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Die Piusbruderschaft bei einer Demonstration am Rande des CSDs in Stuttgart (2012) (Bild: Guido Klein)

  • 23. Juni 2016, 14:28h 25 2 Min.

In der Westschweiz planen die katholischen Traditionalisten, mit Gebeten die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben zu verhindern.

Die katholische Pius-Bruderschaft hat angekündigt, am Rande des CSDs im schweizerischen Freiburg im Üechtland zu singen und zu beten. Beim dieses Wochenende stattfindenden "Fribourg Pride" will die erzkonservative Priestervereinigung nach Angaben der Schweizerischen Depeschenagentur mit 20 bis 50 Priestern und Laien vor Ort sein. Laut dem Piusbruder Pater Pascal Schreiber wolle man mit der Aktion ein öffentliches Missfallen darüber zeigen, dass Homosexuellen immer mehr Rechte eingeräumt werden würden.

Die für die Genehmigung von Demonstrationen verantwortliche Behörde hat bereits angekündigt, die Kundgebung bewilligen zu wollen. Ein Antrag der Pius-Bruderschaft sei bereits am 15. Juni eingegangen.

In Freiburg hatte die Pius-Bruderschaft bereits im Jahr 2013 gegen LGBT-Rechte demonstriert. Damals kam es zu keinen Zwischenfällen.

Pius-Brüder halten Schwule und Lesben für "gestört"

Die Traditionalisten machen bereits seit längerem Stimmung gegen Homosexuelle. So demonstrierten sie wiederholt gegen den CSD in Stuttgart. Dabei zeigten sie Schilder mit Aufschriften wie "Rettet die Kinder vor Perversion", "Aids – Geißel der Unzucht" oder "Gottes Gebote gelten für alle". Schwule und Lesben wurden außerdem in einer offiziellen Publikation der Frömmler als "gestörte Minderheit" bezeichnet (queer.de berichtete). Die Priestervereinigung rief auch bereits zum "Krieg" gegen Homosexuelle auf, der "mit übernatürlichen Waffen" geführt werde (queer.de berichtete).

Die Bruderschaft war 1970 vom französischen Erzbischof Marcel Lefebvre gegründet worden und wurde 1988 aus der katholischen Kirche ausgeschlossen, weil sie die katholische Führungsrolle des Papstes in Zweifel zog. Trotz der reaktionären Haltung und des martialischen Tons der Piusbrüder hat Papst Benedikt XVI. 2009 den Kirchenausschluss von mehreren Pius-Bischöfen aufgehoben und die Gruppe damit rehabilitiert (queer.de berichtete). Papst Franziskus setzte die Annäherung fort. (dk)

-w-

#1 NicoAnonym
  • 23.06.2016, 16:45h

  • Vielleicht kann man das in einer Demokratie nicht verbieten.

    Aber genauso kann uns niemand verbieten, bei deren Anblick zu lachen. Und es kann uns auch niemand verbieten, lauter als die zu singen.
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#2 ArchäologeAnonym
#3 FelixAnonym
  • 23.06.2016, 18:02h
  • >>>>>>>>>>
    Pius-Brüder halten Schwule und Lesben für "gestört"
    <<<<<<<<<

    Was für ein Zufall. Wir halten die Katholen für gestört.
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