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Kommentare zu:
Tarzan: Schwuler Kuss aus Kinoversion geschnitten


#61 GutmenschProfil
#62 LarsAnonym
  • 14.07.2016, 14:24h
  • Antwort auf #59 von ursus
  • "mir geht es so, dass ich bei meinen freundschaften keine besonders großen unterschiede zwischen schwulen männern und frauen (lesbisch oder hetero ist da nicht ganz so wichtig) erlebe, aber einen großen unterschied zwischen diesen und den allermeisten heteromännern."

    Das ist, glaube ich, zwar häufig so, aber nicht verallgemeinerbar. Es gibt alle Varianten (unter Heteros wie Homos oder Bi´s) . Ich vermute, dass hängt viel davon ab, welches Genderverhalten in der eigenen Familie und Peergroup man erlebt hat, z.B. ob man unter Brüdern oder Schwestern aufwächst etc.

    Genauso wie es Heteromänenr gibt, die im Alltag nicht wirklich mit bestimmten Frauen umgehen können, gibt es auch Schwule, die ihre Schwierigkeiten mit bestimmten Schwulen / Heteromännern haben, auch wenn sie solche attraktiv finden. Normal ...
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#63 GutmenschProfil
  • 14.07.2016, 14:33hSt. Gallen
  • Antwort auf #54 von falken42
  • So eine Identität ist sicher für viele ganz unterschiedlich. Für manche ist es das Zentrum des Lebensinhalts, für manche ist Homosexualität nur ein Detail. Man sollte diese Vielfalt akzeptieren.

    Es gibt manche Schwule, die haben nur Hetero-Freunde, manche nur andere Schwule und manche nur Frauen. Oder alles gemischt. Es sollte klar sein, dass Schwule sehr vielfältig sind, auch in der Art ob sie einem Klischee entsprechen.

    Problematisch finde ich, dass du manche Lebensentwürfe offenbar ablehnst:

    ""dann nimmt man halt auch jemanden auf dauer mit nach haus, weil man nicht mehr jedes wochenende einen abkriegt. mit dem spielt man dann heteroehe""

    Also wenn zwei Schwule eine romantische Beziehung führen, ist das für dich nicht wirklich echt? Kommt da nicht deine eigene unterdrückte Homophobie zum Vorschein, wenn du denkst dass Schwule das nicht können?
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#64 TheDadProfil
  • 14.07.2016, 16:40hHannover
  • Antwort auf #52 von Homonklin44
  • ""Sie wirken sich nicht aus, weil sie beim Hetero-Mann von einem Schwulen aus nicht ankommen.""..

    Meine persönlichen Erfahrungen sind dort anders..

    ""Heißt, der registriert es gar nicht, oder reagiert genervt bis hin zu gewalttätig drauf,""..

    Nicht verwunderlich..
    Befindet er sich doch in dieser Situation dann in die "Position gedrängt", in der er sonst Frauen als Objekt der Begierde hineindrängt..

    Tatsächlich gibt es Hetero-Männer die damit entspannt umgehen, und es genießen umgarnt zu werden..
    Ein Hetero-Freund von mir hält öffentlich Händchen, und Umarmungen oder Küsse (nüchtern !) sind kein No-Go, bloß weil er Hetero ist..
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#65 TheDadProfil
  • 14.07.2016, 16:52hHannover
  • Antwort auf #57 von Gutmensch
  • ""Ohne den Film gesehen zu haben, es ist nicht okay, einen wehrlosen oder bewusstlosen Menschen auszunutzen oder gar zu küssen.""..

    Oh, Bitte..
    Es ist "netter" dem "Opfer" gegenüber, als es James-Bond-Like auf ein Laufband vor die laufende Kreissäge zu legen..

    Die Intention der Szene besteht darin den Bösewicht nicht als "bedürfnisloses Monster" darzustellen..
    Da hat der "schwule Kuss" nur eine andere Sichtweise eröffnet..

    Auch "Dr.No" hatte nicht nur Diamanten, sondern auch willfährige Gefährtinnen zur Hand..

    ""Ein Bösewicht kann das natürlich machen, wenn man ihn noch etwas böser machen will.""..

    Hübsches Klischee..
    Ein Bösewicht wird durch das Schwul-Sein also ""noch etwas böser"" ?

    Insofern war die Reaktion des Test-Publikums dann alles andere als Homophob..
    Sie schützt durch streichen der Szene die Zuseher vor solchen Klischee's, die sich sogar in den Köpfen von schwulen Männern tummeln..
    Igitt, wie absonderlich..
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#66 TheDadProfil
#67 LarsAnonym
  • 14.07.2016, 16:56h
  • Antwort auf #63 von Gutmensch
  • ""dann nimmt man halt auch jemanden auf dauer mit nach haus, weil man nicht mehr jedes wochenende einen abkriegt."

    Als ob das bei Heteros nicht auch so wäre. Die rein romantische Phase in einer Liebesbeziehung ist biologisch begrenzt, dann setzt mehr oder minder stark ein "Gewöhungseffekt ein", der aber Raum für andere Aspekte von Beziehung eröffnet. Den Dauerkick gibt es selten. Ausgerechnet Udo Jürgens hat das mal sehr schön ausgedrückt.

    www.udojuergens.de/lied/zehn-nach-elf
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#68 GutmenschProfil
  • 14.07.2016, 17:16hSt. Gallen
  • Antwort auf #67 von Lars
  • Interessanterweise ist der "Gewöhnungseffekt" bei einer Ehe wisssenschaftlich wiederlegt. Verheiratete Menschen sind im Schnitt glücklicher als Unverheiratete. Der Unterschied ist sehr signifikant und dauerhaft (Im Gegensatz dazu findet man kaum einen dauerhaften Effekt bezüglich Geld und Glück).

    Dass Menschen eine stabile Beziehung wünschen ist nicht absonderlich, auch wenn es viele gibt, die das nicht wollen oder nicht können. Wer jedoch behauptet, Schwule würden da nur irgendwen imitieren und seien eigentlich unfähig dazu, ist entweder ein ultrakonservativer Neonazi oder ist ganz einfach völlig bescheuert.
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#69 GutmenschProfil
  • 14.07.2016, 17:24hSt. Gallen
  • Antwort auf #65 von TheDad
  • Jetzt hör doch auf. Ich hab ja nicht geschrieben das ich es nicht gut finde wenn Menschen in Filmen brutal misshandelt werden. Es gibt sehr gute gewaltvolle Filme.

    Wenn der Bösweicht die bewusstlose Hauptfigur küsst, dann macht ihn das nicht "natürlich". Es macht ihn noch ein bisschen böser und unberechenbarer. Unabhängig vom Geschlecht.
    Es macht den Bösewicht pervers. Nicht, dass das für den Film unmöglich ist. Von mir aus kann ein Bösewicht auch schwul und pervers sein.

    Ich sag nur dass das Tarzan-Beispiel womöglich zu viel für den Film wäre aus künstlerischer Sicht. Jedenfalls hat man so entschieden und das war nicht homophob.
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#70 wiking77
  • 14.07.2016, 17:43h
  • Antwort auf #66 von TheDad
  • ... würde ich nun künstlich in Schnappatmung verfallen, könnte ich sagen: nicht einmal die Kindermärchen sind ihm heilig!

    Aber so entlockt mir Deine Aussage eher ein müdes Lächeln. Es ist aus meiner Sicht eher eine Geistlosigkeit sich an einem Kulturgut, wie die Märchen derart zu vergreifen, in dem man sie auf den Index setzen will. Hat das nicht etwas zutiefst antiliberales, ja klerikal-inquisitorisches an sich? Ich habe auch den Eindruck, dass Deine Aussage eher ein Zeugnis dessen ist, dass Du alles was nicht in Deinen ideologischen Kram passt "geregelt" haben willst; auch ein zutiefst obrigkeitstaatliches Denken.
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