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Kommentare zu:
Kronen Zeitung: Schwule, redet über Autoreifen!


#1 Sabelmann
  • 13.08.2016, 19:06h
  • Was will man auch von einer Zeitung die schon seit längerer Zeit der FPÖ das Wort redet!Mir kommt die KRONE wie das Sprachrohr dieser Rechtsextremisten vor!
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#2 Uni-PsychologeAnonym
  • 13.08.2016, 20:55h
  • In Österreich sind akademische Titel leider nicht das, was sie z.B. in Deutschland sind. Da kommt man viel leichter ran und sie haben viel geringeren Wert.

    Für seine Titelschwemme ist Österreich ja bekannt. Da bekommen z.B. auch Schauspieler, Musiker, Komponisten, Intendanten, etc. ehrenhalber einen "Professor"-Titel, wenn sie ausreichend positiv zur österreichischen Kultur beigetragen haben. Das ist so ähnlich, wie wenn in England die Queen jemanden für seine kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen, o.ä. Verdienste zum Ritter schlägt.

    Und ich weiß zwar nicht, wie diese "Psychologin" ihren Prof-Titel erhalten hat, aber wenn man sich deren klischeebehaftetes, küchenpsychologisches Geschreibsel durchliest, hat das mit echter Psychologie als empirischer Humanwissenschaft nicht viel zu tun...

    Das ist eher eine Mischung aus Esoterik, Hobbypsychologie und trutschiger Briefkastentante mit angestaubter bis rechter Gesinnung.
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#3 SebiAnonym
  • 13.08.2016, 21:11h
  • Sie hat vollkommen recht: ich bin nur deshalb mit Heteros befreundet, weil ich nicht ständig mit rosa Federboa rumlaufen will und nur über Lidschatten und Brautkleider reden will, sondern weil ich auch mal über anständige Themen reden will.

    Denn meine Hetero-Freunde haben glücklicherweise keine anderen Themen als Fußball und Autoreifen. Manchmal bringen sie sogar ein paar Autoreifen zu unseren Treffen mit und wir spielen damit und tun so, als seien wir Autos. Und sind wir ehrlich: mit wem sonst kann man schon über Lesbenpornos reden.

    Und dann erst all diese "Intrigen der örtlichen Schwulenszene": Erst letztlich stehe ich in einer Schwulenkneipe an der Bar und da kommen doch glatt Alexis Colby und Krystle Carrington aus dem Denver-Clan rein und starten einen Catfight. Haben wir natürlich alle mitgekämpft, um unsere durch aufgestaute Intrigen gesammelte Wut in Gewalt münden zu lassen, so wie man das von uns Schwulen kennt. Ich musste leider etwas früher aufhören, weil mir ein Fingernagel abgebrochen war, aber seit 2 Tagen heule ich auch nicht mehr deswegen.

    Insofern danke ich Frau Senger, dass sie Heteros Mut macht, sich mit mir anzufreunden. Wer weiß, vielleicht kann man den ein oder anderen ja doch mal betrunken machen und über ihn herfallen. So machen wir Schwulen das schließlich.

    Gut, dass Frau Senger das alles richtig durchschaut hat.

    Ich habe nur eine Frage an sie: woher weiß sie das alles?

    Hat sie eine heimlich lesbische Affäre und deshalb viele Kontakte in die bunte, schillernde Welt der Homo-, Bi- und Transsexualität? Oder hat der Hohe Rat von Atlantis durch ihre Glaskugel zu ihr gesprochen und ihr das alles verraten?

    Denn eigentlich sind das alles Geheimnisse unserer Organisation (auch bekannt unter dem Titel "Die Schwulenlobby") und jeder Schwule muss zum Erlangen seines Mitgliedsausweises eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnen, dass er diese Geheimnisse (auch genannt "Die Agenda") nicht verrät... Genauso wie wir z.B. auch nicht verraten dürfen, dass Elvis noch lebt. Upps, habe ich mich doch verplappert. Sorry, wir Schwulen sind halt solche Tratschtanten, dass wir kein Geheimnis für uns behalten können. Ich hoffe nur, ich verliere jetzt nicht meinen Mitgliederausweis und muss jetzt plötzlich Sex mit Frauen haben.

    Naja, was mir immer bleiben wird sind die Autoreifen...
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#4 Sabelmann
  • 13.08.2016, 22:03h
  • Antwort auf #2 von Uni-Psychologe
  • "In Österreich sind akademische Titel leider nicht das, was sie z.B. in Deutschland sind. Da kommt man viel leichter ran und sie haben viel geringeren Wert. "

    Das nenn ich mal Bullshit!Ist nicht nett uns als Idioten hinzustellen!
    Bei uns werden die Titel NICHT durch Betrug errungen!Da fällt mir spontan ein Nachbarland von uns ein!
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#5 falken42
  • 13.08.2016, 22:08h
  • Antwort auf #3 von Sebi
  • tolles statement sebi.... ich musste echt lachen.

    ach was waren das für zeiten mit dem denver clan, den süßen steven nicht zu vergessen ;)
    exotisch und wie von einem anderen stern - diese carringtons. da hätte auch ne federboa gepasst! leider habe ich keine, sonst würde ich sie mir jetzt nach hinten um den kopf werfen ;)

    das tragische an der hobby-kolumnistin hier ist, das sie sich bestimmt für einen ausbund an toleranz hält, immerhin animiert sie heteros und schwule sich "anzufreunden".

    das tragische an uns ist, das die themenvielfalt und deren tiefe (wenn ich so die letzten jahrzehnte revue laufen lasse) in der Tat abgenommen hat und zwar unabhängig von geschlecht oder sexueller identität.

    so und jetzt schau ich mal ob ich irgendwo noch ne folge denver-clan finde ;)
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#6 pajuAnonym
  • 13.08.2016, 22:27h

  • Verstehe die Aufregung nicht.

    Die Kolumnistin hat 'Ja!' gesagt und zu ihrem positiven Bescheid auch noch einen Grund geliefert, den der Fragesteller mit Sicherheit versteht und annehmen kann.

    Wie die beiden ihre Feierabendfreundschaft schlussendlich gestalten und wieviele Klischees bedient werden steht auf einem anderen Blatt.
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#7 Sabelmann
  • 14.08.2016, 01:20h
  • Antwort auf #5 von falken42
  • "das tragische an der hobby-kolumnistin hier ist, das sie sich bestimmt für einen ausbund an toleranz hält, immerhin animiert sie heteros und schwule sich "anzufreunden"."

    Dieses Hobby darf sie aber schon mindestens 30 Jahre in der Krone ausüben.Im TV hat sie das auch ungefähr 15 Jahre gemacht!
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#8 UrsaMajorEhemaliges Profil
#9 RobinAnonym
  • 14.08.2016, 11:04h
  • Wer liest eigentlich solche Lebensberatungs-Ecken in Zeitungen? Sind das dieselben, die ihr Geld bei Astro-TV ausgeben und sich so auch noch die letzten Hirnzellen verschleudern wollen?

    Oder reißt die Dame sich jetzt die Perücke vom Kopf und dann ist das doch nur Hape Kerkeling, der in seiner neusten Paraderolle testet, wieviel dumme Klischees man in so einen kurzen Text packen kann und welche Zeitung das dann noch veröffentlicht?

    Naja, jeder hat halt auch das Recht, sich bis auf die Unterwäsche zu blamieren. Und wenn die Kronen-Zeitung sich durch sowas der Lächerlichkeit preisgeben will...
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#10 LeitsatzAnonym
  • 14.08.2016, 11:28h
  • Der entscheidende Satz steht am Ende der Kolumne:
    "Keine Skrupel"

    Das ist für diese Dame und die Kronen-Zeitung offenbar auch der Leitsatz. Keine Skrupel, wenn es darum geht, irgendwie Auflage zu machen und wenn es mit rechts angehauchten Ressentiments ist.

    Denn sie wissen genau, dass die Leser dieses Blättchens nicht gerade zu den Menschen gehören, die solche Lächerlichkeiten erkennen oder gar kritisch hinterfragen. Sondern das sind die, die alles glauben, wenn es nur irgendwo gedruckt wird.

    Nur schade, dass es die Qualitäts-Publikationen sind, die wirtschaftliche Probleme haben und nicht solche Krawallblättchen mit Storys zwischen Verschwörungstheorien und künstlich geschürter Empörung.
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#11 Homonklin44Profil
  • 15.08.2016, 10:20hTauroa Point
  • Abseits der Titelfrage, wo der Dame vielleicht auch eine "Assistentin" ausgereicht hätte, um festzustellen, dass Schwule auch einfach nur Menschen sind... was erwartet man von solchen Aufmachen in irgendwelchen Zeitungen?

    Die picken sich auch Themen wie 'Therapie für depressiven Kaktus' oder vielleicht 'Totem-Tier hilft über Verluste weg' und lauter so'n Krampf, was Leute neben Trash-TV her und beim Häkeln von Wollmützen für den vorher glatzgeschorenen Pudel so lesen.

    Ob man sich nun extra Hetero-Freunde suchen muss? Die tut grade so, als sein man aus dem Homo-All neu auf dem Planeten angekommen, und müsse sich mit den Eingeborenen anfreunden.
    Vielleicht hält die uns für Lebens-Asylanten, oder sie lebt selbst so weit hinter'm Mond, dass sie vom Leben nicht viel mitgeklriegt hat.

    Mit meinen Hetero-Freunden rede ich schon mal über Autoreifen, das kann vorkommen. Sport, Freizeit, wissenschaftliche Themen, Frau, Kinder, Familie, Hobbies, das ist es gewöhnlich. Wir brauchen keinen psychologischen Intel, um das hinzukriegen.

    Und das Sexuelle bleibt in der Privatsphäre. Solche Schwule gibt's auch, Frau Senger.
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#12 Uni-PsychologeAnonym
  • 15.08.2016, 10:53h
  • Antwort auf #4 von Sabelmann
  • Hast Du meinen Beitrag nicht gelesen?

    Ich habe doch nicht Österreicher "als Idioten hingestellt".

    Ich habe nur darauf hingewiesen, dass die Bezeichnung "Professor/-in" in Österreich eine andere Bedeutung als in Deutschland hat. Und das ist nun mal Fakt.

    UrsaMajor hat ja schon den enstprechenden Wikipedia-Eintrag verlinkt:

    de.wikipedia.org/wiki/Berufstitel

    Und auch bei Frau Senger liegt der Fall ja ähnlich: da ist das auch eine Auszeichnung, die sie mit fast 70 Jahren bekommen hat. (Was auch ein bisschen spät für eine Habilitation oder gar Übernahme eines Lehrstuhls wäre.)

    Ich habe also nur die Fakten berichtet. Und das sagt nichts über Österreicher im Generellen aus. Außer halt, dass dort das Wort "Professor" eine andere Bedeutung hat (das haben sogar schon Leute bekommen, die noch nie auch nur 1 Semster studiert haben).

    Und zum Thema Betrug:
    dazu habe ich jar gar nichts geschrieben. Und wenn in Österreich nun mal die Bezeichung "Prof" als Auszeichnung vergeben wird, ist das ja kein Betrug, sondern nur eine andere Verwendung des Wortes als in Deutschland. Aber wenn Du so mit dem Finger auf Deutschland zeigst, wo es angeblich so viel Betrug bei Dissertationen geben soll, so kann ich Dir erzählen, dass es wohl auf dieser Welt kaum eine Uni gibt, wo es nicht auch regelmäßig Betrugsversuche gibt. Und wenn alle plagiierten Dissertationen gefunden und aberkannt würden, gäbe es nicht nur in Deutschland manchen Doktor weniger.

    Das Ziel für einen seriösen Akademiker muss natürlich sein, soviel Betrug wie möglich aufzudecken und das dann auch entsprechend zu sanktionieren. Aber wie gesagt: das ist eine ganz andere Diskussion, die da von Dir aufgeworfen wurde und die mit diesem Fall der unterschiedlichen Bedeutung des Wortes "Prof" nichts zu tun hat.

    Mit ging es nur darum:
    dass jetzt Leute nicht denken, dass diese Frau besonders viel Ahnung von Psychologie hat, da besondere Verdienste im Fach erlangt hat, viel dazu wissenschaftlich publiziert hätte, o.ä. Sondern weil halt viele Nicht-Österreicher das nicht wissen, wollte ich nur darauf hinweisen, was "Prof" in Österreich bedeutet bzw. nicht bedeutet und dass Frau Senger jetzt nicht wegen dieses Titels eine besonders kompetente Fachvertreterin sein muss, die an Unis lehrt und forscht, etc. Das ist eben nicht der Fall...
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#13 Uni-PsychologeAnonym
  • 15.08.2016, 11:06h
  • Antwort auf #6 von paju
  • ---------------------
    Verstehe die Aufregung nicht.

    Die Kolumnistin hat 'Ja!' gesagt und zu ihrem positiven Bescheid auch noch einen Grund geliefert
    ----------------------

    Ja, aber homophobe Gründe voller Klischees. Z.B., dass es angeblich in der Schwulenszene regelmäßig Intrigen gebe, vor denen viele Schwule bei Heterofreunden Zuflucht suchen.

    Oder auch, dass Schwule keine anderen Themen haben als andere Schwule und Sex.

    Das ist ungefähr so, als würde ein Mann fragen, ob man auch ohne eine Beziehung mit einer Frau befreundet sein kann und dann würde man antworten, dass das möglich ist und dass man dann auch endlich jemanden hätte, mit dem man über Bügeln, Putzen, Kindererziehung und Kochrezepte reden kann. So als ob Frauen generell keine anderen Interessen und Kompetenzen hätten.

    Sowas ist die perfideste Form von Homophobie bzw. (in meinem konstruierten Beispiel) von Sexismus. Weil man das so verpackt, dass es zunächst als Zustimmung aussieht, aber dennoch ist die Wirkung eine ganz andere.

    Übrigens hat gerade Frau Senger ja ihre Homophobie auch schon an anderer Stelle belegt. Z.B. bei ihrem früheren Rat, Kinder nicht zu einer gleichgeschlechtlichen Heirat mitzunehmen, da das die Kinder verwirren könne. Das ist natürlich entwicklungspsychologisch durch nichts zu belegen und totaler Bullshit.
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#14 pajuAnonym
  • 15.08.2016, 15:13h
  • Antwort auf #13 von Uni-Psychologe

  • Deinen An- und Absichten stimme ich voll und ganz zu und vertrete eine ähnliche, wenn nicht dieselbe, Meinung. Allerdings hast du meine entscheidenden Worte in deiner Diskussion weggelassen, wahrscheinlich ist mein Beitrag zu kurz geraten, darum führe ich ein wenig aus.

    Annahmen: A) Der Fragende setzt sich mit der Antwort auseinander, sonst hätte er ja nicht gefragt. B) Die durchschnittliche Leserschaft der Krone ist wahrscheinlich nicht in demselben Maße aufgeklärt wie andere politische Metiers und schon gar nicht wie queer. de Leser. Es kann also gut sein, dass eine (politisch) korrekte Antwort den Fragenden abgeschreckt hätte, da sie ähnlich klingt wie z.B. Slogans von linken Parteien, die er mit negativen Gefühlen assoziiert.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass er den positiven Bescheid annehmen kann und die Freundschaft zustande kommt ist m.E. bei einer (politisch) inkorrekten Begründung höher, als wenn der Fragende die komplette Antwort verwirft, da sie für ihn zu abgehoben o.ä. erscheint.

    Wie gesagt hat die Gestaltung der Freundschaft nichts mit der Kolumne zu tun. Der Fragende wird sich sehr schnell ein eigenes Bild verschaffen wenn er sich mit dem 'offen schwulen Mitarbeiter' einlässt und es ist gut möglich, dass in diesem Prozess viele Vorurteile abgebaut werden können.

    Die Ingangsetzung dieses Vorgangs finfe ich wertvoller als ein paar Zeilen political correctness auf der zweitletzten Seite eines Käseblatts.
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#15 DirkAnonym
  • 15.08.2016, 15:49h
  • neee, stimmt nicht: mit allen heteros, mit denen ich eng befreundet war, bin ich im bett gelandet
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#16 Julian SAnonym
  • 15.08.2016, 21:05h
  • Antwort auf #14 von paju
  • Eben nicht:
    denn es scheint zwar, als würde sie zu Kontakt ermuntern, aber in Wirklichkeit schürt sie mit ihren Klischees nur Vorurteile, die letztlich die Gräben vergrößern statt sie zu minimieren.

    Man hätte auf diese Frage (wenn dahinter überhaupt eine reale Person steckt) auch so antworten können, dass es weder zu akademisch, noch zu belehrend, noch zu abgehoben oder sonstwas wirkt. Aber halt ohne diese ganzen Klischees, dass die schwulen Freunde nur an Sex denken und intrigant sind und dass man sich deshalb nach Gesprächen über Fußball und Autoreifen sehnt.

    Ich kenne übrigens viele Heteros, die noch weniger auf Fußball stehen als ich. Und die habe ich auch noch nie über Autoreifen reden hören.

    Das was diese Frau macht ist die typische "Ich habe ja nichts gegen Schwule, ABER"-Nummer...
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#17 Homonklin44Profil

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