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Kommentare zu:
"Mutig und beispielhaft": Tolerantia-Preis für evangelische Kirche


#1 falken42
  • 29.07.2016, 13:48h
  • was für eine heuchelei und anbiederung, sowohl wowereit als auch jetzt.
    beide haben wenig bis nichts (ehrlich) getan. ein paar sonntagsreden und das reicht offenbar schon. ich hatte viel mit unserer örtlichen evangelischen kirche in berlin zu tun, erzkonservativ und geldgierig - nichts von mutig und beispielhaft zumindest nicht im Rahmen der normalen Tätigkeit.
    Gerade in der "jungen Gemeinde" propaganda und zwang zur heterosexualisierung bis zum Abwinken, da kann ich höchstens die 2000 Jahre Erfahrung und Effizienz der Gehirnwäsche bewundern.
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#2 ursus
  • 29.07.2016, 15:00h
  • >"um die Diskriminierungsgeschichte und Ungleichbehandlung von Homosexuellen in ihren Kirchen zu beenden"

    dass diese geschichte keineswegs beendet ist, müssen diejenigen paare schmerzhaft erleben, die von ihrem_r gemeindepfarrer_in abgewiesen und gedemütigt werden, weil ihre tolle kirche homophobie als "gewissensfrage" im einzelfall immer noch ganz offiziell und ausdrücklich toleriert. als vorbild sollte diese verlogene halbherzigkeit sicherlich nicht gelobt werden.
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#3 YannickAnonym
  • 29.07.2016, 16:11h
  • Nachdem auch die evangelische Kirche über Jahrzehnte hinweg diskriminiert, gehetzt und Menschen geschadet hat und dabei der Katholischen Kirche nur wenig nachstand, merken die langsam, dass ihnen wegen ihrer menschenverachtenden Haltung immer mehr Menschen den Rücken kehren.

    Und deswegen lenken die jetzt notgedrungen ein. Das ist aber keine Auszeichnung wert und macht erst recht nicht das über Jahrzehnte verursachte Unheil wieder wett...
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#4 HeinerAnonym
  • 29.07.2016, 19:15h
  • Antwort auf #3 von Yannick
  • Sehe ich ähnlich:
    das ist reiner Pragmatismus, um das Geschäftsmodell zu retten. Für sowas braucht man die nicht auch noch auszuzeichnen.

    Von dem, was die bisher über Jahrhunderte angerichtet haben mal ganz zu schweigen. Soviel Wiedergutmachung können die gar nicht leisten.
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#5 goddamn liberalAnonym
  • 29.07.2016, 19:17h
  • Antwort auf #3 von Yannick
  • "Und deswegen lenken die jetzt notgedrungen ein."

    Schön wärs. Die drängt als steinreiche Staatskirchen in einer Pastorenrepublik überhaupt keine Not.

    Der Preis ist indirekt ein Eingeständnis über den deprimierenden Zustand eines Landes, in dem drei Landeskirchen tatsächlich weiter sind als der Staat, der weiterhin in seiner Entrechtungstradition verharrt.

    'Dankadressen' u.a. an diesen Verein:

    www.eak-cducsu.de/web/index.php
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#6 JogoleinProfil
  • 29.07.2016, 19:40hAalen
  • Antwort auf #1 von falken42
  • Hauptsache es findet wieder Kirchen-Bashing statt. War ja zu erwarten.

    Ich freue mich, die ausgezeichneten Landeskirchen einen großen Schritt in Richtung Gleichberechtigung aller getan haben. Das wird zu recht honoriert und so eine Auszeichnung kann ja auch Ansporn für andere Landeskirchen sein. Ich wünsch es mir jedenfalls, insbesondere für die gläubigen LGBT.
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#7 LarsAnonym
  • 29.07.2016, 22:43h
  • "den mutigen und beispielhaften Weg"

    Für diejenigen, die seit den 60er Jahren (oder noch früher) gegen die Kirchen für die Rechte von Homosexuellen kämpften und kämpfen, scheinen die Schritte der evangelischen Kirche und ihrer Gemeindemitglieder sicher wenig mutig und beispielhaft.

    Es kommt aber eben immer auf die Perspektive an. Aus dem Blickwinkel der Religionsgemeinschaften sind die Veränderungen in der evangelischen Kirche durchaus beispielhaft, bedenkenswert, vorbildlich. Es wäre, auch aus religionsferner Perspektive zu fragen: Welche religiöse oder spirituelle Haltung erlaubt und erzwingt es geradezu, den Wert gleichgeschlechtlicher Liebe anzuerkennen? Oder, moderat religiös gesprochen, welche "Offenbarung" (ethischer, theologischer oder wissenschaftlicher oder barmherzig-gütiger Natur) erlaubt es dem Menschen, als "Ebenbild Gottes" in Form einer Segnung zu sagen: "Es ist gut so"?
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#8 falken42
#9 falken42
  • 30.07.2016, 13:46h
  • Antwort auf #7 von Lars
  • nun jeder der die schriften die jesus zugeschrieben werden wirklich liest und nicht nur nachplappert kommt zwingend zu dem schluss das jede liebe gleich wertvoll ist, sei es zu kindern, gott, männern, frauen oder eichhörnchen.
    insofern ist nicht religiöse thesis schuld, sondern reine machtpolitik.
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