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Kommentare zu:
Mehr als 40 LGBTI-Athleten bei Olympia


#1 Garfield
  • 26.07.2016, 17:02h
  • Dass von 40 LGBT-Athleten nur 10 Männer sind, ist wohl immer noch der Tatsache geschuldet, dass es im Sport, der generell doch was für "echte Kerle" ist, immer noch leichter sein dürfte, offen lesbisch als offen schwul zu leben.
    Hier dreht sich die jahrhundertealte Unterdrückung weiblicher Sexualität seltsamerweise mal ins Gegenteil.
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#2 userer
  • 26.07.2016, 18:09h
  • Antwort auf #1 von Garfield
  • Ist mir auch aufgefallen und ich frage mich grad, ob es evtl. daran liegen könnte, dass Frauen mutiger zu sich selbst stehen und eher auf eine Karriere verzichten als auf ihr Selbstwertgefühl.

    Außerdem werden Sportlerinnen noch immer deutlich schlechter bezahlt als Männer. Wenn ein Schwuler seine Karriere durch Coming-out riskiert, steht meist erheblich mehr Geld auf dem Spiel als bei seiner Kollegin (was seine Entscheidung für ein Versteckspiel natürlich nicht besser machen würde).
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#3 Johannes45Anonym
  • 26.07.2016, 18:51h
  • Also mir fällt beim Thema "geoutete Spitzensportler" immer folgendes auf:

    1. Kein Outing von Spitzensportlern aus Afrika und Asien und Osteuropa ("repressivere Gesellschaften")

    --> Damit fallen die von Afrikanern dominierten Langstreckensportarten im Laufen in der Leichtathletik "weitgehend weg". Wer sich als schwuler Mann aus Kenia oder Äthiopien outet, der "braucht" überhaupt nicht mehr in sein Heimatland "zurückkommen", da dortige Gesellschaften homophob geprägt sind.

    -------------------------

    2. Geoutete lesbische Spitzensportlerinnen finden sich sowohl in Mannschaftssportarten (Baskettball, Feldhockey, Fussball, Rugby) als auch Einzelsportarten.

    --> Das fällt mir immer wieder auf, das lesbische Frauen hier sehr breit in den Sportarten aufgestellt sind.

    ------------------------

    3. Geoutete schwule Spitzensporlter finden sich vorrangig in den Einzelsportarten (Turmspringen, Schwimmen, Turnen und insbesondere im Pferdedressur- und Springreiten)

    ---> Schwule Männer scheinen immer noch lieber sich für Einzelsportarten als für Mannschaftssportarten in ihrem Leben zu entscheiden, wenn sie Sport professionell betreiben; wobei es gibt sie auch dort, so wie beispielsweise den Profifussballer Thomas Hitzelsberger.

    Gleichwohl die Tendenz schwuler geouteter Profisportler zu Einzelsportarten ist unverkennbar und hat wohl "auch" damit zu schaffen, dass junge schwule Männer sich weniger "wohl" im Schulsport in den gemeinschaftlichen Umkleidekabinen und Duschgelegenheiten "fühlen".

    Der deutsche Schulsport ist hier so ein negatives Beispiel finde ich; zu sehr wird von den Sportlehrern nicht beachtet, dass schwule Sport begeisterte Jugendliche dieses gemeinsame Umziehen in der Umkleidekabine oftmals nicht mögen. Deutsche/"Westliche" Sportlehrer berücksichtigen oftmals nicht, dass schwule Jugendliche häufiger diese "Gruppenrituale" in den Umkleidekabinen nicht "mögen".... sie entscheiden sich dann für Einzelsportarten, wo sie sich nur auf "sich selbst verlassen" müssen und den Gruppenritualen "aus dem Weg gehen" können.
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#4 tti3_alliance
#5 TheDadProfil
  • 26.07.2016, 19:46hHannover
  • Antwort auf #3 von Johannes45
  • Interessant zu lesen wie es bei Dir im Schulsport so abging..
    Immer als Letzter in die Mannschaft gewählt worden, und zum Duschen danach immer mit Schlüpper erschienen ?
    Natürlich kommt das vor..
    Aber Du überhöhst hier einmal mehr Klischees, die nicht "Standard" in allen Schulen oder Sportvereinen sind..

    Oben im Artikel ist aber nur eine Liste derjenigen aufgeführt die schon Out sind..

    Bei mehr als 10.000 Athlet*innen dürfte es eine Menge LGBTTIQ* geben, die ungeoutet in diversen Mannschafts-Sportarten aktiv sind..
    So um die 5 - 700 Athlet*innen dürften es schon sein..
    Vielleicht nutzten einige Athlet*innen gerade den Ort Rio als Ort des Coming Out, denn Brasilien ist in Sachen LGBTTIQ*-Rechte ein durchaus fortschrittlicher Staat..

    Übrigens finden auch im Schwimmen, Leichtathletik oder Reiten Mannschafts-Wettbewerbe statt..
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#6 Johannes45Anonym
  • 26.07.2016, 20:17h
  • Antwort auf #5 von TheDad
  • @LinksparteiDad
    "nteressant zu lesen wie es bei Dir im Schulsport so abging.. Immer als Letzter in die Mannschaft gewählt worden, und zum Duschen danach immer mit Schlüpper erschienen ?"

    --> Nö ich war immer der Beste im Spor Mannschaftskapitän im Fußball und Sport-Leistungskursus mit 1,0 Null im Abitur...so wie es typisch bei schwulen Jugendlichen ist, gell. Das wolltest Du doch hören...

    Am Besten war ich immer in der Umkleidekabine, wenn wir uns beim Umziehen dort in der Oberstufe beim Schwanzvergleich gemessen haben...
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#7 MichaelTh
#8 ArbeiterkindAnonym
#9 ArbeiterkindAnonym
#10 TheDadProfil
  • 26.07.2016, 21:52hHannover
  • Antwort auf #6 von Johannes45
  • ""@LinksparteiDad""..

    Ist Olympia eine "Linke Idee" ?

    ""--> Nö ich war immer der Beste im Spor""..

    Information ohne Wert, weil nicht überprüfbar..
    Unglaubwürdig dazu, weil es keinen Schüler gibt der "immer der Beste" im Schulsport in seinen diversen Disziplinen wäre..

    ""so wie es typisch bei schwulen Jugendlichen ist, gell. Das wolltest Du doch hören...""..

    Geplapper..
    Es gibt sicher etwas, in dem Du eine nur mittelmäßige Leistung erbracht hättest..
    Leistungs-Kurse sind "neigungsorientiert" wie Stricken oder Häkeln..

    ""Am Besten war ich immer in der Umkleidekabine, wenn wir uns beim Umziehen dort in der Oberstufe beim Schwanzvergleich gemessen haben...""..

    Paßt jetzt so gar nicht zu den zuvor aufgezählten Klischees..
    Träum Dir das aber ruhig weiter vor..
    Du scheinst es zu brauchen..
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#11 antosProfil
  • 26.07.2016, 22:16hBonn
  • Antwort auf #1 von Garfield
  • "Hier dreht sich die jahrhundertealte Unterdrückung weiblicher Sexualität seltsamerweise mal ins Gegenteil."

    Mit "Sexualität" hat das nicht wirklich zu tun. Und dieses Verhältnis ist - wenn man denn so will - nicht Gegenteil, sondern eher Bestätigung jahrhundertelanger Festschreibung von Geschlechterrollen und deren, die Regel bestätigenden, ebenso vorgegebenen Übertretungsmöglichkeiten.

    Extra plakativ: Eine Frau, die etwas aus Männersicht als herausragend Anerkanntes vollbringt [wo ansonsten Frauenarbeit als belächenswerte Handarbeit abgewertet wird] steigt, egal ob hetero oder lesbisch, in den Rang eine Quasi-, eines Ehren-Mannes auf; sie wird irgendwann feierlich in die mannhafte Ehrenlegion des Gendertheaters aufgenommen. Oft zu dem Preis, dass sie - wenn hetero - zum Furcht- und Spottobjekt wird, weil: irgendwie zu viril. Im 19. Jahrhundert sprach man von "Blaustrumpf", später von "Mannweib" usw. usf.
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#12 TheDadProfil
  • 26.07.2016, 22:22hHannover
  • Antwort auf #8 von Arbeiterkind
  • ""Mit einem goldenen Löffel im Arsch geboren""..

    Naja..
    Lehrer-Eltern und nicht zu vergessen, hoffnungslos "Katholisch" Verdummbibelt..

    Da nutzt es auch nichts den Milupa-Brei mit dem "goldenem Löffel" eingetrichtert zu kriegen..
    Im Gegenteil..
    Hat es doch den Kleinen für den Rest des Lebens traumatisiert von der RKK abgelehnt zu werden..
    Und wahrscheinlich auch zunächst von den eigenen Eltern..
    Ein Schwuler Sohn ?
    Igitt, wie absonderlich..
    Wenn er doch wenigstens nur "homosexuell" wäre, dann wäre die Schande nicht ganz so groß, und man könnte ihn dazu drängen Priester zu werden..
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#13 Johannes45Anonym
#14 Marceline
  • 26.07.2016, 22:44h
  • Antwort auf #11 von antos
  • "Eine Frau, die etwas aus Männersicht als herausragend Anerkanntes vollbringt [wo ansonsten Frauenarbeit als belächenswerte Handarbeit abgewertet wird] steigt, egal ob hetero oder lesbisch, in den Rang eine Quasi-, eines Ehren-Mannes auf"

    @antos,

    hast du für deine These ein, zwei Beispiele?

    Mir fiele z.B. Dorothy Arzner ein, die Filmregisseurin ("one of the boys").

    Würdest du Lou Andreas-Salomé dazuzählen?

    Wen noch?
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#15 Miguel53deProfil
#16 Miguel53deProfil
#18 ursus
  • 27.07.2016, 15:29h
  • Antwort auf #14 von Marceline
  • >"hast du für deine These ein, zwei Beispiele?"

    alice schwarzer als "mannweib" fällt mir da spontan ein. und wird nicht auch angela merkel immer mal wieder abgesprochen, eine "richtige" frau zu sein? das ist vielleicht ja nicht gleich eine "ehren-männer-würde", aber es fällt doch wirklich auf, dass kritik bei vielen erfolgreichen frauen - sobald sie irgendwie lästig erscheinen - sich nicht mehr auf inhaltliches beschränkt, sondern deren geschlechtsrolle in frage stellt.

    sehr oft geht es dabei um die vermeintlich mangelnde weibliche schönheit. das finden wir auch hier im forum immer wieder. es führt zwar vom thema jetzt ein bisschen weg, aber dieser text über die "hässlichkeits-keule" ist, wie ich finde, wunderschön und lesenswert:

    franziskaschutzbach.wordpress.com/2016/07/12/ich-schulde-nie
    mandem-schoenheit/
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#19 Marceline
  • 27.07.2016, 17:23h
  • Antwort auf #18 von ursus
  • @ursus,

    danke für deine Antwort und den Link.

    Klar: Dass den Frauen, die in Konkurrenz zu Männern treten, gern mal die Weiblichkeit abgesprochen wird - und dass dies (nicht nur) aus Männersicht einer Abwertung der Frau gleichkommt -, ist ein bekanntes Phänomen.

    Ich fand halt grade den von @antos angesprochenen aufwertenden Aspekt dieses Phänomens interessant: Dass Frauen, die (aus Männersicht) ebenbürtige Leistungen erbringen, tatsächlich auch als ebenbürtig, als "Ehren-Mann" respektiert werden.

    Wie eben Dorothy Arzner, die (als Lesbe) als "one of the boys" galt. (Gertrude Stein fällt sicherlich auch in diese Kategorie, oder Sylvia Beach.)

    Bloß Beispiele heterosexueller Frauen hab ich hier keine gefunden. Daher auch meine Frage nach Lou Andreas-Salomé:

    Denn sobald heterosexuelle Liebe (Nietzsche) im Spiel ist, wird alles viel komplizierter - und die Idee des "Ehren-Manns" passt nicht mehr ins (Selbst-)Bild der beteiligten Männer. Nietzsche selbst befürchtete ja mehrfach, dass jede wirklich enge, dauerhafte Bindung an Salomé ihn an der Vollendung seines Lebenswerkes hindern könnte.

    Und welcher Mann will sich schon aus Liebe zu einer Frau seiner eigenen Mannheit berauben lassen? :-)

    Also: Falls jemand ein Beispiel einer heterosexuellen Frau beisteuern kann, die "aufsteigt" zum "Ehren-Mann" - nur her damit!
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#20 ursus
#21 Miguel53deProfil
#22 Marceline
  • 28.07.2016, 11:17h
  • Naja: Ob Alice Schwarzer ein Mannweib "ist", ist natürlich eine Frage der persönlichen Definition.

    Und ob diese Bezeichnung dann eine Auf- oder eine Abwertung wäre, ist wiederum eine Frage der persönlichen Wertvorstellungen :-)

    Tatsache ist aber wohl, dass die Bezeichnung (bzw. "Mannsweib") im Allgemeinen abwertend verwendet wird.

    Eine kurze google-Suche gibt übrigens interessante Einblicke darüber, was manche Leute so an Äußerungen in öffentlichen Foren sich nicht entblöden zu posten ...
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#23 AndiAnonym
  • 09.08.2016, 16:07h

  • Ich würde eher sagen, dass offen Schwule vorwiegend in Einzelsportarten bekannt sind , liegt daran, dass man such dort eher traut sich zu outen als in Teamspirtarten und nicht daran,dass diese Sportarten bevorzugt gewählt werden. Ich bin sicher, in Rio gibt es auch schwule Handballer, Fußballer oder Rugbyspieler. Die stehen nur nicht dazu.
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