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Aiman Mazyek ist seit 2010 Vorstandsvorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD), zuvor war er Generalsekretär (Bild: flickr / Christliches Medienmagazin pro / by 2.0)

  • 23. Juni 2016, 14:31h 12 2 Min.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, will Lesben- und Schwulenfeindlichkeit zuvorderst in der Bundesrepublik bekämpfen.

Aiman Mazyek, der Vorstandsvorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), hat in einem Interview mit dem Radiosender hr1 erneut gegen Homophobie Stellung bezogen. Dabei erklärte er, dass er als deutscher Staatsbürger Lesben- und Schwulenfeindlichkeit zuvorderst in der Bundesrepublik bekämpfen möchte.

Homophobie sehe er nicht als besonderes Problem des Islam oder der arabischen Welt, sagte Mazyek in dem vorab auszugsweise verbreiteten Gespräch mit hr1: "Ich glaube, das muss überall besprochen werden, wo Menschen wegen ihrer Religion oder ihrer Sexualität oder ihrer Hautfarbe bekämpft werden. Das ist doch selbstverständlich."

Er glaube nicht, "dass es ein bestimmtes Land gibt, wo man sagt, da ist es jetzt besonders stark", so Mazyek, "sondern wir sollten immer besonders schauen, was passiert in unserem eigenen Land, und dann immer vor der eigenen Türe kehren. Und mein Land ist Deutschland und nicht die arabische Welt. Ich habe zwar Bezüge dazu, mein Vater kommt aus Syrien. Aber mein Land ist Deutschland, und ich bin Deutscher."

Mazyek: ZDM seit Jahren gegen Homophobie engagiert

Mit Blick auf das Massaker in dem queeren Club "Pulse" in Orlando sagte Aiman Mazyek in hr1: "Wir haben uns schon vor vielen Jahren ganz deutlich – zusammen mit Schwulen- und Lesbenverbänden – gegen Homophobie gestellt. Und jetzt habe ich vor ein paar Tagen noch einmal deutlich gemacht, dass, wenn Menschen wegen ihrer Religion, ihrer Hautfarbe oder weil sie homosexuell sind, verfolgt oder angegriffen werden, dann stehen wir Muslime vor ihnen."

Mazyek bezog sich dabei auf seine Rede am vergangenen Sonntag anlässlich der bundesweiten Aktion "Menschenketten gegen Rassismus" in Hamburg. Dort sagte er wörtlich: "Und wenn Menschen, weil sie eine andere Hautfarbe, eine andere Religion, oder weil sie homosexuell sind mit dem Leben bedroht, diskriminiert oder gar wie in den USA geschehen, getötet werden, dann stellen wir uns quer, als Muslime allemal" (queer.de berichtete).

Den Talk mit Aiman Mazyek sendet hr1 am Sonntag, den 26. Juni, von 10 bis 12 Uhr. Danach steht er als Podcast unter hr1.de zur Verfügung. (cw/pm)

-w-

#1 NickAnonym
  • 23.06.2016, 17:19h

  • Muss ich ihm Recht geben, denn woher kommen denn sonst noch homophobe aussagen?

    Aber leider haben sich auch viele LGBT ausschließlich die Muslime als Feind ausgesucht und sind dabei auf dem rechten Auge blind.
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#2 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 23.06.2016, 17:39h
  • Antwort auf #1 von Nick
  • @1 Nick - wer islamisten oder salafisten als "feind'" ansieht ist nicht automatisch auf dem rechten auge blind. ich will mich weder zwischen pest noch cholera entscheiden.
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 23.06.2016, 17:39h
  • Antwort auf #1 von Nick
  • Auch Muslime können rechts sein.

    Ich habe mir Muslime als Freunde gesucht und traue dem selbsternannten arabischen 'Zentralrat' trotzdem nicht.

    Dessen Vorsitzender war letztens beim Fastenbrechen in der Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, wo unsereinem die Todesstrafe droht. Der dicke Gabriel von der SPD war auch dabei.

    Zu den Mörderländern halten beide sehr gute Kontakte.

    Deshalb ist diesem Zentralrat mit seinen ca. 10.000 Mitgliedern im Gegensatz zum säkularen 'Türkischen Bund' auch nicht über den Weg zu trauen.
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