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Canada's Wonderland
Nach homophobem Vorfall: Kein Gay Day mehr im Freizeitpark

Der 1981 eröffnete Vergnügungspark "Canada's Wonderland" mit rund 200 Attraktionen und 48 Fahrgeschäften liegt etwa 30 Kilometer nördlich von Toronto (Bild: Kathy Howard)
- 17. Juli 2016, 12:57h 2 Min.
Ausgerechnet beim jährlichen LGBT-Event wurde ein schwules Paar in "Canada's Wonderland" rüde aufgefordert, sich nicht zu umarmen.
Im Vergnügungspark "Canada's Wonderland" im kanadischen Ontario wird es künftig keinen Gay Day mehr geben. Die LGBT-Organisation PFLAG Canada will künftig auf die Durchführung des jährlichen Events im Rahmen des regulären Parkbetriebs verzichten, nachdem es beim jüngsten Gay Day im Juni zu einem homophoben Zwischenfall kam.
Ein schwules Paar, das sich in der Warteschlange zum "Lazy River" innig umarmte, war von einem jungen Angestellten rüde aufgefordert worden, dies zu unterlassen. Brandon Hamilton und seinem Partner Barrett Morrison wurde zur Begründung gesagt, dies sei ein "Familienpark" und sie sollten ihr "Verhalten kontrollieren".
Der Freizeitpark spricht von einem "Einzelfall"

Kuscheln verboten: Brandon Hamilton und Barrett Morrison sind auch von der Reaktion der Parkleitung enttäuscht (Bild: privat)
"PFLAG Canada ist sehr enttäuscht und entsetzt darüber, dass sich dieses Paar ausgerechnet an einem Tag, an dem sie stolz sie selbst sein sollten, unwillkommen und verunsichert fühlen musste", erklärte der PFLAG-Vorsitzende Bev Belanger. Weil der Vergnügungspark auf ein Angebot der Verbands zu Diversity-Trainings nicht reagiert habe, habe man sich entschlossen, das Event nach acht Jahren zu canceln. Auf dieser Grundlage mache die Zusammenarbeit keinen Sinn mehr, so Belanger.
Der Geschäftsführer von "Canada's Wonderland" Norm Pirtovshek hat sich zwar mittlerweile bei dem schwulen Paar entschuldigt, sieht aber sonst keine Notwendigkeit zu weiteren Maßnahmen. Es handele sich um einen "Einzelfall", erklärte er gegenüber "The Star". Um Diskriminierungen zu vermeiden, gebe es bereits ein "ausführliches Menschenrechtstraining" für die 4.000 Angestellten.
Den Vorschlag von Brandon Hamilton und Barrett Morrison, den Gay Day zu einer parkweiten Veranstaltung auszubauen, um damit ein Zeichen gegen Homophobie zu setzen, lehnte Parksprecherin Soulla Lindo gegenüber dem Portal "Buzzfeed" ab. "Canada's Wonderland" arbeite mit rund 5.000 Gruppen zusammen, die man alle gleichbehandeln müsse. Sie hoffe aber, dass es sich PFLAG Canada noch einmal anders überlegen werde. (cw)















....und deswegen wird der Gay Day abgesxhafft? Da wird wiedermal der Saulus zum Paulus verkert.. was für ein Hohn.