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Kommentare zu:
Schleswig-Holstein: Landesverfassung bleibt ohne Gottesbezug


#48 ursus
  • 25.07.2016, 23:49h
  • Antwort auf #45 von Sukram71
  • >"Der Staat hat in diesen Dingen einen sehr großen Gestaltungsspielraum."

    der staat darf, wenn er die eigenen freiheitlichen grundprinzipien einhalten will, die freiheit von menschen nicht einschränken, ohne dafür einen wichtigen grund zu nennen, und zwar in jedem einzelnen fall.

    das verbot, irgendwo zu tanzen, wo es eigentlich niemanden wirklich stören kann, der_die sich davon nicht auf teufel komm raus gestört fühlen WILL, ist eben nicht rational gerechtfertigt. das ist ein verstoß gegen freiheitliche grundprinzipien.

    das kann man nicht mit einem "ist doch nicht so schlimm, wenn man mal was verboten bekommt" verharmlosen. da frönen religiöse menschen dem irrationalen wahn, auch das leben von religionsfreien menschen mitkontrollieren zu müssen. so etwas sollte kein demokratischer staat zulassen oder fördern.

    schon gar nicht, indem er sich mit deren irrationalen unterwerfungsideologien auch noch ganz offiziell verbrüdert.
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#47 TheDadProfil
#46 TheDadProfil
#45 Sukram71Profil
  • 25.07.2016, 15:56h Bonn
  • Antwort auf #44 von ursus

  • Gute Idee. Du musst halt nur eine Partei und genug Menschen davon überzeugen, die religiösen Feiertage durch neutrale zu ersetzen. Das nennt man "Demokratie". :)

    Der Staat hat in diesen Dingen einen sehr großen Gestaltungsspielraum. Das kleine Wort "Gott" in der Präambel des Grundgesetzes ist da kein Hindernis.
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#44 ursus
  • 25.07.2016, 14:47h
  • Antwort auf #30 von Sukram71
  • >"Oft gibt es auch Urlaub deshalb."

    religiöse feiertage abschaffen. tag der menschenrechte, tag des humanismus, tag der demokratie, tag der toleranz, tag des grundgesetzes, tag der freiheit, tag der solidarität, tag der vielfalt, tag der tierrechte, tag der kinderrechte usw. einführen. problem gelöst. von mir aus können einige dieser tage mit den bisherigen religiösen feiern zusammenfallen, damit die religiösen minderheiten dort weiterhin arbeitsfrei haben.

    und: wir hätten schöne anlässe, regelmäßig über die wirklich wichtigen werte nachzudenken.
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#43 ursus
  • 25.07.2016, 14:40h
  • Antwort auf #35 von TheDad
  • >"Von ein paar Tanzverboten aus Rücksicht auf hohe Feiertage geht die Welt nicht unter."

    verbieten wir doch am tag des humanismus für einen tag das abhalten von religiösen zeremonien, unter strafandrohung natürlich. gottesdienste stören nämlich manche humanist_innen, auch wenn sie gar nichts davon mitbekommen. beten kann man ja noch an 364 anderen tagen.

    und von einem tag ohne gebet geht ja die welt nicht unter, nicht wahr?

    im ernst: wer glaubt, man müsse nicht die freiheitseinschränkung, sondern die freiheit rechtfertigen, sollte seinen demokratischen kompass mal neu kalibrieren.
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#42 TheDadProfil
  • 25.07.2016, 11:49hHannover
  • Antwort auf #37 von Sukram71
  • ""Und auch wenn uns das heute nicht mehr passt, sollten wir das nicht einfach ändern. Ich finde, das wäre sowas wie Geschichtsfälschung. :)""..

    Ich finde es durchaus nicht "einfach" so etwas zu ändern..
    Im Gegenteil..
    Das Problem an der Sache steht aber doch im Artikel..
    Schleswig-Holstein kam mehr als 6 Jahrzehnte ohne diesen "Gottesbezug" aus..

    Wozu jetzt also etwas ändern ?
    Weil sich die "Christen" von einer "Übernahme" des Staates durch andere "Religionen" "bedroht" sehen..
    Und zusätzlich noch vor der viel realeren Bedrohung der Atheisten/Agnostiker in der Bevölkerung, die ständig mehr werden während sich die "Christen" in Scharen von ihren "Religionen" und "Konfessionen" lösen..

    Dort agieren sie geradezu als "U-Boote", und versuchen ihren "Anspruch" in die Verfassung zu bringen..
    Absurd..

    Mit Geschichtsfälschung hat das Ganze dann immer noch nichts zu tun, denn wie erwähnt ist das GG kein Regelwerk das die Vergangenheit regelt, sondern in die Zukunft weist..
    Sie bestimmt das Handeln des Bundestages und des Bundesrates für die Zukunft..
    Und wenn sich Gesellschaft aufgrund dieser Vorgaben dann ändert, dann muß auch angepaßt werden..

    Man stelle sich vor, die Bevölkerung verändert sich im Laufe der nächsten 3 Jahrzehnte dahingehend das es nur noch 1 Million "Katholiken" und 1 Million "Evangelische" gäbe..
    Trotzdem sollen sich dann noch die anderen 78 Millionen Bürger mit dieser "Vorgabe" einer "christlichen Staatsführung" abfinden, die ihnen quasi vorgibt sich nach den "Regeln" dieser "Christen" zu verhalten, und deren "Gott" gegenüber "Verantwortung" zu tragen..

    Mit der gleichen "Begründung" könnte man dann in der Verfassung verlangen dem "Kaiser" zu huldigen..
    Es bleibt absurd der vielfältigen Bevölkerung ein "Gottes-Bild" oder auch nur einen "Gottesbezug" in Verfassungen, Gesetzen und Vorschriften zu "verordnen"..

    Solche Formulierungen haben dort nichts zu suchen..
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#41 TheDadProfil
  • 25.07.2016, 11:36hHannover
  • Antwort auf #36 von Sukram71
  • ""Missstände in Bezug auf Religion und Kirche gibt es in Deutschland viele.

    Das liegt aber nicht am recht unkonkreten Wort "Gott" in der Präambel des Grundgesetzes, sondern daran, dass CDU/CSU das nicht ändern wollen und die Union von den Leuten gewählt wird. ;)""..

    Ich verstehe durchaus was Du damit sagen willst..

    Die Frage lautet aber doch, woher die CDU/CSU ihren Anspruch entwickelt, zu Handeln wie sie seit 1949 handelt ?

    Der "Gottesbezug" aus dem GG hat damit "rein gar nichts" zu tun ?
    Oder ist es nicht genau dieser "Gottesbezug" der den konservativen Parteien einen Weg weist, der weg von der Gleichstellung und Gleichberechtigung führt ?

    Der Einfluß von den "Kirchen" und ihrem Klerus auf die Parteien ist unübersehbar..
    Und diese ziehen ihren "Anspruch" auf "Führung" aus genau solchen Präambeln, aus solchen "Gottesbezeugungen" in Gesetzen und Verordnungen..
    Das Land HAT "christlich" zu sein..
    Es gibt für diese Leute keine "andere Lösung"..
    Der "Alleinvertretungsanspruch" schimmert nicht nur bei der "PEGIDA" durch, er sitzt in allen Parteien die sich in ihren Statuten ähnliche Präambeln leisten..
    Man lese dazu die Statuten der UNION, der SPD, der FDP, der Grünen..

    Einzig die Linke verzichtet bislang noch auf solche "Gottesbezüge"..
    Wie lange noch ?
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#40 Homonklin44Profil
  • 25.07.2016, 10:43hTauroa Point
  • Antwort auf #23 von Sukram71
  • Was als gute Sitte gilt, kann sich ändern. Irgendwann wurden die Sitten schon mal geändert, wahrscheinlich mit jedem neuen kulturellen oder ethisch relevanten Einfluss. Deshalb sind Überholungen für Sittengesetze, wenn die denn überhaupt verankert werden, dringend mal nötig. Die Idee, dass Solches über Jahrhunderte gleich zu bleiben hat, ist eine Illusion. Der Mensch entwickelt sich weiter, seine Bedürfnisse werden komplexer. In 100 Jahren könnten sich Aufgeklärte fragen, warum eine Charakteristik aus dem Wahn-Inhalt bestimmter psychisch Erkrankter, 'Gott' genannt, in Verfassungstexten bedacht wurde...

    Wissenschaftlich Interessierte tun das schon seit geraumer Zeit.

    Es könnten zum Beispiel alle damit leben, dass religiöse Inhalte oder der Glaube daran eine private Angelegenheit darstellen, und daher im persönlichen Bereich belassen bleiben. So ähnlich wie beim Sex oder vielleicht beim Klogehen. Zur Ausübung gibt's immer noch genug öffentliche Tempel, Synagogen, Kirchen usw. bzw. analog öffentliche Toiletten, Cruising Areas, Bordelle usw.

    Das täte Religiösen nicht weh und Aufgeklärten auch nicht.
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#39 userer
  • 25.07.2016, 09:25h
  • Antwort auf #30 von Sukram71
  • Sukram71: "Und die religiösen Gefühle anderer Menschen sollte man nicht mit Füßen treten. Deshalb sind ein paar diesbezügliche Schutzrechte durchaus ok."

    Dieser Satz toppt den gesammelten Blödsinn, den Sie vorher ablassen. Sie machen sich also dafür stark, dass Religioten wie Sie die Werte anderer Menschen mit Füßen treten dürfen, gleichzeitig aber unter Mimosenschutz stehen. Das nenn ich dummdreist.

    Sie leben im falschen Jahrhundert, zumindest in Europa.

    Menschen wie Sie, die das Rad der freien gesellschaftlichen Entwicklung zurückdrehen wollen, müssen mit allen legalen Mitteln bekämpft werden. Ich hoffe, daran denken diejenigen, die Sie auf der Straße bei Pegida und Konsorten antreffen.
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#38 userer
  • 25.07.2016, 09:14h
  • Antwort auf #19 von Sukram71
  • Sukram71: "Damit kann sicher jeder gut Leben ... Das GG ist ja ansonsten eine sehr moderne Verfassung."

    Dass mit dem religiotischen SPD-Kompromiss sicher nicht jeder leben kann, ergibt sich bereits aus dem Artikel. Und das GG war u. U. in den 1950ern modern, ist jedoch heute z. B. wegen des christlichen Gottesbezugs und wegen der fehlenden Erweiterung von Art. 3 so rückständig wie Ihre Weltsicht.
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#37 Sukram71Profil
  • 25.07.2016, 00:40h Bonn
  • Antwort auf #34 von TheDad

  • "Das Grundgesetz ist inzwischen Dutzende Male geändert worden, und manchmal aus weit weniger wichtigem Anlass."

    Richtig. Aber nicht die Präambel, also das Vorwort der ursprünglichen Verfasser. ;)

    Die haben nun mal geschrieben, was sie sich damals bei der Formulierung des Grundgesetzes gedacht haben.

    Und auch wenn uns das heute nicht mehr passt, sollten wir das nicht einfach ändern. Ich finde, das wäre sowas wie Geschichtsfälschung. :)
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#36 Sukram71Profil
  • 25.07.2016, 00:33h Bonn
  • Antwort auf #35 von TheDad

  • Missstände in Bezug auf Religion und Kirche gibt es in Deutschland viele.

    Das liegt aber nicht am recht unkonkreten Wort "Gott" in der Präambel des Grundgesetzes, sondern daran, dass CDU/CSU das nicht ändern wollen und die Union von den Leuten gewählt wird. ;)
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#35 TheDadProfil
  • 24.07.2016, 22:32hHannover
  • Antwort auf #30 von Sukram71
  • ""Und die religiösen Gefühle anderer Menschen sollte man nicht mit Füßen treten. Deshalb sind ein paar diesbezügliche Schutzrechte durchaus ok. Von ein paar Tanzverboten aus Rücksicht auf hohe Feiertage geht die Welt nicht unter. Oft gibt es auch Urlaub deshalb. :)""..

    Es gibt Bundesweit nur sehr wenige arbeitsfreie Tage als Feiertage unter der Woche..

    Demgegenüber gibt es etliche Tanzverbote, die sich über etliche Wochenenden hinziehen :

    de.wikipedia.org/wiki/Tanzverbot#Deutschland

    Interessanterweise sind dort auch der "Volkstrauertag" und der "Totensonntag" als "staatliche Gedenktage" dabei, die von den "Kirchen" schon okkupiert wurden..

    ""Aber solange CDU/CSU so viele Wähler haben, wird sich da leider nicht viel ändern. Das liegt nicht am Gottesbezug in der Präambel des Grundgesetzes, sondern das ist nun mal Demokratie. ;)""..

    Weder in Bayern noch im Saarland, den beiden Bundesländern mit dem höchstem Anteil "Katholiken" in der Bevölkerung, gibt es ein Tanzverbot am 2.Weihnachtstag..
    Das gibt es nur in Hessen..
    Denn die "Feiertage" und auch die Tanzverbote sind Ländersache..

    Ich halte es für ein Unding das die "Kirchen" Menschen zur "Teilnahme" an "religiösen Riten" zwingen können !

    Vielleicht in diesem Zusammenhang auch mal interessant :

    www.glaeserne-waende.de/download
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#34 TheDadProfil
  • 24.07.2016, 22:22hHannover
  • Antwort auf #29 von Sukram71
  • ""Das nachträglich zu ändern, wäre doch Geschichtsfälschung. Weil es WAR ja damals so. ;) ""..

    Das Grundgesetz ist inzwischen Dutzende Male geändert worden, und manchmal aus weit weniger wichtigem Anlass..

    Es gibt keinen Grund für diesen Satz in dieser Formulierung, es sei denn man will unbedingt einen "Gottesbezug" für eine Gesellschaft erhalten, die sich zunehmend verändert, und durch immer mehr Atheisten/Agnostiker Heute eine deutlich andere ist, als 1949..

    Dem ist Rechnung zu tragen, weil diese Gruppe eine sehr große Gruppe ist..

    Und so kann die Präambel durchaus auch lauten :
    ""Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich die Bevölkerung Kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.""..
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#33 TheDadProfil
  • 24.07.2016, 22:15hHannover
  • Antwort auf #27 von Sukram71
  • ""Gott ist ein Allgemeinbegriff.""..

    Äh ?
    Nöö..
    Und auch in der Formulierung um die es hier geht steckt dann wie erwähnt einmal mehr der Alleinvertretungsanspruch der Abrahamitischen "Religionen" drinn, denn sie lautet eben nicht "allgemein" formuliert
    "die sich aus dem Glauben an EINEN Gott",
    sondern
    ""die sich aus dem Glauben an Gott"",
    und damit an "den einen Gott", ""oder aus anderen Quellen ergeben""..

    Gegen eine "allgemeine" Formulierung wäre vielleicht noch nicht einmal etwas einzuwenden gewesen, aber die vorliegende Formulierung ist ein erneutes Anbiedern an die "Kirchen" im Land, und das hat weder in einer Landesverfassung noch im Grundgesetz etwas zu suchen..

    """In Verantwortung für Gott und die Menschen... [wurde diese Verfassung beschlossen]" auf die Vergangenheit.""..

    Kein Mensch trägt "Verantwortung FÜR Gott"" !
    Meines Wissens nach lautet dieser Satz in verschiedenen Verfassungen der Länder immer
    "In Verantwortung VOR Gott und die Menschen...""..
    Das hat wenig mit Vergangenheit zu tun, und hat auch einen völlig anderen Sinn..
    Hieraus entwickelt der Satz dann nämlich auch eine Wirkung "für die Zukunft"..

    Sollte das irgendwo als "FÜR Gott" formuliert stehen, wäre ich hier für einen Link dazu dankbar..
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#32 MariposaAnonym
  • 24.07.2016, 21:59h
  • Alle Achtung, Herr Kubicki - hätte ich nicht gedacht, daß ich Ihnen mal zustimmen kann.....
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#31 KonservativerAnonym
  • 24.07.2016, 19:43h
  • Vielleicht einen Gedenktag in der Verfassung verankern, der darauf hinweist, dass die deutschen Kirchen und ihre Türme in den letzen 200 Jahren keine Leuchttürme der Menschen-, Bürger- und Minderheitenrechte waren. Die wenigen Minarette auf deutschem Boden auch nicht.
    Die Freiheiten wurden gegen diese Türme errungen. Da sollte man ganz konservativ sein! Immer auf die Herkunft über Generationen hinweg hinweisen.
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#30 Sukram71Profil
  • 24.07.2016, 18:27h Bonn
  • Antwort auf #28 von GeorgB

  • Und die religiösen Gefühle anderer Menschen sollte man nicht mit Füßen treten. Deshalb sind ein paar diesbezügliche Schutzrechte durchaus ok. Von ein paar Tanzverboten aus Rücksicht auf hohe Feiertage geht die Welt nicht unter. Oft gibt es auch Urlaub deshalb. :)

    Und klar gibt es diesbezügliche Missstände.
    Aber solange CDU/CSU so viele Wähler haben, wird sich da leider nicht viel ändern. Das liegt nicht am Gottesbezug in der Präambel des Grundgesetzes, sondern das ist nun mal Demokratie. ;)
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#29 Sukram71Profil
  • 24.07.2016, 18:20h Bonn
  • Antwort auf #28 von GeorgB

  • Wenn Gott in der Präambel des Grundgesetzes erwähnt wird, dann wird das auch bei der Auslegung des Grundgesetzes von den Verfassubgsrichtern berücksichtigt, wenn es ggf darum geht, auszulegen, wie etwas von den Verfassungsvätern gemeint war. Soweit gebe ich dir teilweise Recht.

    Allerdings steht das nur ganz allgemein in der Präambel und im GG ist die Trennung von Staat und Kirche und die Religionsfreiheit ausdrücklich festgelegt.
    Die Vielen Entscheidungen des BVerwG zugunsten von schwulen Lebensgemeinschaften und zB auch das Kruzifix-Urteil zeigen, dass der Gottesbezug im GG keine große Rolle spielt. Das ist also kein Problem.

    Und die Verfassungsväter haben damals in die Präambel des Grundgesetzes geschrieben:

    "Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen,
    von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben."

    Das nachträglich zu ändern, wäre doch Geschichtsfälschung. Weil es WAR ja damals so. ;)

    Und da steht Gott und nicht Jesus Christus oder sowas.
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#28 GeorgB
  • 24.07.2016, 18:03h
  • Antwort auf #27 von Sukram71
  • "Gott ist ein Allgemeinbegriff. Damit kann jeder Leben, sogar die Anhänger des Fliegenden Spaghettimonsters."
    Das ist Unsinn und faktisch falsch. Der "Gott" der Präambel des Grundgesetzes ist kein Allgemeinbegriff. Es ist definitiv der Gott der Christen und der Juden gemeint. Und die Anhänger des Fliegenden Spagehttimonsterns gehen damit nicht dacor. Warum erzählst du hier falsche Sachen?

    "Und wer an gar nichts glaubt, der kann ja etwas Rücksicht nehmen." Bitte??? Wer an nichts glaubt, wird gesetzlich gezwungen, sich den absurden Riten der Göttergläubigen anzupassen. Schon mal was von Tanzverboten an christlichen Feiertagen gehört? Schon mal gehört, dass sich die Christen im Gegensatz zu den Nichtgläubigen vom Antidiskriminierungsgesetz ausgenommen haben? Schon mal gehört, dass Christen ihre Ideologie durch einen eigenen Straftatbestand schützen lassen, von dem Nichtgläubige nur träumen dürfen? Und bei all den Sonderrechten für Religiöse hier in Deutschland faselst du was davon, Nichtgläubige sollten mal Rücksicht nehmen??? "Unverschämt" trifft so eine Forderung nicht mal ansatzweise.

    "Und die Wissenschaft kann nicht aller erklären. " Dass Wissenschaft (noch) nicht alles erklären kann, macht den Unsinn von einem unsichtbaren Zauberwesen nicht einen Deut wahrscheinlicher.

    "Außerdem bezieht sich "In Verantwortung für Gott und die Menschen... [wurde diese Verfassung beschlossen]" auf die Vergangenheit."
    Wieder faktisch falsch. Die aktuelle Rechtsprechung in Deutschland hat bei Abwägung der Grundrechte das Gottesprinzip der Präambel zu berücksichtigen. Das gibt also nicht einen Blick auf die religiöse Lobby am Verfassungstisch frei, sondern regelt Gegenwart und Zukunft hier in Deutschland.

    Also versuch nicht, den unsäglichen Gottesbezug in der Präambel des Grundgesetzes durch Weichspülerei zu marginalisieren. Der Gottesbezug ist weder ausschließlich Hinweis auf die Vergangenheit, noch ist es anderen Religionen oder Weltanschauungen egal.
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#27 Sukram71Profil
  • 24.07.2016, 17:37h Bonn
  • Antwort auf #26 von GeorgB

  • Gott ist ein Allgemeinbegriff. Damit kann jeder Leben, sogar die Anhänger des Fliegenden Spaghettimonsters.
    Und wer an gar nichts glaubt, der kann ja etwas Rücksicht nehmen. Der Glaube an einen Gott gibt sehr vielen Menschen Halt und Hoffnung. Und die Wissenschaft kann nicht aller erklären.

    Außerdem bezieht sich "In Verantwortung für Gott und die Menschen... [wurde diese Verfassung beschlossen]" auf die Vergangenheit. Das entspricht ja auch den Tatsachen und dem Willen der damaligen Verfasser. Das kann man rückwirkend nicht einfach ändern.

    Die in Schleswig-Holstein abgelehnte Formulierung bezieht sich dagegen auf die Zukunft. Da sollten in Zukunft Werte von Gott und dem kulturellen, religiösen(!) und humanistischen Erbe Europas abgeleitet werden. Das ist, denke ich, ein riesiger Unterschied.
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#26 GeorgB
  • 24.07.2016, 17:14h
  • Antwort auf #21 von Sukram71
  • "In Verantwortung vor Gott und den Menschen..." Das finde ich sehr gut."

    Welcher Gott ist denn gemeint? Derzeit beten Menschen ca. 3.700 verschiedene Götter an und jeder Göttergläubige behauptet, seine(r) sei(en) der/die einzig wirklich vorhandene(n).

    Es ist also grober Unfug, wenn ein religiös neutraler Staat sich in seiner Verfassung auf ein unsichtbares Zauberwesen bezieht, dessen "Werte" selbst bei seinen Anhängern so verschieden ausgelegt werden, dass sie sich gegenseitig bekämpfen. Der Gottesbezug in der deutschen Verfassung ist lediglich dem großen dreisten Lobbyismus der göttergläubigen Politiker zu verdanken. Um es deutlich zu machen: Würde da stehen: "in Verantwortung vor der Großelfe Elysia und den Menschen..." würden 99 % den Unsinn einsehen und den Quatsch aus dem Grundgesetz streichen.
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#25 NickAnonym
#24 LaurentEhemaliges Profil
#23 Sukram71Profil
  • 24.07.2016, 15:04h Bonn
  • Antwort auf #22 von Orthogonalfront

  • Ach, Sittengesetze sind Gesetze zur Einhaltung der guten Sitten.

    Das können Regelungen zur Sittenwidrigkeit von Kaufverträgen sein oder Gesetze, die es verbieten unangekündigt in der Öffentlichkeit für alle sichtbar Sex zu haben.

    Das ist vom Grundsatz her vernünftig, würde ich mal sagen und deshalb muss sowas als Einschränkung der persönlichen Freiheiten im Grundgesetz stehen.
    Es kommt ja auf die Sittengesetze selber an. :)
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#22 OrthogonalfrontAnonym
#21 Sukram71Profil
  • 24.07.2016, 14:40h Bonn

  • "aus dem kulturellen, religiösen und humanistischen Erbe Europas und aus den Werten, die sich aus dem Glauben an Gott oder aus anderen Quellen ergeben" finde ich echt heftig.

    Im Grundgesetz und zB in der Landesverfassung von NRW heißt es "In Verantwortung vor Gott und den Menschen..." Das finde ich sehr gut. Das begrüße ich ausdrücklich.

    Aber "Werte" aus "Gott und dem kulturellen Erbe Europas" abzuleiten, geht echt zu weit. Das ist ja Pegida pur und Wasser auf deren Mühlen.
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#20 TheDadProfil
#19 Sukram71Profil
#18 LaurentEhemaliges Profil
#17 MickigAnonym
#16 LaurentEhemaliges Profil
  • 24.07.2016, 10:39h
  • Ich glaube, das war das erste Mal, dass ich von Herrn Stegner etwas Vernünftiges gehört bzw. gelesen habe.
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#15 Homonklin44Profil
  • 24.07.2016, 04:16hTauroa Point
  • Da haben wir richtig Glück gehabt.

    Ich erinnere mich daran, irgend eine Unterschriftensammlung gegen diesen schwachsinnigen Gottes-Bezug unterschrieben zu haben, weiß aber nicht mehr, wie viele das noch unterschrieben, war jedenfalls in den höheren Zehntausendstellen.

    Man muss sich als zeitgemäß Lebender ja schon wundern, wie so etwas von mutmaßlich vernünftig Denkenden in unserer Zeit überhaupt noch so viel Bedeutung erhalten kann, und warum man sich nicht auf unmittelbare Werte bezieht, die Menschen direkt betreffen, und auch durch Menschen erbracht und vermittelt werden.

    Wieso ein Bezug auf Märchengestalten und Figuren aus Legenden dann ausgerechnet auf eine Import-Religion zentriert werden soll, ist bei all den Götzen und Elfen und dem ganzen Klabauterkram der sonst noch durch die Illusionen spuken mag auch nicht so wirklich verständlich.

    Da hätten se mal besser den Bezug zur uralten Welten-Esche Yggdrasil oder vielleicht zu den Eichen hergestellt, aus denen die Tische in den besseren Wirtshäusern oder die Dach-Gaupen darin hergestellt wurden. Die tragen das Gebälk immer noch gut, nach zig hundert Jahren.

    Werte, die für alle Menschen in SH gültig sein können, brauchen keinen monotheistischen Bezug. Sie sollten auch für alle gelten, die ohne diesen religiösen Käse gut leben können!
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#14 kapitalismusAnonym
  • 23.07.2016, 23:54h
  • = klassengesellschaft

    braucht gott!

    und umgekehrt.

    je mehr krise und je explosiver die klassenspannungen, desto mehr!

    sonst kommen die untertanen womöglich noch auf die idee, sich nicht nur des jenseitigen, sondern auch der diesseitigen herren - ihrer ausbeuter und unterdrücker - zu entledigen.

    beides gehört zusammen.
  • Antworten » | Direktlink »
#13 AlexAnonym
  • 23.07.2016, 22:49h

  • Die Kirchen haben die Initiative nicht nur "unterstützt", sondern selbst kräftig mitgeworben und nach dem Abschluss von Gottesdiensten (z.B. auch bei Konfirmationen, also Veranstaltungen mit vollen Kirchen) Unterschriften gesammelt, die Sekretäre und Pressesprecher haben mit der Presse gesprochen und für den Gottesbezg geworben. Was verfassungswidrig ist, da evangelische und katholische Kirche tatsächlich als Körperschaften des Öffentlichen Rechts zum Staatskörper Deutschlands gehören und Deutschland hat keine Grundrechte, es muss sie gewähren.

    Die Kirchen haben, damit sie arbeiten können, ausnahmsweise die Religionsfreiheit, aber sie dürfen keine politischen Initiativen mittragen oder gar selbst politisch aktiv werden - wie sie es in diesem Fall getan haben. Da die Zeitungen die Initiative aber so toll fanden, haben sie nicht weiter nachgefragt oder sich Gedanken gemacht, sondern die Kirchen auch noch unterstützt - super. Ich glaube, solche Leute nennt man Pseudodemokraten und so sehr ich gläubige Menschen respektiere, in diesen Momenten würde ich gerne den Religionsunterricht aus den Schulen mit Demokratieunterricht ersetzen. Nur weil Menschen an Gott glauben, dürfen sie das anderen nicht aufdrängen, der Staat schon gar nicht, erst Recht nicht in Form einer Verfassung, selbst wenn es nur die Präambel ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#12 TheDadProfil
  • 23.07.2016, 20:18hHannover
  • """aus dem kulturellen, religiösen und humanistischen Erbe Europas und aus den Werten, die sich aus dem Glauben an Gott oder aus anderen Quellen ergeben"""..

    Das ist auch kein "Gottesbezug"..
    Das ist formulierter Alleinvertretungsanspruch !

    Unfaßbar was sich diese "überparteiliche Initiative" dort so ausdenkt..

    Und als Gipfel des Ganzen dann erneut die "Junge Union" mit ihrem Eintreten für "direkte Demokratie"..

    Immer dann wenn diese Unionisten sich nicht durchsetzen können, brüllen sie nach einem "Volksentscheid"..
    Hier wird gar ein "sofortiger" gefordert..
    Es kann gar nicht schnell genug gehen, die Verdummbibelung in die Verfassung zu bekommen..

    Da kann man gar nicht so viel fressen.......
  • Antworten » | Direktlink »
#11 lucdfProfil
  • 23.07.2016, 18:03hköln
  • SPD, CDU waren mir immer suspekt. Die AfD sowieso.
    Religiosität gehört ins Privatleben. Ein für allemal! Ohne Laizität gibt es keinen dauerhaften Frieden.
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#10 Carsten ACAnonym
  • 23.07.2016, 15:20h
  • Komisch, dass für Gottesbezüge in Verfassungen immer solange abgestimmt wird, bis es irgendwann beschlossen wird. Da werden dann plötzlich auch Volksentscheide ins Spiel gebracht. Und da sind sich dann zig Parteien einig.

    Wenn es aber z.B. zur Änderung des homophoben Art. 3 GG geht, ist eine Verfassungsänderung plötzlich ein riesiges Problem.

    Für imaginäre unsichtbare Freunde ist möglich, was für das reale Leben von Millionen Bürgern nicht möglich ist.
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#9 HeinerAnonym
  • 23.07.2016, 15:18h
  • "SPD-Fraktionschef Ralf Stegner warb für den Kompromiss"

    Statt Deutschland noch mehr zum Gottesstaat zu machen als es eh schon der Fall ist, sollte die SPD lieber ihre Wahlversprechen halten und uns 100% gleichstellen.

    Das ist wieder mal typisch SPD, dass sie mit dem Glauben an irgendwelche okkulten Riten ablenken und auf einer Esoterik-Welle reiten will, statt wirklich etwas für die Menschen im Land zu tun und ihre Wahlversprechen zu halten.

    Und zu den Grünen: auch wenn die gespalten sind, macht das die Sache keineswegs besser.

    Offenbar setzen sich nur andere Parteien für eine echte Trennung von Staat und Kirche ein. Wobei man bei der FDP dazu sagen muss, dass sie in Koalitionen mit der Union dann doch wieder genau das macht, was die Union fordert.
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#8 EHkaAnonym
  • 23.07.2016, 15:02h

  • Deutschland geht völlig den falschen Weg.

    Nicht mehr Religion, sondern weniger Religion schafft Fortschritt und bringt Menschlichkeit!!!

    Es hat keiner etwas davon, wenn Deutschland ein Gottesstaat wie der IS wird!
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#7 LorenProfil
  • 23.07.2016, 14:51hGreifswald
  • Ich kann den Herren Kubicki, Garg und Breyer nur zustimmen. Es bedarf keine Gottesbezuges in einer zeitgemäßen Verfassung, sondern eines Wertekanons, wie er z.B. in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte niedergeschrieben ist, als Grundlage einer freien und pluralistischen Gesellschaft. Und es bedarf politischer Repräsentanten, die sich dem vollumfänglich verpflichtet fühlen und dies durch ihr politisches Handeln zweifelsfrei beweisen.
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#6 RalfAnonym
  • 23.07.2016, 14:41h
  • In einer Verfassung oder im Vorspann einer Verfassung hat eine Bezugnahme auf ein imaginäres Geistwesen, wie man es auch nennen und wer es auch erfunden haben mag, nichts zu suchen. Im Übrigen: Selbst das "heilige Buch" der Juden und Christen schreibt diesem Geist zahl- und maßlose Kriegsverbrechen und Massenmorde zu. Aus solchen Untaten kann eine freiheitliche Demokratie keine Werte schöpfen. Man ist versucht zu sagen: "Gott sei Dank" ist dem Land Schleswig-Holstein diese Perversion erspart geblieben.
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#5 YannickAnonym
  • 23.07.2016, 14:25h
  • Schlimm genug, dass im Grundgesetz und in mehreren anderen Landesverfassungen ein Gottesbezug vorhanden ist.

    Das zeigt wieder mal, dass Deutschland keine echte Demokratie ist und dass eine Trennung von Staat und Kirche hier nicht gegeben ist.

    Jede Art von Glaube sollte Privatsache sein. Als nicht gläubiger Mensch fühlte ich mich vom Grundgesetz diskriminiert, da es offenbar nicht neutral ist und ich damit offenbar auch nicht neutral behandelt werde.
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#4 williralfProfil
#3 Juchannes45Anonym
  • 23.07.2016, 14:07h
  • Antwort auf #2 von Johannes45
  • Damit haben Kubicki und FDP bei mir stark gepunktet und auch das die FDP die Eheöffnung parteipolitisch auf Bundesebene fordert und daher bereit ist mit entsprechenden Parteien und einem Kanzler zu koalieren, der keine Bauchschmerzen hat, dass finde ich super. Juchu!
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#2 Johannes45Anonym
  • 23.07.2016, 13:54h
  • "Der schwule FDP-Abgeordnete Heiner Garg begründete sein Nein mit dem Satz: "Keine Religion akzeptiert mich so, wie ich bin.""

    --> Zwar bin ich Mitglied einer liberalen und LGBT-freundlichen Landeskirche der EKD, in der homosexuelle Paare sich kirchenrechtlich vor dem Altar trauen können, und wo mich diese liberale christliche Kirche als schwuler Mann voll akzeptiert, so wie ich bin.

    ABER ich teile die Haltung von FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki, dass die Religiösitat ins Privatleben gehört und nicht in die Verfassung. Daher ein grosses Lob von mir an die FDP in Schleswig-Holstein, dass Sie den Gottesbezug in der Landesverfassung Schleswig-Holstein verhindert hat.

    Damit haben Kubicki und FDP bei mir stark gepunktet und auch das die FDP die Eheöffnung parteipolitisch auf Bundesebene fordert, finde ich gut.
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#1 myysteryAnonym
  • 23.07.2016, 13:47h

  • Da muss man die FDP ausnahmsweise einmal loben. Gut gemacht. Gott hat in einer staatlichen Verfassung nichts verloren.
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