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Kommentare zu:
15 Jahre "Ehe Light" in Deutschland


#1 Patroklos
  • 01.08.2016, 13:40h
  • Heute ist ein Grund zum Feiern: 15 Jahre ELP und Hartz-IV wird nun für zwölf statt sechs Monate von den Jobcentern bewilligt! Bei Letzterem frage ich mich, wieviele Schwule und Lesben denn von ALG2 leben. Leider wird das von keiner Statistik erfaßt!
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 01.08.2016, 13:44h
  • Zum Thema:

    www.youtube.com/watch?v=BHWuPLTbF74

    Hier noch mal ein schönes Musterexemplar jener furchtbaren urdeutschen Juristen, die im Land des rosa Winkels die Tradition von Entrechtung und Diskriminierung frisch, fromm, fröhlich, frei fortführen. Der Mann ist Justiziar [!] der größten Regierungsfraktion hierzulande.

    Ich zitiere Liebermann...
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#3 FriederAnonym
#4 falken42
  • 01.08.2016, 14:07h
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • nunja, ich vermute der prozentsatz ist in allen klassen und schichten der gleiche, nur die outingwahrscheinlichkeit steigt mit der größe des geldbeutels.
    und das nichtheteros überproportional vertreten sind bei den armen würde mich nicht wundern, ist es doch immer noch (wenn auch nicht mehr offen) ein grund für kündigung, mobbing oder sogar entlassung.
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#5 falken42
  • 01.08.2016, 14:21h
  • Antwort auf #2 von goddamn liberal
  • es waren juristen, die die grundlagen der greueltaten der letzten über 100 jahren in deutschland legten, ob gegen nichtheteros oder andere, in der zeit der faschisten, davor oder danach (bis 2004 wie ich neulich hier lernen durfte) und auch in zukunft legen werden - von ramstein bis zu den unwürdigen flüchtlingslagern.

    unabhängig von diesem fanatiker aus dem youtube video kann ich die gralsähnliche konzentration auf ein mittealterliches sozialkonstrukt, dessen hauptaufgabe in der kontrolle der volksmassen und deren beschäftigung liegt, nicht so ganz nachvollziehen.

    anstatt sich mit stolz und würde vom mittelalter abzuwenden und sich neuem zuzuwenden, verhält sich die schwule gemeinde in der eheanerkennungsfrage wie ein trotziges kind auf dem schulhof, das die anderen nicht mitspielen lassen. mein gott, sind doch viele juristen auch unter schwulen, entwerft ein paket privatrechtlicher verträge, das alles was zur EHE gehört nachempfindet, nennt es EDE und lauft damit bis zum EuGH um es als gleichwertig anerkennen zu lassen ....

    das traurige an dieser konzentration auf eine solche Heilslegende ist, dass so viele andere auf der Strecke bleiben, die die auch nicht hetero sind, aber nicht in euer heteroassimilationsprogramm passen und dann wiederum ausgegrenzt von der eigenen community werden, erleben wir ja hier in den kommentaren auch oft genug.
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#6 GerritAnonym
  • 01.08.2016, 14:30h
  • Das wir auch im Jahr 2016, wo immer mehr Staaten die Ehe öffnen, immer noch mit einer Ehe 2. Klasse für Menschen 2. Klasse abgespeist werden, ist ein Skandal.

    Das ist aber auch nur der Fall, weil die SPD sich mit dem Versprechen "100% Gleichstellung" unsere Stimmen erschlichen hat, aber dann das genaue Gegenteil getan hat. Da die Grünen bereits wegen der Renitenz der Union eine Koalition abgelehnt hatten und die FDP nicht im Bundestag war (und da es auch eine Mehrheit links der Union gab), war die SPD die letzte Hoffnung für die Union und für Bauchgefühl-statt-Fakten-Kanzlerin Angela Merkel an der Macht zu bleiben.

    Hätte die SPD auf ihrem Versprechen bestanden, hätte die Union gar keine andere Chance gehabt oder sie wäre weg vom Fenster gewesen. Aber die SPD hat es gar nicht richtig versucht - im Gegenteil, das haben sie gleich als erstes und ohne jeden Kampf aufgegeben.

    Und Leute wie Andrea Nahles und Manuela Schwesig haben uns noch kurz vor Unterzeichnung des Koalitionsvertrags weisgemacht, ohne Homo-Gleichstellung würden sie dem nicht zustimmen. Aber dann haben die sich mit Ministersesseln kaufen lassen.

    Und auch heute noch verarscht uns die SPD:
    die behaupten weiterhin, das würde an der Union scheitern. Ja, die Union ist dagegen, aber deren Meinung ist schlicht irrelevant. Laut Art. 38 GG (Freies Mandat) ist jeder Abgeordnete nur seinem eigenen Gewissen verplfichtet und nicht an Aufträge oder Weisungen anderer gebunden. Würde die SPD so abstimmen, wie sie es vor der Wahl versprochen haben (und da Grüne und Linke eh zustimmen würden), könnte die Eheöffnung sofort beschlossen werden und binnen kurzer Zeit umgesetzt sein - egal, was die Union davon hält; deren Zustimmung ist nicht erforderlich.

    Und da wohl in den nächsten Bundestag wieder die FDP und wohl auch die AfD einziehen wird, ist die Untätigkeit der SPD nicht nur für diese Legislaturperiode ein Skandal, sondern wird die Gleichstellung in sehr weite Ferne rücken....
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#7 Peter SAnonym
  • 01.08.2016, 14:37h
  • Wer hat uns verraten? - Sozialdemokraten!

    Leider kann man die Opportunisten von der Lügner- und Betrügerpartei SPD nicht für ihren Wahlbetrug juristisch belangen.

    Aber wenn die es noch einmal wagen, in einem Wahlkampf was von LGBT-Rechten zu erzählen...

    Die haben uns oft genug verarscht. Meine Stimme bekommen die nie mehr!! Man sieht ja, was dabei rauskommt. Selbst wenn eine Regierung ohne die Union möglich wäre, halten die lieber Frau Merkel an der Macht und unterstützen deren homophoben Kurs vollständig und kompromisslos.

    Wer SPD wählt, bekommt Große Koalition inkl. Homohass pur. Das haben wir jetzt 4 Jahre lang gesehen. Die SPD verspricht vor Wahlen das Blaue vom Himmel und macht dann danach das genaue Gegenteil.
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#8 williralfProfil
#9 ursus
  • 01.08.2016, 15:29h
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • >"Heute ist ein Grund zum Feiern: 15 Jahre ELP und Hartz-IV wird nun für zwölf statt sechs Monate von den Jobcentern bewilligt!"

    ein bis heute diskriminierendes sondergesetz für homosexuelle und ein die menschenwürde verletzendes verarmungs- und erpressungsgesetz für erwerbslose.

    ich feiere nicht mit.

    für die fraktion, die immer behauptet, es gebe doch eigentlich gar keine unterschiede mehr zwischen ehe und lebenspartnerschaft: hier sind sie mal säuberlich aufgelistet (ein extrabonus für die listenfetischist_innen).

    m-maenner.de/2016/07/willst-du-mich-lebenspartnerschaften/

    was da wieder einmal nicht auftaucht, ist das unterschiedliche mindestalter.
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#10 falken42
  • 01.08.2016, 15:36h
  • Antwort auf #7 von Peter S
  • de spd ist aus genau dem grund gegründet worden. die herrschenden hatten angst vor der arbeiterbewegung und gründeten sich eine eigene kleine partei, die die armen mit "zuckerbrot und peitsche" besänftigen sollte.
    klappt in jeder generation wieder, weil die menschen vergesslich und egoistisch sind.

    ob weltkriege, rassismus, kolonialismus, 1000 jähriges reich oder §175 - die spd ist immer dann mit den unterdrückten, wenn es ihr zufällig unmöglich ist, was zu tun. ist sie dann an der regierung benimmt sie sich noch schlechter als die konservativen .... siehe Hartz 4, TTIP oder Waffenexporte heute etc.
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#11 SebiAnonym
  • 01.08.2016, 15:50h
  • Antwort auf #6 von Gerrit
  • Die letzten Leute mit Rückgrat haben die SPD doch spätestens unter "Genosse der Bosse" Gerhard Schröder verlassen.

    Man braucht doch nur mal gucken, wieviel Zustimmung der aktuelle, homophobe Koalitionsvertrag an der SPD-Basis hatte. Dann weiß man, dass sich die SPD auch in Zukunft nicht ändern wird.
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#12 100 ProzentAnonym
#13 egegAnonym
  • 01.08.2016, 16:56h

  • Die CDU bleibt Regierung. Es gibt also genau 2 Möglichkeiten:

    1. Gays treten massenweise in die CDU ein und ändern die parteilinie.

    2. Die Diskriminierung bleibt.

    Da die meisten gays sturr und unionophob sind, läuft es auf letzteres hinaus.
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#14 Blabla-ParteiAnonym
#15 lucdfProfil
  • 01.08.2016, 17:46hköln
  • Besser Ehe light als gar nichts aber ich frage mich, wie lange die Diskriminierung uns erhalten bleiben soll. Mit der CDU/SPD/AfD/FDP ist nichts zu kriegen. Eine andere Konstellation, SPD/Grünen/FDP/LInken würden etwas bewegen aber solange nur eine Minderheit sie wählt, sieht es verdammt Scheiße aus.
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#16 TheDadProfil
#17 TheDadProfil
  • 01.08.2016, 17:55hHannover
  • Antwort auf #13 von egeg
  • ""Da die meisten gays sturr und unionophob sind, läuft es auf letzteres hinaus.""..

    Dann sind die Schwulen, die Sinti&Roma, die Juden, die vielen Sozialdemokraten und Kommunisten also nur deshalb ins KZ gekommen, weil sie sich zu schade dazu waren in die "NSDAP" einzutreten und sie "von innen heraus" zu verändern ?

    Interessante "Idee"..
    Da fällt mir gerade eine Analogie zur "HUK" ein..
    Die versuchen ihre Vereine auch schon seit annähernd 40 Jahren "von innen heraus" zu ändern..

    "in die cdu eintreten"..
    Sonst noch Vorschläge zur Selbst-Kasteiung ?
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#18 Habemus plemplemAnonym
#19 MandraguasProfil
  • 01.08.2016, 18:58hIserlohn
  • Ja, es ist schon eine wahre Freude, mit welchem Tatendrang unsere Bundesregierung die Vorgaben des Obersten Gerichtshof in den letzen Jahren umgesetzt hat, um Ehe und LPart anzugleichen.

    Ich erinnere mich noch, wie ich jubelnd zur Kenntnis genommen hab, dass so imens wichtige Dinge wie die Kaffeesteuerverodnung und das Sprengstoffgesetz endlich angeglichen wurden! Endlich konnt ich genau soviel TNT im Keller bunkern, wie meine Eltern - okay - dann hab ich mir das Gesetz kurz durchgelesen und den Gedanken wieder verworfen, weil, jaaaa ... ich hatte mir da wohl was anderes drunter vorgestellt .
    Und diese Kaffeesteuerverordnung zum steuerfreien Kaffeeschlürfen brachte mir auch nicht sonderlich viel, weil meine Frau keine Abgeordnete des Bundestags war.

    Lange Rede kurzer Sinn: 2001 fand ich die Einführung der LPart, damals noch fast ohne besonderen Rechte, eine gute Sache und einen Schritt in die richtige Richtung. Deutschland war, nach Dänemark und den Niederlanden, in Europa signalsetzend. Die logische Konsequenz für mich war, dass mit den Jahren aus diesem Sparmodell mehr erwachsen musste, aber mittlerweile ist es einfach nur stagniert und ich finde es ein Trauerspiel, dass ausgerechnet Deutschland sich in diesem Thema so schwer tut und andere Länder problemlos die Ehe mit allem was dazugehört öffnen. Wir sind in diesem Thema halt nicht mehr signalgebend, vielleicht noch europäische Mittelklasse und das mit abfallender Tendez.
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#20 MarekAnonym
#21 myysteryAnonym
#22 JoonasAnonym
  • 01.08.2016, 19:19h
  • Bereits über 20 Staaten haben die Ehe geöffnet. Und in zahlreichen anderen Staaten gibt es konkrete Pläne.

    Aber in Deutschland soll weiterhin muffigstes Mittelalter herrschen. Deutschland wird zum Schaden des ganzen Landes von Union und SPD im Würgegriff der Homophobie gehalten, um eine schrille Minderheit Ewiggestriger nicht zu verärgern.

    Wer einen Teil seiner Bürger dermaßen diskriminiert, hat NICHTS in einer Regierung zu suchen!!!
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#23 EulenspiegelAnonym
#24 alles gutAnonym
  • 02.08.2016, 01:35h
  • Mein größter Wunsch war das Ehegattensplitting. Das haben wir Dank des Bundesverfassungsgerichts erreicht, ebenso wie im Erbschaftsrecht. Die Sukzessiv-Adoption ermöglicht inzwischen auch indirekt Homo-Paaren, ein gemeinsames Kind rechtlich großzuziehen.
    Und die evangelische Kirche gibt jetzt z.T. ihren Segen.
    Natürlich gibt es noch Ungerechtigkeiten, aber für den Großteil sind wir inzwischen doch gleichberechtigt, natürlich Dank des Bundesverfassungsgerichts.
    Das "Bauchgefühl" von Frau Merkel ist ärgerlich, aber sie setzt die Vorgaben des Bvfg. um.
    Wäre betriebswirtschaftlich eine linke Regierung, die die Gleichstellung durchsetzt, wirklich besser für uns?
    Da lebe ich besser in einem Staat mit guter Wirtschaft, werde weitestgehend gleich behandelt und versuche die Skepsis von innen heraus zu ändern.
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#25 markusbln11Anonym
  • 02.08.2016, 07:43h

  • Uups, schon 15 jahre. Hätte ich so nicht präsent gehabt. Super für alle, die ihre partnerschaft gegenüber dem staat rechtlich absichern konnten.

    Aber es sind auch 15 jahre warten, dass endlich alle diskriminierungen im partnerschaftsrecht abgeschafft werden.

    Und jetzt. Nochmals 15 jahre, oder was? Das ist nicht akzeptabel. Wir erwarten von cdu und spd die umsetzung des koalitionsvertrages!
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#26 WaldmeisterAnonym
  • 02.08.2016, 09:32h
  • Wer die gleichen Pflichten hat, muss auch die gleichen Rechte bekommen.

    Wenn Union und SPD uns das verwehren, müssen Union und SPD weg aus der Regierung.
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#27 ClaasAnonym
  • 02.08.2016, 10:30h
  • Antwort auf #24 von alles gut
  • Es ist einer der raffiniertesten Tricks der Regierung, den Bürgern weiszumachen, es ginge Deutschland wirtschaft besonders gut.

    Fakt ist:
    - viele frühere Festanstellungen wurden durch Zeitarbeit, Minijobs, Scheinselbständige, etc. ersetzt. Ja, die Leute sind dann nominell weiterhin beschäftigt, aber zu viel schlechteren Bedingungen als früher. Teilweise sind das sogar Aufstocker, wo der Steuerzahler deren Gehalt aufstockt, damit die Wirtschaft billige Arbeitskräfte hat.

    - die Arbeitslosenstatistiken werden geschönt, indem man einfach die Definitionen ändert. Nur mal ein Beispiel: früher war jeder, der arbeitslos war auch in der Statistik erfasst. Heute werden Langzeitarbeitslose gar nicht mehr in der Statistik erfasst. Und das ist nur ein Beispiel von vielen, wie die Statistik geschönt wird.

    - gerade in den großen Bereichen der Zukunft (Solarenergie, etc.) wurden in den letzten Jahren massiv Stellen vernichtet, weil die Regierung lieber an alten Technologien und den Quasi-Monopolen der großen Stromanbieter festhalten will. Das wird Deutschland noch teuer zu stehen kommen. Ebenso wie die Schonung der großen Stromkonzerne beim Atomausstieg, die nur einen Teil der Kosten zahlen müssen und alles darüber hinausgehende (was massiv sein wird) muss dann in Zukunft der Steuerzahler zahlen. Hier wurde der alte Bilanztrick angewendet, dass man für kurzfristige Vorteile langfristige Nachteile in Kauf nimmt. So kann die aktuelle Regierung eine schöne Bilanz präsentieren und den Preis dafür müssen dann kommende Regierungen (bzw. wir alle) zahlen. Und die Mehrheit der Bürger ist so dumm, dass dann kommenden Regierungen anzulasten statt der aktuellen, die das wirtschaftlich komplett verbockt hat.

    - auch die Homophobie schadet dem Standort Deutschland. Es gibt bereits mehrere internationale Konzerne, die kurz davor standen, in Deutschland Arbeitsplätze zu schaffen, die das jetzt aber lieber in Dänemark, den Niederlanden, Irland, etc. tun. Weil sie auf die besten Köpfe angewiesen sind - unabhängig von der sexuellen Orientierung. Und da können die es sich nicht leisten, potentielle Arbeitnehmer zu verlieren, die dann nicht nach Deutschland wollen. Gerade die Hochqualifizierten sind sehr mobil und suchen sich aus, wo sie arbeiten wollen und wo nicht.

    - etc. etc. etc.

    Fazit:
    Es geht Deutschland nicht besonders schlecht, aber eben auch nicht besonders gut. Die Regierung schafft es nur, mit zahlreichen Tricks, die Situation zu beschönigen und viele Probleme auf kommende Regierungen abzuwälzen. Leider fallen viele Wähler auf sowas rein.
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#28 ClaasAnonym
  • 02.08.2016, 10:34h
  • Antwort auf #15 von lucdf
  • >>> Eine andere Konstellation, SPD/Grünen/FDP/LInken würden etwas bewegen aber solange nur eine Minderheit sie wählt, sieht es verdammt Scheiße aus. <<<

    Es gibt im aktuellen Bundestag bereits eine Mehrheit von SPD, Grünen und Linkspartei. Aber die SPD unterstützt lieber die homophobe Politik der Union, statt diese Mehrheit zu nutzen, um ihre Versprechen umzusetzen und das zu machen, was auch die Mehrheit der Bürger will.

    Und wenn dann die FDP wieder in den Bundestag kommt, wird es eh wieder Schwarz-Gelb geben, was denselben Stillstand wie Große Koalition bedeutet.
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#29 myysteryAnonym
#30 ClaasAnonym
  • 02.08.2016, 10:37h
  • >>> SPD-Generalsekretärin Katarina Barley gibt zu, dass die vollständige Gleichstellung "mit der CDU und der CSU nicht zu machen" sei. <<<

    Dabei verschweigt Frau Barley bewusst, dass die Zustimmung der CDU/CSU gar nicht nötig wäre.

    Die SPD bräuchte sich nur ans Grundgesetz zu halten und ohne Weisungen Dritter so abzustimmen, wie sie es für richtig hält. Dann gäbe es im Bundestag eine Mehrheit für die Eheöffnung und es wäre schnurzpieps-egal, was die CDU/CSU davon hält.

    Aber die SPD macht sich lieber zum Sklaven der CDU/CSU und verzögert das so lange, bis es nach der nächsten Bundestagswahl keine Mehrheit mehr im Bundestag gibt.
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#31 MandraguasProfil
  • 02.08.2016, 11:09hIserlohn
  • Antwort auf #24 von alles gut
  • Ist das jetzt Dein voller Ernst?
    Ich mag jetzt nicht darüber diskutieren, welche Regierung diesem Land volkswirtschaftlich am meisten nützt, das wäre ja völlig am Thema vorbei.

    Aber das eine Regierung durch das Verfassungsgericht regelrecht gezwungen werden muss, Ungleichheiten und Diskriminierung abzuschaffen ist ein wahres Trauerspiel. Das ist fast ein wenig wie früher im Sandkasten, wenn die anderen Kinder jemanden nicht mitspielen lassen wollten. Dann kam auch immer Mami raus und hat so lange geschimpft, bis man doch mitspielen durfte.

    So, aber Scherz beiseite: Klar hast Du Recht. Mittlerweile ist vieles möglich. Die Sukzessiv-Adoption, wobei ich glaube, dass es hier Lesben deutlich einfacher haben als Schwule, die wohl kaum davon profitieren.
    Und ja, eine Kirche - wohlgemerkt die evangelische - erteilt ihren Segen. Mal abgesehen davon, dass die Kirche so ziemlich alles segnet, was nicht schnell genug bei drei auf den Bäumen ist - aber wer wirklich Wert darauf legt seine Partnerschaft vor Gott und mit seinem Glauben zu bezeugen, will verdammt nochmal nicht nur gesegnet werden.

    Aber am schönsten find ich Dein Argument EHEGATTENSPLITTING
    Da es mutmasslich ja wohl auch Dir vergönnt zu sein scheint, wirst Du von daher wissen, welch großartige Charade das Finanzamt alljährlich zu Jahresbeginn vollzieht?
    Das jede eingetragene LPart (welche sich auch selbst um das Ehegattensplitting bemühen muss, nein, man bekommt es nicht automatisch!) einfach kurzerhand in StKl 6 gesetzt wird. So wird es dem Arbeitgeber übermittelt und man darf schnell mal eben persönlich zum Finanzamt tingeln um deren Softwarefehler jedes Jahr auf's Neue zu korigieren. Passiert, und ja, falls die Abrechnung schon raus ist bekommt man ja das Geld am Jahresende mit der Steuererklärung zurück
    Das würde ich gern sehen, wenn dieser Softwarefehler bei 40 Millionen Heten auftauchen würde, was da für ein Geschrei wäre.

    Ich find es endlos traurig, dass Du Dich hinstellst und Dich für die hingeworfenen Brocken auch noch bedankst, die man Dir im übrigen nur hinwirft, weil - Du erinnerst Dich ... Sankasten? - Mami es gesagt hat. Das ist völliger Mumpitz und hat mit Gleichberechtigung und Aktzeptanz gar nichts zu tun. Nein, so devot und demutsvoll könnt ich niemals werden um mich für so eine scheinheilig gepflegte Ungleichbehandlung auch noch zu bedanken
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#32 Homonklin44Profil
  • 02.08.2016, 11:21hTauroa Point
  • Ich fand es freundlich - wennauch die ELP eine Art Ehe zweiter Klasse bleibt, halt ein Entwurf, womit als weiterhin 'minderwertig' betrachtete Menschen zufriedengestellt werden sollten. Und das wiederum ist das Inakzeptable, was an den Erklärungen in der Verfassung kratzt und davon abweicht, was diese verspricht.

    Die Hoffnung in die Politik habe ich da nicht besonders, zumal es schwer verständlich ist, was die Politik über Interpretiermöglichkeiten der Verfassung zu bestimmen hätte, über den Wert des Menschen oder dessen Einteilung in Wertklassen. Es gibt ja noch andere Menschenklassen, jemand hat die schon erwähnt, die auf Stütze angewiesen sind, und dafür abgespeckte Verfassungswerte hinzunehmen haben.

    Mehr denke ich, dass die Juristen unsere letzte Hoffnung sind, solange die C-Parteien und ihre folgsamen Fotzenlecker den Fahrtenhebel zur Gleichstellung auf nahezu Stillstand festhalten.

    Mit der Kanzlerin, die nicht hinter allen Menschen hier steht, und den ganzen Religionsverblödeten und Vorurteils-Zwangsphobikern kann das nix werden. Die müssten erst mal Therapien gegen Realitätsverlust und diverse Einordnungen in Wahn-Störungen durchlaufen, bevor sie wieder politisch zugelassen werden können. Wenn dann noch der blaue Dunst da zukünftig einzieht, wird da noch eine Mauer mehr gebaut.

    Hoffentlich also möge sich in der Rechtsphilosophie ein Händchen rühren, um festzustellen, dass wir gleichwerte und gleich berechtigte Menschen sind. Trotz komischer Bauchgefühle und Gemäuer in elitären Köpfen. Und das prägende Merkmal einer Ehe die liebende und verantwortungsvolle Verbindung zwischen zwei Menschen unter Konsens sein soll.
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#33 TheDadProfil
  • 02.08.2016, 13:53hHannover
  • Antwort auf #24 von alles gut
  • ""Mein größter Wunsch war das Ehegattensplitting. Das haben wir Dank des Bundesverfassungsgerichts erreicht, ebenso wie im Erbschaftsrecht. Die Sukzessiv-Adoption ermöglicht inzwischen auch indirekt Homo-Paaren, ein gemeinsames Kind rechtlich großzuziehen.
    Und die evangelische Kirche gibt jetzt z.T. ihren Segen.""..

    Von "Johannes45" abgeschrieben ?

    ""Natürlich gibt es noch Ungerechtigkeiten, aber für den Großteil sind wir inzwischen doch gleichberechtigt, natürlich Dank des Bundesverfassungsgerichts.""..

    Die "Beendigung" der "eigenen Diskriminierung" macht die bestehende Diskriminierung der Anderen nicht ungeschehen !

    Wenn das so wäre, hättest Du das "Ehegattensplitting" nämlich nach meiner Auffassung nie erhalten..
    Es betrifft mich ja nicht..
    Wozu Dir also dazu verhelfen ?

    ""Das "Bauchgefühl" von Frau Merkel ist ärgerlich, aber sie setzt die Vorgaben des Bvfg. um.""..

    Sagt nun genau was ?
    Mir fällt grade kein Urteil des BVG ein, daß dieses "Bauchgefühl" irgendwie stützt..
    Im Gegenteil..
    Schon 2004 urteilte das BVG über die Stiefkind-Adoption, und forderte den Gesetzgeber zum Handeln auf..
    Geschehen ist bis Heute aus eigenem Antrieb einer Bundesregierung in Sachen Gleichstellung gar nichts !

    ""Wäre betriebswirtschaftlich eine linke Regierung, die die Gleichstellung durchsetzt, wirklich besser für uns?""..

    Was genau hat diese Frage mit der Gleichstellung zu tun ?

    Und wieso verstehen Leute wie Du nicht, das gleichberechtigte Gesellschaften nach ALLEN Studien dazu erfolgreicher sind ?
    Damit beantwortet sich auch die Frage nach einer ""betriebswirtschaftlich"" RICHTIGEN Regierung !

    ""Da lebe ich besser in einem Staat mit guter Wirtschaft, werde weitestgehend gleich behandelt und versuche die Skepsis von innen heraus zu ändern.""..

    Uuuuuh..
    Wenn ich "gut verdiene" lasse ich mich auch ein bisschen dafür diskriminieren ?

    Wo genau ist Dein Selbstwert-Gefühl im Verlauf des Kampfes gegen Unterdrückung geblieben ?
    Im Geldbeutel ?

    Wie absonderlich..
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#34 Alles KohlAnonym
  • 02.08.2016, 14:31h
  • Antwort auf #24 von alles gut
  • "Wäre betriebswirtschaftlich eine linke Regierung, die die Gleichstellung durchsetzt, wirklich besser für uns?
    Da lebe ich besser in einem Staat mit guter Wirtschaft, werde weitestgehend gleich behandelt und versuche die Skepsis von innen heraus zu ändern."

    Wenn dir ein Staat lieber ist, der von Kohl zu Merkel nonstop CDU-regiert worden wäre, dann hättest du auch nichts dagegen, selber auf das zu verzichten, was die 7 Jahre CDU-lose Regierung für DEINE Gleichstellung erst ermöglicht hat.
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#35 EqualityAnonym
#36 finkAnonym
  • 02.08.2016, 18:54h
  • Die Kampagne um das Lebenspartnerschaftsgesetz ist nicht nur deswegen nicht die großartige Erfolgsgeschichte, als die man sie uns verkaufen möchte, weil sie immer noch nicht zur Eheöffnung geführt hat. Sie ist auch deswegen problematisch, weil die sture Konzentration auf das angeblich so alternativlose Ehemodell alle parallelen Diskussionen erstickt hat, die ein wirklich modernes Familienrecht zum Ziel hatten.

    Statt die Bedürfnisse verschiedener Bindungen wie z.B. auch Wohngemeinschaften, Mehrfachbeziehungen, Mehrfach-Elternschaften usw. konsequent in den Blick zu nehmen und diesen Bedürfnissen mit einem flexiblen Baukasten-System Rechnung zu tragen, wird nun lediglich das längst veraltete, völlig unflexible Zwei-Personen-Privilegien-System als "one size fits all"-Modell auf eine relativ kleine weitere Zielgruppe übertragen.

    In der Linken und bei den Grünen sind vielleicht noch kümmerliche Reste alternativer Modelle gelegentlich in der Diskussion ("Lebensweisenpolitik"), allerdings erreichen diese leider nicht mehr die notwendige öffentliche Aufmerksamkeit, weil suggeriert wird, mit der Lebenspartnerschaft seien doch jetzt schon "alle" einigermaßen zufrieden, und mit der Eheöffnung würden dann endlich die familienrechtlichen Bedürfnisse sämtlicher Bürger*innen für immer gestillt. Und wir - in unserem irrationalen Gleichwerdungswahn - glauben diese realitätsferne Säuselei auch noch.

    Wer sich gern einmal mit den Diskussionen jenseits des Ehe-Monotheismus beschäftigen möchte, von denen heute kaum mehr jemand redet, sei auf diesen Blogbeitrag verwiesen:

    dasendedessex.de/15-jahre-homo-ehe-wovon-nicht-gesprochen-wi
    rd-2/


    Ausführlicher geht der Autor hier auf die Diskussionen jenseits der Eheöffnung ein:

    heinzjuergenvoss.de/Voss_2013_Homo-Ehe_Solidaritaetsvertrag_
    .pdf


    Meinen eigenen Senf zur Geschichte der Lebenspartnerschaft habe ich im letzten Jahr schon aus der Tube gedrückt:

    derzaunfink.wordpress.com/2015/06/22/das-paarprivilegien-pro
    jekt-fast-wie-richtige-menschen/
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#37 MandraguasProfil
  • 02.08.2016, 19:24hIserlohn
  • Antwort auf #35 von Equality
  • Ja, eindeutig an DIESEM Thema vorbei, denn hier geht es in erster Linie um das Thema im Artikel "15 Jahre Homo-Ehe".
    Dreh mir also bitte nicht das Wort im Mund rum, wenn ich schreibe, ich mag genau hier und jetzt nicht darüber diskutieren, welche Regierung in unserem Land den besten volkswirtschaftlichen Nutzen hätte, denn genau das ist Off Topic.

    Man kann gerne mal kurz abschweifen, aber so völlig andere Themen einzustreuen ... bzw. Gesprächspartner, die bei allem und jedem Thema immer nur mit dem gleichen geleierten Drama kommen, die nichts, aber auch wirklich gar nichts in diesem Moment mit dem eigentlichen Thema zu tun haben (in der Regel Hunger, Krieg und Armut) ... dann macht mich das wirklich mehr als wahnsinnig!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »

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