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Einzelkommentar zu:
Heimlich verpartnert: Ja, Anne will!


#6 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 21.08.2016, 11:44h
  • Antwort auf #3 von Beate
  • "Nur die Duckmäuser u.eingeschüchterten Gays sprechen diskrimierenderweise v.Verpartnerung.":

    Ich sehe das genau andersherum.

    Erstens: Ja: Verpartnerung IST eine Diskriminierung. Und diese ist sehr real. Wir dürfen nach wie vor eben NICHT "heiraten", eine Ehe eingehen.

    Zweitens: Wer eine Diskriminierung als solche benennt, ist bestimmt kein_e Duckmäuser_in oder eingeschüchtert. Ganz im Gegenteil: es gehört zu kämpferischer, emanzipatorischer Arbeit, die Dinge beim Namen zu nennen - auch und gerade wenn das unbequem erscheint.

    Drittens und daraus folgend: wer von "Hochzeit" und "heiraten" spricht, macht es sich bequem, weil er_sie so tut, als SEIEN wir gleichgestellt, und weil er_sie möglicherweise langwierige Diskussionen über die fehlende Gleichstellung vermeiden will.

    Ausblenden der Realität mag für manche Menschen bequemer sein - für wichtige emanzipatorische Arbeit ist dies jedoch absolut kontraproduktiv.

    Wo Unrecht und Ungleichheit bestehen, müssen diese auch benannt werden. Nur dann (!) kann ein Bewusstsein dafür entstehen, dass diese überhaupt existieren; nur dann kann darüber diskutiert werden; nur dann können Unrecht und Ungleichheit als solche erkannt und letztlich bekämpft werden.

    Ein "Schönreden" hingegen ist das wahre Duckmäusertum - die wahre Diskriminierung. Sehr, sehr schade, dass viele Menschen aus der Community dies selbst schon so verinnerlicht haben, dass sie den unbefriedigenden, weil diskriminierenden Status Quo so darstellen, als sei längst alles in bester Ordnung.

    Ist es eben nicht.
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