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Vereinigte Arabische Emirate

Trans-Model Einreise nach Dubai verweigert


Über 2,3 Millionen Follower auf Youtube: Giselle Loren Lazzarato alias Gigi Gorgeous

  • 11. August 2016, 07:56h 17 2 Min.

Youtube-Star Gigi Gorgeous wurde am Flughafen des Emirats für fünf Stunden festgehalten.

Als alles vorbei war, sprach sie von "einem der fürchterlichsten Momente meines Lebens": Am Dienstag wurde der kanadischen Schauspielerin und Youtube-Größe Giselle Loren Lazzarato alias Gigi Gorgeous offensichtlich aufgrund ihrer Transsexualität die Einreise in die Vereinigten Arabischen Emirate verweigert. Stattdessen wurde das Model am Flughafen von Dubai von der Polizei für fünf Stunden ohne Pass festgehalten.

"Mir wurde gesagt: 'Du bist transgender, du kannst nicht in unser Land kommen", berichtete Gorgeous gegenüber dem US-Klatschportal TMZ von dem Vorfall. Die Darstellung der Flughafenpolizei, dass sie mit einen Reisepass mit männlichem Geschlechtseintrag und einem "männlichen" Foto einreisen wollte, wies die 24-Jährige zurück. Bereits 2014 habe sie ihr Geschlecht bei den kanadischen Behörden ändern lassen.

Gigi Gorgeous wurde schließlich erlaubt, von Dubai nach Stockholm weiterzufliegen, einem "sehr viel mehr akzeptierenden Ort", wie sie auf Instagram schrieb. Der Vorfall zeige die "Notwendigkeit für Veränderungen".

Eine Stimme für Trans-Rechte

Mit mehr als 2,3 Millionen Abonnenten und über 300 hochgeladenen Videos ist die 24-Jährige eine der beliebtesten Nutzerinnen auf Youtube, wo sie auch ihre Transition dokumentierte. Gorgeous nahm in Nordamerika an mehreren Fernsehshows, darunter "Project Runway", teil und spielte in drei Kurzfilmen mit. Immer wieder erhob sie auch ihre Stimme für die Rechte von Transmenschen.

Direktlink | Gigi Gorgeous: "Ich bin transgender"
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Die "Imitation von Frauen" ist in Dubai strafbar

Die Vereinigten Arabischen Emirate gehören zu den LGBT-feindlichsten Ländern der Welt, Im Jahr 2014 waren in Dubai zwei Transgender in einem Hotel-Nachtclub verhaften worden – der Vorwurf lautete, sie würden "Frauen imitieren". Dies kann mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden.

Schwulen Männern droht im Extremfall die Todesstrafe nach der islamischen Scharia-Gesetzgebung. Der Staat hat auch das Recht, überführte Homosexuelle kastrieren zu lassen. Ausländer müssen in der Regel in Haft und werden danach abgeschoben.

2008 wurde erstmals eine Bestrafung für lesbische Zärtlichkeiten bekannt: Zwei ausländische Touristinnen sollen sich an einem öffentlichen Strand geküsst und umarmt haben und wurden deshalb nach Sondergesetzen der Stadt Dubai zu je einer einmonatigen Haftstrafe verurteilt (queer.de berichtete). 2012 verurteilte ein Richter auch einen britischen Staatsbürger zu drei Jahren Haft, weil er gleichgeschlechtlichen Sex gehabt und Alkohol konsumiert haben soll (queer.de berichtete). (cw)

-w-

#1 JensAnonym
  • 11.08.2016, 10:13h

  • "Schwulen Männern droht im Extremfall die Todesstrafe nach der islamischen Scharia-Gesetzgebung. Der Staat hat auch das Recht, überführte Homosexuelle kastrieren zu lassen. Ausländer müssen in der Regel in Haft und werden danach abgeschoben."

    Hat die echt geglaubt als offen queer lebende Person in diesem Land willkommen zu sein?
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#2 GeorgG
  • 11.08.2016, 10:18hBerlin
  • Wie kann man überhaupt als Transsexuelle oder auch als Schwuler nach Dubai und in anderen moslemische Länder fahren?
    Diese Probleme am Flughafen waren doch wohl vorhersehbar, wenn man so feminin aussieht wie Lazzarato, aber ein Bild von sich als Mann im Pass hat.
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#3 UrsaMajorEhemaliges Profil