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Centrum-Moschee in Hamburg-St. Georg im Jahr 2007 (Bild: Wiki Commons / Claus-Joachim Dickow / CC-BY-SA-3.0)

  • 6. August 2016, 08:40h 114 2 Min.

Der Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg SCHURA hat die Teilnahme der Türkischen Gemeinde an der CSD-Parade begrüßt.

Die erstmalige Teilnahme der Türkischen Gemeinde Baden-Württemberg am CSD Stuttgart hat Ende Juli bundesweit Wellen geschlagen – und u.a. den Hamburger Landesverband dazu inspiriert, sich an diesem Samstag auch an der queeren Parade in der Hansestadt zu beteiligen. Für diese Entscheidung bekommt die Türkische Gemeinde Hamburg nun überraschend Rückendeckung vom Rat der islamischen Gemeinschaften SCHURA.

"Wir von der SCHURA Hamburg unterstützen das Vorhaben der Türkischen Gemeinde, sich Diskriminierung entgegenzustellen", erklärte der Vorsitzende Mustafa Yoldas gegenüber der "Hamburger Morgenpost". "Auch wir Muslime müssen uns mit den gesellschaftlichen Realitäten auseinandersetzen."

Man müsse akzeptieren, dass es in Deutschland eine breite Vielfalt an Partnerschaften und Lebensformen außerhalb der klassischen Ehe zwischen Mann und Frau gebe, meinte Yoldas. "Wichtig ist, dass man sich respektiert."

Die SCHURA vertritt rund 50.000 Muslime

SCHURA versteht sich als Religionsgemeinschaft der Muslime in Hamburg. Der 1999 erfolgte Zusammenschluss islamischer Gemeinden vertritt rund 50.000 Menschen, etwa die Hälfte davon sind türkischer Herkunft. Im Grundsatzpapier der SCHURA heißt es: "Für uns Muslime ist gesellschaftliche Vielfalt eine von Gott gewollte und somit positive Erscheinung. Wir bekennen uns vorbehaltlos zu dieser demokratischen Grundordnung und sehen hierin auch keinen Widerspruch zu den Prinzipien und Lehren unseres Glaubens."

Bei der Bekanntgabe der Teilnahme am Hamburg Pride hatte die Türkische Gemeinde noch mit einigem Widerstand gerechnet. "Uns ist bewusst, dass wir als Vorstand damit in unserer Gemeinde einen wichtigen aber auch provokativen Schritt machen, der auch negative Reaktionen auslösen könnte", meinte die Vorsitzende Nebahat Güçlü. "Trotzdem halten wir es für wichtig und richtig, sich aller Art von Diskriminierungen in unserer Gesellschaft entgegenzustellen und stellen uns auch der Diskussion innerhalb unserer Organisation."

Die Hamburger CSD-Demonstration führt am 6. August ab 12 Uhr von der Langen Reihe durch die Innenstadt. Das CSD-Straßenfest findet bis Sonntag am Jungfernstieg und Ballindamm statt.(cw)

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-w-

#1 Stolzer HomoAnonym
#2 JudokaAnonym
  • 06.08.2016, 12:46h
  • "Die SCHURA vertritt rund 50.000 Muslime"

    Da ist eine Null zu viel in deren Angabe.

    Ich kann mir kein Urteil über die erlauben, weiß aber, dass die keineswegs unumstritten sind. Man sollte also mit sowas sehr vorsichtig umgehen. Auch der Papst sagt aus PR-Gründen "Wer bin ich denn, über solche Menschen richten zu können" und bei anderer Gelegenheit hetzt er dann aufs übelste.

    Ehrlich gesagt: sobald Religion im Spiel ist, bin ich immer extrem vorsichtig bei solchen Unterstützungsbekundungen, weil da oft ganz andere Interessen hinterstehen und sobald die erzielt wurden, wird die Maske abgelegt und dann können die ganz anders.

    Aber wie gesagt: ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren, wenn die das wirklich (dauerhaft) ernst meinen. Aber erst mal bleibt zumindest eine gesunde Skepsis.
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#3 WillensAnonym
  • 06.08.2016, 12:54h

  • Juhu Märchenstunde beim CSD.
    Die Anbeter der Fabelwesen Allah, Gott, und wie sie alle heißen können sich einen Wagen teilen und damit Richtung Mekka und Compostela fahren, aber bitte nicht beim CSD weiter mitmischen.
    Das Kernanliegen jeder Religionszurschaustellung ist immer auch Missionierung, auch wenn sie was anderes behaupten.
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