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Warnung vor Hassgewalt gegen LGBT
Schwesig hisst Regenbogenfahne vor Ministerium

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hielt vor der Hissung der Regenbogenfahne eine kurze Ansprache vor Mitarbeitern und Journalisten (Bild: BMFSFJ)
- 12. Juli 2016, 13:31h 2 Min.
Vor zwei Jahren hatte das Kanzleramt die Familienministerin noch zurückgepfiffen, als sie die Regenbogenfahne hisste. Doch jetzt lässt Manuela Schwesig erneut das Banner wehen.
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat am Dienstagmittag anlässlich des bevorstehenden Berliner CSDs vor ihrem Ministerium an der Glinkastraße die Regenbogenfahne gehisst. Damit wolle sie ein Zeichen gegen Homo- und Transphobie setzen, erklärte die Politikerin in einer kurzen Ansprache. Auf sozialen Netzwerken veröffentlichte das Ministerium Bilder und ein Video der Aktion.
Bei der Flaggenhissung waren auch mehrere LGBT-Flüchtlinge anwesend, mit denen Schwesig im Vorfeld über ihre Lage gesprochen hatte. Die Ministerin erklärte, dass diese Flüchtlinge "besonderen Schutz und besondere Einrichtungen" bräuchten.
Des Weiteren warnte die 42-Jährige vor einem Anstieg der homo- und tranphoben Gewalt in Deutschland: "Ich sehe mit Sorge, dass uns viele Kräfte dieses bunte Leben, diese Weltoffenheit, diese Freiheit nehmen wollen. Viele in unserem Land sind unterwegs mit Hasskommentaren auf der Straße und im Netz." Deshalb appelliere sie, dieser Hetze nicht kommentarlos zu begegnen. "Von Hasskommentaren bis zur Gewalt ist es ein kurzer Weg", so Schwesig.
Kanzleramt intervenierte einst gegen Hissung

Das Familienministerium zeigt zur CSD-Saison Farbe
Die Regenbogenfahne hatte in der Vergangenheit in der Großen Koalition zu Irritationen geführt. 2014 hissten mehrere SPD-geführte Bundesministerien das Banner, wurden aber kurze Zeit später vom Kanzleramt zurückgepfiffen (queer.de berichtete). Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) soll damals "massiv interveniert" und sich dabei auf die Flaggenordnung berufen haben.
Im vergangenen Jahr hisste Schwesig allerdings erneut die Regenbogenfahne (queer.de berichtete). Später zeigten auch das Justiz-, Umwelt- und Außenministerium Regenbogenflaggen (queer.de berichtete). Damals sollen die SPD-Minister das CDU-geführte Innenministerium erneut nicht um Erlaubnis gefragt haben. (dk)














