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Vielen Promis wird beim Gedanken an eine Trump-Präsidentschaft mulmig (Bild: flickr / Gage Skidmore / by 2.0)
- 27. Juli 2016, 12:04h 2 Min.
Unter dem Motto "United Against Hate" wollen Stars wie Maggie Gyllenhaal, Neil Patrick Harris oder Woody Harrelson einen Präsidenten Donald Trump verhindern.
In den USA herrscht Wahlkampf – und mehr als 100 amerikanische Stars aus Film, Fernsehen und der Musikindustrie machen sich in einem am Dienstag veröffentlichten Offenen Brief Sorgen, dass sie ihr Land nach einem möglichen Wahlsieg des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump nicht wiedererkennen werden. Die Unterzeichner warnen eindringlich vor einer Politik der gruppenspezifischen Menschenfeindlichkeit, auch gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern, durch den 70-jährigen Multimilliardär.
Die Unterzeichner sind ein Who-is-Who aus Hollywood, zu ihnen Schauspielveteraninnen wie Jane Fonda, Julianne Moore und Meg Ryan ebenso wie ihre männlichen Kollegen Bryan Cranston und Woody Harrelson. Viele Musiker unterzeichneten das Papier ebenfalls, darunter die Band Third Eye Blind, Rockstar Moby oder Michael Stipe von R.E.M.
Auch mehrere schwule und lesbische Schauspieler sind dabei, etwa Cynthia Nixon ("Sex and the City"), Jesse Tyler Ferguson ("Modern Family") und Neil Patrick Harris ("How I Met Your Mother") . Den Offenen Brief unterzeichnet haben auch der schwule Produzent und Regisseur Ryan Murphy ("Nip/Tuck", "Glee", "American Horror Story") und der oscargekrönte Drehbuchautor Dustin Lance Black ("Milk").
Warnung vor "hasserfüllter Ideologie"
"Wir glauben, dass es unsere Pflicht ist, diese Plattform zu nutzen, um auf die Gefahren einer Trump-Präsidentschaft aufmerksam zu machen", heißt es bei dem Aufruf. "Donald Trump will unser Land in eine Zeit zurückbringen, in der Angst eine Entschuldigung für Gewalt war, in der Gier Diskriminierung erzeugt hat und in der der Gesetzgeber Gesetze beschlossen hat, die Vorurteile gegen marginalisierte Gruppen festgeschrieben haben." Trump würde Vorurteile gegen LGBT schüren, ebenso wie gegen Mexikaner, Schwarze, Muslime, Frauen, Asiaten, Flüchtlinge, Behinderte, die Arbeiterschicht und amerikanische Kriegsgefangene. Sie warfen dem Kandidaten vor, eine "hasserfüllte Ideologie" zu repräsentieren.

Nach dem republikanischen Krönungsparteitag vergangene Woche in Cleveland findet diese Woche der demokratische Parteitag in Philadelphia statt. Am Dienstag wurde dort Hillary Clinton als offizielle Kandidatin der Partei nominiert. Auch direkt bei der "Convention" zeigten mehrere Hollywood-Stars ihre Unterstützung, darunter etwa Meryl Streep. In dem am Montag auf dem Parteitag beschlossenen Wahlprogramm haben die Demokraten einen besonderen Wert auf Minderheitenrechte gelegt (queer.de berichtete).
Dagegen fordern die Republikaner beispielsweise, Schwulen und Lesben das Recht auf Ehe wieder zu entziehen (queer.de berichtete). Diese Haltung wird auch von den Log Cabin Republicans, der republikanischen LGBT-Organisation, kritisiert. (dk)















Es muss klargestellt werden, dass man mit Homophobie nicht mehr gewinnen kann.