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Provokation im Berliner Regenbogenkiez: Mit Lastwagen wie diesen fährt die AfD durch das Szeneviertel am Nollendorfplatz (Bild: Furor Teuto / Twiter)

Die Rechtspopulisten hetzen in Berlin mit einem Homo-Paar gegen Migranten – der Regierende Bürgermeister übt scharfe Kritik.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat die ausländerfeindlichen Wahlkampf-Lastwagen der AfD mit einem schwulen Paar scharf kritisiert. "Es ist widerlich, wie die AfD nun mit einer Plakatkampagne versucht, Lesben und Schwule gegen Muslime aufzuhetzen", sagte der Landesvorsitzende und Spitzenkandidat der SPD laut einer dpa-Meldung vom Freitag.

Müller erinnerte daran, dass die Rechtspopulisten selbst keine Gelegenheit ausließen, "homosexuelle Lebensweisen auf das Übelste zu diskreditieren". Weltoffenheit, Toleranz und Akzeptanz unterschiedlicher Lebensentwürfe seien die Grundlage für ein freies und friedliches Zusammenleben, so der Regierende Bürgermeister. Er stehe für eine Stadt, "in der alle Menschen leben, lieben und glauben dürfen, wie sie es möchten".

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LSVD: "Wir verzichten auf falsche Homo-Freunde"


"Deutsche, kauft euer Gras bei Deutschen", fasst stern.de dieses zweite Motiv der AfD zusammen (Bild: Marc Brost / Twitter)

Auf den Werbe-Lastwagen der AfD, die gezielt durch den Szene-Kiez am Nollendorfplatz fahren, ist ein homo­sexuelles Paar zu sehen mit dem Spruch: "Mein Partner und ich legen keinen Wert auf die Bekanntschaft mit muslimischen Einwanderern, für die unsere Liebe eine Todsünde ist" (queer.de berichtete).

Vor Müller hatte bereits der LSVD die Wahlkampfaktion kritisiert. "Wir verzichten auf falsche Homo-Freunde", erklärte Landesgeschäftsführer Jörg Steinert gegenüber queer.de. "Die AfD will keine Probleme lösen, sondern Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausspielen."

Weitere Lastwagen der AfD mit einem ebenfalls rassistischen Drogen-Motiv sind vornehmlich in der Nähe der Berliner Universitäten unterwegs. Auf diesen Plakaten behauptet ein junger Mann mit Vollbart und Wollmütze: "Mein marokkanischer Dealer bekommt sein Leben komplett vom Staat finanziert. Irgendwas ist in Deutschland oberfaul und deshalb wähle ich die Alternative."

Das Werbe-Fachmagazin "W&V" hatte hinter der Aktion erst eine Satire vermutet, der Berliner Landesverband der AfD bestätigte jedoch die Echtheit der fahrenden Plakate. Nach Angaben von AfD-Pressesprecher Ronald Gläser habe die Partei die Kampagne gemeinsam mit einem konservativen Spindoktor erarbeitet, um in Großstädten besser zu punkten. (mize)

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#1 TheDad
  • 22.07.2016, 20:00hHannover
  • """Mein marokkanischer Dealer bekommt sein Leben komplett vom Staat finanziert. Irgendwas ist in Deutschland oberfaul und deshalb wähle ich die Alternative."""..

    GRÖL..

    Wer findet die Fehler ?

    Boah, wat für eklige Leute..
  • Direktlink »
#2 wie bitteAnonym
  • 22.07.2016, 21:33h

  • Was ist an der Aussage der Plakate falsch? Ihr glaubt gar nicht, wie viele Schwule in der gegenwärtigen Sicherheitslage die AfD wählen.

    Nach Würzburg geht es ums Überleben
  • Direktlink »
#3 bie witteAnonym