEHR ZU SEHEN !

    Diese UNSICHTBARKEIT läßt LGBTTIQ's verschwinden !
    Das hat mit Gleichstellung nichts zu tun !

    ""Homosexuelle sind längst Teil der Gesellschaft. Nur weil sie früher ausgeschlossen wurden, heisst das nicht dass das so bleiben sollte.""..

    Unsichtbarkeit führt originär zu einem Weiterbestand von bestehenden Diskriminierungen !
    Die Du hier so ganz nebenbei als beendet erklärst, weil es gab sie ja nur früher..
    LGBTTIQ's werden IMMER NOCH diskriminiert..
    Und das sogar sehr vielfältig !

    ""Nur wenn Homosexuelle offen am gesellaschaftlichen Leben teilnehmen, sind sie sichtbar.""..

    Exakt..
    Machen wir..
    Was Du dann zwischendurch als "Leben am Rand der Gesellschaft" diskreditierst, und Menschen die offen in ALLEN Lebensbereichen als Schwule Männer auftreten, als Menschen bezeichnest, die sich ja nicht integrieren wollen..
    Mal abgesehen davon daß Du keine Ahnung von "offen schwul leben" hast, sind Deine kleinen Beleidigungen am Rande die Unverschämtheit eines Lümmels !
    Werd Erwachsen !

    ""Du willst dass sie sich von der Gesellschaft distanzieren, was zu Unsichtbarkeit führen würde.""..

    NIEMAND will hier eine "Distanz" !
    Und völlig im Gegensatz zu Deiner Auffassung machte diese Distanz auch nicht irgendwie "unsichtbar"..

    Nur Du weigerst Dich beharrlich zu erkennen, daß Gleichstellung NICHT die Unsichtbarkeit bestehender Unterschiede zwischen Heten und LGBTTIQ's bedeuten KANN !
    Sie werden immer als LGBTTIQ's zu erkennen sein !

    Es sei denn, sie "vermischen sich" und verschwimmen in einer grauen Masse gesichtsloser Menschen, ganz so wie Du das hier permanent formuliert hast !

    Spar Dir das !

    ""Nur weil ich mich für die Akzeptanz von LGBT einsetze und damit deinen Kampf gegen die bürgerliche Gesellschaft infrage stelle.""..

    Lerne :
    Diese so bürgerliche Gesellschaft diskriminiert Dich !
    Damit sich das ändert, muß sich die Gesellschaft ändern, also muß man genau diese bestehende Gesellschaft bekämpfen !
    Danach ist es eine ANDERE Gesellschaft !

    Ganz einfach zu begreifen !
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#78 GutmenschProfil
  • 24.06.2016, 10:33hSt. Gallen
  • Antwort auf #74 von TheDad
  • Also nochmal:

    In praktisch allen westlichen Ländern ist eine Mehrheit LGBT-freundlich eingestellt und in praktisch allen westlichen Ländern ist ein positiver und nachhaltiger Trend feststellbar. Das kannst selbst du nicht leugnen. Der Artikel behauptet aber schlicht, die "bürgerliche Gesellschaft" sei komplett homofeindlich und dass Akzeptanz nicht möglich ist. Falsch.

    Ich habe von anfang an gesagt, dass man nicht schön reden sollte und Homophobie bekämpfen sollte. Homophobie kann man nur endgültig beseitigen, wenn man für gesellschaftliche Akzeptanz kämpft. Der Artikel plädiert dafür, dieses langfristige Ziel über Bord zu werfen weil man die Unterstützung der bürgerlichen Gesellschaft ja gar nicht kriegen kann. Also lieber ganz gegen die bürgerliche Gesellschaft sein.

    Selbst wenn man reale Beispiele von Homophobie auflistet, diese repräsentieren nur eine Minderheit der Gesellschaft. Es ist erbärmliches Rumgeflenne, wenn man behauptet, die bürgerliche Gesellschaft hätte nur Hass für Homosexuelle übrig. Das ist falsch und politisch unklug. Eine Abstimmung gewinnt man nicht durch Rumheulen und gegen die Gesellschaft sein. Eine Beseitigung der Homophobie kann es nur mit der ach so verhassten "bürgerlichen Gesellschaft" geben.
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#79 IchstattWirAnonym
  • 24.06.2016, 10:39h
  • Antwort auf #66 von UrsaMajor

  • In der Tat! Denn ich glaube dass Ihresgleichen - hätten Sie Macht und Möglichkeiten - einen beispiellosen Terror anzetteln würden, da Sie weder wissen was Toleranz bedeutet noch irgendein Interesse zu haben scheinen selbige zu erlernen. Jede/e nicht-radikale Homosexuelle müsste sich fürchten, hätte Ihresgleichen Entscheidungsgewalt. Die Leute die 'Wir sind das Volk' schreien sind Ihnen wesensverwandt, und im Grunde bedienen Sie auch die gleiche verbale Klaviatur wie der radikale Islam. Alle miteinander sind die Totengräber von Demokratie.
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#80 seb1983
  • 24.06.2016, 10:41h
  • Antwort auf #77 von TheDad
  • Was du dir da auf allen Kanälen zusammenschreibst...

    "Wer sich als LGBTTIQ genauso benimmt, wie die angeblich so "vielfältigen" Heteros, ist als LGBTTIQ NICHT MEHR ZU SEHEN "

    Wer also z.B. öffentlich zeigt dass er ein Paar ist, wenns Spaß macht noch Händchen hält, ist also also unsichtbar???
    Wer mal mehr oder mal weniger über seinen Freund redet, ihn bei Feiern mitbringt, ist unsichtbar?

    Viele Heteros waschen sich nach dem Toilettengang die Hände, wer sich da konsequent anders verhält als Schwuler wird zumindest riechbar das wäre doch auch mal was...
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#81 IChstattWirAnonym
#82 IchstattWirAnonym
  • 24.06.2016, 10:56h

  • Wer den Kampf für seine Rechte verwechselt mit dem Bestreben einen Systemwechsel herbeizuführen muss sich nicht wundern wenn er damit scheitert.
    Wer beispielsweise die Durchsetzung seiner Rechte mit der Behauptung Geschlecht sei konstruiert verknüpft, der darf sich fragen, wieso eine Mehrheit nicht die Rechte einer Minderheit unterstützt, in dem Wissen darum von dieser nicht einmal toleriert zu werden, sondern vorrangig der Unterstellung zu unterliegen das eigene Leben sei lediglich ein Konstrukt.
    Was ich in fast allen Beiträgen widerspiegelt ist die Sorge als andersartig weniger akzeptiert zu werden- bei gleichzeitiger Ablehnung derjenigen, die einen doch gefälligst akzeptieren sollen und den pauschalen Urteil, unter keinen Umständen in irgend einer Weise zu Anpassung bereit zu sein.
    Das Ganze gipfelt
    in Hassbotschaften gegen diejenigen, die den Spagat zwischen Anpassung und selbstbestimmten freien Leben anscheinend hinbekommen, und das ohne psychotherapeutische Unterstützung.
    Wenn gleich dieses Forum Gottseidank nicht annähernd repräsentativ ist: Der Hass der von dieser radikalen Minderheit ausgeht, er vergiftet Stück für Stück das ohnehin angespannte gesellschaftliche Klima und höhlt die Möglichkeiten einer Einigung mehr und mehr aus. Das Prinzip ist bekannt von Populisten, links oder rechts. Und das ist nicht nur bedauerlich, sondern vor allem eins, nämlich gefährlich
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#83 TheDadProfil
  • 24.06.2016, 11:00hHannover
  • Antwort auf #70 von Gutmensch
  • ""Ganz im Gegenteil. Ich sag nur dass die Statistiken dem Artikel völlig widersprechen.""..

    Wer den Artikel aufmerksam gelesen hat, könnte wissen, der Artikel widerspricht den Statistiken, und nicht anders herum..

    Und das macht der Artikel aus gutem Grund :
    Die Statistiken vernebeln inzwischen die REALE Lebenssituation der LGBTTIQ's in den Großstädten, Metropol-Regionen, aber vor allem in den kleineren Städten und Gemeinden auf dem plattem Land..

    Wer denkt er träfe in einer 250.000 Einwohner zählenden Stadt irgendwo in Schleswig-Holstein oder gar einer 50.000 Einwohner-Stadt in Sachsen auf die gleichen Chancen und Lebensverhältnisse wie in Hamburg oder gar in der 3,5 Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt Berlin, der irrt gewaltig !

    Vor allem was den "Rückhalt in der Bevölkerung" betrifft, denn Statistiken geben nur einen DURCHSCHNITT bekannt..

    Und so liegt dieser "Durchschnitt" im Rückhalt in Berlin dann bei vielleicht 80 % und in Hamburg bei 70 %, aber in Görlitz dann nur bei 25 %, und in Marienberg/Erzgebirge dann nur bei 15 %..

    ""Hingegen wird mir das Recht abgesprochen, einmal weil ich zu jung sei, einmal weil ich angeblich einen bestimmten Lebensstil führe""..

    Erneut :
    DAS IST FALSCH !
    Dir wird nicht das Recht abgesprochen Dich zu engagieren !
    Nirgendwo !

    Dir wurde hier nicht nur von mir das Recht abgesprochen, andere Menschen aufzufordern, Deinen Lebensstil führen zu MÜSSEN, damit Dein Lebensstil funktioniert !

    Wenn sich Dir das nicht erschließt, vor allem nicht worin hier der Unterschied liegt, dann ist Dir eh kaum zu helfen..

    ""Ich anerkenne die Tatsache, dass die LGBT-Community so vielfältig ist wie die Gesellschaft. Du hast ein ganz bestimmtes Bild vom Schwulen im Kopf.""..

    Der erste Satz ist schon falsch..
    Was den zweiten dann zum Blödsinn macht..

    Zunächst ist die Gesellschaft nicht TROTZ uns irgendwie bunt, sondern DURCH uns !
    Das erklärt sich übrigens dann am Bestem, wenn man die Begriffe "homo" und "hetero" mal von der Verbindung mit der Sexualität entkoppelt, und auf die Gesamtgesellschaft reziprok anwendet !

    Denn die Gesellschaft wird tatsächlich erst "hetero" durch die Existenz der LGBTTIQ's !

    Und sie bliebe durch die alleinige Existenz der Heten dann blaß, einfarbig und alles andere als "vielfältig"..
    Und damit "homogen" !

    ""Dann willst dich von der Gesellschaft absondern""..

    Auch so ein Unsinn..
    Man "will" sich nicht absondern..
    Man WIRD abgesondert..
    Durch die bestehende Diskriminierung !

    Sonst noch Fragen zu den offensichtlich komplizierten Begriffen ?
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#84 GutmenschProfil
  • 24.06.2016, 11:00hSt. Gallen
  • Antwort auf #77 von TheDad
  • Haha du hast schon ein merkwürdiges Bild. Du bist so engstirnig und willst mir meinen Lebesstil vorschreiben über eine Welt, von der ich nicht sicher bin ob du sie verstehst.

    Ich darf mich also nicht wie ein Heterosexueller verhalten, weil ich deiner Meinung nach sonst kein guter Schwuler bin. Aber wer bestimmt denn, was heterosexuelles Verhalten ist? Angeblich kaufen Heteros morgens Brot und trinken Kaffee. Wenn ich das tue, bin ich dann heteronormativ? Nein Schwule tun ja dasselbe.

    Wie genau sollen sich Schwule deiner Meinung nach im Alltag und im Leben verhalten, damit sie möglichst wenig Heteronormativ sind?

    Wenn ich Investmentbanker werde, bin ich dann heteronormativ, weil das kein typisch Schwuler Beruf ist? Was, wenn ich Bauarbeiter oder Profi-Fussballer werden will, noch schlimmer? Sollte man nicht daran arbeiten, dass Grenzen verschwinden und Schwule nicht mehr diskriminiert werden und alles erreichen können, was sie wollen?

    Das ist der Kern jeder Bürgerrechtsbewegung. Wenn man für mehr Chancen und akzeptanz kämpft, dann ist das keine "gleichmacherei", im Gegenteil. Es ist mehr Vielfalt wenn Schwule durch eine Grössere Akzeptanz mehr Möglichkeiten haben. Und es steigert die Sichtbarkeit. In meinem Umfeld wissen es beispielsweise alle und ich werde auch von der Verwandschaft meines Freundes als Teil der Famile akzeptiert.

    Wie genau diese "Assimilierung" zu Unsichtbarkeit führt konntest du noch nicht erklären. Das Gegenteil ist der Fall.

    Die Auffassung, als Schwuler müsse man ständig provokativ gegen die feindselige Gesellschaft rebellieren, wo doch die Mehrheit sehr tolerant ist erinnert mich sehr an Daffyd Thomas aus Little Britain. Eine wunderbare Sendung welche diesen Kampfschwulen den Spiegel vorhält.

    www.youtube.com/watch?v=bNb0c3Myq_w

    "Ist es kein Schwulenschach? Dann nein -- Nein ich kann nicht bergsteigen, ich bin Schwul!"
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#85 TheDadProfil
  • 24.06.2016, 11:11hHannover
  • Antwort auf #78 von Gutmensch
  • ""Der Artikel behauptet aber schlicht, die "bürgerliche Gesellschaft" sei komplett homofeindlich und dass Akzeptanz nicht möglich ist.""..

    Das steht dort nicht..
    Dort steht das Akzeptanz nicht wirklich vorhanden ist !
    Und das im Gegensatz zu den Statistiken, die das vorgaukeln !

    Und wenn sich schon 40 % "der deutschen" vor "Homo-Küssen in der Öffentlichkeit" EKELN, dann ist das tatsächlich komplett homofeindlich !

    ""Der Artikel plädiert dafür, dieses langfristige Ziel über Bord zu werfen weil man die Unterstützung der bürgerlichen Gesellschaft ja gar nicht kriegen kann. Also lieber ganz gegen die bürgerliche Gesellschaft sein.""..

    Wo im Artikel steht das ?
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#86 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 24.06.2016, 11:33h
  • Antwort auf #79 von IchstattWir
  • Es ist keine nachhaltig Erfolg versprechende Diskussionsstrategie, Menschen auf hanebüchenste Art und Weise das Wort im Mund herumzudrehen und sie in eine Schublade zu stecken, von der sie weiter nicht entfernt sein könnten.

    Ich plädiere seit jeher für eine Gesellschaft der VIELFALT - englisch und neudeutsch: DIVERSITY.

    Wogegen ich mich wehre, sind Menschen, die versuchen, von allen eine Assimilation an die Mehrheitsgesellschaft zu erzwingen, und alle anderen auf das Wüsteste diskreditieren.

    Und so maße ich mir dann z.B. auch an, für das Anliegen des Autoren des hier vorliegenden Artikels einzutreten - und somit auch für ihn -, sowie für alle weiteren User_innen hier, die in diese Richtung argumentieren.

    Im übrigen ist Ihre Wortwahl "Toleranz" durchaus verräterisch. Es geht hier nicht um Duldung von Menschen, die anders sind

    - "Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen."
    Johann Wolfgang von Goethe -

    sondern um AKZEPTANZ VIELFÄLTIGSTER Orientierungen und Lebensweisen.

    Deshalb stelle ich mich entschieden gegen Leute, die das alles plattmachen wollen und uns vorschreiben wollen, dass wir gefälligst maximal assimiliert zu leben haben.
    Und ich positioniere mich klar für Leute, die ihre Individualität und Vielfalt ohne Repressalien und Einschränkungen leben wollen.

    Ich zitiere auch gerne noch einmal den -übrigens 27jährigen- Marcel Dams:

    "Das letzte, was wir brauchen ist Akzeptanz durch Anpassung."

    www.nollendorfblog.de/?p=6111

    Das heißt, ich habe auch nullkommanix gegen jüngere Menschen - im Gegenteil: ich arbeite gern und viel mit VIEL jüngeren Menschen zusammen. Ich habe nur etwas gegen Menschen, die mir und Anderen vorschreiben wollen, wie wir zu leben haben.

    Und das ist das GEGENTEIL von faschistisch.
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#87 GutmenschProfil
  • 24.06.2016, 12:01hSt. Gallen
  • Antwort auf #83 von TheDad
  • Du weisst ja nicht mal was mein Lebensstil ist. Nirgendwo habe ich gefordert, jedmand solle einen bestimmten Lebensstil führen.

    Ich engagiere mich dafür, dass Schwule in der "bürgerlichen Gesellschaft" akzeptiert werden und dass sie in allen Bereichen gleiche Chancen haben. Damit wird niemandem etwas vorgeschrieben, aber es entsteht mehr Freiheit und Möglichkeiten.

    Aber Leuten wie UrsaMajor scheint es nicht zu passen, dass junge Leute sich für Gleichberechtigung und Akzeptanz engagieren weil sie damit ihren Kampf gegen die Gesellschaft hinterfragen. Da wurde gesagt ich würde denen ins Gesicht Spucken. Tue ich nicht. Aber zusammen mit mir wollen viele LGBT für mehr Akzeptanz in der "bürgerlichen Gesellschaft" arbeiten und das sollte man akzeptieren.
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#88 LaurentEhemaliges Profil
  • 24.06.2016, 12:21h
  • Antwort auf #75 von Unbesorgter Homo
  • Soweit mir noch bekannt, nutzte eine dieser Damen das von ihr inszenierte mediale Interesse, um des eigenen Vorteils willen in den Vordergrund treten zu können.
    Dieses Verhalten ist egoistisch und daher verwerflich.

    Ansonsten wünscht man sich in der Tat gelegentlich eine Zeit zurück, in der zwar nicht Zucht, jedoch Recht und vor allem auch Ordnung die notwendige Bedeutung beigemessen wird.
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#89 TheDadProfil
  • 24.06.2016, 12:35hHannover
  • Antwort auf #82 von IchstattWir
  • ""Wer den Kampf für seine Rechte verwechselt mit dem Bestreben einen Systemwechsel herbeizuführen muss sich nicht wundern wenn er damit scheitert.""..

    Wer die Bemühungen um Gleichstellung und Gleichberechtigung der LGBTTIQ's UND der Frauen mit einem "Systemwechsel" beschreibt, hat zwar nicht unrecht..

    Wer diesen "Systemwechsel" dann aber ablehnt, und damit die Diskriminierung beibehalten will, gehört nicht zu den Menschen die auf dem Boden der Verfassung stehen !

    Und ist damit definitiv ein Gegner der Gleichberechtigung und Gleichstellung in der Gesellschaft..

    ""Wer beispielsweise die Durchsetzung seiner Rechte mit der Behauptung Geschlecht sei konstruiert verknüpft,""..

    Ganz dünnes Eis..
    Diese Behauptung stammt gar nicht aus der Community, sondern aus der Professorenschaft der Universitäten, und den dortigen Studien-Gängen der Gender-Studies !

    Die "Konstruktion von Geschlechtern" hat auch gar nichts mit Gleichstellung an sich zu tun..
    Höchstens mit der Erkenntnis, daß Gleichstellung als Ziel der Gesellschaft aus mehr besteht, als nur der Forderung alle Menschen mit den gleichen Rechten und Pflichten aus der Verfassung auszustatten..
    Und zusätzlich aus der Erkenntnis das Geschlechter mehr sind und weit vielfältiger auftreten, als uns die bisherige "Zweigeschlechtlichkeit" zu erklären vermochte..

    Den restlichen Unsinn laß ich jetzt mal unkommentiert stehen..
    Wer von einer Art "Einigung" ausgeht die es hier zu "erzielen" gälte, stammt dann wohl aus einer Gruppe von Menschen (kann man auch als Familie bezeichnen, wenn das dann nicht allzusehr "konstruiert" wäre), die sich auf irgendein Geistwesen berufend, dazu auserkoren sieht "das gute zu bewahren"..
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#90 Homonklin44Profil
  • 24.06.2016, 12:38hTauroa Point
  • Gerade das:

    "Wir sind längst nicht so weit wie viele geglaubt haben. Wir sind keineswegs ein so selbstverständlicher Teil dieser Gesellschaft, keineswegs so akzeptiert, schon gar nicht respektiert, wie einige hofften."

    ...zeigt sich doch aber nicht erst seit Monaten oder Wochen, das blieb ziemlich lange so. Nur ist das vom Aufschwung derer, die in der rosaroten Blase leben, immerzu niedergeredet und verharmlost worden, um besser, störungsarm so tun zu können, als sei ja alles gummi-flummi-wundervoll und LGBTIQ überall, fast flächendeckend toleriert (geduldet wohlgemerkt)
    Hier im Kommentarteil wurden Beitragende bedauernd belächelt, die nicht mit dieser rosa Pseudowelt im Takt tanzten, oder die Welt nicht so toleranzbereit wahr nehmen.

    Wenn die Erfahrungsebene kontra rosa Brille und Toleranzfreude war, oder das 'Outing' nicht positiv, nicht supportiv verlaufen, wurden jene an allen möglichen eigenen Fehlern gemessen, nur nicht an der gesellschaftlich breiten und stets fühlbaren Ablehnungstendenz.

    In Verteidigung der rosa Bubble-Welt, wie sie medial und in den MetropolenGewicht einnahm, wäre man an vielen Foren eher dafür verdammt worden, die liebe 'Norm'-Gesellschaft für intolerant und teils hasszersetzt,oder auch für homophob zu erklären.

    Einen auf liebenswert zu machen, nützt nicht wirklich, wie man sieht. Die neuen Modelle der in Medien wirksamen Schwulen mögen das altbewährte Bild des lächerlichen Schussels oder affektierten Esels beiseite geschoben haben, aber wodurch wurde es ersetzt?

    Schwule, die sich dafür entschuldigen, ihrem Partner einen Kuss zu geben, während Heteros anwesend sein könnten...klein beigeben, weil die Kirche "ja auch" Gutes tut, sich freundlich bitten lassen, nicht mehr auf Pissoirs zu cruisen. Dieses ganze zuvorkommende Getue und die Fürbitten für den gnädigen Respekt einer für geneigt gehaltenen Allgemeinheit. Wohin bringt unsdas wirklich, wenn nicht an den Fußabstreifer dieser ach so 'toleranten' Gesellschaft?

    Respekt.
    Darauf können wir lange warten, wenn wir ihn nicht unablässig einfordern und erwarten. Wenn die Verfassung nicht nur ein Wisch ist, um sich den Arsch wischen zu können, gebietet sie der noch so traditionellen "Norm", uns mit Respekt zu behandeln.
    Auch ohne dass wir Männchen machen, hübsch brav Pfötchen geben und uns zum Küssen auch ja bitte aus der Fußgängerzone entfernen.
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#91 Unbesorgter HomoAnonym
  • 24.06.2016, 12:41h
  • Antwort auf #88 von Laurent

  • Wow!!! Ein homophobes Fehlverhalten öffentlich anzuprangern ist also egoistisch und inszeniert... auf so eine absurde Täter-Opfer-Umkehr muss man erstmal kommen... Der ach so Arme Standesbeamte... bekommt also Wider-Worte dafür dass er das Paar anruft und auch noch MIT SEINEN PERSÖNLICHEN(!!!) ANSICHTEN BELEIDIGT!!! Und so ein Verhalten ist tragbar und gehört nicht öffentlich angeprangert??? Was kommt denn bitteschön demnächst? Der Fall Rosa Parks und der anschließende Busstreik waren egoistisch und verwerflich??? Man stelle sich vor alle Menschen hätten so gehandelt wie du... Wahrscheinlich würde die Berliner Mauer noch stehen und es gebe keine Wiedervereinigung... Wie konnten Menschen es damals wagen die Autorität des Staates anzuzweifeln... auf die Straße zu gehen und über die Grenze illegal zu flüchten... das ist also der Dank dafür dass andere Leute auch DEINE Rechte mit erkämpft haben. Alles egoistisch und verwerflich.. und da schämst du dich nicht diese Rechte mit zu nutzen? Was ist das denn bitte schön wenn nicht EGOISTISCH!!!!?!
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#92 TheDadProfil
  • 24.06.2016, 12:56hHannover
  • Antwort auf #84 von Gutmensch
  • ""Haha du hast schon ein merkwürdiges Bild.""..

    Und Du hast ein schon bewundernswertes Maß an Missverständnis in der eigenen Sprache so verinnerlicht, das hier beinahe jeder Kommentar mit solchem Unsinn beginnt..

    Hängt das mit Deinen in einem anderem Kommentar beschriebenen Störungen zusammen, die dazu führen in einigen Bereichen auf Begleitung angewiesen zu sein ?
    Oder nimmst Du nur einfach Deine dir verordneten Medikamente nicht richtig ein ?

    ""Du bist so engstirnig und willst mir meinen Lebesstil vorschreiben über eine Welt, von der ich nicht sicher bin ob du sie verstehst.""..

    Inzwischen ist hier wahrscheinlich jeder Leser sicher, daß das Verständnis-Problem bei Dir zu suchen ist..
    Niemand schreibt Dir hier "einen Lebensstil" vor..
    Außer Dir selber..

    ""Ich darf mich also nicht wie ein Heterosexueller verhalten,""..

    Doch, natürlich..
    Aber glaub bloß nicht das ich Dir in diesem Unsinn irgendwie nacheifern werde..

    ""Wie genau sollen sich Schwule deiner Meinung nach im Alltag und im Leben verhalten, damit sie möglichst wenig Heteronormativ sind?""..

    Hab ich Dir längst woanders erklärt..
    Aber weil auch "Seb1983" so aufmerksam nachfragte..

    Ich halte die Idee zu heiraten, Kinder aufzuziehen, und damit so etwas wie Familie zu leben, und es dann noch Regenbogen-Familie zu nennen tatsächlich für eine Form der Heteronormativität..
    Die Entwicklung die dazu führte hat sehr lange gedauert, deshalb erspare ich mir hier einen Abriss des ganzen Unsinns..
    Nur soviel :
    Wer um diese Anbiederung an die Hetero-Lebenswelt nicht herumkommt, egal ob er sich einfach nur vermehren will, oder gerne in der Familie den sich selbst unterdrückenden Homo spielt, der soll das Bitte auch tun..

    Ich persönlich werde mich nicht vermehren, nicht heiraten, und damit auch nicht irgendwann Großvater eines Regenbogen-Kindes eines Lesben-Pärchens werden, die mit Hilfe ihrer Schwulen Freunde eine Multi-Eltern-Kind-Familie gründen, um sich in all ihrer "Homosexualität" das bisschen Glück der "heilen Familie" zu gönnen..

    Wer das will, soll das tun..
    Vor allem soll er das tun DÜRFEN !

    Aber mich bloß nicht mit der "Idee" belästigen, ich solle diesen "Traum" selber leben, damit ich erkennen könnte, wie "erfüllend" doch "Familie" wäre..

    Solche Träume sind was für Leute die mit ihrer Schwulen Identität nicht klarkommen, und sich immer noch wünschen, sie wären dann wenigstens so etwas ähnliches wie Heteros..
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#93 SumsaraAnonym
#94 TheDadProfil
  • 24.06.2016, 13:04hHannover
  • Antwort auf #87 von Gutmensch
  • ""Ich engagiere mich dafür, dass Schwule in der "bürgerlichen Gesellschaft" akzeptiert werden""..

    Ein immer noch "nutzloses" Unterfangen..

    Denn um Akzeptanz zu erreichen, vor allem aber um Gleichberechtigung und Gleichstellung zu erreichen, muß sich diese Gesellschaft VERÄNDERN, was originär dazu führt, daß sie die jetzt bestehende Form an "Bürgerlichkeit", die die Diskriminierung legitimiert hat, verliert..

    Ein Gesellschaft die Dich akzeptiert, wird nicht die sein, die JETZT besteht..
    Es wird eine zukünftige Gesellschaft sein, eine die es erst noch zu bilden gilt..

    Was man nicht durch Anpassung an die jetzige Gesellschaft erreichen kann..
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#95 GutmenschProfil
  • 24.06.2016, 13:28hSt. Gallen
  • Antwort auf #94 von TheDad
  • Es ist schon ironisch. Ausgerechnet du, der die Arbeit für mehr Akzeptanz in der Gesellschaft für nutzlos und Ergebnislos abtust, forderst einen kompletten, aber nicht näher definierten Gesamtumbau der Gesellschaft.

    DAS ist unrealistisch.

    Natürlich, wenn man Diskriminierung und Homophobie beseitigt, dann fügt man der Gesellschaft eine Veränderung zu. Aber es ist noch immer eine "bürgerliche Gesellschaft", wie auch immer man das definieren mag. Und man richtet sich beim Kampf gegen Diskriminierung nicht GEGEN die Gesellschaft, weil die Mehrheit der Gesellschaft Akzeptanz befürwortet. Man richtet sich nur gegen eine homophobe minderheit aber nicht gegen die "Bürgerliche Gesellschaft".

    Du sagst man kann es nicht durch anpassung an die jetzige Gesellschaft erreichen. Was wäre denn die Alternative? Absonderung? Apartheit? Separation? Natürlich sind Schwule längst Teil der Gesellschaft, wenn du das Anpassung nennst, bittesehr.

    In Kommentar 92 sagst du endlich deutlich, dass es dir nur darum geht, das du keine Kinder haben willst. Super. Aber weisst du was? Schon lange haben auch viele Heteros bewusst keine Kinder. Aber inwiefern ist ein Homo mit kindern ein weniger guter Homo? Oder gar weniger sichtbar? Das Gegenteil ist der Fall. Wenn ich ein Schwuler bin, der keine Kinder hat, aber jeden Tag zur Arbeit geht, bin ich dann genug schwul für dich? Oder bin ich auch schon angepasst?

    Wo hat bisher jemand gefordert, Schwule SOLLTEN Kinder haben? Nein es ist nur ein kleiner Aspekt der gleichBERECHTIGUNG. Aber selbst durch dein Kein-Kinder Haben wirst du die Gesellschaft nicht grundlegend verändern können. Es braucht eine kontinuierliche Arbeit für mehr Akzeptanz.
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#96 LaurentEhemaliges Profil
  • 24.06.2016, 13:45h
  • Antwort auf #91 von Unbesorgter Homo
  • Ich streite nicht ab, dass seitens des Standesbeamten ein gewisses Fehlverhalten vorlag.

    Die Reaktion der Frau war jedoch überzogen, da sie, zumal als Stadträtin(!!), zunächst mit dessen Vorgesetzten hätte sprechen sollen und Schaden von der Verwaltung abwenden musste.

    Ich ordne deren eigennützige Vorgehensweise durchaus auch dem unter Nr. 72 kritisierten Verhalten zu.
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#97 TheDadProfil
  • 24.06.2016, 13:47hHannover
  • Antwort auf #95 von Gutmensch
  • ""Ausgerechnet du, der die Arbeit für mehr Akzeptanz in der Gesellschaft für nutzlos und Ergebnislos abtust,""..

    Wo steht das ?

    ""forderst einen kompletten, aber nicht näher definierten Gesamtumbau der Gesellschaft.""..

    Fordern ja, nicht näher definiert ist der sicher nicht..
    Führte hier aber viel zu weit, und würde die Phantasie so einiger Leser durchaus überfordern..

    ""Natürlich, wenn man Diskriminierung und Homophobie beseitigt, dann fügt man der Gesellschaft eine Veränderung zu.""..

    Kuck an..

    ""Aber es ist noch immer eine "bürgerliche Gesellschaft",""..

    Die Erkenntnis das genau diese "Bürgerlichkeit" erst zur rechtlichen Diskriminierung geführt hat, und genau deshalb aus dieser Gesellschaft weitgehend verschwinden muß, kommst Du also nicht ?
    Uuuuh..
    Da ist es noch ein laaaaaanger und weiter Weg bis hin zum "Aktivisten"..

    ""In Kommentar 92 sagst du endlich deutlich""..

    Stand schon vor Tagen in einem anderem Kommentar zu einem anderem Artikel..
    Für Dein schlechtes Gedächtnis dafür was andere schreiben, sind nicht die anderen verantwortlich..
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#98 LarsAnonym
  • 24.06.2016, 14:01h
  • "Ganz egal wie sehr Schwule und Lesben auf lieb, brav und sauber machen"

    Manche Lesben und Schwule SIND lieb, brav und sauber. Dass sie sich "verstellen", ist eine Unterstellung. Ich erinnere mich an eine Toleranzkampagne, die hieß: "Sei derb, sei spießig, sei tuntig." Gerade, je länger die Buchstabenkette der LGBTI*-Community wird, desto mehr sollte offensicthlich sein, dass die anstrengende Akzeptanz von Vielfalt und fließenden, komplexen Identitäten auch ein Thema innerhalb der Community ist.

    Dafür braucht es - durchaus als Vorbild für die Mehrheitsgesellschaft - mehr Kommunikation und mehr Kreativität, mehr Klarheit im Formulieren gemeinsamer Werte und die Möglichkeit zur Differenzierung und Gestaltung der je eigenen Individualität und Identität.

    Konstantes Abbauen von Homophobie hin zu wirklicher Akzeptanz wird auch nicht gehen ohne die positive Aktivität und In-Pflicht-Nahme derjenigen, die es betrifft und das sind nicht, wie man manchmal glauben mag, die Schrankschwestern, sondern die Heteros, die ja auch neue gesellschaftliche Normen erlernen und innerhalb ihrer normativen Gruppen Widerstände überwinden müssen. Eine sich immer wieder neu stellende Aufgabe, die nur gemeinsam mit viel Geduld und Lernbereitschaft zu bewältigen ist.

    Die schichte schwarz-weiß (oder weiß-schwarz) Unterteilung in "gute", weil unangepasste und "schlechte", weil an irgendwen angepasste Homos wird der Komplexität der Aufgaben nicht gerecht. Wenn es höchste Zeit ist, dass "wir uns nicht länger verstellen", wird eine Vielfalt rauskommen, mit der man lernen kann, zu leben.
  • Antworten » | Direktlink »
#99 TheDadProfil
  • 24.06.2016, 14:09hHannover
  • Antwort auf #96 von Laurent
  • ""Die Reaktion der Frau war jedoch überzogen, da sie, zumal als Stadträtin(!!), zunächst mit dessen Vorgesetzten hätte sprechen sollen und Schaden von der Verwaltung abwenden musste.""..

    Wie Dir schon damals ausführlich erklärt wurde, entstand der "Schaden" nicht durch die Frau, reapektive die Frauen, sondern durch den Standesbeamten der meinte die Vorschriften einseitig zu seinen Gunsten auslegen zu dürfen..

    Als Standesbeamter ist er als Erfüllungsgehilfe der Verwaltung an den Auftrag gebunden, dem Bürger bei der Verrichtung des Verwaltungsaktes zur Verfügung zu stehen..

    Seine persönliche, und hier vor allem "religiöse Meinung" zu einer Diensthandlung steht dabei zu keiner Zeit zur Debatte !

    Denn dafür ist er Beamter, und durch den Diensteid verpflichtet..
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#100 Unbesorgter HomoAnonym
#101 IchstattWirAnonym
  • 24.06.2016, 14:20h
  • Antwort auf #86 von UrsaMajor

  • Sie ertragen noch nicht mal andersdenkende Menschen im Rahmen eines doch sehr relativen Toleranzbegriffs. Ich bezweifle sehr Ihre Fähigkeit zu mehr, erst recht nicht zu Akzeptanz

    PS: Wer soll Herr Dams sein, und wieso sollte man auf selbigen hören?! Erschließt sich mir nicht
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#102 LaurentEhemaliges Profil
  • 24.06.2016, 14:41h
  • Antwort auf #99 von TheDad
  • Der Schaden für die Verwaltung in diesem Ausmaß ist erst durch die von der Stadträtin losgetretenen medialen Berichterstattung eingetreten.
    Manche Menschen stehen nun mal gern im Rampenlicht, insbesondere, wenn es der eigenen Karriere dienlich sein soll. Einfach nur widerlich.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #99 springen »
#103 IchstattWirAnonym
  • 24.06.2016, 15:00h
  • Antwort auf #89 von TheDad

  • Das Geisteswesen nennt sich Humanismus im Sinne einer auf Rechten und PFLICHTEN (!!) beruhenden ethischen Grundeinstellung.
    Dass Sie dieser Familie des Humanismus (leider) nicht angehören, erschließt sich bereits aus Ihren zahlreichen Meldungen, in denen Sie eine Mischung aus globalem Halbwissen, Arroganz und Diskriminierung zum besten geben. Im Grunde ist das ganze nur Homophobie in Reinform, denn anscheinend mangelt es Ihnen an der Größe über den Tellerrand der eigenen Schwulitäten zu blicken. Die permanente Ablehnung anderer Auffassungen halte ich persönlich für bedrohend. Und es ist die Aufgabe einer aufgeklärten, reflektierten und verantwortungsbewussten Mehrheit diesem intoleranten Weltbild bzw dessen Verankerung in den Köpfen verführbarer Menschen mit Nachdruck und unnachgiebig zu begegnen.
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#104 IchstattWirAnonym
  • 24.06.2016, 15:04h

  • PS: dass Sie gern mit VIEL jüngeren Menschen (vermutlich männlichen Homosexuellen!) arbeiten, können sich hier sicherlich alle denken.
    Knusprig und beeinflussbar, gell?!!!
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#105 IchstattWirAnonym
  • 24.06.2016, 15:50h
  • Antwort auf #75 von Unbesorgter Homo

  • Dazu braucht es keine Zeitmaschine. Um zu erfahren, wie es vor vielen Jahren in den sechziger und siebziger Jahren war, dazu braucht man nur einen unbesorgten Homo zu fragen, denn wer wenn nicht er lebt im Geiste noch in genau dieser in die Jahre gekommenen Welt?! Die aggressive Einforderung von Gleichberechtigung in den sechziger oder siebziger Jahren entstand aus einem komplett anderen, reaktionären Zeitgeist heraus. Und war damals vermutlich notwendig und legitim.

    Der Zeitgeist in der letzten 20 Jahren war hingegen relativ liberal, Änderungen von Gesetzen, Lebenspartnerschaft, und vieles mehr. Vielleicht einfach mal darüber nachdenken, wie hier heute rumgeweint wird auf hohem Niveau. In den achtziger oder neunziger Jahren, da hatten die Leute Grund rum zu weinen, da sind sie an Aids krepiert wie nichts Gutes, da war nur sexuell gleichbedeutend mit er ist positiv, die Leute ein Grund sich zu mokieren über die Intoleranz der Gesellschaft, die sich glücklicherweise inzwischen stark gebessert hat.

    All die nun vorhandenen Errungenschaften haben dennoch eine aggressiv auftretende Minderheit von Homosexuellen allerdings nicht davon abgehalten, permanent neue, immer aggressiver und weiterreichende Forderung zu stellen, im Rahmen dessen das soziale Aushandeln selbiger komplett zu verweigern und sowohl verbal als auch optisch in einer Weise in der Öffentlichkeit herumzuspringen, die viele eigentlich liberale Menschen stark verunsichert und vermutlich zu der Erkenntnis geführt hat, dass es hier nicht mehr nur um Verbesserungen der Rechte und Pflichten einer Minderheit geht, sondern vor allem darum aggressiv und obszön die Lebensmodelle der Mehrheitsbevölkerung infrage zu stellen, zu karikieren oder schlichtweg schlecht zu machen.

    Wie hat hier jemand weiter oben geschrieben, ein homosexuelles Leben sei ein sexuelles Leben, ein anderes Leben als ein heterosexuelles. Diejenigen, die sich primär über ihre Sexualität und ihre Triebe definieren, sollten vielleicht bevor sie das nächste Mal aufschreien weil sie ja ach so ungerecht behandelt wurden, ob das nicht einfach daran liegen könnte, dass ihr Gegenüber sie lediglich so behandelt hat, wie sie sich selbst sehen: nämlich rein sexuell! Wer sich selbst reduziert, wird von anderen auch reduziert.
    Diesem Handeln und Agieren liegt dabei eine unterschwellige Aggression zugrunde, und viele Homosexuelle warten nur darauf dass ein falsches Wort fällt, um sich darüber entsprechend empören zu können.

    Als am Anfang der Lebenspartnerschaft in einigen Standesämtern die Zeremonie verweigert wurde, da war das unschön, aber die Probleme wurden letzt endlich gelöst. Heute haben die Leute nichts besseres zu tun, als einen Shitstorm bei Facebook zu starten und sich zu ereifern, wie schlecht doch die Welt ist.

    Je mehr Rechte erkämpft werden, desto aggressiver wird die Stimmung. Dass die Bevölkerung darauf keine Lust mehr, ist völlig verständlich
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#106 UrsaMajorEhemaliges Profil
#107 falken42
#108 LarsAnonym
  • 24.06.2016, 16:19h
  • Antwort auf #86 von UrsaMajor
  • "Und ich positioniere mich klar für Leute, die ihre Individualität und Vielfalt ohne Repressalien und Einschränkungen leben wollen."

    Klingt gut. Was fehlt, ist bei dieser Zeilsetzung ein wirklich klares Bild, wie dieses vielfältige Leben praktisch aussehen soll, wenn unter den "Leuten" nicht immer nur die eigene Gruppe, in der man sich wohlfühlt, verstanden wird.

    Insofern kann ich nur "ohne Repressalien" unterschreiben. "Einschränkungen" gibt es in auch in einer demokratischen, offenen Gesellschaft - aber glücklicherweise gleichermaßen für alle, gegründet durch die Verpflichtung zu "Toleranz" und "Rücksichtnahme", ohne die ein freiwilliges Zusammenleben in Vielfalt nicht gelingen kann. Dass die Forderung nach "Rücksichtnahme" einseitig als politische Waffe mißbraucht werden kann, will ich daebi nicht in Abrede stellen oder verharmlosen. Man macht es sich aber zu leicht, wenn man nur an das Einfordern von Rechten denkt und nicht an den mühsamen praktischen Lernprozess, der sich daran anschließt. Auch queere Paartherpetuen wissen: Selbst Liebe ist Arbeit, Arbeit, Arbeit. Mehr Liebe = mehr Arbeit, von allen Seiten.
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#109 GutmenschProfil
#110 ursus
#111 markusbln11Anonym
#112 GutmenschProfil
  • 24.06.2016, 16:39h St. Gallen
  • Antwort auf #97 von TheDad

  • Ich weiss, dass du eher dagegen bist, dass Schwule Kinder haben. Aber ich dachte, Assimilierung macht Homosexuelle unsichtbar. Sind es nur Kinder, oder auch andere Sachen? Das ist schon eine abenteuerliche Definition.

    Eine bürgerliche gesellschaft definiert sich nicht dadurch, homosexuelle zu diskriminieren. Ganz egal welche historische definition du von bürgerliche Gesellschaft meinst.
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#113 ursus
#114 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 24.06.2016, 16:47h
  • "Das ganze Betteln der letzten Jahre um Zuneigung und Toleranz hat offenbar nicht gefruchtet."

    Dialog mit gemäßigten Gruppierungen!!!
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#115 IchstattWirAnonym
  • 24.06.2016, 17:29h
  • Antwort auf #113 von ursus

  • Aber bitte, jetzt seien Sie doch mal nicht so spießig! Wir sind doch hier alle homosexuell, da haben wir doch alle ein ganz freies und sexuelles Leben, wir wollen uns doch nicht klein machen vor der heterosexuellen Mehrheit - sondern wir können doch ganz offen sein... Ihren moralischen Kodex finde ich ziemlich anbiedernd, sie schaden damit der Homosexuellen-Community und geben damit nur dienen Vorschub, die homophob sind.... Wer die Ironie findet, der darf sie behalten:
    Hier den moralischen Zeigefinger zu heben, offenbart die ganze Schizophrenie dieses Diskussionspersonals hier. Im Grunde warten Sie doch alle nur auf Diskriminierung, dann haben Sie was Sie wollen.
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#116 IchstattWirAnonym
  • 24.06.2016, 17:36h
  • Antwort auf #110 von ursus

  • Ich wäre froh, könnte ich den Sinn eines Textes auflösen, nur leider haben die Texte hier alle keinen Sinn, sondern erschöpfen sich in dem Gejammer als homosexueller benachteiligt und verfolgt zu sein. Letztlich nichts anderes als die reale Version von Little Britain: The only Gays in the village, aus der Zeit gefallene Homosexuelle die unter der schwulen Käseglocke sitzen und sich die böse Welt erklären.
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#117 IchstattWirAnonym
  • 24.06.2016, 17:42h

  • "Und ich positioniere mich klar für Leute, die ihre Individualität und Vielfalt ohne Repressalien und Einschränkungen leben wollen."

    Exakt, ohne Repressalien muss vor erst reichen. Leute die ohne Rücksicht auf andere ihre Individualität und Vielfalt leben, und dies uneingeschränkt, sind in der Regel nichts anderes als egomane Menschen, die in sozial meist nicht tolerierbarer Weise ihre Bedürfnisse, oftmals auf dem Rücken anderer, ausleben. Es drängt sich dabei der Eindruck auf, dass Repressalien entweder billigend in Kauf genommen werden, oder aber sogar heimlich erwartet werden - Und sei es nur als negative Bestärkung !
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#118 StösschenAnonym
#119 TheDadProfil
  • 24.06.2016, 18:41hHannover
  • Antwort auf #103 von IchstattWir
  • ""halte ich persönlich für bedrohend.""..

    Du fühlst Dich bedroht ?
    Könnte ursächlich mit der eingeschränkten Sicht zusammenhängen..
    Die ist allerdings nicht getrübt, wie bei manch Anderen hier, sondern durch das Brett vor dem Kopf blockiert, daß Du hier als "Waffe" einzusetzen die Unbedenlichkeit auf Dich genommen hast..
    Wie absonderlich..

    ""Und es ist die Aufgabe einer aufgeklärten, reflektierten und verantwortungsbewussten Mehrheit diesem intoleranten Weltbild bzw dessen Verankerung in den Köpfen verführbarer Menschen mit Nachdruck und unnachgiebig zu begegnen.""..

    Wie war das noch kurz zuvor in der Appellation an die "Toleranz" ?

    Die Minderheiten die Gleichstellung einfordern sind also "intolerant" ?

    Interessantes Konstrukt Deines "Humanismus", der sich anmaßt "verführbare Menschen mit Nachdruck und unnachgiebig" belehren zu wollen..
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#120 DankeBundesregierungAnonym
#121 LawrenceProfil
#122 Shinkaishi
  • 25.06.2016, 07:37h
  • Antwort auf #39 von TheDad

  • Gleichberechtigung heißt, dass für alle Menschen die selben Regeln gelten, dass jede unterschiedliche Behandlung rational erklärbar sein und aus diesen Gesetzen hervorgehen muss ("Wir schränken das Recht auf Freizügigkeit dieses Menschen für 6 Jahre ein, da er nach einem von ihm begangenen Verbrechen eine Haftstrafe verbüßen muss"), dass niemand aufgrund arbitrarer Kriterien anders behandelt werden darf.

    Gleiche Voraussetzungen, dies hieße dass wir nicht nur unrealistische Umverteilungen leisten müssten, sondern auch einen Weg finden Menschen in anderer Weise gleich zu machen...
    Das kann doch kaum Sinn der Sache sein?

    Ich wüsste auch gerne, welche Arbeit es gibt, die Beispielsweise eine Frau nicht verrichten DARF.
    Ich kenne die Gender Paygap Erhebungen, ich finde persönlich dass sie in sehr täuschender Weise unterschlagen, dass sie eben sehr unterschiedliche Gruppen vergleichen (es geht meistens um alle Beschäftigten / Vollbeschäftigten, nicht um den Vergleich etwa von Chemiker und Chemikerin oder Sekretär und Sekretärin im selben Feld und selber Stellung), aber bisher habe ich noch nichts gesehen, was belegt, dass in modernen westlichen Gesellschaften bestimmte Berufe pauschal Frauen verschlossen sind (außer vielleicht in Fällen wie etwa dem des Callboys, dem dann allerdings ein weibliches Pendant entgegensteht).

    Ich muss sagen, dass mir an dem Artikel selbst wenig gefällt, dass er stark insinuiert, dass alle Homosexuellen sich "lediglich verstellen".
    Diese Wiederholung des alten Streits über ein "richtiges Schwulsein" ist ziemlich nutzlos, es lässt sivh wie oft gezeigt beliebig umkehren und zurückschleudern und es verfehlt eben die Tatsache, wie schon von anderen erwähnt, dass es eben keinen Einheitshomosexuellen gibt.

    Es gibt genug ganz eindeutige, handfeste Probleme, wie eben etwa die im Aufwind befindlichen Reaktionäre, die momentane Misstände nutzen, um eben auch ihr sonstiges Programm unter die Leute zu bringen.

    Die Nazis lebten von Deutschlands schlechter Finanzlage in den Nachkriegsjahren, heute leben AfD und co von Problemen in Europa und von der Flüchtlingskrise.
    Ohne die Aufstachelung dieser Leute werden zumindest die meisten Menschen hoffentlich lernen, ihre irrationale Angst vor dem Anderen zu überwinden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#123 LarsAnonym
  • 25.06.2016, 10:29h
  • Antwort auf #122 von Shinkaishi
  • "Diese Wiederholung des alten Streits über ein "richtiges Schwulsein" ist ziemlich nutzlos, es lässt sivh wie oft gezeigt beliebig umkehren und zurückschleudern"

    --- auch spaltet er die Menschen und bedient auf allen Seiten verinnerlichte Abwehrreflexe im Sinne von: "Dazu habe ich nicht zu mir und meiner Identität gefunden, dass mir schon wieder jemand vorschreibt, wie ich zu fühlen oder zu leben habe". Genau das erklärt aus meiner Sicht die Hitzigkeit und Emotionalität, mit der dieser Streit hier immer wieder ausbricht.

    Zu den handfesten Problemen gehört eines Erachtens also auch die Reflexion und Verbesserung der Debattenkultur. Grobe Vereinfachungen sind Populismus und nützen letztlich allen Populisten, auch den gegnerischen.

    Danke für Deine Ausführungen, die aus meiner Sicht immer wohltuend sind, weil sie sich bemühen, Klarheit und Differenziertheit zu vereinen.
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#124 TheDadProfil
  • 25.06.2016, 11:36hHannover
  • Antwort auf #122 von Shinkaishi
  • ""Gleiche Voraussetzungen, dies hieße dass wir nicht nur unrealistische Umverteilungen leisten müssten, sondern auch einen Weg finden Menschen in anderer Weise gleich zu machen...""..

    Wie kommst Du da drauf ?
    Was ist daran eine "unrealistische Umverteilung" die Voraussetzungen für Bildung und Studium für alle Bürger gleich zu gestalten ?

    Daraus ergibt sich ja nicht, das man Menschen die ein Studium mangels Interesse oder Talent nicht leisten können, durch dieses zum akademischen Grad tragen muß..

    Gleiche Chancen bedeutet das Angebot zu geben, was dann für alle offen ist..
    Wie es der Einzelne nutzt, und was er daraus macht, ist seine eigene Entscheidung..

    ""Ich wüsste auch gerne, welche Arbeit es gibt, die Beispielsweise eine Frau nicht verrichten DARF.""..

    Tatsächlich gibt es seit 1957 kein Gesetz, daß derlei verbieten würde..
    Die Realität setzt aber auch Heute noch dem beruflichem Streben von so manchem Mädchen und so mancher Frau Grenzen, die sie nicht zu überwinden vermag, weil die Hürden ihr den Weg wissentlich versperren..
    Da gibt es vor allem in den Köpfen vieler Männer vielfältige Beispiele..
    Sonja Zietlow, seit langem bekannte Moderatorin bei RTL, war 1989 tatsächlich die erste weibliche Offizierin in einer Verkehrsmaschine der Lufthansa..
    Damals noch Staats-Konzern des Bundes..

    Frau Merkel setzte durch ihr Zielstreben die Realität durch, daß eine Frau Kanzlerin kann..
    Sämtliche Kandidaten zuvor waren Männer..

    Andere Persönlichkeiten wie Frau Springer oder Frau Mohn erreichten die Position erst über das Erbe..
    In vielen Fällen wurde das allerdings mangels "männlicher Nachfolge in der Familie gefördert"..

    Ansonsten könnte man hier auch noch reihenweise Beispiele anfügen, die dann fragen wie viele weibliche CEO's es in Dax-Konzernen gibt, wie viele KäpitänINen oder Offizierinnen auf Kreuzfahrt-Schiffen, in der Handelsmarine oder bei der Bundesmarine, wie viele Admirälinnen, wie viele weibliche Beschäftigte in der Produktion in der Stahlbranche, und wichtiger noch, wie viele "nicht-männer und nicht-frauen", also auch wie viele TTT's und Intersexuelle Menschen es in Führungspostionen schaffen..

    Und wie viele dieser wenigen Frauen in den angesprochenen Positionen dann auch noch lesbisch wären..

    Die Gesellschaft hat trotz des Gleichberechtigungs-Gesetzes aus dem Jahr 1957 längst Strukturen übernommen, und auch noch neu erschaffen, um Gleichberechtigung und auch Gleichstellung zu verhindern, indem längst Parameter in die Strukturen geflossen sind, die einen Zugang von Frauen und auch von LGBTTIQ's zu Bereichen in der Wirtschaft und schon in der Bildung verhindert werden..

    Diese Strukturen gilt es zu identifizieren, und dann abzuschaffen..
    Ein unlängst damit verbundener Versuch der Umgehung solcher Strukturen, die "anonymisierte Bewerbung" ist in großen Bereichen des Öffentlichen Dienstes gescheitert, und abgebrochen worden..

    Am Scheitern beteiligt ist auch das Fehlen einer Gender-neutralen und diskriminierungsfreien Sprache gewesen, denn Personalleitungen haben längst wieder Umgehungs-Methoden für die Umgehung der institutionalisierten Gender/Ethnien/LGBTTIQ-Diskriminierung entwickelt, und identifizieren eine Bewerberin dann an der Fachwahl des Studienganges, oder an anderen Kleinigkeiten, die letztlich für den Job selbst völlig irrelevant sind..

    Eine besonders "witzige" Begründung für die Abschaffung der anonymen Bewerbung lieferte in diesem Zusammenhang dann auch ein Niedersächsisches Landesamt :
    Durch die anonyme Bewerbung könne man der Verpflichtung vorrangig Frauen im Beruf zu fördern, und zusätzlich auch noch behinderte Bewerber*innen zu bevorzugen, nicht mehr nachkommen..
    Ein Schelm der Böses dabei denkt..
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#125 GayTurmoilAnonym
#126 G aus LGTBIAnonym
  • 26.06.2016, 00:24h
  • Mehr Liebe - ja klar. - Mehr Sex? Wozu, warum, wo - kontrolliert, zählt dann jemand mit? Widerstand wenn dann gegen alles, was irgendjemand Fremdes mir aufdrücken will, egal von wo.
    Trans ist momentan Modethema, also ich finde gut daran, so macho oder tuntig zu sein wie mir grade ist. Für Rauskommer: Nicht typisch m oder w sein müssen, unangefochten androgyn bleiben können, erst bei der Partnerwahl müßten sie signalisieren.
    Als ich voll "angekommen" war, habe ich alle Welt mir idealtypisch schwul gedacht, ausgeblendet, wo überall es noch hakt. Wer das Material erstellt für den Unterricht, soll die Schüler dort abholen, wo sie entwicklungsmäßig sind: Dark-room-Szenarien mit 12jährigen oder Dildo-Gebrauch üben sind Wasser auf die Mühlen der Gegner. Liebe Leute, versetzt Euch zurück in Eure Träume, als ihr erst 12 wart - geht das?
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#127 TheDadProfil
  • 26.06.2016, 02:49hHannover
  • Antwort auf #126 von G aus LGTBI
  • ""Dark-room-Szenarien mit 12jährigen oder Dildo-Gebrauch üben sind Wasser auf die Mühlen der Gegner.""..

    Vor allem sind diese Szenarien ein "Perpetuum Mobile" der Gegner, denn sie sind frei erfunden !

    Wieso geht man solcher Propaganda auf den Leim, anstatt mal Leute zu fragen, die sich damit auskennen ?

    Lehrer zum Beispiel..
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#128 AFD-WatchAnonym
  • 26.06.2016, 09:50h
  • Antwort auf #126 von G aus LGTBI

  • Mit 12 hatte ich mir schon vorgestellt mit welchen Jungs aus meiner Klasse ich "gehen wollte"... Dort konnte ich diese Gefühle aber nicht richtig... wie hätte es SEHR gut getan zu wissen dass es auch Homosexualität gibt und dieses nichts schlimmes ist wofür man sich zu schämen braucht!!!!!! Und vor allem hätte es mir in der Jugend später SEHR VIEL LEID ERSPART!!!! Ist es das was ihr besorgten Eltern wollt?? euren Kindern eine verkorkste Jugend zu " besorgen"?? ich brauchte keine Aufklärung über sexuelle Spielweisen... das findet man noch früh genug selber raus... Das fordert auch keiner!!! Er hätte es aber sehr geholfen früh schon zu erfahren das es auch Homosexuelle Lebensweisen gibt, homosexuelle Partnerschafte, und dass man sich auch in das eigene Geschlecht verlieben kann und das auch völlig in Ordnung ist!!!! Und für diese Aufklärung setze ich mich auch ein!!! Macht ihr Helikopter-Eltern euren Kindern die nicht heterosexuell sind die Jugend nicht kaputt und hört auf Lügen zu verbreiten!!
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#129 AFD-WatchAnonym
  • 26.06.2016, 10:23h
  • Antwort auf #128 von AFD-Watch

  • Sollte heißen " DEUTEN konnte ich diese Gefühle nicht"! Wie denn auch, wenn man von klein an eingetrichtert bekommt dass nur Mann und Frau sich lieben und es auch nichts anderes gibt?!? Und man selber glaubt man könnte sich nur in Mädchen verlieben da man nur dieses schwarz-weiße Bild kennt?!? Diese bewusste FALSCHINFORMATION später zu korrigieren kostet in der Pubertät oder gar im Erwachsenenalter sehr viel Kraft, die man sich hätte sparen können!
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#130 Shinkaishi
  • 30.06.2016, 15:38h
  • Antwort auf #124 von TheDad
  • Du sprichst von gleichen Voraussetzungen, hier ist mir die Wortwahl wichtig, denn das macht einen großen Unterschied.

    Voraussetzungen umfassen SEHR VIEL, vor allem aber Dinge, die wir nicht gewährleisten können.

    Wir können beispielsweise nicht dafür sorgen, dass alle Menschen die selbe Menge an materiellen Ressourcen besitzen.
    Wir können nicht erreichen, dass alle Leute über identische familiäre Umfelder verfügen.
    Dies sind beides durchaus sehr relevante Faktoren.
    Wir können auch nicht erreichen, dass alle Menschen die selben genetischen Anlagen besitzen.

    Allein diese Voraussetzungen erzeugen erhebliche Unterschiede.

    Selbst gleiche Chancen sind teilweise nur eingeschränkt erreichbar (denn bestimmte dieser Chancen können eben nicht beliebig repliziert werden. Wer nicht über die entsprechende Familie verfügt, wird nun einmal nicht die Chance haben, zweisprachig aufzuwachsen), dies ist leider eine Tatsache.

    Wir können durch Umverteilungen einen Mindeststandard erreichen (staatliche Schulen beispielsweise und kostenlose Universitäten) und wir können faire und gerechte Regeln schaffen, gleiche Voraussetzungen jedoch nicht...

    Daher werden wir uns auch damit abfinden müssen, dass auch die Ergebnisse sich unterscheiden werden, Kinder von reichen oder sehr engagierten Eltern werden mehr Unterstützung erfahren, Kinder mit guten genetischen Anlagen werden bessere Resultate erzielen, als weniger beschenkte Gleichaltrige, hierzu zählen dann übrigens auch Anlagen für Dinge wie diszipliniertes Verhalten.

    Ich finde es problematisch, diese Dinge, genetische Anlagen und "Privileg" im biologischen Sinne (Dinge die von der Elterngeneration für ihre Nachkommen bereitgestellt werden) mit Gleichberechtigung zu vermischen.
    Dies sind meiner Ansicht nach sehr unterschiedliche Dinge und sollten auch so betrachtet werden.
    Die Gesellschaft sollte sowohl gleiche Regeln als auch ein mindestmaß an "Privileg" für alle zur Verfügung stellen, aber wirklich gleiche Voraussetzungen werden wir höchst wahrscheinlich niemals erreichen, vor allem nicht mit ethisch akzeptablen Mitteln.

    Zum anderen Thema:

    Solange für alle Menschen hier faire und gerechte Regeln gelten, dazu gehört auch der Schutz gegen die Willkür derer, die in einer vorteilhaften Position sind (Diskriminierungsschutz) sehe ich nicht, inwiefern ein Staat / eine Gesellschaft hier wirken kann, ohne wiederum ein weiteres Unrecht zu schaffen.

    Ich halte sehr wenig von Affirmative Action und ähnlicher positiver Diskriminierung, dies erscheint mir genauso unsinnig, wie die Vorstellung, jemanden mit Auge um Auge, Zahn um Zahn zu bestrafen.

    Frauen sind unterproportional unter CEOs und anderen prestigeträchtigen Positionen vertreten, allerdings ebenso unter den Müllbeseitigern, Kanalarbeitern, Obdachlosen, Soldaten, Arbeitern in Berufen mit hohem Todesrisiko, etc.
    Wollen wir auch dort Quoten einführen?
    Wenn nicht, dann scheint mir das ganze doch etwas einseitig.

    Eine gezielte Förderung von Gruppierungen sollte voraussetzen, dass hier eine eindeutige Faktenlage besteht.
    Ich war mit einer sehr begabten angehenden Physikerin in einer Klasse, ich habe sie auch in ihrem Studium erlebt.
    Ich sehe nicht, dass Begabungen und Eignungen systematisch basierend auf dem Geschlecht ignoriert werden.

    Es ist eventuell generell sinnvoll, gerade Schüler auch gezielt in Bereichen zu fördern, für die sie sich nicht primär interessieren um eine breitere Algemeinbildung zu erreichen, für alle, ich bin jedoch sehr wenig für Dinge wie geschlechtsspezifische Stipendien, Quoten und andere Maßnahmen, die eben genau das tun, was wir sonst vermeiden wollen: Nämlich willkürliche Andersbehandlung aufgrund von Dingen wie Ethnie oder Geschlecht.
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#131 TheDadProfil
  • 30.06.2016, 18:38hHannover
  • Antwort auf #130 von Shinkaishi
  • ""Wir können beispielsweise nicht dafür sorgen, dass alle Menschen die selbe Menge an materiellen Ressourcen besitzen.""..

    Das stimmt..
    Hat aber mit den gleichen Voraussetzungen im Bildungssystem nichts zu tun, denn die bietet der Staat an..
    Und hier muß er zusätzlich dafür sorgen, daß diese gleichen Voraussetzungen dann auch von Kindern genutzt werden können, deren Eltern weniger Ressourcen besitzen..

    ""Wir können nicht erreichen, dass alle Leute über identische familiäre Umfelder verfügen.
    Dies sind beides durchaus sehr relevante Faktoren.
    Wir können auch nicht erreichen, dass alle Menschen die selben genetischen Anlagen besitzen.""..

    Äh ?
    Nöö..
    Ist auch nicht notwendig, denn Gleichstellung bedeutet nicht "gleich machen"..
    Immer noch nicht..
    Und deshalb ist es auch völlig egal ob einer grüne oder blaue Haut hat..
    Wenn er zum Medizinstudium will, und die Voraussetzungen dafür erfüllt, dann hat Staat dafür zu sorgen daß er Medizin studieren kann..

    Doch blöderweise sind tatsächlich hier in der BRD mit Ausnahme der Studenten aus anderen Ländern die Studierenden ziemlich "homogen" "weiß" und seit ein paar Jahren darüber hinaus auch noch "weiblich"..

    70 % der Medizin studierenden sind weiblich, und die Krankenkassen haben tatsächlich schon darüber spekuliert, wieviel Personalkosten sich damit in der Zukunft in den Kliniken einsparen lassen..

    ""Selbst gleiche Chancen sind teilweise nur eingeschränkt erreichbar (denn bestimmte dieser Chancen können eben nicht beliebig repliziert werden. Wer nicht über die entsprechende Familie verfügt, wird nun einmal nicht die Chance haben, zweisprachig aufzuwachsen), dies ist leider eine Tatsache.""..

    Was die Flüchtlinge dieser Tage zu den potentiellen Gewinnern machen könnte..

    ""Wir können durch Umverteilungen einen Mindeststandard erreichen (staatliche Schulen beispielsweise und kostenlose Universitäten) und wir können faire und gerechte Regeln schaffen, gleiche Voraussetzungen jedoch nicht...""..

    Ich will das nicht noch weiter ausufern..
    Doch ist es..
    Denn es geht bei gleichen Voraussetzungen um die Angebote die der Saat macht..
    Geht aus meinem Kommentar oben auch deutlich hervor..
    Diese Angebote müssen ständig überarbeitet werden, um Unterschiede zwischen Kindern/Jugendlichen aus ärmeren und reicheren Herkunftsfamilien auszugleichen..
    Unterschiede im Zugang zu Bildung und Ausbildung..
    Nicht Unterschiede der Individuen..
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