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Kommentare zu:
Sachsen-Anhalt: Aufklärung über sexuelle Vielfalt in der Kita


#1 Foxie
  • 19.08.2016, 09:22h

  • Kaum ist das Programm gestartet, meldet sich die AfD mit ihrer "Kernkompetenz" zu Wort. Mit dumpfer, vorvorgestriger Pöbelei.
    Bleibt zu hoffen, daß die sich mit ihrem verdummenden Geschwätz selber ins Aus kegeln. Back to the 50er...,
    altbackene Rollenverteilung,
    wer will das schon? Sollte jedem klar sein, der in der Gegenwart lebt und denken kann.
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#2 MutterAnonym
  • 19.08.2016, 09:28h
  • Keine Dildos??? Keine Peitschen??? Keine Darkroom-Simulation???

    Und ich dachte die DEMO FÜR ALLE und ihre Chefin Hedwig von Befervoerde, Anführerin der christlichen Initiative "Familienschutz" lügen nicht.

    Dabei wollte ich mein Kind doch unbedingt mal Darkroom simulieren lassen und jetzt bietet das das prüde Sachsen-Anhalt noch nichtmals in Bildungseinrichtungen an. Ich will mein Geld zurück.
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#3 johannes90Anonym
#4 SebiAnonym
  • 19.08.2016, 10:03h
  • "Der Einsatz der Materialien ist nicht verpflichtend"

    Und genau da liegt das Problem:
    wir brauchen endlich verbindliche Lehrpläne, welche Inhalte in welchen Fächern in welchen Jahrgangsstufen durchgenommen werden müssen.

    Denn engagierte Lehrer, die um den Wert wissen, machen das auch so schon. Und diejenigen Lehrer, die das Thema am liebsten verbannen würden, machen das auch nicht auf freiwilliger Basis, nur weil man ihnen zusätzliche Broschüren gibt.
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#5 Carsten ACAnonym
  • 19.08.2016, 10:29h
  • >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
    "Erziehung ist zunächst einmal Sache der Eltern", erklärte der AfD-Abgeordnete Jens Diederichs. Es sei nichts dagegen einzuwenden, im Kindergarten Zahlen, Buchstaben oder Sozialverhalten zu erlernen, "aber bei Sexualerziehung hört der Spaß auf, da hat der Staat sich rauszuhalten".
    <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    1. Erziehung ist Sache der Eltern UND der Kindergärten und Schulen. Nicht umsonst ist der offizielle Name von Kindergärtnern "Erzieher" bzw. "Erzieherin".

    2. Es geht nicht nur um Erziehung, sondern auch um Bildung. Und da niemand in allen Bereichen gleich kompetent sein kann, ist es sinnvoll diese Aufgabe auf mehrere Schultern zu verteilen. Erst recht bei Eltern, die so ideologisch verbohrt sind, dass sie ihren Kindern kein neutrales Wissen weitergeben, sondern alles ideologisch einfärben.

    3. Schon Kindergartenkinder hören das Wort schwul oder benutzen es sogar schon als Schimpfwort. Oder kennen sogar Schwule, Lesben, etc. Oder haben Freunde, die in Regenbogenfamilien aufwachsen. Dann ist es doch sinnvoll, wenn sie sich da nicht selbst irgendwelche Horror-Phantasien zusammendichten, sondern sachlich und neutral erklärt bekommen, was das ist und dass es nicht okay ist, das als Schimpfwort zu benutzen, weil es andere verletzt.

    4. Wie sollen aus Kindern und Jugendlichen selbstständig denkende, mündige Erwachsene werden, wenn sie niemals gelernt haben, mehrere Positionen zu hören und sich daraus ihr eigenes Bild zu machen? (Okay, die AfD will wohl auch keine selbständig denkenden Menschen, aber das ist DEREN Weltbild und nicht für die gesamte Gesellschaft erstrebenswert.)

    5. Es geht doch nicht nur um Lesen, Schreiben, Rechnen, wie die AfD fordert. Sondern auch um weiteres Weltwissen über Tiere, Pflanzen, Gesundheit, Ernährung, Erdkunde, Geschichte, Gesellschaft, Technik, etc. Das sind alles Theman, die auch schon Kindergartenkinder interessieren und für ihr Leben relevant sind.

    6. Im Kindergarten ist Aufklärung über GLBTI keine Sexualkunde wie die AfD behauptet, sondern eher Gesellschaftskunde. Ist die AfD denn wirklich zu dumm, um sich mal ein entsprechendes Buch in die Hand zu nehmen und mal anzugucken, was da überhaupt inhaltlich drin steht. Da geht es um unterschiedliche Familienformen, darum dass sich auch mal Jungen in Jungen und Mädchen in Mädchen verlieben können, etc. Das wird alles altersgerecht gemacht und hat mit Sex relativ wenig zu tun.

    Übrigens gilt das auch für Aufklärung an Grundschulen und weiterführenden Schulen, dass das immer alles altersgerecht passiert. Sex kommt erst dann dazu, wenn die Jugendlichen auch in dem Alter sind, dass das relevant und interessant wird.
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#6 userer
  • 19.08.2016, 10:32h
  • Antwort auf #4 von Sebi
  • Genau, wie auch wohlwollende Lehrerinnen schweigen werden, wenn sie Angst haben müssen vor militant religiotischen Eltern.

    Mit einer Lehrverpflichtung hätten solche Lehrerinnen die Rückendeckung vom Ministerum, die ihnen nun verwehrt bleibt. So kann man ein Projekt auch vor die Wand fahren lassen.

    Wir als Wahlvolk sehen wieder einmal, wie SPD und Grüne unsere Interessen letzlich der CDU und für Ministerinnensessel opfern. Wählbar? Nicht für mich!
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#7 markusbln11Anonym
  • 19.08.2016, 11:09h
  • Antwort auf #6 von userer

  • Hast doch noch Die Linke.

    Zumindest ist ein anfang gemacht. Jetzt auch in sachsen-anhalt unter einer ungewöhnlichen politischen konstellation - spd -grüne- cdu.

    Sicherlich sind bildung und erziehung neben der ehe für alle weiterhin die wesentlichen politischen themen für die lgbt-community in deutschland.

    Das erreichte reicht bei weitem noch nicht.
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#8 Patroklos
#9 FelixAnonym
  • 19.08.2016, 11:45h
  • Nach wie vor gibt es homo- und transphobes Mobbing an Schulen.

    Nach wie vor zählen vom Kindergarten über die Grundschule bis zu den höheren Schulen "Schwuchtel", "schwule Sau" und "Arschficker" zu den häufigsten Schimpfwörtern.

    Und nach wie vor ist die Selbstmordrate unter homo-, bi- und transsexuellen Jugendlichen 5-7x höher als bei ihren heterosexuellen Altersgenossen.

    Der Bedarf für mehr Aufklärung ist also durchaus da.

    Und bei Aufklärung geht es ja nicht nur um Themen wie Sexualität und Verhütung/ Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten (was ja auch schon wichtig genug ist). Sondern es geht auch um Themen wie Liebe, Partnerschaft, Gefühle. Oder um Akzeptanz und Vielfalt. Und natürlich auch um Ausgrenzung, Hass, Mobbing, Gewalt, etc. Sowie um dunkle Kapitel in der Geschichte oder auch in anderen Staaten.

    Die Auswahl der konkreten Themen und ihre Vermittlung geschieht dabei immer altersgerecht. Das sieht man ja auch am hier abgebildeten Grundschulkoffer: da drin sind altersgerechte Bilderbücher, Spiele, etc.

    Wer immer noch behauptet, Kinder würden zu Gruppensex oder zum Schauen von Pornos gezwungen, lügt ganz bewusst und will in Wahrheit nur seinen Hass auf andere Menschen verbreiten.
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#10 LinusAnonym
  • 19.08.2016, 12:00h
  • Es ist ein Skandal, dass in Zeiten zunehmender Homophobie, zunehmenden Mobbings und zunehmender Gewalt (nicht nur an Schulen, auch in den Straßen Deutschlands) mehr Aufklärung und Bildung über Familien- und Lebensvielfalt freiwillig sein soll und vom Wohlwollen der Erzieher, Lehrer und Eltern abhängig sein soll.

    Was kommt als nächstes: die Eltern bestimmen, was in Geschichte durchgenommen werden darf und was nicht?

    Hier geht es um die geistige und körperliche Gesundheit oder sogar das Leben von Menschen! Das darf nicht Spielball politischer Ränkespiele sein, sondern da muss es einen breiten Konsens geben, dass wir gerade in Zeiten zunehmenden Hasses und zunehmender Gewalt mehr Bildung brauchen.
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#11 maaartinAnonym
  • 19.08.2016, 12:33h
  • das perfide ist, diese angeblich so bersorgten irgendwas wissen natürlich selbst ganz genau, dass dies dildo blahblah peitschenpaula geschichte schlicht und einfach eine unverschämte lüge ist. aber es gibt genügend einfach gestrickte, die das glauben möchten.
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#12 raganello
  • 19.08.2016, 21:31h
  • Ich weisss nicht genau, wie ich darüber nachdenken muss.

    Allerdings ging mir heute morgen ein Gedanke durch den Kopf.
    Vielleicht ist es ein dummer Ansatz.
    Es ist nur eine "Nachahmung", warum "besorgte Bürger" ja so besorgt sind.

    BITTE NICHT FALSCH VERSTEHEN.
    ICH BIN FÜR REGENBOGENFAMILIE, FÜR DIE EHE FÜR ALLE UND FÜR DIE KOMPLETTE GLEICHSTELLUNG.

    Folgendes Beispiel:
    Wenn Schulen Aufklärungen über sexuelle Vielfalt betreiben, immer mehr homosexuelle Paare die Gelegenheit Kinder zu adoptieren, dann erkennen diese Kinder an, dass Homosexualität "richtig" und nicht "falsch" ist.

    Womöglich werden diese Kinder dann sich auch für ein homosexuelles Leben "entscheiden", weil es ja aus dem Elternhaus als "normal" angesehen wird.

    Daher wird sich die Anzahl der homosexuellen Männern und Frauen potenzieren.
    Die Gefahr bestünde, dass somit "das deutsche Volk" noch kleiner wird - da homosexuelle Menschen ja keine Kinder bekommen (können, wollen).

    Ich habe einige Argumente dagegen:

    1. Ja, es wäre gut, wenn die Kinder endlich anerkennen, das auch Homosexulität normal ist

    2. Ja, wenn Kinder homosexuell sind (und nicht werden), dann können sie bewusster und viel sicherer und freier vor Angst sich für ein Leben als Homosexueller entscheiden (ja, diese Entscheidung obliegt jedem, unabhängig davon, dass man auch homosexuell ist - wenn man überlegt, wieviele dies ignorieren).

    3. Nein, eine Potenzierung der Homosexulität wird es nicht geben. Da auch Kinder in Regenbogenfamlien bzw. mit homosexuellen Eltern immer noch eventuell eine heterosexuelle Orientierung (immer schon) hatten und haben (werden). Sprich, die sexuelle Orientierung der Eltern beeinflusst nicht die sexuelle Orientierung der Kinder.

    Sonst müssten wir alle schwule Eltern haben. :-)

    Gegen das "Argument" (nennen wir es mal so) "schwul sein ist nicht normal" habe ich leider kein Argument.
    Außer, dass es keine Argumente, Beweise oder Hinweise für eine Heteronormativität gibt.

    Was haltet ihr von diesem "Gedanken", den ich heute morgen hatte (als Überlegung, wie eventuell "besorgte Bürger" denken um sie nachzuvollziehen).

    Was haltet ihr von den Argumenten?
    Gibt es eventuell weitere?
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#13 AFD-WatchAnonym
  • 19.08.2016, 22:23h
  • Antwort auf #12 von raganello
  • "Gegen das "Argument" (nennen wir es mal so) "schwul sein ist nicht normal" habe ich leider kein Argument."

    Doch, hast du sicher. Wenn die Mehrheit rechtshändig ist, dann ist es normal, dass es eine Minderheit gibt, die Linkshändig ist. Sind Linkshänder plötzlich nicht normal?
    Nicht anders verhält es sich mit der Existenz von Homosexualität.

    Und auch hier:
    "Die Gefahr bestünde, dass somit "das deutsche Volk" noch kleiner wird - da homosexuelle Menschen ja keine Kinder bekommen (können, wollen)."
    kann man ganz einfach auf die Doppelmoral hinweisen: Man kann nicht gleichzeitig über eine niedrige Geburtenrate JAMMERN und Homosexuellen vorwerfen schuld daran zu sein, während man selber
    a) nur ein oder gar kein Kind in die Welt setzt - warum nicht 10, wie es früher üblich war??
    b) Homosexuellen verbieten will sich den Kinderwunsch auf eigene Weise zu erfüllen. Komisch, da spricht man von Egoismus, wo man doch dies heterosexuellen Paaren vorwirft, wenn sie sich GEGEN Kinder entscheiden, weil sie dann finanziell besser dastehen.
    und
    c) jammert man über ein LUXUSPROBLEM, da in 50-100 Jahren die Menschen an der ÜBERbevölkerung und deren Konsequenzen leiden wird. Oder wo sollen plötzlich die ganzen Ressourcen herkommen?

    Allerdings kann man sich den Verweis darauf ersparen, weil diese besorgten Leute zu verbohrt und zu dumm sind, um ihre eigene Doppelmoral erkennen zu können.
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#14 raganello
#15 ursus

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