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Kommentare zu:
15 Jahre "Ehe Light" in Deutschland


#31 MandraguasProfil
  • 02.08.2016, 11:09hIserlohn
  • Antwort auf #24 von alles gut
  • Ist das jetzt Dein voller Ernst?
    Ich mag jetzt nicht darüber diskutieren, welche Regierung diesem Land volkswirtschaftlich am meisten nützt, das wäre ja völlig am Thema vorbei.

    Aber das eine Regierung durch das Verfassungsgericht regelrecht gezwungen werden muss, Ungleichheiten und Diskriminierung abzuschaffen ist ein wahres Trauerspiel. Das ist fast ein wenig wie früher im Sandkasten, wenn die anderen Kinder jemanden nicht mitspielen lassen wollten. Dann kam auch immer Mami raus und hat so lange geschimpft, bis man doch mitspielen durfte.

    So, aber Scherz beiseite: Klar hast Du Recht. Mittlerweile ist vieles möglich. Die Sukzessiv-Adoption, wobei ich glaube, dass es hier Lesben deutlich einfacher haben als Schwule, die wohl kaum davon profitieren.
    Und ja, eine Kirche - wohlgemerkt die evangelische - erteilt ihren Segen. Mal abgesehen davon, dass die Kirche so ziemlich alles segnet, was nicht schnell genug bei drei auf den Bäumen ist - aber wer wirklich Wert darauf legt seine Partnerschaft vor Gott und mit seinem Glauben zu bezeugen, will verdammt nochmal nicht nur gesegnet werden.

    Aber am schönsten find ich Dein Argument EHEGATTENSPLITTING
    Da es mutmasslich ja wohl auch Dir vergönnt zu sein scheint, wirst Du von daher wissen, welch großartige Charade das Finanzamt alljährlich zu Jahresbeginn vollzieht?
    Das jede eingetragene LPart (welche sich auch selbst um das Ehegattensplitting bemühen muss, nein, man bekommt es nicht automatisch!) einfach kurzerhand in StKl 6 gesetzt wird. So wird es dem Arbeitgeber übermittelt und man darf schnell mal eben persönlich zum Finanzamt tingeln um deren Softwarefehler jedes Jahr auf's Neue zu korigieren. Passiert, und ja, falls die Abrechnung schon raus ist bekommt man ja das Geld am Jahresende mit der Steuererklärung zurück
    Das würde ich gern sehen, wenn dieser Softwarefehler bei 40 Millionen Heten auftauchen würde, was da für ein Geschrei wäre.

    Ich find es endlos traurig, dass Du Dich hinstellst und Dich für die hingeworfenen Brocken auch noch bedankst, die man Dir im übrigen nur hinwirft, weil - Du erinnerst Dich ... Sankasten? - Mami es gesagt hat. Das ist völliger Mumpitz und hat mit Gleichberechtigung und Aktzeptanz gar nichts zu tun. Nein, so devot und demutsvoll könnt ich niemals werden um mich für so eine scheinheilig gepflegte Ungleichbehandlung auch noch zu bedanken
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#32 Homonklin44Profil
  • 02.08.2016, 11:21hTauroa Point
  • Ich fand es freundlich - wennauch die ELP eine Art Ehe zweiter Klasse bleibt, halt ein Entwurf, womit als weiterhin 'minderwertig' betrachtete Menschen zufriedengestellt werden sollten. Und das wiederum ist das Inakzeptable, was an den Erklärungen in der Verfassung kratzt und davon abweicht, was diese verspricht.

    Die Hoffnung in die Politik habe ich da nicht besonders, zumal es schwer verständlich ist, was die Politik über Interpretiermöglichkeiten der Verfassung zu bestimmen hätte, über den Wert des Menschen oder dessen Einteilung in Wertklassen. Es gibt ja noch andere Menschenklassen, jemand hat die schon erwähnt, die auf Stütze angewiesen sind, und dafür abgespeckte Verfassungswerte hinzunehmen haben.

    Mehr denke ich, dass die Juristen unsere letzte Hoffnung sind, solange die C-Parteien und ihre folgsamen Fotzenlecker den Fahrtenhebel zur Gleichstellung auf nahezu Stillstand festhalten.

    Mit der Kanzlerin, die nicht hinter allen Menschen hier steht, und den ganzen Religionsverblödeten und Vorurteils-Zwangsphobikern kann das nix werden. Die müssten erst mal Therapien gegen Realitätsverlust und diverse Einordnungen in Wahn-Störungen durchlaufen, bevor sie wieder politisch zugelassen werden können. Wenn dann noch der blaue Dunst da zukünftig einzieht, wird da noch eine Mauer mehr gebaut.

    Hoffentlich also möge sich in der Rechtsphilosophie ein Händchen rühren, um festzustellen, dass wir gleichwerte und gleich berechtigte Menschen sind. Trotz komischer Bauchgefühle und Gemäuer in elitären Köpfen. Und das prägende Merkmal einer Ehe die liebende und verantwortungsvolle Verbindung zwischen zwei Menschen unter Konsens sein soll.
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#33 TheDadProfil
  • 02.08.2016, 13:53hHannover
  • Antwort auf #24 von alles gut
  • ""Mein größter Wunsch war das Ehegattensplitting. Das haben wir Dank des Bundesverfassungsgerichts erreicht, ebenso wie im Erbschaftsrecht. Die Sukzessiv-Adoption ermöglicht inzwischen auch indirekt Homo-Paaren, ein gemeinsames Kind rechtlich großzuziehen.
    Und die evangelische Kirche gibt jetzt z.T. ihren Segen.""..

    Von "Johannes45" abgeschrieben ?

    ""Natürlich gibt es noch Ungerechtigkeiten, aber für den Großteil sind wir inzwischen doch gleichberechtigt, natürlich Dank des Bundesverfassungsgerichts.""..

    Die "Beendigung" der "eigenen Diskriminierung" macht die bestehende Diskriminierung der Anderen nicht ungeschehen !

    Wenn das so wäre, hättest Du das "Ehegattensplitting" nämlich nach meiner Auffassung nie erhalten..
    Es betrifft mich ja nicht..
    Wozu Dir also dazu verhelfen ?

    ""Das "Bauchgefühl" von Frau Merkel ist ärgerlich, aber sie setzt die Vorgaben des Bvfg. um.""..

    Sagt nun genau was ?
    Mir fällt grade kein Urteil des BVG ein, daß dieses "Bauchgefühl" irgendwie stützt..
    Im Gegenteil..
    Schon 2004 urteilte das BVG über die Stiefkind-Adoption, und forderte den Gesetzgeber zum Handeln auf..
    Geschehen ist bis Heute aus eigenem Antrieb einer Bundesregierung in Sachen Gleichstellung gar nichts !

    ""Wäre betriebswirtschaftlich eine linke Regierung, die die Gleichstellung durchsetzt, wirklich besser für uns?""..

    Was genau hat diese Frage mit der Gleichstellung zu tun ?

    Und wieso verstehen Leute wie Du nicht, das gleichberechtigte Gesellschaften nach ALLEN Studien dazu erfolgreicher sind ?
    Damit beantwortet sich auch die Frage nach einer ""betriebswirtschaftlich"" RICHTIGEN Regierung !

    ""Da lebe ich besser in einem Staat mit guter Wirtschaft, werde weitestgehend gleich behandelt und versuche die Skepsis von innen heraus zu ändern.""..

    Uuuuuh..
    Wenn ich "gut verdiene" lasse ich mich auch ein bisschen dafür diskriminieren ?

    Wo genau ist Dein Selbstwert-Gefühl im Verlauf des Kampfes gegen Unterdrückung geblieben ?
    Im Geldbeutel ?

    Wie absonderlich..
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#34 Alles KohlAnonym
  • 02.08.2016, 14:31h
  • Antwort auf #24 von alles gut
  • "Wäre betriebswirtschaftlich eine linke Regierung, die die Gleichstellung durchsetzt, wirklich besser für uns?
    Da lebe ich besser in einem Staat mit guter Wirtschaft, werde weitestgehend gleich behandelt und versuche die Skepsis von innen heraus zu ändern."

    Wenn dir ein Staat lieber ist, der von Kohl zu Merkel nonstop CDU-regiert worden wäre, dann hättest du auch nichts dagegen, selber auf das zu verzichten, was die 7 Jahre CDU-lose Regierung für DEINE Gleichstellung erst ermöglicht hat.
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#35 EqualityAnonym
#36 finkAnonym
  • 02.08.2016, 18:54h
  • Die Kampagne um das Lebenspartnerschaftsgesetz ist nicht nur deswegen nicht die großartige Erfolgsgeschichte, als die man sie uns verkaufen möchte, weil sie immer noch nicht zur Eheöffnung geführt hat. Sie ist auch deswegen problematisch, weil die sture Konzentration auf das angeblich so alternativlose Ehemodell alle parallelen Diskussionen erstickt hat, die ein wirklich modernes Familienrecht zum Ziel hatten.

    Statt die Bedürfnisse verschiedener Bindungen wie z.B. auch Wohngemeinschaften, Mehrfachbeziehungen, Mehrfach-Elternschaften usw. konsequent in den Blick zu nehmen und diesen Bedürfnissen mit einem flexiblen Baukasten-System Rechnung zu tragen, wird nun lediglich das längst veraltete, völlig unflexible Zwei-Personen-Privilegien-System als "one size fits all"-Modell auf eine relativ kleine weitere Zielgruppe übertragen.

    In der Linken und bei den Grünen sind vielleicht noch kümmerliche Reste alternativer Modelle gelegentlich in der Diskussion ("Lebensweisenpolitik"), allerdings erreichen diese leider nicht mehr die notwendige öffentliche Aufmerksamkeit, weil suggeriert wird, mit der Lebenspartnerschaft seien doch jetzt schon "alle" einigermaßen zufrieden, und mit der Eheöffnung würden dann endlich die familienrechtlichen Bedürfnisse sämtlicher Bürger*innen für immer gestillt. Und wir - in unserem irrationalen Gleichwerdungswahn - glauben diese realitätsferne Säuselei auch noch.

    Wer sich gern einmal mit den Diskussionen jenseits des Ehe-Monotheismus beschäftigen möchte, von denen heute kaum mehr jemand redet, sei auf diesen Blogbeitrag verwiesen:

    dasendedessex.de/15-jahre-homo-ehe-wovon-nicht-gesprochen-wi
    rd-2/


    Ausführlicher geht der Autor hier auf die Diskussionen jenseits der Eheöffnung ein:

    heinzjuergenvoss.de/Voss_2013_Homo-Ehe_Solidaritaetsvertrag_
    .pdf


    Meinen eigenen Senf zur Geschichte der Lebenspartnerschaft habe ich im letzten Jahr schon aus der Tube gedrückt:

    derzaunfink.wordpress.com/2015/06/22/das-paarprivilegien-pro
    jekt-fast-wie-richtige-menschen/
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#37 MandraguasProfil
  • 02.08.2016, 19:24hIserlohn
  • Antwort auf #35 von Equality
  • Ja, eindeutig an DIESEM Thema vorbei, denn hier geht es in erster Linie um das Thema im Artikel "15 Jahre Homo-Ehe".
    Dreh mir also bitte nicht das Wort im Mund rum, wenn ich schreibe, ich mag genau hier und jetzt nicht darüber diskutieren, welche Regierung in unserem Land den besten volkswirtschaftlichen Nutzen hätte, denn genau das ist Off Topic.

    Man kann gerne mal kurz abschweifen, aber so völlig andere Themen einzustreuen ... bzw. Gesprächspartner, die bei allem und jedem Thema immer nur mit dem gleichen geleierten Drama kommen, die nichts, aber auch wirklich gar nichts in diesem Moment mit dem eigentlichen Thema zu tun haben (in der Regel Hunger, Krieg und Armut) ... dann macht mich das wirklich mehr als wahnsinnig!
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