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Mit diesem aus einem Fenster fotografierten Lastwagen fährt die Berliner AfD durch das Szeneviertel an der Motzstraße

Die Rechtspopulisten provozieren vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl im September erneut im queeren Nollendorfkiez.

Nach dem Spaziergang von Beatrix von Storch über das Lesbisch-schwule Stadtfest gibt es nun eine neue Provokation der AfD in Berlin.

Die Rechtspopulisten fahren derzeit kurz vor dem Berliner CSD mit einem Werbe-Lastwagen gezielt durch den Szene-Kiez am Nollendorfplatz. An den Seiten ist großflächig plakatiert ein schwules Paar zu sehen, zusammen mit dem Spruch: "Mein Partner und ich legen keinen Wert auf die Bekanntschaft mit muslimischen Einwanderern, für die unsere Liebe eine Todsünde ist." Bei dem abgebildeten Paar handelt es sich offenbar um ein älteres Agenturbild.

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"Wir verzichten auf falsche Homo-Freunde"

Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD), der seinen Sitz im Kiez hat, verurteilte die ausländerfeindliche Wahlkampf-Aktion. "Wir verzichten auf falsche Homo-Freunde", erklärte Geschäftsführer Jörg Steinert gegenüber queer.de. "Die AfD will keine Probleme lösen, sondern Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausspielen."

Zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses am 18. September tritt die AfD mit dezidiert homophoben Forderungen an. So sprach sie sich in den Wahlprüfsteinen des LSVD unter anderem gegen die Ehe für alle, gegen ein Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen und geschlechtlichen Identität, gegen einen Ausbau der Initiative Sexuelle Vielfalt sowie gegen LGBT-Aufklärung in der Schule aus. Antidiskriminierungsarbeit diffamierten die Rechtspopulisten dabei als "frühsexuelle Aufklärung im Sinne der Gender-Ideologie". Im Zusammenhang mit Regenbogenfamilien sprach die Alternative für Deutschland von einer "theoretisch ausgeschlossenen Nachwuchsproduktion".

Nach aktuellen Umfragen kann die AfD bei der Berliner Wahl am 18. September mit 13 Prozent der Stimmen rechnen. (mize)

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#1 Ihr mich auchAnonym
  • 21.07.2016, 12:25h
  • Mein Partner und ich legen keinen Wert auf die Bekanntschaft mit rechtspopulistischen Hetzern, für die unsere Liebe lediglich zum Schüren von Hass instrumentalisiert wird.
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#2 goddamn liberalAnonym
#3 _john_
  • 21.07.2016, 12:42hWetzlar
  • Dass es die homophobste Partei Deutschlands wagt, LGBT-Menschen für ihren Wahlkampf zu instrumentalisieren, ist wirklich abartig. Beatrix von Storch denkt, dass Kondome nicht vor HIV schützen. Herr Mandic sagt, dass er keine "Tunten" in der Jungen Alternative will. Mirko Welsch denkt, dass nur maskuline Homosexuelle akzeptiert werden dürfen. Viele AfD-Politiker wünschen sich, dass Homosexualität in Deutschland tabuisiert wird. Und jetzt will DIESE Partei, deren politischen Positionen eine beunruhigende Nähe zum Islamismus haben, die LGBT-Community verwenden, um gegen größtenteils friedliche Muslime zu hetzen. Ekelhaft!
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