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Kommentare zu:
Kronen Zeitung: Schwule, redet über Autoreifen!


#11 Homonklin44Profil
  • 15.08.2016, 10:20hTauroa Point
  • Abseits der Titelfrage, wo der Dame vielleicht auch eine "Assistentin" ausgereicht hätte, um festzustellen, dass Schwule auch einfach nur Menschen sind... was erwartet man von solchen Aufmachen in irgendwelchen Zeitungen?

    Die picken sich auch Themen wie 'Therapie für depressiven Kaktus' oder vielleicht 'Totem-Tier hilft über Verluste weg' und lauter so'n Krampf, was Leute neben Trash-TV her und beim Häkeln von Wollmützen für den vorher glatzgeschorenen Pudel so lesen.

    Ob man sich nun extra Hetero-Freunde suchen muss? Die tut grade so, als sein man aus dem Homo-All neu auf dem Planeten angekommen, und müsse sich mit den Eingeborenen anfreunden.
    Vielleicht hält die uns für Lebens-Asylanten, oder sie lebt selbst so weit hinter'm Mond, dass sie vom Leben nicht viel mitgeklriegt hat.

    Mit meinen Hetero-Freunden rede ich schon mal über Autoreifen, das kann vorkommen. Sport, Freizeit, wissenschaftliche Themen, Frau, Kinder, Familie, Hobbies, das ist es gewöhnlich. Wir brauchen keinen psychologischen Intel, um das hinzukriegen.

    Und das Sexuelle bleibt in der Privatsphäre. Solche Schwule gibt's auch, Frau Senger.
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#12 Uni-PsychologeAnonym
  • 15.08.2016, 10:53h
  • Antwort auf #4 von Sabelmann
  • Hast Du meinen Beitrag nicht gelesen?

    Ich habe doch nicht Österreicher "als Idioten hingestellt".

    Ich habe nur darauf hingewiesen, dass die Bezeichnung "Professor/-in" in Österreich eine andere Bedeutung als in Deutschland hat. Und das ist nun mal Fakt.

    UrsaMajor hat ja schon den enstprechenden Wikipedia-Eintrag verlinkt:

    de.wikipedia.org/wiki/Berufstitel

    Und auch bei Frau Senger liegt der Fall ja ähnlich: da ist das auch eine Auszeichnung, die sie mit fast 70 Jahren bekommen hat. (Was auch ein bisschen spät für eine Habilitation oder gar Übernahme eines Lehrstuhls wäre.)

    Ich habe also nur die Fakten berichtet. Und das sagt nichts über Österreicher im Generellen aus. Außer halt, dass dort das Wort "Professor" eine andere Bedeutung hat (das haben sogar schon Leute bekommen, die noch nie auch nur 1 Semster studiert haben).

    Und zum Thema Betrug:
    dazu habe ich jar gar nichts geschrieben. Und wenn in Österreich nun mal die Bezeichung "Prof" als Auszeichnung vergeben wird, ist das ja kein Betrug, sondern nur eine andere Verwendung des Wortes als in Deutschland. Aber wenn Du so mit dem Finger auf Deutschland zeigst, wo es angeblich so viel Betrug bei Dissertationen geben soll, so kann ich Dir erzählen, dass es wohl auf dieser Welt kaum eine Uni gibt, wo es nicht auch regelmäßig Betrugsversuche gibt. Und wenn alle plagiierten Dissertationen gefunden und aberkannt würden, gäbe es nicht nur in Deutschland manchen Doktor weniger.

    Das Ziel für einen seriösen Akademiker muss natürlich sein, soviel Betrug wie möglich aufzudecken und das dann auch entsprechend zu sanktionieren. Aber wie gesagt: das ist eine ganz andere Diskussion, die da von Dir aufgeworfen wurde und die mit diesem Fall der unterschiedlichen Bedeutung des Wortes "Prof" nichts zu tun hat.

    Mit ging es nur darum:
    dass jetzt Leute nicht denken, dass diese Frau besonders viel Ahnung von Psychologie hat, da besondere Verdienste im Fach erlangt hat, viel dazu wissenschaftlich publiziert hätte, o.ä. Sondern weil halt viele Nicht-Österreicher das nicht wissen, wollte ich nur darauf hinweisen, was "Prof" in Österreich bedeutet bzw. nicht bedeutet und dass Frau Senger jetzt nicht wegen dieses Titels eine besonders kompetente Fachvertreterin sein muss, die an Unis lehrt und forscht, etc. Das ist eben nicht der Fall...
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#13 Uni-PsychologeAnonym
  • 15.08.2016, 11:06h
  • Antwort auf #6 von paju
  • ---------------------
    Verstehe die Aufregung nicht.

    Die Kolumnistin hat 'Ja!' gesagt und zu ihrem positiven Bescheid auch noch einen Grund geliefert
    ----------------------

    Ja, aber homophobe Gründe voller Klischees. Z.B., dass es angeblich in der Schwulenszene regelmäßig Intrigen gebe, vor denen viele Schwule bei Heterofreunden Zuflucht suchen.

    Oder auch, dass Schwule keine anderen Themen haben als andere Schwule und Sex.

    Das ist ungefähr so, als würde ein Mann fragen, ob man auch ohne eine Beziehung mit einer Frau befreundet sein kann und dann würde man antworten, dass das möglich ist und dass man dann auch endlich jemanden hätte, mit dem man über Bügeln, Putzen, Kindererziehung und Kochrezepte reden kann. So als ob Frauen generell keine anderen Interessen und Kompetenzen hätten.

    Sowas ist die perfideste Form von Homophobie bzw. (in meinem konstruierten Beispiel) von Sexismus. Weil man das so verpackt, dass es zunächst als Zustimmung aussieht, aber dennoch ist die Wirkung eine ganz andere.

    Übrigens hat gerade Frau Senger ja ihre Homophobie auch schon an anderer Stelle belegt. Z.B. bei ihrem früheren Rat, Kinder nicht zu einer gleichgeschlechtlichen Heirat mitzunehmen, da das die Kinder verwirren könne. Das ist natürlich entwicklungspsychologisch durch nichts zu belegen und totaler Bullshit.
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#14 pajuAnonym
  • 15.08.2016, 15:13h
  • Antwort auf #13 von Uni-Psychologe

  • Deinen An- und Absichten stimme ich voll und ganz zu und vertrete eine ähnliche, wenn nicht dieselbe, Meinung. Allerdings hast du meine entscheidenden Worte in deiner Diskussion weggelassen, wahrscheinlich ist mein Beitrag zu kurz geraten, darum führe ich ein wenig aus.

    Annahmen: A) Der Fragende setzt sich mit der Antwort auseinander, sonst hätte er ja nicht gefragt. B) Die durchschnittliche Leserschaft der Krone ist wahrscheinlich nicht in demselben Maße aufgeklärt wie andere politische Metiers und schon gar nicht wie queer. de Leser. Es kann also gut sein, dass eine (politisch) korrekte Antwort den Fragenden abgeschreckt hätte, da sie ähnlich klingt wie z.B. Slogans von linken Parteien, die er mit negativen Gefühlen assoziiert.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass er den positiven Bescheid annehmen kann und die Freundschaft zustande kommt ist m.E. bei einer (politisch) inkorrekten Begründung höher, als wenn der Fragende die komplette Antwort verwirft, da sie für ihn zu abgehoben o.ä. erscheint.

    Wie gesagt hat die Gestaltung der Freundschaft nichts mit der Kolumne zu tun. Der Fragende wird sich sehr schnell ein eigenes Bild verschaffen wenn er sich mit dem 'offen schwulen Mitarbeiter' einlässt und es ist gut möglich, dass in diesem Prozess viele Vorurteile abgebaut werden können.

    Die Ingangsetzung dieses Vorgangs finfe ich wertvoller als ein paar Zeilen political correctness auf der zweitletzten Seite eines Käseblatts.
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#15 DirkAnonym
  • 15.08.2016, 15:49h
  • neee, stimmt nicht: mit allen heteros, mit denen ich eng befreundet war, bin ich im bett gelandet
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#16 Julian SAnonym
  • 15.08.2016, 21:05h
  • Antwort auf #14 von paju
  • Eben nicht:
    denn es scheint zwar, als würde sie zu Kontakt ermuntern, aber in Wirklichkeit schürt sie mit ihren Klischees nur Vorurteile, die letztlich die Gräben vergrößern statt sie zu minimieren.

    Man hätte auf diese Frage (wenn dahinter überhaupt eine reale Person steckt) auch so antworten können, dass es weder zu akademisch, noch zu belehrend, noch zu abgehoben oder sonstwas wirkt. Aber halt ohne diese ganzen Klischees, dass die schwulen Freunde nur an Sex denken und intrigant sind und dass man sich deshalb nach Gesprächen über Fußball und Autoreifen sehnt.

    Ich kenne übrigens viele Heteros, die noch weniger auf Fußball stehen als ich. Und die habe ich auch noch nie über Autoreifen reden hören.

    Das was diese Frau macht ist die typische "Ich habe ja nichts gegen Schwule, ABER"-Nummer...
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#17 Homonklin44Profil

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