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Kommentare zu:
Mehr als 40 LGBTI-Athleten bei Olympia


#11 antosProfil
  • 26.07.2016, 22:16hBonn
  • Antwort auf #1 von Garfield
  • "Hier dreht sich die jahrhundertealte Unterdrückung weiblicher Sexualität seltsamerweise mal ins Gegenteil."

    Mit "Sexualität" hat das nicht wirklich zu tun. Und dieses Verhältnis ist - wenn man denn so will - nicht Gegenteil, sondern eher Bestätigung jahrhundertelanger Festschreibung von Geschlechterrollen und deren, die Regel bestätigenden, ebenso vorgegebenen Übertretungsmöglichkeiten.

    Extra plakativ: Eine Frau, die etwas aus Männersicht als herausragend Anerkanntes vollbringt [wo ansonsten Frauenarbeit als belächenswerte Handarbeit abgewertet wird] steigt, egal ob hetero oder lesbisch, in den Rang eine Quasi-, eines Ehren-Mannes auf; sie wird irgendwann feierlich in die mannhafte Ehrenlegion des Gendertheaters aufgenommen. Oft zu dem Preis, dass sie - wenn hetero - zum Furcht- und Spottobjekt wird, weil: irgendwie zu viril. Im 19. Jahrhundert sprach man von "Blaustrumpf", später von "Mannweib" usw. usf.
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#12 TheDadProfil
  • 26.07.2016, 22:22hHannover
  • Antwort auf #8 von Arbeiterkind
  • ""Mit einem goldenen Löffel im Arsch geboren""..

    Naja..
    Lehrer-Eltern und nicht zu vergessen, hoffnungslos "Katholisch" Verdummbibelt..

    Da nutzt es auch nichts den Milupa-Brei mit dem "goldenem Löffel" eingetrichtert zu kriegen..
    Im Gegenteil..
    Hat es doch den Kleinen für den Rest des Lebens traumatisiert von der RKK abgelehnt zu werden..
    Und wahrscheinlich auch zunächst von den eigenen Eltern..
    Ein Schwuler Sohn ?
    Igitt, wie absonderlich..
    Wenn er doch wenigstens nur "homosexuell" wäre, dann wäre die Schande nicht ganz so groß, und man könnte ihn dazu drängen Priester zu werden..
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#13 Johannes45Anonym
#14 Marceline
  • 26.07.2016, 22:44h
  • Antwort auf #11 von antos
  • "Eine Frau, die etwas aus Männersicht als herausragend Anerkanntes vollbringt [wo ansonsten Frauenarbeit als belächenswerte Handarbeit abgewertet wird] steigt, egal ob hetero oder lesbisch, in den Rang eine Quasi-, eines Ehren-Mannes auf"

    @antos,

    hast du für deine These ein, zwei Beispiele?

    Mir fiele z.B. Dorothy Arzner ein, die Filmregisseurin ("one of the boys").

    Würdest du Lou Andreas-Salomé dazuzählen?

    Wen noch?
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#15 Miguel53deProfil
#16 Miguel53deProfil
#18 ursus
  • 27.07.2016, 15:29h
  • Antwort auf #14 von Marceline
  • >"hast du für deine These ein, zwei Beispiele?"

    alice schwarzer als "mannweib" fällt mir da spontan ein. und wird nicht auch angela merkel immer mal wieder abgesprochen, eine "richtige" frau zu sein? das ist vielleicht ja nicht gleich eine "ehren-männer-würde", aber es fällt doch wirklich auf, dass kritik bei vielen erfolgreichen frauen - sobald sie irgendwie lästig erscheinen - sich nicht mehr auf inhaltliches beschränkt, sondern deren geschlechtsrolle in frage stellt.

    sehr oft geht es dabei um die vermeintlich mangelnde weibliche schönheit. das finden wir auch hier im forum immer wieder. es führt zwar vom thema jetzt ein bisschen weg, aber dieser text über die "hässlichkeits-keule" ist, wie ich finde, wunderschön und lesenswert:

    franziskaschutzbach.wordpress.com/2016/07/12/ich-schulde-nie
    mandem-schoenheit/
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#19 Marceline
  • 27.07.2016, 17:23h
  • Antwort auf #18 von ursus
  • @ursus,

    danke für deine Antwort und den Link.

    Klar: Dass den Frauen, die in Konkurrenz zu Männern treten, gern mal die Weiblichkeit abgesprochen wird - und dass dies (nicht nur) aus Männersicht einer Abwertung der Frau gleichkommt -, ist ein bekanntes Phänomen.

    Ich fand halt grade den von @antos angesprochenen aufwertenden Aspekt dieses Phänomens interessant: Dass Frauen, die (aus Männersicht) ebenbürtige Leistungen erbringen, tatsächlich auch als ebenbürtig, als "Ehren-Mann" respektiert werden.

    Wie eben Dorothy Arzner, die (als Lesbe) als "one of the boys" galt. (Gertrude Stein fällt sicherlich auch in diese Kategorie, oder Sylvia Beach.)

    Bloß Beispiele heterosexueller Frauen hab ich hier keine gefunden. Daher auch meine Frage nach Lou Andreas-Salomé:

    Denn sobald heterosexuelle Liebe (Nietzsche) im Spiel ist, wird alles viel komplizierter - und die Idee des "Ehren-Manns" passt nicht mehr ins (Selbst-)Bild der beteiligten Männer. Nietzsche selbst befürchtete ja mehrfach, dass jede wirklich enge, dauerhafte Bindung an Salomé ihn an der Vollendung seines Lebenswerkes hindern könnte.

    Und welcher Mann will sich schon aus Liebe zu einer Frau seiner eigenen Mannheit berauben lassen? :-)

    Also: Falls jemand ein Beispiel einer heterosexuellen Frau beisteuern kann, die "aufsteigt" zum "Ehren-Mann" - nur her damit!
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#20 ursus

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