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Das 21-jährige Opfer soll in der S-Bahn attackiert worden sein (Bild: flickr / Christian Schirner / by 2.0)

  • 25. Juli 2016, 09:16h 7 2 Min.

Zwei mutmaßliche Homo-Hasser haben einen 23-Jährigen in einer S-Bahn angegriffen. Damit wurde ein weiterer Übergriff rund um den Pride bekannt.

Die Berliner Polizei hat am Montag bekannt gegeben, dass ein 23-Jähriger zwei Tage zuvor auf dem Heimweg vom CSD in einer S-Bahn im Ortsteil Mitte offenbar wegen "seines Erscheinungsbildes" attackiert worden sei. Es ist bereits der zweite bekannt gewordene Übergriff im Rahmen des CSD: Am Sonntag hatte die Polizei über einen homophoben Übergriff auf einen 21-Jährigen und seinen ein Jahr jüngeren Begleiter berichtet, der sich im Wedding ereignete (queer.de berichtete).

In dem neuen Fall waren die Beamten am Samstag in das Krankenhaus Mitte gerufen worden, da dort der 23-Jährige mit Gesichtsverletzungen eingeliefert worden war. Bei ersten Befragungen gab der Mann vage an, dass ihm jemand am Alexanderplatz ins Gesicht geschlagen habe. Weitere Angaben konnte er zu diesem Zeitpunkt nicht machen. Am Sonntagmittag erschien der Verletzte dann beim Polizeiabschnitt 16 und zeigte an, dass er in Mitte von zwei Männern geschlagen worden sei. Der Vorfall soll sich seinen Angaben zu Folge am Samstag zwischen 17 und 18 Uhr in der S-Bahn der Linie S 75 in Höhe der Station Hackescher Markt ereignet haben, der unweit vom Alexanderplatz liegt.

Der Betroffene gab weiter an, dass er sich auf dem Heimweg vom CSD befand, als er von den Tätern angepöbelt worden sei, "vermutlich auf Grund seines Erscheinungsbildes". Ihm sei dann unvermittelt ins Gesicht geschlagen worden. Anschließend wurde er von alarmierten Rettungskräften mit einer Nasenbeinfraktur und einer deutlichen Schwellung des linken Auges in ein Hospital gebracht.

Staatsschutz ermittelt

Auf Grund der geschilderten Tatumstände besteht ein Verdacht auf Hasskriminalität, so dass der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die weiteren Ermittlungen übernommen hat.

Die Hauptstadt-Polizei hatte vergangene Woche in der Kriminalstatistik für das letzte Jahr gemeldet, dass insgesamt 105 Fälle im Unterbereich "sexuelle Orientierung" registriert worden seien – 25 mehr als im Jahr zuvor. Die Aufklärungsquote sei auf 42 Prozent gesunken (queer.de berichtete).

Beim 38. Berliner CSD waren am Samstag mehrere hunderttausend Menschen friedlich durch die Stadt zum Brandenburger Tor gezogen, wo das Abschlussfestival stattfand. (pm/cw)

#1 AlexAnonym
  • 25.07.2016, 14:20h

  • Was muss noch alles passieren, ehe die deutsche Politik endlich aufwacht?!
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#2 EKhaAnonym
  • 25.07.2016, 15:07h

  • Man merkt wie es mit Deutschland bergab geht!

    Das wird mit Deutschland kein gutes Ende nehmen
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#3 HannibalEhemaliges Profil
  • 25.07.2016, 17:51h
  • "Die Aufklärungsquote sei auf 42 Prozent gesunken"

    Na, woher DAS wohl kommt? Die Polizei kommt momentan ja gar nicht mehr hinterher mit den Ermittlungen gegen Ayse Ms Gäste.
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