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Kommentare zu:
Tarzan: Schwuler Kuss aus Kinoversion geschnitten


#51 Homonklin44Profil
#52 Homonklin44Profil
  • 14.07.2016, 11:08hTauroa Point
  • Antwort auf #48 von TheDad
  • "Und nenn mal einen Grund wieso sich ""romanische, erotische Anziehungen"" nicht auf Männer, oder nicht auf Hetero-Männer auswirken könnten ?"

    Sie wirken sich nicht aus, weil sie beim Hetero-Mann von einem Schwulen aus nicht ankommen. Heißt, der registriert es gar nicht, oder reagiert genervt bis hin zu gewalttätig drauf, weil er's als inadäquaten Angriff interpretiert.

    Deren Attraktionsradar ist auf Frauen ausgerichtet, also sämtliche romantischen Avancen durch Männer schießen an seiner Aufmerksamkeit vorbei.

    Die auf Scherzen basierten Neckereien bei manchen Hetero-Männern scheinen ausschließlich der Belustigung weiterer Anwesender zu dienen. Da ist nichts Reales dran.

    Ist wie bei 'uns' Schwulen, wenn eine Frau solche Art Annäherung versucht. Ich würde das nicht mitkriegen, bzw. bei einer direkten Annäherung behutsam mein Desinteresse bekunden.

    Bei Bisexuellen scannt dieser Attraktionsradar wahrscheinlich auf beiden geschlechtlichen Ebenen. Könnte ich mir so vorstellen. Ein Bisexueller kann's bestimmt besser erklären.
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#53 Homonklin44Profil
  • 14.07.2016, 11:18hTauroa Point
  • Antwort auf #35 von Gutmensch
  • Um das genauer bewerten zu können, müsste man den Film vollständig gesehen haben.

    Um eruieren zu können, welchen Anlass es für diesen Kuss gab. Oder wenigstens das Drehbuch kennen, ansonsten sind es doch nur Spekulationen darum, ob hier ein Anhimmeln der Person oder des sich geil idealisierten Dschungelmannes sich seinen Weg bricht, oder es noch einen Grund gibt, der aus irgend einem 'perversen' Moment heraus entsteht.

    Dem 'Heteronormativ' zuliebe, bzw. der Kasse zuliebe, wird sowas dann wohl doch lieber nicht gezeigt. Könnte sich im Vorfeld rumsprechen und die latent homophoben Kinogänger vergrämen.

    Die schwulen Beziehungskisten bei den Leinwandhelden wird uns wohl ein Kaliber wie Roland Emmerich besorgen müssen. Vielleicht bringt er irgendwann einen lesbischen Bulldyke-Tarzan mit einer schwulen Tomboy-Jane... äh ...kichi ... na ja ich könnte mir eher vorstellen, dass Batman irgendwann Robin heiratet. Die sind doch schon länger raus aus dem Schrank, da kämen die Leute besser mit klar.
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#54 falken42
  • 14.07.2016, 11:39h
  • Antwort auf #41 von ursus
  • nun vieles hat dad schon in seinem kommentar 48 geschrieben.
    ich bin immer schwul, egal ob ich in einem restaurant sitze und kaffee trinke oder einen porno ... schaue.
    das zusammensein mit männern fühlt sich an wie in einer spezies. frauen sind auch nett, ich habe freunde unter ihnen, aber sie sind anders.
    ich bin weder femininin noch bärig, ich spreche auch nicht affektiert. (nur um das mal klar zu stellen - keine kritik an denen die das mögen).
    ich habe jedoch bemerkt, das heteros anders denken und fühlen (und das alles meine ich nicht auf schwellkörper bezogen ;) ), auch oft anders argumentieren.
    und dann natürlich, wie drückt sich eine gruppe von menschen aus? ich bevorzuge schwule kunst und kultur (sofern sie mir gefällt), ich geniesse die wenigen momente in der geschichte die wir hatten.
    ebenso wie dad schrieb, übersetze ich oft hetero-geschichten und denken in homo. für mich war annekin skywalker ein klassischer fall eines schwulen, da er in einem orden lebte der sexualität quasi tabuisierte, die meisten jedi waren männlich (die man sah) und der arme kerl verliebt sich.... vulkanier, die man alle 7 jahre zum sex mit einer frau zwingen muss - ebenso.
    es gibt auch immer mehr schwule bilder die man sich in die wohnung hängen kann (ich meine keine oder nicht nur pin-ups) von schwulen geschichten (der witziger weise oft weiblichen autoren) kann man ebenso sprechen.
    ich kannte viele homosexuelle, für die bedeutet ihre sexuelle orientierung am wochenende anonym in einen klub zu gehen, "die sau raus lassen", die woche über auf hetero zu machen und wenn man ins alter kommt, dann nimmt man halt auch jemanden auf dauer mit nach haus, weil man nicht mehr jedes wochenende einen abkriegt. mit dem spielt man dann heteroehe und hofft, dass der blockwart es nicht mitkriegt. aber in einer wohlhabenden wohngegend wird das dann auch toleriert....
    einige bekannte von mir haben sich auch nach 30 jahren solchen lebens auf arbeit oder ähnlichen öffentlichen gelegenheiten nicht geoutet, ist "ja privatsache".
    ich meine sie schaden damit anderen und ein bisschen feige ist es auch. ich bin froh darüber, was ich bin und ich zeige das auch. an meiner tasche pinte auch schon vor 2001 eine kleine regenbogenfahne und ich weiss ich nerve meine umgebung mit meiner "schwulen weltsicht" (nicht meine formulierung).
    politisch versuche ich als jemand der aus einer unterdrückten gruppe kommt, die anderen unterdrückten nicht zu vergessen. ich finde es eine schande, wie viele von uns mit wehenden fahnen auf die andere seite laufen, nicht um sie zu verbessern sondern weil sie jetzt mitmachen dürfen beim einprügeln auf die noch schwächeren. konservative homosexuelle sollte ein oxymoron sein.
    ich hoffe ich konnte mich verständlich machen hinsichtlich deiner frage.
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#55 LarsAnonym
  • 14.07.2016, 11:51h
  • Antwort auf #51 von Homonklin44
  • ""Wenn Männer Sex mit Männer haben, ohne dass sie schwul sind, dann ist das ein Phänomen." Dann sind sie vermutlich bisexuell. "

    Nicht notwendigerweise, bzw. ist das Definitionssache. Es gibt eine Reihe von gay-positiven Psychologen, die aus ihrer Erfarhung heraus zwei Kategorien bilden: also nicht nur "Bisexuell", sondern "Bisexuell" und "Männer, die Sex mit Männern haben".

    In die zweite Kategorie gehören auch Ersatzhandlungen bei Frauenmangel (z.B. in Gefängnissen), aber auch Dominanzverhalten und das ganze Feld der zeitweisen Erotisierung von Menschen und Körpern. Ein zugegeben verwirrender Bereich, aber gerade deshalb braucht es dafür keine ekligen und bösen Charaktere, die das verkörpern.

    Insofern ist die unsichere Haltung des Testpublikums nicht notwendigerweise homophob.
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#56 GutmenschProfil
  • 14.07.2016, 12:21hSt. Gallen
  • Antwort auf #48 von TheDad
  • ""Nenn mal einen Grund warum sich Männer nicht für Mode interessieren sollten ?""

    Nein, Männer solle sich für Mode interessieren. ich tue es auch ein bisschen. Das hat aber nicht zwangsläufig was mit Schwul zu tun. Ich finde es gut wenn Männer auch feminin sein dürfen, aber das gilt für alle Männer nicht nur Schwule. Der Feminismus hat schon für Frauen erreicht, dass diese auch maskulin sein dürfen (Heute dürfen sie ja sogar schon Hosen anziehen). Umgekehrt gilt das für Männer noch nicht.

    Nein, wenn Männer in Indien Händchen halten ist das ja eben genau nicht erotisch. Es ist freundschaftlich.

    Wenn ich deinen Kommentar lese, dann stelle ich mir dich noch mehr vor wie Daffyd Thomas ;) Ist nicht böse gemeint :)

    www.youtube.com/watch?v=e4vAuE1i7Hk

    Aber ich denke mal, wenn jemand nicht 24 Stunden lang daran denkt, dass er Schwul ist, ist das auch keine Anpassung. Es gibt keine böse Heterowelt, von der man sich abgrenzen muss. In einer idealen Welt ist das Coming Out ja eben nicht verkrampft. Man sagt es eben, sobald man über Beziehung oder Sex redet.

    Klar kann es ein Lebensgefühl sein. Aber ich würde nicht sagen, dass es ein Definitionskriterium ist, weil dieses Lebensgefühl eben für jeden ganz unterschiedlich ist.
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#57 GutmenschProfil
  • 14.07.2016, 12:39hSt. Gallen
  • Antwort auf #53 von Homonklin44
  • Ohne den Film gesehen zu haben, es ist nicht okay, einen wehrlosen oder bewusstlosen Menschen auszunutzen oder gar zu küssen. Ein Bösewicht kann das natürlich machen, wenn man ihn noch etwas böser machen will. Oder es könnte eben zuviel sein. Ich weiss nicht, ob die Szene gut gewesen wäre, aber man hat eben so entschieden und ich sage nur man soll deswegen nicht gleich "homophob" und "heteronormativ" schreien.

    Ich hatte mal ein einem Filmseminar das Thema Homosexualität und vor einiger Zeit waren Homosexuelle sehr oft perverse Bösewichte.
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#58 GrimmAnonym
#59 ursus
  • 14.07.2016, 13:08h
  • Antwort auf #54 von falken42
  • danke für die ausführliche antwort. ich kann das meiste davon irgendwie nachvollziehen, was du über schwules "lebensgefühl" schreibst.

    was ich nicht ganz verstehe (und weshalb ich auch an diesem punkt nachfragte) ist die sache mit den männern und den frauen. da sagst du einerseits:

    >"das zusammensein mit männern fühlt sich an wie in einer spezies. frauen sind auch nett, ich habe freunde unter ihnen, aber sie sind anders."

    und dann:
    >"ich habe jedoch bemerkt, das heteros anders denken und fühlen, auch oft anders argumentieren."

    meintest du oben mit "männer" also nur schwule männer? oder sind dir auch heteromänner noch näher als frauen? falls ja, woran machst du es fest?

    mir geht es so, dass ich bei meinen freundschaften keine besonders großen unterschiede zwischen schwulen männern und frauen (lesbisch oder hetero ist da nicht ganz so wichtig) erlebe, aber einen großen unterschied zwischen diesen und den allermeisten heteromännern. das einzige, was meine freundschaften mit frauen und schwulen männern unterscheidet, ist vielleicht, dass ich da ein wenig anders über sexualität rede - das kann ich richtig unbefangen nur mit (einigen) schwulen männern.
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#60 LarsAnonym
  • 14.07.2016, 13:38h
  • Antwort auf #54 von falken42
  • "ich bin immer schwul"

    ... was soviel bedeuten könnte, dass Du eine starke Identität in einer Hinsicht hast und es Dir unangenehm ist, Dich mit anderen Identitäten identifizieren zu sollen. Das ist interessanterweise ein ähnliches Muster, was auch super-straighte Heteros haben. Ein klares Statement oder Bedürfnis nach Eindeutigkeit, aber auch nach Abgrenzung.

    Ich denke, dass eine Gesellschaft tatsächlich Schutz und Respekt bieten sollte für Menschen, die diese Form von Klarheit und Abgrenzung brauchen, so lange sie nicht gegenüber den anderen aggressiv und gewalttätig vertreten wird. Ohne die Erkenntnis, dass die Menschen grundsätzlich vielfältig sind, geht es aber auch da nicht ab.

    Grundsätzlich ist eine klare Abgrenzung der eigeen Identiät in jederHinsicht nicht besser oder schlechter als die Haltung von Menschen, die eine fließendere Einstellung und Prägung haben, oder bei denen die sexuelle, romantische oder emotionale Orientierung zu einem Geschlecht nur als eine von mehreren identitätsstiftenden Faktoren erlebt oder in sich als nicht eindeutig erlebt wird.

    Es ist nicht einfach, einfache und klare und allgemein akzeptierte Bezeichnungen für diese Vielfalt zu finden. Mir macht das auch viel Mühe, solche Dinge anders als wissenschaftlich und umständlich auszudrücken. Aber aus diesem Grunde lohnen sich solche Diskussionen.
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