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Vergleichsvereinbarung
USA: Christliche Dating-Seite darf Homo-Paare nicht diskriminieren

ChristianMingle.com bietet derzeit nur Heterosexuellen die Möglichkeit der Partnersuche (Bild: christianmingle.com / Screenshot)
- 8. Juli 2016, 13:37h 2 Min.
Christliche Schwule und Lesben haben das Recht, auf der Website "Christian Mingle" einen Partner oder eine Partnerin zu suchen.
Die christliche Dating-Website ChristianMingle.com muss künftig auch homosexuellen Paaren ihre Dienstleistungen anbieten. Das ist das Ergebnis eines Vergleichs, auf den sich vergangene Woche in einem Gericht in Los Angeles die Mutterfirma von ChristianMingle, Spark Networks Inc., und zwei schwule Kläger geeinigt haben. Demnach muss binnen zwei Jahren auf der Website die Möglichkeit eröffnet werden, dass auch Menschen, die auf der Suche nach einem gleichgeschlechtlichen Partner sind, die Seite nutzen können.
Die Betreiberfirma muss den Klägern jeweils 9.000 Dollar (8.100 Euro) Schadensersatz zahlen. Außerdem muss sie deren Anwaltskosten in Höhe von 468.000 Dollar (424.000 Euro) ersetzen.
Spark Networks betreibt rund zwei Dutzend Dating-Webseiten für Nischenmärkte – etwa für Katholiken, Mormonen Schwarze oder Militärpersonal. Auch auf diesen Seiten müssen gleichgeschlechtliche Paare zugelassen werden.
Kläger verwiesen auf Antidiskriminierungsgesetz
Die Kläger hatten sich auf das kalifornisches Antidiskriminierungsgesetz berufen, nach dem Firmen seit 2005 bei Dienstleistungen Kunden nicht wegen deren sexueller Orientierung diskriminieren dürfen. Da die Firma ihren Hauptsitz in dem Westküstenstaat hat, muss sie sich an dieses Gesetz halten, auch wenn es um Kunden aus anderen Bundesstaaten oder Ländern geht. In den USA bieten derzeit nur rund die Hälfte der Bundesstaaten einen Diskriminierungsschutz aufgrund der sexuellen Orientierung.
Bereits 2010 musste eHarmony.com Schwule und Lesben zulassen, nachdem 150 Kalifornier die Datingseite verklagt hatten (queer.de berichtete). Auch damals beriefen sich die Kläger auf das kalifornische Gleichbehandlungsgesetz.
In den USA gibt es gegenwärtig kein Bundesgesetz gegen Diskriminierung von Schwulen und Lesben. Seit 1994 gab es allerdings bereits mehrere Anläufe im Kongress, ein derartiges Gesetz einzuführen, das das Merkmal sexuelle Orientierung enthält – bis dato werden aber nur Merkmale wie Rasse, Geschlecht oder Religion geschützt. Immerhin konnten die Befürworter dieses Gesetzes erste Achtungserfolge erzielen: 2013 wurde etwa der "Employment-Non-Discrimination Act" (ENDA), der sich nur auf das Arbeitsrecht bezog, mit deutlicher Mehrheit im Senat beschlossen (queer.de berichtete). Die republikanische Führung im Repräsentantenhaus weigerte sich dann aber, das Gesetz zu beraten. (dk)















Das ist eben antidemokratische Bevormundung. Eine Datingline ist kein allgemeiner öffentlicher Raum, darf also gesinnunsmäßige Einschränkungen haben genau wie ein Verein zb.
Insofern dürfen solche Christen dort auch Homos ablehnen wenn sie das möchten.
Wieso sollten das Gays dort auch brauchen.