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Kommentare zu:
Türkei: Schwuler Flüchtling aus Syrien vergewaltigt und enthauptet


#1 seb1983
  • 04.08.2016, 13:26h
  • Fast so schlimm wie im Land des rosa Winkels.
    Gut dass die Türkei Homosexualität schon 1852 legalisiert hat...
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#2 AmurPrideProfil
  • 04.08.2016, 13:37hKöln
  • Möge Muhammed Wisam Sankari in Frieden ruhen und seine Seele in den Himmel aufsteigen.
    Mögen die Täter gefasst, verurteilt und nach ihrem Tod in der ewigen Hölle schmoren.
    Und möge allen homophoben Hetzern das gleiche Schucksal widerfahren wie Muhammed Wisam Sankari.
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#3 JarJarProfil
#4 schabrakke_Anonym
  • 04.08.2016, 13:55h
  • Antwort auf #3 von JarJar

  • Vermutlich weil die Story, wenigstens so, wie sie hier verbreitet wird, ein unzusammenhängender und unverständlicher Flickenteppich ist. Mit so einer Geschichte ist nichts anzufangen. Sie ist so unvollständig, daß sie weder etwas über das Leben von Flüchtlingen noch über das Leben von Schwulen in der Türkei zu sagen vermag. Wieso ist man einen Tag in Askaray und dann plötzlich ermordet in Istanbul? Wieso wird ein Mensch offenbar dauernd entführt? Was sind die Hintergründe? Wieso wird man als Schwuler angestarrt? Von wem? Wie soll das gehen? Hat er sich das auf die Stirn tätowiert? Was ist die Moral der Geschichte? Etwa wieder mal, daß das Leben in allen Ländern außer Zentral- und Nordeuropa zwingend menschenunwürdig ist? Daß Herkunft aus der Türkei zum Flüchtlingsstatus berechtigen soll? Es ist einfach in allen Punkten eine schwache Story. Das ist, würde ich sagen, zuvorderst der Grund, weshalb die Massenmedien schweigen.
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#5 Leser anonAnonym
#6 SebiAnonym
  • 04.08.2016, 14:13h
  • Soviel zur Behauptung von Union und SPD, die Türkei sei ein sicheres Drittland.

    Das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei ist an Menschenverachtung und Zynismus nicht mehr zu überbieten. Der einzige Zweck ist das Frisieren der Bilanz von Union und SPD.
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#7 goddamn liberalAnonym
#8 PfuiAnonym
  • 04.08.2016, 14:30h
  • ---------------------------------------
    Die Mitbewohner sagten, dass die Situation für schwule Flüchtlinge in der Türkei unerträglich sei.
    [...]
    bereits vor fünf Monaten von einer Gruppe Männer entführt, geschlagen und vergewaltigt worden. Er habe in der Türkei um sein Leben gefürchtet und das Land verlassen wollen.
    [...]
    "Sie haben so extreme Gewalt angewendet, dass zwei Messerklingen in seinem Körper abgebrochen sind." Aus seinem Oberkörper hätten die inneren Organe herausgehangen.
    --------------------------------------

    Das sollte JEDER Politiker von Union und SPD lesen.

    Eigentlich sollte man ein Foto der verstümmelten Leiche bei jedem Politiker von Union und SPD übers Bett hängen, damit das das erste ist, was sie nach dem Aufwachen sehen und das letzte, was sie vor dem Einschlafen sehen.

    Damit diese Mörder von Union und SPD niemals vergessen, dass auch sie mit ihrem faulen Flüchtlings-Deal mit der Türkei an solchen Taten mitschuldig sind.

    Das Blut an den Händen der Unionisten und der Sozialdemokraten werden die nie wieder abbekommen. Mit dieser Schuld werden die für den Rest ihres Lebens leben müssen...

    Pfui!

    Ich spucke auf Union und SPD und jeden, der Flüchtlinge in solche perversen Staaten wie die Türkei abschieben will.
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#9 GerritAnonym
  • 04.08.2016, 14:31h
  • "auch eine UN-Hilfsorganisation habe auf seine Hilferufe nicht reagiert, beklagte der Mitbewohner Diya."

    Ist ja logisch: die UNO ist viel zu sehr damit beschäftigt, Vergewaltigungen durch UN-Blauhelmtruppen zu vertuschen...
  • Antworten » | Direktlink »
#10 seb1983
  • 04.08.2016, 14:35h
  • Antwort auf #7 von goddamn liberal
  • Und ich hätte 1986 nicht gerne in Tschernobyl gewohnt

    Wie du schon sagst, in diesem Land hier ..... (bitte beliebiges Land einsetzen) gibt es auch Gewaltverbrechen gegen Schwule.
    Wie du schon sagst gibt es hier in .... (bitte beliebiges Land einsetzen) rechtsstaatliche Defizite.

    Der Ballon soll dazu dienen einige vielleicht doch zum nachdenken zu bewegen und ein bisschen zu differenzieren wenn einem hier mal wieder die Türkei oder Brasilien als Vorbilder verkauft werden.

    Einzelne Teilaspekte herausziehen bringt leider wenig wenn das Gesamtpaket nicht stimmt, grade für Schwule.
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#11 Pascal PAnonym
  • 04.08.2016, 14:37h
  • Antwort auf #6 von Sebi
  • Ich frage mich wirklich, wie sich die Mitglieder von Union und SPD morgens noch im Spiegel betrachten können, ohne beim eigenen Anblick kotzen zu müssen.

    Die sollten sich was schämen, dass sie für diese Politik des Abschiebens in solche angeblich "sicheren" Staaten mitverantwortlich sind. Aber dafür bräuchten die Anstand und Rückgrat. Beides ist bei Union und SPD nicht vorhanden. Das muss man schon lange verloren haben, um da Mitglied sein zu können.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#12 goddamn liberalAnonym
  • 04.08.2016, 14:58h
  • Antwort auf #10 von seb1983
  • Ich finde weder die Türkei noch Brasilien besonders vorbildlich. Obwohl beide Länder deutschen Exilanten das Leben gerettet haben.

    Du baust Dir einen Popanz auf, den Du dann leicht bekämpfen kannst, um geschichtsblind wie immer von den unerträglichen Zuständen hierzulande abzulenken.

    Und Du vergleichst Unvergleichbares.

    Tschernobyl war eine technische Katastrophe mit Nachwirkungen bis heute.

    Die NS-Ideologie, die uns in diesem komischen Land in die KZs verfrachtet hat, war eine gewollte politische Katastrophe mit Nachwirkungen bis heute.

    Die Nachfahren der Obernazis (von Beverfoerde, von Storch) machen heute wieder Politik - homophobe Politik.

    Das deutsche Gesamtpaket kann man getrost an den Absender zurückschicken und dafür sorgen, dass man sich rechtzeitig nach Westen absetzt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#13 seb1983
  • 04.08.2016, 15:13h
  • Antwort auf #12 von goddamn liberal
  • Sowohl die Türkei als auch Brasilien sind was Rechte für Schwule angeht in Teilsaspekten besser aufgestellt, frühe Legalisierung, Homoehe, Kondomautomaten an Schulen...
    Das heißt aber nicht viel.

    Immer wieder die Nazikeule rauszuholen und in der Vergangenheit zu schwelgen während in Iran und Co. noch heute Schwule gehängt werden und zahlreiche afrikanische und arabische Länder inklusive der Türkei wieder freudig auf diesen Zustand hinsteuern halte ich halt für wenig zielführend dabei die Probleme von Schwulen in Deutschland heute zu lösen.

    Deiner Meinung nach können sich schwule Flüchtlinge wohl glücklich schätzen in der Türkei und nicht in Deutschland mit seinen "unerträglichen Zuständen" gelandet zu sein.
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#14 falken42
#15 falken42
  • 04.08.2016, 15:34h
  • das die türkei in richtung islamische diktatur geht ist ja nun leider keine überraschung.
    und schon bei der einstufung manch anderer "sicherer" herkunftsländer haben sich mir die haare aufgestellt. ich finde auch, die politiker die sich dazu hergaben sind verbrecher, sogar manchmal mittelbar mörder an jedem ehemaligen asylanten, der später stirbt oder gefoltert wird.

    doch herr beck hat für mich seine glaubwürdigkeit verloren nach seinem kotau vor jüdischen und islamischen gruppen in der frage der beschneidung bei jungen (gegen ihren willen!) - die er befürwortete und der bundestag in einem einizigartigen sondergesetz bestimmte.
  • Antworten » | Direktlink »
#16 Sarkast
#17 seb1983
  • 04.08.2016, 15:51h
  • Antwort auf #14 von falken42
  • So denkt der brave Deutsche eben, aba aba aba die Türkei hat Homosexualität doch schon 1852 und die pöse BRD erst 1994 vollständig, wie hier schon mehrfach zu lesen war.
    Gerne wird da auch die DDR als Beispiel genommen.

    Praktisch bedeutet das aber wenig bis nichts.
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#18 YashaAnonym
#19 goddamn liberalAnonym
  • 04.08.2016, 16:07h
  • Antwort auf #13 von seb1983
  • "Deiner Meinung nach können sich schwule Flüchtlinge wohl glücklich schätzen in der Türkei und nicht in Deutschland mit seinen "unerträglichen Zuständen" gelandet zu sein."

    Gut, dass Du weißt, was meine Meinung ist.

    Die Zustände für Schwule in deutschen Flüchtlingslagern sind auch deswegen unerträglich, weil eben auch viele einheimische Beamten homophob sind und nicht nur die Flüchtlinge aus dem Asylland von Alois Brunner.

    Der österreichische Nazi-Mörder Brunner starb als gern gesehener Regierungsgast in Syrien ca. 2010, die von den Geheimdiensten tolerierten munter mordenden NSU-Nazis starben 2011, Beatrix von Storch sitzt heute im Europa-Parlament.

    Dass Du den Faschismus so gerne verdrängst, heißt noch lange nicht, dass er eine Sache der Vergangenheit ist.
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#20 YashaAnonym
#21 falken42
#22 falken42
  • 04.08.2016, 16:15h
  • Antwort auf #20 von Yasha
  • ich halte von keiner religion was, egal ob christentum, islam, hindu oder die unlängst populäre anbetung goldener kälber oder eichhörnchen.
    dient alles nur der verdummung und dem machterhalt weniger.

    obwohl das heilige eichhörnchen wäre wenigstens süß!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#23 goddamn liberalAnonym
  • 04.08.2016, 16:16h
  • Antwort auf #17 von seb1983
  • Der "brave Deutsche", das bist Du!

    Deswegen auch Deine mangelnde Empathie für die schwulen nicht nichtschwulen Opfer des deutschen Faschismus und Post-Faschismus (mindestens bis 1969).

    Für die die Zerstörung ihrer bürgerlichen Existenz bis hin zur physischen Vernichtung dann eben doch viel bzw. alles bedeutete.

    Das ist dann eben auch der Grund, weshalb sich z.B. der KZ-Überlebende Rudolf Brazda mit seinem Lebensgefährten im französischen Elsass und nicht im Land des rosa Winkels eine neue Existenz aufbaute.

    Aufhebung der Strafbarkeit in Frankreich: 1791.

    Aufhebung im Land des rosa Winkels: 1969 bzw. 1994.

    Ehrecht in Frankreich: 2013.

    Im Land des rosa Winkels: ?

    Zufall oder Zivilisationsgefälle?
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#24 goddamn liberalAnonym
#25 wiking77
  • 04.08.2016, 16:20h
  • tja, auch eine Folge der Islamisierung unter Erdowahn. Aber das hat natürlich nix mit der Religion des Friedens, deren Adepten Schwule mal gerne an Baukränen (siehe Teheran) aufknüpfen, zu tun. Mit Krokodilstränen werden uns jetzt interkulturell besonders kompetente Mitmenschen hier erklären, dass das Christentum viel, viel schlimmer ist. Es ist nur so, dass in der Herz-Jesu-Republik und im Vatikan schwulen Männern in der Neuzeit sowas nicht passiert ist.
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#26 YashaAnonym
#27 seb1983
  • 04.08.2016, 16:29h
  • Antwort auf #21 von falken42
  • Da kann ich mir auch den Armutsbericht, die Zustände in Krankenhäusern oder nur die A1 vor meiner Haustür angucken, da kann man sich überall schämen.
    Deshalb vernünftig argumentieren, was läuft gut, wo gibts Verbesserungsbedarf und was läuft in die völlig falsche Richtung in Deutschland.
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#28 seb1983
#29 goddamn liberalAnonym
#30 goddamn liberalAnonym
#31 YashaAnonym
  • 04.08.2016, 16:44h
  • Antwort auf #24 von goddamn liberal

  • Das Christentum ist nicht schlimm, aber die Kreuzzüge gab es als Fakt. Keine Religion ist schlimm vom Herzen, sondern was man daraus macht. Aber weißt du was an Allah anders ist als an Gott? Das es von Gott eine Mehrzahl gibt. Aber ihr könnt meckern anstatt die Leute in Ruhe zu lassen, die friedlich glauben und Gewalt verabscheuen.
    Atheisten neidern am stärksten, nichts Neues.
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#32 falken42
  • 04.08.2016, 16:54h
  • Antwort auf #26 von Yasha
  • naja, ich hab die bilder von den an baukränen hängenden schwulen in teheran noch vor augen, die geschichten von den geköpften oder (sogar und!) ausgepeitschten leuten in saudi arabien.

    das haben wir ja wirklich seit jahrzehnten nicht. was hat dich daran gekränkt?
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#33 falken42
#34 KMBonnProfil
  • 04.08.2016, 17:00hBonn
  • Antwort auf #31 von Yasha
  • Gott, Allah und Jahwe haben eines gemeinsam. Sie sind das Hirngespinst von Leuten, die etwas und jemanden brauchen, der ihnen sagt, wo es langgeht.
    Personen, die "im Namen von xy" glauben, das Recht zu haben, andere zu drangsalieren und auszugrenzen, weil es in irgendwelchen verkommenen alten Schwarten steht. Oder gar die Pflicht, sie zu ermorden.
    Auf Wesen dieser Ausrichtung - das Menschsein spreche ich diesen Religioten ab - da sch... ich incl. ihrer sog. "Heiligen Schriften".
    Es sind Märchen und Geschichten, mehr nicht. Mit der gleichen Aussagekraft und Bedeutung wie das Telefonbuch.
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#35 goddamn liberalAnonym
#36 falken42
  • 04.08.2016, 17:40h
  • Antwort auf #31 von Yasha
  • neid? eher trauer.
    und wut, weil die religionsanhänger einen gut teil schuld daran haben, das die welt so ist wie sie ist - und ja auch die gewaltlosen.
    wenn du auf eine einsame insel ziehst und dort die heilige kohlrübe anbeten willst - kein problem und echt kein neid.
    doch ihr lebt hier, eure propaganda verknüpft eure wirre weltsicht dem was menschen als gut empfinden - doch ihr handelt nicht danach - auch nicht die gewaltlosen.
    ganz davon abgesehn, das ihr ein gestörtes verhältnis zur wahrheit habt.

    und ganz nebenbei: wir müßten uns in dieser welt um frieden kümmern, um armut, ungleichheit, ausbeutung, klimaveränderung und natursterben, umweltschutz und und und ... davon haltet ihr religionsanhänger die menschen ab, indem ihr sie mit zweit- und drittklassigen themen beschäftigt haltet. gott oder allah? jungfrauen oder weintrauben, war jesus schwul oder hetero? ihr religionstypen solltet euch lieber mal fragen von wem ihr euch (mit dem versprechen einer belohnung nach dem tod - was für ein PR-Trick) da benutzen lasst, wem das nützt, das über die eigentlich wichtigen fragen des 21. jhdt. nicht gesprochen wird, weil die menschen mit müll aus dem mittelalter inlusive der kreuzzüge beschäftigt sind.
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#37 klarstellungAnonym
#38 Hedwig C-MAnonym
#39 GeorgGProfil
  • 04.08.2016, 17:56hBerlin
  • Früher war der Iran der Horrorstaat für Schwule, heute ist es die Türkei.
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#40 aufklärungAnonym
  • 04.08.2016, 18:06h
  • Antwort auf #31 von Yasha
  • du sagst, keine religion wäre "schlimm vom herzen". aber das gegenteil ist der fall!

    alle religionen, insbesondere das christentum und der islam, setzen ihr ganzes streben auf zwangsmissionierung, eroberung und ausgrenzung. das ist zutiefst verdorben im herzen und gehört durch aufklärung beseitigt.

    was du als atheistischen neid diffamierst - aus religiotischer motivation heraus und gewalttätig beleidigend!-, ist schlichtweg klares denken, das du offenbar nicht begreifst. wenn du allerdings dermaßen religiotisch verwirrt bist, bist du eben auch nur ein kreuzzügler oder gotteskrieger.
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#41 Wie meinenAnonym
#42 Roman BolligerAnonym
  • 04.08.2016, 19:27h
  • Die Türkei verwandelt sich dank Erdogan und seinen Anhängern und Anhängerinnen in ein primitives Land von Barbaren.
  • Antworten » | Direktlink »
#43 seb1983
  • 04.08.2016, 19:33h
  • Antwort auf #30 von goddamn liberal
  • Und du hast nach wie vor nicht verstanden wie wenig diese Karte aussagt, eben der der deutsche Michel der nur auf die Gesetzeslage guckt

    Also ab nach Brasilien, das ist schön blau auf deiner Karte.
    Blöd nur dass Organisationen dort seit Jahren von gezielten Hetzjagden auf Schwule berichten, dass dort die allgemein Menschenrechts- und Sicherheitslage oft schlecht ist.
    Aba aba in Brasilien ist doch die Ehe geöffnet... jaja
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#44 falken42
  • 04.08.2016, 19:47h
  • ich habe die nachricht bei google oder den großen tageszeitungen nicht gefunden, bei msn dagegen schon....
  • Antworten » | Direktlink »
#45 goddamn liberalAnonym
  • 04.08.2016, 20:04h
  • Antwort auf #43 von seb1983
  • "Also ab nach Brasilien, das ist schön blau auf deiner Karte."

    Nö.

    Im Westen liegen soviele schöne Länder, die zivilisierter sind als Dein geliebtes Dunkeldeutschland.

    Als Rheinländer muss man da nicht mal auswandern, da muss man einfach nur umziehen.

    Die Gefahr, dass die Wehrmacht mal wieder auszieht, um im Westen alles kurz und klein zu kloppen und Deportationszüge nach Osten zu schicken, ist ja dann doch nicht so groß wie früher.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#46 YashaAnonym
  • 04.08.2016, 21:03h
  • Antwort auf #36 von falken42

  • Wenn du richtig liegen würdest und es würde keinen Schöpfer geben, dann habe ich durch mein Leben trotzdem sinnvoll und schön gelebt und ich verpasse absolut nichts denn ich habe meinen Frieden mit mir und meiner Umwelt, auch dank der schönen Erziehung meiner Eltern. Gehen wir aber mal davon aus dass ich recht habe und es gebe einen Schöpfer der dich zur Rechenschaft leiten wird...da hat man in beiden Fällen gewonnwn und nichts verloren.
    Die einzigen die pauschal und ohne Herz mit mir sprechen sind Atheisten, warum diese Verbitterung? Ich kann es mir aber denken.
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#47 Männer NatürlichAnonym
  • 04.08.2016, 21:09h

  • Ich würde mir wünschen, das naheliegende mal anzufassen.

    Der schwule Reiseveranstalter "männer natürlich" führt im Herbst Reisen in die Türkei durch, als ob nichts gewesen wäre in Sachen Erdogans Machtergreifung.

    Er beschwichtigt sogar und bringt somit seine Kunden in Gefahr.

    Welcher Grund steht dahinter? Zynismus oder nur Gier? Solange das auswärtige Amt keine Reisewarnung absetzt, kommen die Leute nicht aus dem Vertrag raus. Ein Skandal, wie mit Schwulen umgegangen wird. Bitte das mal recherchieren!
  • Antworten » | Direktlink »
#48 falken42
  • 04.08.2016, 21:27h
  • Antwort auf #46 von Yasha
  • verbitterung? das sehe ich nicht.

    die harmonie die du meinst ist jedoch nicht wirklich, da nur egoistisch auf dich selbst gerichtet.

    auch ich glaube an die möglichkeit sein leben harmonisch mit seiner umwelt zu gestalten, jedoch weder auf kosten der wahrheit noch auf kosten anderer, das unterscheidet atheisten von religionsanhängern. jede religion sieht zuerst sich selbst und grenzt andere aus, letztlich ist es nur eine vergrößerte version des eigenen egoismus.
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#49 Religioten-WatchAnonym
  • 04.08.2016, 21:46h
  • Antwort auf #46 von Yasha

  • warum wurde sollten Atheisten deiner Meinung nach verbittert sein? vielleicht solltest du dich mal fragen wohin Religion führt und woher diese vermeintliche Verbitterung und der Atheismus selber herrühren? im übrigen - waren die Kreuzzüge auf die du gerne verweist etwa atheistischer Natur? stell dir mal vor alle die mit dem Kreuzzug zu tun hatten oder davon betroffen waren wären Atheisten gewesen?! wie wäre die Geschichte dann verlaufen?
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#50 TheDadProfil
#51 wiking77
  • 04.08.2016, 22:08h
  • Antwort auf #46 von Yasha
  • Dass die Türkei im allgemeinen nicht die europäischen Standarts erfüllt, zeigt sich auch daran, welch gesellschaftliches Klima in diesem Land gegenüber schwulen Männern. Und schlimmer noch, dieser rigide Umgang mit Homosexuellen ist Mainstream! Nochmal, ich kann mich nicht erinnern, dass es seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ähnliches im Vatikan, oder in einem EU-Land gegeben hat. Auch hierbei wäre es höchste Zeit den Türken zu bedeuten - das wäre auch ein Stück europäischer Ehrlichkeit - dass sie als islamisches Land in der EU nicht willkommen sind. Nicht willkommen von der Mehrheit der EU-Bürger und auch der Politiker. Das gäbe auch der Türkei die Chance sich neu zu orientieren, z. B. in Richtung Turkstaaten im Kaukasus, z. B. Aserbaidschan, Kasachstan, Turkmenistan. Es wäre dem freiheitlichen Gefüge der EU nicht zuträglich ein Land mit islam(istisch)-osmanischen Atitüden dabeizuhaben.
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#52 seb1983
#53 DauerterrorAnonym
  • 04.08.2016, 22:20h
  • "Bei den Bombenangriffen, gezielten Mordanschlägen und Regimewechseloperationen der letzten 25 Jahre sind Millionen Menschen getötet und verstümmelt worden.
    ...
    In Wirklichkeit ist die verzweifelte Lage in Sirte und in ganz Libyen das direkte Ergebnis des Kriegs der USA und der Nato von 2011. Dieser Krieg für einen Regimewechsel führte zum Sturz der libyschen Regierung und dem Lynchmord an ihrem Führer, Muammar Gaddafi.

    Washington und seine Verbündeten stützten sich dabei auf islamistische Milizen, die mit al-Quaida verbündet waren. Im Anschluss wurden sie mit riesigen Waffenvorräten nach Syrien geschleust, wo sie eine noch blutigere Regimewechseloperation gegen die dortige Regierung ausführen sollten, die bis heute andauert. Die Eroberer und heutigen Besatzer von Sirte, der Heimatstadt Gaddafis, die im Krieg am stärksten zerstört wurde, sind dieselben ehemaligen US-Stellvertretertruppen, die von den Schlachtfeldern in Syrien heimgekehrt sind."

    www.wsws.org/de/articles/2016/08/03/pers-a03.html
  • Antworten » | Direktlink »
#54 seb1983
#55 TheDadProfil
  • 04.08.2016, 23:10hHannover
  • Antwort auf #51 von wiking77
  • ""Dass die Türkei im allgemeinen nicht die europäischen Standarts erfüllt, zeigt sich auch daran, welch gesellschaftliches Klima in diesem Land gegenüber schwulen Männern. ""..

    Was ? "herrscht" ?
    Die immer öfter vorliegende Unvollständigkeit Deiner Sätze stört beim lesen..
    Ist es schwer den Kommentar vor dem absenden noch einmal zu lesen ?

    ""Auch hierbei wäre es höchste Zeit den Türken zu bedeuten - das wäre auch ein Stück europäischer Ehrlichkeit - dass sie als islamisches Land in der EU nicht willkommen sind.""..

    Die Frage einer "vorherrschenden Religion" oder gar eine "Staats-Religion" steht bei den Beitrittsverhandlungen gar nicht zur Debatte..

    Wenn das so wäre, hätte man Mazedonien diese Verhandlungen ebensowenig anbieten können, wie der Türkei..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #51 springen »
#56 Musthave---Anonym
  • 05.08.2016, 04:41h

  • Flüchtlinge zu verteilen ist nunmal notwendig weil es Kapazitätsgrenzen gibt . Es wird unsinnig Nichtgeregelt und für echte Flüchtlinge bleibt dan noch weniger.
    Die Türkei hatt nunmal strukturelke Defizite und mafiose Seilschaften ( ob mit oder ohne Erdoan der wohl auch stabilisierte. Sultan ist er trotzdem nicht ) steht aber noch besser als andere Länder da. Es ist sozusagen das kleinere Übel nicht Garkeins.
    Auch in Deutschland oder Europa werden Queers bedroht und diskriminiert.
    Ob man ein Asylheim dort nicht schützen kann ?
    Ich erinnere einen Fall in der Türkei wo ein vielleicht Polizist, wegen Gewalt gegen eine queere Person verurteilt wurde aber bis zum Bericht Monate nie verhaftet wurde .
    Die Formulierung " Sicher " könnte man auch " Verhältnismäßig Sicher " oder weiter differenzieren
    Dan könnten auch überregionale Netzwerke
    länderübergreifend finanziell unterstützen und kontroliertere Schutzräume schaffen.
  • Antworten » | Direktlink »
#57 NickAnonym
#58 markusbln11Anonym
#59 soulthatAnonym
  • 05.08.2016, 09:05h
  • Antwort auf #4 von schabrakke_

  • Aksaray ist ein Stadtteil von Istanbul, die schwulen wurden bereits vorher ausgemacht. Das spricht sich schnell rum in jedem Viertel und man wird gebrandmarkt. Ich selbst bin nicht schwul aber habe Freunde die ihre Wahlheimat in der Türkei gefunden hatten und vor einigen Jahren die Koffer gepackt haben. Das Leben als LGBT in der Türkei kann nicht gefährlicher sein. Was die vermeintlichen Lücken in dem Artikel betrifft, das ist ein Artikel und keine detailgetreue Abbildung. Das sollte man auch nicht erwarten.
    Was die großen Medien betrifft die nichts darüber berichten, wäre es wirklich so verwunderlich wenn sie keine Zeit finden zwischen Kim Kardashian und Bademoden Tipps?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#60 goddamn liberalAnonym
  • 05.08.2016, 09:30h
  • Antwort auf #52 von seb1983
  • Ich schwelge in nichts. Ich rieche die Gefahr.

    Und: Mir ist meine Würde wichtig.

    Wenn Du die Gefahr (und Deinen Nazi-Opa) lieber verdrängst, bitte!

    "Was genau sagt deine Karte dann aus??"

    Komische Frage: Die Karte sagt aus, dass in vielen Ländern die Gleichheit aller vor dem Gesetz einen höheren Stellenwert hat als im Land des rosa Winkels, wo Typen wie der Justiziar der größten Regierungsfraktion unbedingt Untermenschen unter sich haben wollen.

    www.youtube.com/watch?v=BHWuPLTbF74

    www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2015/pm_150618/37
    9316


    Die Karte ist kein Zufallsprodukt. In vielen Ländern, die die Ehe geöffnet haben, ist entweder die demokratische Tradition stärker verankert als hierzulande (Skandinavien, USA, Kanada, UK, Uruguay etc.) oder Homosexualität schon lange straffrei (in Lateinamerika z. B.).

    Für manche Länder gilt beides: z. B. Belgien, Frankreich, Niederlande.

    Gerade letztere Länder sind Deutschland zivilisatorisch überlegen.

    In demokratischen Ländern mit Strafverfolgung bis in jüngere Zeit wie z. B. UK (Strafrechtsreform 1967) ist 2016 zumindest das schlechte Gewissen ausgeprägter als hierzulande. Siehe die Rehabilitierung von Alan Turing oder den Thronfolger aus dem Schwulenmagazin. In den USA sieht mans an den vielen posthumen Ehrungen für Harvey Milk.

    Herr Brandt und Frau Merkel haben kein schlechtes Gewissen.

    Sie diskriminieren eine NS-Opfergruppe munter weiter.

    Jeder lebt in seinen Traditionen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #52 springen »
#61 goddamn liberalAnonym
  • 05.08.2016, 09:51h
  • Antwort auf #46 von Yasha
  • "Die einzigen die pauschal und ohne Herz mit mir sprechen sind Atheisten, warum diese Verbitterung?"

    Der Atheismus ist eine legitime Position, die Teil der Welt-Zivilisation ist und von Epikur bis zu Freud und Dawkins von bedeutenden Menschen vertreten wird, die die Menschheit weiter gebracht haben.

    Atheisten werden stärker diskriminiert als Religionsgemeinschaften, auch und gerade in Deutschland, wo sie kaum offiziell anerkannt werden.

    Stattdessen verlangen die deutschen Medien ständig Respekt für jeden rückständigen Mumpitz, vorausgesetzt, er lässt sich religiös irgendwie rechtfertigen.

    Gerade die traurige Rückwärtsentwicklung in der Türkei zeigt aber, dass Kemalisten (unabhängig von ihrem Verhältnis zur Gottesfrage) wachsam sein müssen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #46 springen »
#62 userer
#63 gatopardo
  • 05.08.2016, 10:24h
  • Antwort auf #61 von goddamn liberal
  • Wie recht Du hast. Man wagt ja als Linker und Atheist kaum noch, eine so rückständige Religion wie den Islam zu kritisieren, weil man dann sofort in die Ecke der Rechtspopulisten und Ausländerfeinde gestellt wird. Auch die bescheuerten Bekleidungsvorschriften der muslimischen Frauen müssen wir nicht nachvollziehen und deren totale Vermummung schon mal gar nicht, welche sie als gar nicht existent ausweist. Hat nicht Atatürk schon vor dieser Religion gewarnt ?
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#64 wiking77
  • 05.08.2016, 10:25h
  • Antwort auf #55 von TheDad
  • "Ist es schwer den Kommentar vor dem absenden noch einmal zu lesen ?"

    Irgendjemand muss sich beim Verfassen von Texten Mühe geben. Danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast.

    Mir ist es egal, ob die EU ein "Christenclub" (defarmierende Ausdrucksweise von Erdowahn) ist oder nicht. Umso mehr ist es mir wichtig, dass die Türkei mit ihrer islamisch-osmanischen Atitüde nicht in der EU ist. Ich verkenne nicht die geostrategischen Aspekte; ein Blick in den Atlas bzw. in die Landkarte genügt. Endlich sind die nörgelnden Briten mit ihren Extrawürsten im Abgang, nun brauchen wir kein Land in der EU, dass mit seiner Präpotenz seine islamischen Werte und Vorstellungen denn Staaten Europas durchdrückt. Letztentlich will ja Erdowahn und seine Spießgesellen das verwirklichen, was ihre Vorgänger, die vor Wien gescheitert sind nicht geschafft haben; eher sollte man die Türkei Russland zum Fraß vorwerfen.
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#65 gatopardo
  • 05.08.2016, 10:34h
  • Antwort auf #46 von Yasha
  • Neuste Studien belegen jedoch, dass Atheisten die besseren Menschen sind, weil sie bei keinem imaginären ausserirdischen Wesen "Unterschlupf" suchen, sondern ihren eigenen Handlungen und sich selber Rechenschaft ablegen müssen. Das schliesst aber nicht aus, dass Du für Dich den Frieden in einer Religion gefunden hast, was man Dir ja auch nicht absprechen will.
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#66 seb1983
  • 05.08.2016, 10:39h
  • Antwort auf #60 von goddamn liberal
  • Nazi Opa.... soso
    Es ist gar noch schlimmer: Ich hatte sogar zwei Großväter...

    Und ich habe dir schon mehrfach gesagt dass die rechtliche Situation eine Sache ist aber wenig über das tatsächliche Leben von Schwulen und Lesben aussagt, grade in Lateinamerika.

    Also husch husch rette mal das bisschen Würde das du noch hast
  • Antworten » | Direktlink » | zu #60 springen »
#68 gatopardo
#69 LudwigAnonym
  • 05.08.2016, 11:00h
  • Wird das nur ein tragischer Einzelfall sein oder ist das die Zukunft für LGBT in der Türkei?

    Und was hat das mit dem Flüchtlingsabkommen zu tun? Was hätte das nicht Vorhandensein des Abkommens an der Tat geändert?

    Hassverbrechen gegen Schwule werden auch von bei uns hergeflohenen Islamisten in nahezu jeder Flüchtlingsunterkunft begangen, wenn bekannt wird, dass jemand schwul ist.

    Man kann einem schwulen Türken sicher nicht raten, ausgerechnet in die Unterkünfte in Deutschland zu fliehen, in denen die Sympathisanten des islamischen Staates der Regeln des Zusammenlebens diktieren.
  • Antworten » | Direktlink »
#70 goddamn liberalAnonym
  • 05.08.2016, 11:09h
  • Antwort auf #66 von seb1983
  • Klar, dass Du immer ablenkst.

    Ich sprach ja jetzt eher über Westeuropa als über Lateinamerika. Da ist die Rechtslage eindeutig besser als in Deinem deutschen Vaterland. Und die Lebensqualität ist vergleichbar.

    Ich weiß aber auch von Lateinamerikanern, dass es sich z. B. in den 50ern und 60ern für Schwule, v.a. für Mittelschicht-Schwule außerhalb der Armenviertel, besser leben ließ als hierzulande. Das gilt natürlich erst recht für die heutige Zeit.

    Damals musste man nicht ständige Angst vor dem Knast haben, weil die Polizei einen zumindest nicht bis in die Privatwohnung verfolgte wie hierzulande, heute kann man heiraten.
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#71 goddamn liberalAnonym
  • 05.08.2016, 11:36h
  • Antwort auf #63 von gatopardo
  • "Hat nicht Atatürk schon vor dieser Religion gewarnt ?"

    Er fand sie schon als die beste der Religionen, sah sie aber auch als Problem.

    Weil er sie als Problem erlebt hatte. Jemand wie Du, der das Spanien Francos noch erlebt hat, weiß weshalb.

    "Man wagt ja als Linker und Atheist kaum noch, eine so rückständige Religion wie den Islam zu kritisieren, weil man dann sofort in die Ecke der Rechtspopulisten und Ausländerfeinde gestellt wird."

    Dagegen hilft v.a. eins: Sich auf linke Muslime oder Ex-Muslime in der arabischen Welt, im Iran oder in der Türkei berufen. Die sagen z. B. ganz klar: Je verhüllter desto reaktionärer. Was man ja auch klar belegen kann.

    Diese Linken sind dann auch tatsächlich links, im Gegensatz zu dieser dubiosen sehr deutschen Figur:

    www.neues-deutschland.de/artikel/1020821.von-goldkaeppchen-u
    nd-burka.html


    Da fragt man sich: Ist der so naiv oder tut der nur so?

    Kennt der als Islamwissenschaftler die Kulturgeschichte der islamischen Welt im 19. und 20. Jh., auch in Afghanistan, nicht, wo zumindest in Kabul die Frauen und Männer früher so herumliefen:

    www.maiwand.com/Family/Boba/Family/1964-Kabul.jpg

    Dass es damals in jeder Hinsicht um Afghanistan besser bestellt war als heute, ist klar.

    Dass es heute anders, blutig und finster, aussieht, haben wir übrigens auch den USA zu verdanken.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #63 springen »
#72 TheDadProfil
  • 05.08.2016, 11:41hHannover
  • Antwort auf #64 von wiking77
  • ""Umso mehr ist es mir wichtig, dass die Türkei mit ihrer islamisch-osmanischen Atitüde nicht in der EU ist.""..

    Das ist ein Standpunkt der nachvollziehbar ist..

    Aber vor dem Hintergrund des Rechts-Rucks in Polen betrachtet kann man sich nicht darauf verlassen daß die Wähler immer die richtige Regierung wählen..
    Auch in der Türkei nicht, die immer noch nicht gleichzusetzen ist mit einem Präsidenten, der an seiner "unabkömmlichkeit" arbeitet..

    Der Kritik-Punkt bleibt daher bestehen..
    Es kann keine EU aus "Christen-Staaten" bestehen, allein schon wegen der immer weiter fortschreitenden "ent-religiölisierung" der Bevölkerungen, die in den östlichen Staaten der EU zwar deutlich langsamer voranschreitet, aber immer noch vorhanden ist..

    Staaten sind die Mitglieder der EU, und nicht EINE "Religion", die auch Du hier gerne "vorne" sehen willst, und mir als Atheist damit gewaltig auf den Sack gehst !

    Denn ich will weder eine "islamische Türkei" NOCH ein "katholisches Frankreich" in der EU !

    Und deshalb ist Dein Satz (den andere hier auch schon so formuliert haben) so falsch..

    Es kann und darf bei den Beitrittsverhandlungen nicht darum gehen welche "Religionen" es in diesen Staaten gibt, sondern welche Regierungsform und welche Gesellschaft, und vor allem welche gesellschaftlichen Bedingungen dort herrschen..

    Und so stimmt Dein Satz dann nur für einen Staat in Europa :
    Den Vatikan..
    Der darf niemals Mitglied der EU werden !

    Was den anderen Unsinn angeht..
    Auch Russland besteht nicht aus Putin..
    Und so entpuppen sich Deine ""geostrategischen"" Betrachtungen als alte Sichtweisen der Blöcke, und die militaristische Sprache als Reminiszenz an eine Vergangenheit, die längst überwunden wäre, wenn man anfinge in "Staaten", und nicht in Systemen oder gar "Religionen" zu "denken" um Bündnisse zu formen, die den Bevölkerungen zu Gute kommen..
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#73 goddamn liberalAnonym
  • 05.08.2016, 11:43h
  • Antwort auf #65 von gatopardo
  • "Neuste Studien belegen jedoch, dass Atheisten die besseren Menschen sind."

    Auch und gerade als Nicht-Atheist sage ich immer:

    Es ist sicherer und gemütlicher in einem Kaffeehaus in der Atheisten-Hochburg Prag zu sitzen als in einem Kaffeehaus in Bagdad, wo die Gottesfürchtigen sich gerne gegenseitig in den Himmel bomben.
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#74 GeorgGProfil
#75 TheDadProfil
  • 05.08.2016, 11:47hHannover
  • Antwort auf #67 von blue tack
  • ""Wir brauchen endlich ein vernünftiges Staatsbürgerschaftsrecht.""..

    Natürlich brauchen wir dringend ein vernünftiges Staatsbürgerrecht..

    Vor allem weil man nicht Menschen deren Großeltern aus der Türkei eingewandert sind, als "Deutsch-Türken" bezeichnen kann !

    Diese "ver-judung" der "deutschen Sprache" als Ausdruck der Umdeutung von "Volkszugehörigkeiten" die es abzulehnen gälte, ist die billigste Form des täglichen Rassismus, mit dem man den Mitbürgern auf der Straße begegnet..
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#76 seb1983
  • 05.08.2016, 11:50h
  • Antwort auf #70 von goddamn liberal
  • Ich spreche noch immer von der tollen Karte die du da verlinkt hast und die kaum Aussagekraft besitzt.

    Mein deutsches Vaterland oh man
    Verfolgt von der Polizei bis in die Privatwohnung als Schwuler?
    So verzerrt wie dein Deutschlandbild ist offenbar auch das Bild auf andere Länder.
    Die Rechtslage in den anderen westeuropäischen Ländern ist in den praktischen Auswirkungen zu 99% identisch, nur den Aufkleber "Ehe" gibts für dein Würde nur dort.

    Die Mittel- und Oberschicht kann sich in Afrika, Südamerika und dem nahen Osten leisten was sie will, nicht nur vor 50, 60 Jahren sondern auch heute, notfalls werden Polizei und Justiz eben geschmiert.
    Für den massiven Großteil der in Armut lebt, und noch mehr für Schwule gibt es aber weder Schutz noch Rechtssicherheit!
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#77 seb1983
#78 TheDadProfil
  • 05.08.2016, 13:22hHannover
  • Antwort auf #77 von seb1983
  • ""Jemand der in Köln türkische Fahnen schwenkt, Kurden bedroht, Erdogan und Todesstrafe bejubelt noch teilweise deutsch nennen zu müssen ist tatsächlich traurig.""..

    Welche genauen Informationen hast Du hier zu den Staatsangehörigkeiten der Demonstranten ?

    Stammen die vom Verfassungsschutz, vom Staatsschutz, oder aus den Verbindungsdaten der Handys vor Ort ?

    Mal abgesehen davon, daß unter den Jubelnden auch Kurden zu finden waren !

    Was soll dieser Unsinn ?
    Was willst Du damit aussagen ?
    Das "dumme deutsche" einem Diktator zujubeln ?

    Ist das jetzt neu für Dich ?
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#79 goddamn liberalAnonym
  • 05.08.2016, 13:23h
  • Antwort auf #76 von seb1983
  • Wenn man Deine Beiträge so liest, versteht man, dass die Rückständigkeit Deutschlands nicht nur an den deutschen Homophoben, sondern auch an vielen deutschen Homosexuellen liegt.

    "Verfolgt von der Polizei bis in die Privatwohnung als Schwuler?
    So verzerrt wie dein Deutschlandbild ist offenbar auch das Bild auf andere Länder."

    Texte und Karten in ihrer Aussagekraft verstehen, geschichtliche Fakten kennen, erst dann antworten.

    Ich sprach von den 60ern in Brasilien und in Deutschland. Da galt hier ein Nazi-Paragraf. Selbst in Brasilien musste man niemand schmieren, um zuhause in Ruhe gelassen zu werden, solange man die Schutzaltersgrenzen beachtete. Von unseren westlichen Nachbarländern ganz zu schweigen. Nebenbei: Die Opfer des Nazi-Paragrafen sind bis heute nicht rehabilitiert.

    2016: Weder unsere Rechte noch unsere Ehen sind durch die Verfassung explizit geschützt. Soviel zur deutschen Rechtssicherheit, die nur rechte Deutsche aber nicht uns schützt.

    Wer das nicht entwürdigend findet, ist in diesem Land als fröhlicher Untermensch gut aufgehoben. Gratuliere!
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#80 *Fluchtursachen*Anonym
#81 goddamn liberalAnonym
  • 05.08.2016, 13:30h
  • Antwort auf #74 von GeorgG
  • "Die staatliche Gesetzgebung mag in einigen lateinamerikanischen Ländern besser geworden sein."

    Die staatliche Gesetzgebung ist in vielen Ländern Lateinamerikas nicht besser geworden, sie ist traditionell besser als in Deutschland.

    Der Vergleichzeitraum reicht dabei vom frühen 19. Jh. (Abschaffung der Strafbarkeit in Brasilien 1822) bis heute.

    Das muss nicht überall die gesellschaftliche Realität widerspiegeln.

    Machomänner, die z. B. traditionell gerne die kath. Kirche ärgern, sitzen aber auch in den Gerichten und Parlamenten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #74 springen »
#82 seb1983
  • 05.08.2016, 13:45h
  • Antwort auf #79 von goddamn liberal
  • Haaaaaase, Brasilien ist in deiner Karte so blau wie die Niederlande weil sie nur die (theoretische) rechtliche Situation darstellt. Praktisch ist das Unsinn.

    Du schwelgst gerne in der Vergangenheit ja, das habe ich schon mitbekommen entweder gleich Nazis oder die schönen 50er und 60er.

    In Südamerika wurdest du damals wie heute als Schwuler eben einfach so erschossen oder bekamst ein Messer in den Rücken, wirst von Banden gejagt wenn du nicht zur Oberschicht gehörst.

    Nun darfst du in Deutschland nicht heiraten sondern nur eine ELP eingehen, Fakt und diskriminierend. Welche Rechte hättens denn sonst noch gerne die nicht ebenso geschützt sind wie bei jedem anderen Bürger auch??
  • Antworten » | Direktlink » | zu #79 springen »
#83 goddamn liberalAnonym
#84 markusbln11Anonym
  • 05.08.2016, 15:47h
  • Antwort auf #69 von Ludwig

  • Bitte beachte. Deswegen haben wir etwa in münchen!!/ bayern oder berlin extea unterkünfte für lgbt errichtet.

    Und die sind sicherer als eine schäbige bruchbude in der türkei.

    Aber welchen stellenwert hat schon die lgbt-verfolgung bei der bundesregierung. Nix sehen, nix hören, nix machen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #69 springen »
#85 seb1983
  • 05.08.2016, 15:52h
  • Antwort auf #83 von goddamn liberal
  • Nun reden wir in Deutschland von Brennpunkten, in Brasilien und Südamerika, Afrika, im nahen Osten, Südostasien ist es flächendeckendes Problem. Wer dann noch lebendig genug ist und zur nächsten Polizeistation kriecht kann da dann gleich noch mal den Arsch hinhalten.
    Aber klar, eigentlich ist es in Deutschland genau so schlimm gell...

    Joa der Diskriminierungsschutz fehlt, aber ebenso wie bei der Eheöffnung werden die praktischen Auswirkungen von beidem marginal sein, der Einsatz dafür ist wohl nur noch die letzte Klammer die Teile der "Community" zusammenhält.
    Ob es leichter ist die ELP abzuschaffen oder die Ehe wieder auf Heteros zu beschränken kann dir wohl nur ein Verfassungsrichter beantworten, vermutlich würde beides abgelehnt.

    Mit sowas wie BonifatiusTV würde ich mich nicht beschäftigen, da ist es ja kein Wunder dass man Paranoia bekommt.
    Die rosa Winkel gabs in Südamerika, Afrika und im nahen Osten zwar nie, das hindert die aber nicht daran auch heute noch fröhlich Schwule abzuschlachten.
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#86 gatopardo
  • 05.08.2016, 16:24h
  • Antwort auf #73 von goddamn liberal
  • Wehmütig denke ich an meine Besuche in arabischen Ländern in den 70ern und 80ern zurück. Kaum verhüllte Frauen oder mit Kopftuch. Entspannte Abstecher in Moscheen, Kaffee- und Badehäuser, wo man noch über alles reden konnte. Heute sehen wir uns Familienfotos mit unseren arabischen Freunden an, offensichtliche laizistische Verhältnisse überall. Inzwischen meiden wir sogar das ehemals so offene Nachbarland Marokko, denn auch dort hat die schleichende Islamisierung längst eingesetzt. Diese erinnert mich eher an die Jahre des Klerikalfaschismus in Spanien, den ich von 1966 bis 1975 erleben durfte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #73 springen »
#87 goddamn liberalAnonym
  • 05.08.2016, 16:50h
  • Antwort auf #85 von seb1983
  • Na ja. Brennpunkt Drääsden:

    www.queer.de/detail.php?article_id=24859

    Ansonsten: Wer Südamerika und den Nahen Osten (außer Tel Aviv und Umgebung natürlich) in einen Topf wirft, dem ist nicht zu helfen.

    In Montevideo und Buenos Aires z. B. kann man als Schwuler fast überall bei besserer Rechtslage als in Deutschland genauso gut leben wie in Europa.

    Man merkt ja nicht mal, dass man außerhalb Europas lebt, abgesehen von der Tatsache, dass Weihnachten in den Hochsommer fällt.
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#88 goddamn liberalAnonym
#89 gatopardo
  • 05.08.2016, 19:59h
  • Antwort auf #88 von goddamn liberal
  • Es fällt mir schwer, diesen Köhler zu verstehen, aber jedermann darf in einer Demokratie seinen Tick ausleben. Vielleicht wird die Debatte um Niqab, Burka und wie sie alle heissen in Mitteleuropa leidenschaftlicher geführt als bei uns. Spanierinnen gehören in Europa nach einer langen Zeit männlicher Bevormundung zu den am meisten emanzipierten Frauen und wo es nur eine einzige negative Meinung in allen Gesellschaftsschichten über vollverschleierte Musliminnen gibt. Ja wo sogar im Gegensatz zu vielen EU-Ländern eine gesetzliche Frauenquote existiert, was man hier überall in öffentlichen Ämtern und akademischen Berufen nachvollziehen kann.
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#90 TheDadProfil
#91 Patroklos
#92 TheDadProfil
  • 06.08.2016, 08:10hHannover
  • Antwort auf #91 von Patroklos
  • ""Brauchen wir nicht, wir haben schon eines!""..

    Es ist mühselig Leuten wie Dir zu erklären, daß es sich bei diesem Staatsbürgerrecht immer noch im wesentlichen um das gleiche handelt, was schon 1933 galt, mit dem man dann "unliebsame Personen" ausweisen, und ihrer Staatsbürgerlichen Rechte berauben konnte, selbst wenn sie in Deutschland geboren sind..

    Das Abstammungsrecht ist ausgerichtet nach "Blut und Boden", und Menschen die hier geboren sind, müssen sich zwischen Zwei Staatsbürgerschaften "entscheiden", anstatt sie wie selbstverständlich in anderen Ländern auch, beide besitzen zu dürfen..

    Das gehört abgeschafft !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #91 springen »
#93 goddamn liberalAnonym
  • 06.08.2016, 08:12h
  • Antwort auf #90 von TheDad
  • Also Jens Spahn und die Araberdödel, das ist natürlich unfreiwillig komisch.

    Über Jens Spahn als unmöglichen CDU-Politiker, der mit dem massiv homophoben Tünnes Helmut Brandt in einer Fraktion sitzt, sind wir uns sicher auch einig.

    Aber: Selbst wenn ein Jens Spahn etwas sagt, muss es ja nicht immer falsch sein.

    Und da gilt: Die Vollverschleierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

    Denn jeder Mensch hat ein Gesicht, das ihn von anderen Menschen unterscheidet.

    Keine Religion hat das Recht, das Individuum auszuradieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #90 springen »
#94 TheDadProfil
  • 06.08.2016, 08:46hHannover
  • Antwort auf #93 von goddamn liberal
  • ""Aber: Selbst wenn ein Jens Spahn etwas sagt, muss es ja nicht immer falsch sein.""..

    Ich gehe mal davon aus, Du hast den Artikel von Herrn Köhler aufmerksam gelesen..
    Dort wird dann auch berichtet das in Frankreich eigentlich niemand so genau weiß, wie viele Frauen in Burkas und Nijab es eigentlich gäbe, man hätte aber festgestellt, das sich die Zahlen wohl gesteigert haben müßten, denn einige Frauen trügen diese Kleidung erst seit dem Verbot, aus reinem Protest..

    Und so bleibt eine "Bekleidungs-Vorschrift" dann auch, was sie ist :
    Drangsalierung des Individuums, und damit Instrument der Diskriminierung..

    Insofern ist es hier völlig egal, ob diese Vorschrift von der "Religion" erlassen sein soll, ich konnte dazu bezüglich des "Islam" nur nichts finden, oder ob sich ein Staat oder auch nur ein Politiker anmaßt, solche Vorschriften für einen Teil der Bevölkerung zu erlassen, oder zu fordern..
    Hier kommt dann auch zum Tragen :
    Männer entscheiden in beiden Fällen über die Bekleidung, die Frauen zu tragen, oder nicht zu tragen hätten ?
    Insofern ist das dann der einzige Unterschied zur Forderung Spahns..

    Jens Spahn verhält sich hier aber nicht anders als die "muslimischen" Männer gegenüber den Frauen, die von ihnen das Tragen dieser Kleidung einforderten, nur eben reziprok, wenn er den "muslimischen Männern" gegenüber das ablegen von Kleidung einfordert..

    Er greift in ihre Grundrechte ein..

    Daran gibt es nichts zu deuteln..
    Und deshalb ist es abzulehnen..

    ""Und da gilt: Die Vollverschleierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.""..

    In Anbetracht der verschiedenen Menschen und Fetisch-Gruppen auf den CSD's betrachte ich eine "Vollverschleierung" als Teil dieses Individuums, solange diese Person sich diese Kleidung selber aussucht und sie freiwillig anzieht..

    Aus der Tatsache heraus daß es Frauen gibt die derlei Kleidung freiwillig tragen, ist es daher für mich unmöglich entscheiden zu wollen, wer hier nun gezwungen wird..
    Daher entscheide ich hier im Zweifel für das Grundrecht auf freie Entfaltung, und bin gegen ein Verbot der Burka, weil dieses in das Grundrecht eingreift, und es beschädigt..
    Dazu muß man dann andere Lösungen finden..

    Analoges gilt hier dann auch für die Badehosen..
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#95 goddamn liberalAnonym
  • 06.08.2016, 09:10h
  • Antwort auf #94 von TheDad
  • Kleidung ist nicht nur Mode. Das ist ein weitverbreiteter liberalistischer Irrtum.

    Kleidung ist oft hochsymbolisch und politisch aufgeladen.

    Die Vollverschleierung ist eine Kampfansage gegen die Zivilisation und den Humanismus.

    Das kann man z. B. an der Geschichte des Irans und Afghanistans im 20. Jahrhundert, wo sie ein tödliches politisches Repressionsinstrument ist, klar erkennen.

    Hier geht es um einen ganz grundsätzlichen Kampf um das Menschenbild.

    Viele linke Muslime haben keine Angst, diesen Kampf zu kämpfen, obwohl es letzten Endes oft um Leben und Tod geht.

    Ich auch nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #94 springen »
#96 gatopardo
  • 06.08.2016, 12:17h
  • Antwort auf #95 von goddamn liberal
  • Obwohl ich "The Dad´s" Ausführungen normalerweise plausibel finde, tendiere ich heute mehr zur Einigkeit mit Deinem Kommentar.Vor allem den Satz: "Die Vollverschleierung ist eine Kampfansage an die Zivilisation und den Humanismus", kann ich leidenschaftlich unterstützen. Ach so, mir ist Spahn nicht weiter bekannt, aber auch einige Leute in der CDU finden ja mitunter wie das berühmte blinde Huhn auch schon mal einen Korn.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #95 springen »
#97 goddamn liberalAnonym
  • 06.08.2016, 12:38h
  • Antwort auf #96 von gatopardo
  • "wie das berühmte blinde Huhn auch schon mal einen Korn"

    Denke ich auch.

    Seit sie 1979 im Iran und in den 90ern in Afghanistan mit den Menschen mit brutaler Gewalt aufgezwungen wurde, ist die (volle) Verschleierung keine orientalische Volkstracht mehr, sondern ein politisches Symbol.

    Zumal als Burka oder Niqab mit entferntem Gesicht.

    Der körperfeindliche Niqab (wohl ursprünglich ein Sonnenschutz für Wüstennomaden) hatte diese Funktion schon Ende des 19. Jahrhunderts in der Türkei als diese völlig fremde arabische Kleidung unter dem extrem reaktionären Sultan Abdülhamid als Unterdrückungssymbol eingeführt wurde. Nach der Revolution von 1909 sahen die Dinge und Menschen dann wieder anders aus.
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#98 TheDadProfil
  • 06.08.2016, 23:46hHannover
  • Antwort auf #95 von goddamn liberal
  • Wir könnten das auch ruhig dort weiter diskutieren, wo es hin gehört..
    Aber sei's drum..

    ""Kleidung ist nicht nur Mode. Das ist ein weitverbreiteter liberalistischer Irrtum.""..

    Mode ist ein eigenständiges Konstrukt..

    ""Kleidung ist oft hochsymbolisch und politisch aufgeladen.
    Die Vollverschleierung ist eine Kampfansage gegen die Zivilisation und den Humanismus.""..

    Stimmt in sich beides..
    Nun geht es aber eben auch darum, wer welche Kleidung aus welchen Gründen trägt..

    Aus dem Artikel des Herrn Köhler ging hervor, das man die Anzahl der Frauen die Burka/Nijab tragen auf etwa 5.000 schätzt..
    In Deutschland gibt es derzeit vielleicht ebenso viele, oder ein paar Hundert mehr..

    Es gibt hier aber auch an die 20.000 Frauen der "Kirchen" die in "Ordens-Trachten" zur "Arbeit" gehen, oder einkaufen, oder zum "Gottesdienst", oder in Schulen um "Religionsunterricht" zu erteilen..

    Der Unterschied zwischen diesen Trachten und der Burka habe ich hier schon einmal dargelegt, und mit Bild-Links versehen, um zu verdeutlichen :
    Es gibt keinen..

    Und damals wie Heute schreibe ich dazu :
    Man kann die Burka an dem Tag verbieten, an dem diese Trachten verboten werden !
    "Religions-Freiheit"..
    Klingelt da was ?

    Und ich wehre mich weiterhin vehement dagegen, der einen "Religion" etwas zu erlauben ODER zu verbieten, was der anderen "Religion" nicht auch erlaubt oder verboten ist !

    Wenn wir erst anfangen Unterschiede zu machen, verhelfen wir nämlich dem "Christentum" zu einem noch größerem "Vorsprung" in den Rechten und dem Erlaubtem..
    Und das will ich auf gar keinen Fall !
    Also laßt uns anfangen..
    Verbieten wir die Ordens-Trachten und Mönchs-Kutten außerhalb "kirchlicher Gebäude"..
    Denn nur dann haben wir eine Handhabe gegen die Burka !

    Zu dem Badehosen ist im anderem Thread bereits alles notwendige gesagt..
    Wenn nicht, dann bitte dort nachfragen..
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#99 TheDadProfil
#100 seb1983
  • 07.08.2016, 10:31h
  • Antwort auf #98 von TheDad
  • Der gerne gezogene Vergleich...
    Du willst jetzt nicht wirklich eine Nonnentracht mit einer Burka vergleichen oder?

    Das eine ist quasi eine Arbeitskleidung im Betrieb Kirche, fast schon ähnlich wie eine Uniform bei Soldaten in der Kaserne.
    Selbst hier in Trier sieht man das aber höchst selten, und wenn sind die Damen dann immerhin trotzdem recht offen, lachen und man kann ihnen sogar die Hand geben wenn man will.

    Burka und Co. dienen erstens dazu Frauen von der Außenwelt abzuschirmen und abhängig zu machen, wie sollen die bitte noch ihren Lebensunterhalt verdienen?
    Im Supermarkt an der Kasse jemanden mit so einer Mülltüte hinsetzen?
    Sämtliche Berufe mit Kundenkontakt fallen da weg, Telefonhotlines wären vielleicht was, aber mit da mit fremden Männern reden...

    Inzwischen sieht man auch hier die ersten Frauen vollverschleiert rum laufen, immerhin noch mit freien Augen, aber das wird sich schon noch geben...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #98 springen »
#101 antosProfil
  • 07.08.2016, 11:07hBonn
  • Antwort auf #97 von goddamn liberal
  • "[...] keine orientalische Volkstracht mehr, sondern ein politisches Symbol."

    Nur eine Anmerkung: Schon als Reza Shah 1935 traditionell iranische Bekleidung für Männer und 1936 das Tragen des Tschadors verbieten ließ sind diese Kleidungsstücke politische Symbole geworden; damals, vor der Folie des allgemein herrschenden, sozial-darwinistischen Glaubens an 'Entwicklungsstufen' in einem allgemeinen 'Fortschrittsprozess' als: Symbole der anti-modernen gleich anti-westlichen Rückschrittlichkeit. Für den gleichfalls in seiner Macht beschnittenen iranischen Klerus konnten diese Stoffstücke deshalb zu sichtbaren, d.h. einsetzbaren und aussagekräftigen Zeichen des Protests gegen eine "Zwangsverwestlichung", eine "Westoxification" ['Gharbzadegi'] werden.

    Habit und Mönchskutten haben eine andere Geschichte.

    titelmagazin.com/data/images/20_overlay_22219_0.jpg
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#102 TheDadProfil
  • 07.08.2016, 14:49hHannover
  • Antwort auf #100 von seb1983
  • ""Du willst jetzt nicht wirklich eine Nonnentracht mit einer Burka vergleichen oder?""..

    Doch..
    Und auch hier wieder die gleiche Frage :
    Erklär doch mal den Unterschied ?

    ""Das eine ist quasi eine Arbeitskleidung im Betrieb Kirche, fast schon ähnlich wie eine Uniform bei Soldaten in der Kaserne.""..

    Das ist Unsinn !

    Es soll die Frauen vor den Blicken der anderen Männer "schützen", denn diese Frauen haben "sich gott versprochen", und müssen vor den "lüsternen blicken" verschont bleiben..

    ""lachen und man kann ihnen sogar die Hand geben wenn man will.""..

    Äh ?
    Und ?
    Kann man das bei "Musliminnen" in Burka etwa nicht ?
    Lachen die nicht auch ?
    Interessanter Unsinn..

    ""Burka und Co. dienen erstens dazu Frauen von der Außenwelt abzuschirmen und abhängig zu machen, wie sollen die bitte noch ihren Lebensunterhalt verdienen?""..

    Wie die Nonnen z.B...
    Ansonsten ist die Frage schon ziemlich einfältig..
    Noch nie in einem türkischem Gemüse-Laden gewesen, oder einem Geschäft für arabisch/orientalisch/afrikanische Lebensmittel ?

    Welcher Zaubertrick verhindert mit der Kleidung die Ausübung von Tätigkeiten in Büro und Alltag, in Schule, Anwaltskanzlei, Arztpraxen oder Kliniken ?

    ""Im Supermarkt an der Kasse jemanden mit so einer Mülltüte hinsetzen?""..

    Dort, in genau dieser ABWERTUNG liegt Dein Problem !

    Die Nonnentracht und die Burka kommen aus der GLEICHEN Fabrik, dem GLEICHEM Online-Handel..

    Das Eine mutet Dir dann an wie eine "Müll-Tüte", das Andere dann gar irgendwie "heilig"..

    Nüchtern Fakten betrachten ist nicht drinn ?

    Gespräch beendet !
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#103 antosProfil
#104 goddamn liberalAnonym
  • 07.08.2016, 15:04h
  • Antwort auf #101 von antos
  • Die Fortschrittsvorstellung ist weniger darwinistisch als hegelianisch. Ich denke auch, dass sie faktisch belegbar ist.

    Atatürk war mit Regulierungen der Frauenkleidung aus gutem Grund viel vorsichtiger als Reza Shah, der ihm nacheiferte.

    Das lag auch daran, dass die körperliche Befreiung in den türkischen Städten schon längst freiwillig erfolgt war (kann man z. B. in der Autobiographie von Aziz Nesin nachlesen).

    Das Tschadorverbot hatte der Sohn von Reza Shah schnell wieder aufgehoben.

    Es liegt im Wesen klerikaler Fanatiker, dass sie sich gern als Opfer stilisieren und dabei viele echte Opfer produzieren.

    Ob Mönchs- und Nonnengewänder eine andere Geschichte sind, wage ich zu bezweifeln. Auch sie sind Symbole abrahimischer Körperfeindlichkeit.

    Es ist sehr bezeichnend, dass nach dem 2. Vatikanischen Konzil viele Nonnen kürzere Schleier trugen oder z. T. ganz auf Schleier verzichteten.
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#105 uberhyperliberalAnonym
  • 07.08.2016, 15:31h
  • und nie vergessen:

    der von "westlichen" (aber keine sorge: auch zunehmend "östlichen") konzernen diktierte und überall in medien und alltag inszenierte (hetero-) sexismus, der mädchen und frauen, von kindesbeinen an, am besten nur noch im string und in von der pornoindustrie vorgegebenen objekt-posen gesehen haben will, ist der höhepunkt von "freiheit", "freier entscheidung" und "individualität" überhaupt!
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#106 TheDadProfil
  • 07.08.2016, 15:45hHannover
  • Antwort auf #104 von goddamn liberal
  • ""Es liegt im Wesen klerikaler Fanatiker, dass sie sich gern als Opfer stilisieren und dabei viele echte Opfer produzieren.""..

    Und deshalb ist es dann auch irgendwie logisch, diesen sich als Opfer gerierenden klerikalen Fanatikern durch ein Burka-Verbot in die Hände zu spielen ?

    Übrigens geht es hier nicht um die Türkei und auch nicht um den Iran..
    Es geht um ein Burka-Verbot hier bei uns..
    Und dort müssen dann andere Gründe nachvollziehbar angeführt werden, als sie Mustafa Kemal und Reza Pahlevi für ihre Länder angeführt haben..
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#107 antosProfil
  • 07.08.2016, 15:50hBonn
  • Antwort auf #104 von goddamn liberal
  • "Die Fortschrittsvorstellung ist weniger darwinistisch als hegelianisch. Ich denke auch, dass sie faktisch belegbar ist."

    Das ist natürlich, lieber goddam liberal, eine schön deutsch-intellektuelle Interpretation, die auch ideengeschichtlich etwas für sich hat - wenn man ausblendet, dasss dieser Fortschrittsgedanke eigentlich Ausfluss der jüdisch-christlichen Ideologie, speziell der apokalyptischen Tradition ist.

    Fakt ist aber: In den 30ern und 40ern war nicht Hegel, sondern Darwin [und ein immer irgendwo durchklingender vitalistischer Nietzsche] der It-, nein In-Boy.

    Generell zu den Gewändern: Geht es tatsächlich allgemein um 'Körperfeindlichkeit' oder doch um speziellere sozial-politische Botschaftsübermittlung? Ich glaube, hier liegt ein Unterschied.
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