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Kommentare zu:
Tarzan: Schwuler Kuss aus Kinoversion geschnitten


#21 GutmenschProfil
  • 12.07.2016, 16:07hSt. Gallen
  • Es geht ja offensichlich darum, dass man einen bösen Charakter durch einen Übergriff noch etwas schlimmer machen wollte. Und natürlich kann so etwas verwirrend sein. Ist er jetzt heimlich in Tarzan verliebt? Auf Jane eifersüchtig? Ist er ein Vergewaltiger oder ein Perversling? Vermutlich wollte man zuerst solche Fragen erzeugen, aber es war dann wohl zu viel.

    Das lustige finde ich die Lust der Queer-User, sich an irgendwas sinnlosem zu empören. Fakt ist, wenn der Kuss im Film geblieben wäre, dann wäre die Empörung noch viel grösser gewesen und der Film wäre erst recht homophob gewesen. Es wäre wahrscheinlich zu Boykottaufrufen der Queer-User gekommen. Aber so kann man sich wenigstens über ein Testpublikum empören. Der Artikel wurde auch gezielt so geschrieben, dass man anhand des Titels denken würde, ein normaler Schwuler Kuss wäre rausgeschnitten worden.
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#22 GutmenschProfil
  • 12.07.2016, 16:16hSt. Gallen
  • Antwort auf #20 von falken42
  • Ein Büro ist ja eben ein komplett anderes Umfeld als ein Fussballplatz. Manchmal kommen sich menschen eben freundschaftlich ein bisschen nahe, ohne dass das Schwul ist. Aber bei Männern in Westlichen Gesellschaften ist das schon selten. In vielen Ländern, wo Homosexualität tabuisiert ist, tauschen Männer viel mehr Zärtlichkeiten aus. Man sieht gar oft Männer händchenhalten oder sich küssen, alles nur rein freundschaftlich. Ich kenne sowas beispielsweise aus Indien, dem Arabischen Raum oder Indonesien. Bei uns wäre das unmöglich.
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#23 falken42
  • 12.07.2016, 16:50h
  • Antwort auf #22 von Gutmensch
  • ich hatte mal einen (heterosexuellen) freund, der meinte immer er würde seine freundin mit einem anderen mädchen solange nicht betrügen, wie sein schwanz nicht (bis zum anschlag) in ihrer vagina steckt.
    deiner argumentation erinnert mich daran. was wäre, wenn das freundschaftliche händehalten unter arabischen männern gerade ein ausdruck eines unterdrückten zärtlichkeitsbedürfnisses unter männern ist?
    wie viele schwule arabische männer denken wohl beim wangenkuss daran, dass das eigentlich viel schöner ist, als der sex mit ihrer frau?
    wie schon der alte batman sagte, was du im innern bist zählt nicht, nus das was du tust, zeigt wer du bist....
    wer schwule handlungen vollzieht, hat freude daran, andere männer küssen - ist schwul.
    sich miteinder im gras wälzen - schwul.
    bei der freistoßmauer dem anderen mit dem mittelfinger in der ritze streicheln - schwul.
    nach der "begegnung" mit einem anderen Spieler mit einem Ständer rumlaufen - schwul.
    usw. usf.
    genau so wenn ich im büro bei der begrüßung meiner kollegin ihre brüste massiere - hetero.
    unser handeln zeigt wer wir sind und was wir wollen, erzählen tun die meisten, was andere hören wollen.
    und p.s. anderes umfeld? der fussballplatz ist der arbeitsplatz von profispielern... das sind keine 16 jährigen hinterhofkicker....
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#24 hugo1970Ehemaliges Profil
#25 LarsAnonym
  • 12.07.2016, 17:17h
  • Antwort auf #20 von falken42
  • Der Vergleich hinkt, weil es sich nicht um die selbe Situation handelt. Es ging mir um "wilde" Situationen, in denen eine intime, unkontrollierte Körperlichkeit (positiv und negativ) bis zu einem gewissen Grade o.K. , üblich und erwünscht ist. Beispiele wären also eher Mannschaften beim Frauenfußball oder gemischte Sportmannschaften oder schwule / lesbische Fußballmannschaften.

    Mißverständnisse und Fehlinterpretationen auf diesem Gebiet sind eine häufige Ursache für Homophobie auf der einen und schwuler Euphorie auf der anderen Seite! Ich wäre froh, wenn Zärtlichkeit und Intimität unter Männern weder von der einen noch von der anderen Seite zum Aufreger- und Erregerthema stilisiert würde. Sie kann zum homo- wie heterosexuellen Verhaltensspektrum gehören, ohen ein Indiz für die sexuelle Orientierung zu sein. Dann hätten wir mehr Normalität.
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#26 GutmenschProfil
  • 12.07.2016, 17:22h St. Gallen
  • Antwort auf #23 von falken42

  • Wenn in Indien zwei Männer freundschaftlich Händchen halten ist es eben kein Unterdrücktes Zärtli hkeitsbedürfnis sondern ein offen ausgelebtes Zärtlichkeitsbedürfnis. Und man sieht es dort wirklich häufig. Bei uns ist es unterdrückt, wenn Männer das nicht tun. Wenn bei uns zwei Männer das tun, denkt man die sind in einer Beziehung. In Indien denkt man da aber nicht an Sex, umgekehrt ist es aber absolut Tabu wenn Mann und Frau öffentlich händchen halten.

    Ich frage mich gerade, ob du hier nir rumtrollst oder wirklich den Unterschied zwischen einem Büro und einem Fussballplatz nicht begreifst. Also ganz langsam: Im büro gibt man sich höflich und distanziert, um erfolgreich und professionell zu sein. Auf dem Spielfeld wird von den Spielern erwartet, dass sie überschäumende Emotionen zeigen (die Show gehört eben dazu). Wenn sich Spieler beim feiern also umarmen oder gar küssen, ist das joch nicht schwul.
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#27 GutmenschProfil
#28 falken42
  • 12.07.2016, 18:09h
  • Antwort auf #26 von Gutmensch
  • tja das ist ja genau das was ich sage, sorry.
    für mich heist schwul sein eben nicht nur sex haben, die weitaus größere komponente ist die allgemeine affinität zum umgang mit männern, themenauswahl, allgemein die art zu leben.
    allerdings würde ich mich auch nie im büro anders verhalten als woanders. und das mit der show beim fussball greift nicht, weil ja gerade im fussball schwules verhalten nicht gerade gern gesehen wird und trotzdem immer wieder von vorwitzigen youtubern eingefangen wird. und du glaubst doch nicht wirklich das schwules verhalten bestandteil der gewünschten show beim fussball ist?
    auch gegenüber indien habe ich eine andere sicht (aber wir müssen ja nicht immer einer meinung sein ;)), ich habe eine indische bekannte. prüde und verklemmt bis zum abwinken ist diese gesellschaft, bollywood ja nun nicht gerade für lgbti-themen bekannt. DU sagst einfach, wenn zwei inder (respektive araber etc.) händchen halten sei das nicht schwul gemeint. woher weißt du das? in der gesellschaft unterdrückt, in den medien und im männlichen selbstbild nicht vorkommend, mag das ihre einzige chance im leben sein zärtlich zu anderen männern zu sein. was jeder einzelne von ihnen damit verbindet? wer weiß das in einer so heteronormativen gesellschaft? naja nur du weißt es ....
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#29 GutmenschProfil
  • 12.07.2016, 18:43h St. Gallen
  • Antwort auf #28 von falken42

  • Sorry aber du hast doch keine Ahnung. Schwul sein heisst auf männer stehen, das sollte klar sein. Und es sollte auch klar sein, dass es auch freundschaftliche Zärtlichkeit gibt, die nicht sexuell ist. Aber bei uns ist das eben unterdrückt und zwar wegen Leuten wie dir, die bei jedem männlichen Körperkontakt sofort "schwul" Denken.

    In Indien besteht dieses Tabu nicht. Da gehören händchen haltende Freunde zum normalen Strassenbild. Dafür ist in Indien Sexualität sehr stark tabuisiert.
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#30 LarsAnonym
  • 12.07.2016, 19:09h
  • Antwort auf #28 von falken42
  • "wer weiß das in einer so heteronormativen gesellschaft? "

    Nein, das weiß man nicht und manches ließe sich auch schwer übersetzen.

    Ich halte es für wichtig, das es in jeder Gesellschaft Zwischenzonen gibt, die sich nicht einordnen lassen, die uneindeutig, mehrdeutig, vielschichtig und verhandelbar bleiben. Das entspricht der menschlichen Realität und auch der Mehrdeutigkeit menschlichen Verhaltens in verschiedenen kulturellen Kontexten. Eine Berührung ist eine Berührung, wie sie gedeutet und empfunden wird, hängt von der Situation und den betreffenden Personen ab.

    Es wäre blöde, wenn sich aufgrund der homosexuellen Emanzipation Heteromänner nicht mehr trauen würden, Sympathie körperlich zu zeigen. Ich erlebe Menschen, die mit ihrer Sexualität und Körperlichkeit im reinen sind, als sehr locker und souverän und humorvoll im Umgang mit Geschlechterverhalten, das kann erlernt werden.

    "für mich heist schwul sein eben nicht nur sex haben, die weitaus größere komponente ist die allgemeine affinität zum umgang mit männern"

    Aber das gibt es doch auch bei Heteros. Die Machos und die Frauenversteher. Das menschliche Verhalten besteht m-E. aus verschiedenen Komponenten, wie bei einem Audioregler: Hoch-tief, laut-leise, rechts-links, nur aus deutlich mehr. Ich wäre vorsichtig, aus einer sichtbaren Komponente auf die Identität zu schließen. Ein hoch und leise sprechender, intuitiv-linkshirnig denkender Mann mag weiblichen Genderklischees entsprechen, er muss aber keinesfalls schwul sein. Besser, man kommuniziert mit ihm ,bevor man ihn einordnet.
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