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- 30. Juli 2016, 07:22h 2 Min.

Wenn man Gloria von Thurn und Taxis in eine Talkshow einlädt, kann nichts Vernünftiges dabei herauskommen. Das wissen wir spätestens seit ihrem rassistischen Ausfall vor 15 Jahren bei Michel Friedman ("Der Schwarze schnackselt gern"). Bei "Menschen bei Maischberger" erklärte sie 2008 zur besten Sendezeit, dass Homosexualität "contra naturam" sei und warnte Schwule und Lesben davor, dass sie in die Hölle kommen (queer.de berichtete).
Doch ausgerechnet der öffentlich-rechtliche WDR widmet der dampfplaudernden Fundi-Katholikin wieder einmal eine ganze Sendung, in der die selbsternannte Fürstin auf ihre Geschwister, einen alten Schulfreund, Prälat Wilhelm Imkamp sowie – als Alibikritikerin – die FR-Chefredakteurin Bascha Mika trifft. Und alle Erwartungen werden natürlich erfüllt.
In "Ich stelle mich", auch mit Sandra Maischberger, überrascht Gloria von Thurn und Taxis mit der Enthüllung: "Ich bin vielleicht eine Transe!" Als Kind wäre sie lieber kein Mädchen gewesen, zitiert Bild.de aus dem vorab aufgezeichneten Talk. In dem Bericht heißt es über die heute 56-Jährige: "Sie trug keine Röcke und nannte sich sogar Paul, um Messdiener in einer katholischen Kirche zu werden."
Wobei Paul vielleicht auch besser ist als ihr – laut Wikipedia – eigentlicher Name Mariae Gloria Fer(di)nanda Joachima Josephine Wilhelmine Huberta Gräfin von Schönburg-Glauchau.
Auf die Frage, ob ihre Mutter Angst gehabt habe, dass ihre Tochter lesbisch sei, meinte von Thurn und Taxis jedenfalls in der Maischberger-Sendung laut dem Vorabbericht der "Bild": "Ach Gottchen, nein. Das glaube ich nicht. Ein halber Junge, ja. Heute wäre ich dann in der Gender – wie heißt das Ding, wenn man so trans ist?"
"Ich stelle mich" wird am Sonntag um 21:45 Uhr im WDR ausgestrahlt. Parallel läuft Kai Pflaumes Rateshow "Kaum zu glauben!" im NDR. (mize)
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