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Einzelkommentar zu:
Planetromeo-Bekanntschaft um 118.000 Euro erpresst


#7 ursus
  • 02.08.2016, 14:42h
  • Antwort auf #5 von Homonklin44
  • ich bemühe mich meistens um verständnis der persönlichen risikoabwägungen. wenn jemand sein umfeld als so massiv homophob einschätzt, dass er ein coming-out dort nicht für machbar hält, bzw. wenn er den preis dafür als zu hoch einschätzt, dann ist das seine eigene entscheidung, die ich nicht besser bewerten könnte als er selbst.

    dass du offenbar schon mehrmals sehr negative erfahrungen gemacht hast, tut mir ehrlich leid, und es lässt mich deine haltung besser nachvollziehen.

    mein verständnis endet dort, wo sich jemand einredet, er würde eigentlich doch gar keinen preis bezahlen, indem er sein schwulsein zur intimsten privatangelegenheit erklärt und sich dabei auf die schutzbehauptung zurückzieht, "privatsachen" gehörten generell nicht an die öffentlichkeit. wer nicht sehen will, dass diese aussage komischerweise immer nur für _schwules_ privatleben gelten soll und dass das einen ganz bestimmten grund hat, der belügt sich schlichtweg selbst.

    ich weiß aus eigener erfahrung, dass es schmerzt, nicht frei zu sein. meine erfahrung sagt mir aber auch, dass die beste lösung nicht darin besteht, mir einfach einzureden, ich sei gar nicht unfrei.

    >"Menschen, die einen so akzeptieren, wie man ist - das ist eine luftige Illusion. Vielleicht hast Du davon ein paar in der Kiffer-Szene oder auf einer Goa-Party, zeitbegrenzt, aber Menschen akzeptieren nie sämtliche Facetten von dem, den sie kennen lernen. [...] Anpassung, oder Tschüss, so läuft das im wirklichen Leben."

    du möchtest nicht, dass andere dir ihre erfahrungen überstülpen. völlig okay. dann solltest du aber nicht behaupten, allein deine eigenen erfahrungen spiegelten "das wirkliche leben". akzeptierende menschen gibt es nicht nur unter kiffer_innen.

    >"viele kennen heute keine Privatsphäre mehr oder schütten zwanghaft sämtliche Lebensdetails vor sich her."

    es gibt durchaus auch eine maßvolle art, mit dem eigenen schwulsein umzugehen. du möchtest nicht, dass andere gegen dich als ungeouteten polemisieren. dann unterlass bitte selbst solche polemiken gegen menschen, die mit ihrem schwulsein offener umgehen als du selbst.
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