Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=26521
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Wissenschaftliche Umfrage: Wie wählt die LGBT-Community?


#1 Patros-KloAnonym
  • 04.07.2016, 12:18h
  • Aber das ist doch ganz einfach: Die meisten Homosexuellen sind bürgerlich und kommen aus gutem katholischen oder evangelischem Hause und wählen entweder die FDP oder die AFD.
    [*Sarakasmus off]

    Obwohl... es soll Leute geben, die das wirklich meinen. Meistens aus diesen Parteien. Man muss nur gaaanz fest dran glauben, dann stimmt das auch!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 GeorgFalkenhagenProfil
  • 04.07.2016, 13:24hBremen
  • Nee, an der Umfrage nehme ich nicht teil, lasse mich nicht gerne aushorchen.

    Aber: Ich kann nur dringendst unseren Berliner Schwestern und Brüdern empfehlen, an dieser Wahl tatsächlich teilzunehmen. Per Brief ist das auch bequem und kostet nur 70 Eurocent Porto.

    Wahlempfehlung: Möglichst weit links.

    Leider können mein BRD-Versuchsgatte und ich an dieser Wahl nicht teilnehmen, nachdem wir von Berlin nach Bremen zogen.

    Dafür werden wir aber den Hauptstadt-CSD am 23. besuchen. Der mit dem Motto: "Danke für Nichts". Dieses Motto passt auch wunderbar zur gegenwärtigen deutschen Homo-Gleichstellungs-Politik. Und so sage ich: Am Besten wählt man die LINKE.

    Herzlichst, Euer Kommunist der Herzen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 ursus
  • 04.07.2016, 14:09h
  • hab mal kurz reingelinst und bin einigermaßen schockiert über die fragen.

    da wird z.b. angefragt, wie einverstanden man mit einer*m starken führer*in wäre (toll, sogar mit gender-sternchen, es darf also auch ein*e geschlechtlich ambivalente*r führer*in sein!) oder mit einer militärregierung, es darf die arbeitslosenunterstützung in frage gestellt werden oder sympathie dafür bekundet werden, jobs zuerst an deutsche und/oder an männer zu vergeben.

    natürlich darf man solche dinge abfragen. ich finde aber schon, dass man sich auch fragen muss, ob allein eine solche fragestellung nicht SELBST zumindest tendenziell dazu beiträgt, bei den befragten den als legitim betrachteten denkrahmen in richtung rechtsradikal zu verschieben.

    es gehört zur taktik der neuen rechten, genau das zu tun. da werden gedankliche optionen einfach mal in den raum geworfen (schießen auf flüchtlinge, minarettverbot, arbeitslosengeld abschaffen usw.), dann wird ein stückchen zurückgerudert, aber dadurch, dass das bisher unsagbare gesagt wurde, ist bereits das bisher geltende tabu gelockert und der rahmen des sagbaren verschoben worden. und zwar nach extrem rechts.

    exakt dasselbe passiert auch mit diesem fragebogen. nach "linken" extrempositionen wird, soweit ich das sehe, nämlich nicht gefragt, etwa nach der zustimmung zu einem bedingungslosen grundeinkommen. warum nicht?

    auch ein zu bewertender satz "asylsuchende sind Keine bedrohung für die hiesige kultur" ist nicht neutral formuliert, sondern beinhaltet trotz der verneinung zunächst das bild der bedrohung statt des gegenbildes der bereicherung.

    mir hinterlässt das alles ein sehr unbehagliches gefühl.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 TheDadProfil
#6 TheDadProfil
#7 Patros-KloAnonym
#8 UrsaMajorEhemaliges Profil
#9 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 04.07.2016, 20:35h
  • Antwort auf #5 von TheDad
  • "Es gibt also keinen Grund diesen kostenlosen Service der Wahlleitung nicht in Anspruch zu nehmen !"

    Doch! Selber hinzu gehen und das oder die kreuzchen zu machen, macht viel mehr spaß und dann ab 18 Uhr die Lauscher auf, die Augen auf und das Elend darf beginnen, was die Wähler zusammen, oder auch nicht, gewählt haben.
    Ich bin schon der Meinung, wenn es keinen Grund, nicht persönlich zur wahl zu gehen gibt, sollte man schon selber hingehen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#10 TheDadProfil
#11 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 04.07.2016, 21:25h
  • Antwort auf #10 von TheDad
  • Ich auch!!!!

    Erinnert mich gerade an meine Jugend in Rumänien, da kammen die "Wahlhelfer" durch die Straßen und schriehen, auf zur Wahl, auf zur wahl, oder so ähnlich, ich meine, sogar, die haben auch an die Türen geklopft, na ja das sind zum Glück, ewige Zeiten her.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#12 GeorgFalkenhagenProfil
  • 04.07.2016, 22:28hBremen
  • Na, jetzt wird unsere Diskussion ja richtig geil!

    Stelle mir gerade vor, wenn ich am dreiundzwanzigsten in Berlin die Peitsche schwinge, um die dortige Wählerschaft zur Abgabe ihrer Stimmen zu "überreden".

    Bekannte treffe ich mit Sicherheit. Wowereit nur vielleicht, er hat ja ausgedient.

    Zum Thema werde ich die Sache auf jeden Fall machen. Und wenns auf der Straße nicht klappt, dann bei unseren Gastgebern: Einem heterosexuellen (!) Jungpaar; Beate (Doktorantin) und Alex (tätig in der 'Heile Welt'), beide in den besten Jahren, Anfang 30.

    Wir kriegen die schon rum, proaktiv für unsere Rechte zu sein. Und zur Not spendiern wa noch ne siebzger Briefmarke, wa, Daddy.
  • Antworten » | Direktlink »
#13 tti3_alliance
  • 06.07.2016, 07:28h
  • ... interessante Umfrage,

    aber Antwortmöglichkeiten für Menschen (trans*, Transsexualität, Intersexualität; Non-binary, 3 Option...) hat man nur unzureichend als Auswahl ermöglicht bzw. Alternativen zugelassen.

    Vielleicht ändert sich das in Zukunft.

    .

    Jedes Geschlecht verdient Respekt
  • Antworten » | Direktlink »
#14 Wahlstudien-TeamAnonym
  • 17.07.2016, 13:53h
  • Antwort auf #4 von ursus
  • Liebe alle,
    wir haben die regen Diskussionen zu unserer Studie und unserer Fragebogenkonstruktion verfolgt und möchten zu einigen der angesprochenen Punkte Stellung nehmen, um Missverständnissen vorzubeugen:

    1. Fragen
    Die Fragen zu politischen Einstellungen und Meinungen, die wir stellen, haben wir zum allergrößten Teil nicht selbst erfunden, sondern aus Umfragen entnommen, die in der Meinungsforschung etabliert sind. Die kontrovers aufgenommene Führer-Frage beispielsweise entstammt dem World Value Survey, dem weltweit wohl gängigsten und weitreichendsten Meinungsforschungsprojekt, das seit Anfang der 1980er Jahre regelmäßig in vielen Ländern Einstellungen zur Demokratie erhebt. Methodisch macht es für uns aus zwei Gründen Sinn, bestehende und statistisch erprobte Fragenformulierungen zu übernehmen: 1.) können wir davon ausgehen, dass diese Fragen wirklich messen, was sie messen sollen (die Formulierungen sind also valide), und 2.) können wir so die Ergebnisse unserer Stichprobe mit denen anderer Studien vergleichen.

    2. Antwortmöglichkeiten
    Natürlich sind wir bei der Konstruktion des Fragebogens bemüht gewesen, möglichst alle Lebensrealitäten zu berücksichtigen und haben die Fragen im Vorfeld der Studie mehrfach testen lassen. Gerade weil wir dichotome Geschlechterbilder überwinden wollen, fragen wir beispielweise separat nach dem Geschlecht bei der Geburt und nach heute gelebtem, sozialen Geschlecht bzw. Gender - bei beiden Fragen gibt es durch Freifelder jeweils die Möglichkeit, weitere Kategorien hinzuzufügen, um alle zu erfassen und niemanden "unsichtbar zu machen". Selbstverständlich werden auch die Antworten in den Freifeldern ausgewertet und, sofern sinnvoll, zu weiteren Kategorien zusammengefasst. Die Frage zum Familienstand soll vorrangig den Familienstand erfassen und nicht unbedingt die sicherlich vielfältigen Beziehungsmodelle - der Familienstand ist ein rechtswissenschaftlicher Begriff und seine Ausprägungen sind durch den Gesetzgeber definiert - wir haben lediglich eine Handvoll zusätzliche Ausprägungen als Vorschlag zur Auswahl gestellt, die bei unserer Studie in Wien im vergangenen Jahr am häufigsten ausgewählt wurden. Darüber hinaus gibt es auch bei dieser Frage ein Freifeld, in das weitere Kategorien eingetragen werden können.

    3. Cookies
    Unser Online-Fragebogen setzt aus zwei Gründen Cookies: Erstens, um Mehrfachantworten von derselben Person (und somit Verzerrungen) zu verhindern und zweitens, weil es die Möglichkeit gibt, den Fragebogen nicht am Stück auszufüllen, sondern das Ausfüllen zu unterbrechen und zum späteren Zeitpunkt fertig auszufüllen. Dafür ist es notwendig, die bereits gegebenen Antworten zwischen zu speichern dafür brauchen wir Cookies.

    Wir hoffen, dass diese Ausführungen geholfen haben, unser methodisches Vorgehen transparent und nachvollziehbar zu machen. Auch möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Motivation unserer Studie nicht ist, bestimmte Lebensrealitäten auszuschließen, bloßzustellen oder zu diffamieren, sondern im Gegenteil dazu einen Beitrag zu leisten, diesen Lebensrealitäten (mehr) politisches Gehör zu verschaffen.
    Für weitere Rückfragen und Anregungen stehen wir selbstverständlich jederzeit zur Verfügung unter:
    lgbtwahlstudie@univie.ac.at

    Mit besten Grüßen
    Prof. Dr. Dorothée de Nève, Dr. Tina Olteanu, Michael Hunklinger & Niklas Ferch
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »

» zurück zum Artikel