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Kommentare zu:
Heimlich verpartnert: Ja, Anne will!


#11 ErnieBertundCoAnonym
  • 21.08.2016, 13:26h
  • Was ist eigentlich so schwer, mal wirklich 100.000 Menschen zu einer Demo pro Ehe-Öffnung außerhalb der CSDs zu mobilisieren?

    Warum schaffen es unsere Gegner die Massen zu mobilisieren? Warum schafft es die Öko-Bewegung Busse und Züge zu chartern und Hunderttausende aus ganz Deutschland an einem Ort zu versammeln?

    Warum gab es für einen Großdemo-Aufruf bis heute keinen Zusammenschluss von LSVD, Blu-Magazinen, Queer.de, allen lokalen AIDS-Hilfen und LGBT-Vereinen dazu eine virale Kampagne?

    Warum spricht immer nur Volker Beck für uns? Gibt es "uns"? Warum sprechen wir nicht selber?

    Warum reden wir nach 15 Jahren Lebenspartnerschaft immer noch von Lebenspartnerschaft und verwenden auch noch die Worte, die uns die Heten in den Umgangsmund legten (verpartnern)?

    Warum haben "wir" kein Recht auf Ehe?

    Warum ist unser Horizont auf 4,7 Zoll Smartphone-Display eingeschrumpft?
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#12 seb1983
  • 21.08.2016, 13:39h
  • Antwort auf #10 von ursus
  • Die Diskussion gab es ja schon mehrmals.

    Die rechtlichen Unterschiede zwischen ELP und Ehe sind inzwischen nur noch sehr gering, im Alltag sogar unbedeutend. Es bleibt als großer Unterschied Adoption und der Name.

    Wenn nun in den Medien von Anne Wills Hochzeit die Rede ist dann ärgern sich zwei Gruppen:

    1. Kirche und Co. die bewusst von ELP reden um die Ungleichheit zu verdeutlichen.
    2. Viele schwule Aktivisten die ebenfalls auf die Ungleichheit hinweisen.

    An der breiten Öffentlichkeit und den meisten Schwulen geht es aber wohl vorbei.
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#13 ursus
  • 21.08.2016, 13:51h
  • Antwort auf #11 von ErnieBertundCo
  • >"Was ist eigentlich so schwer, mal wirklich 100.000 Menschen zu einer Demo pro Ehe-Öffnung außerhalb der CSDs zu mobilisieren?"

    es könnte u.a. damit zu tun haben, dass die eheöffnung gar nicht, wie du anzunehmen scheinst, für die gesamte zielgruppe das einzige oder wichtigste problem ist. das sollte man bei entsprechenden plänen zumindest mal im hinterkopf behalten.

    die csds bieten einer vielfalt von forderungen ein forum. die eheöffnung ist hier eine wichtige, aber eben nicht die einzige. das würde ich nicht unbedingt als einen nachteil sehen.
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#14 ursus
  • 21.08.2016, 14:01h
  • Antwort auf #12 von seb1983
  • >"Die rechtlichen Unterschiede zwischen ELP und Ehe sind inzwischen nur noch sehr gering, im Alltag sogar unbedeutend."

    das kann man nur so formulieren, wenn man nicht gerade selber zu denen gehört, für die die bestehenden nachteile gerade akut wichtig und massiv einschränkend sind. hier ein paar beispiele (unten im link alles und mehr noch mal ausführlicher):

    - Durch die eingetragene Lebenspartnerschaft kann es im Alltag zu einem Zwangsouting kommen

    - Eine in Deutschland geschlossene eingetragene Lebenspartnerschaft wird bei Umzug in ein anderes Land nicht automatisch an das bestehende Eherecht des Landes angepasst

    - Bei lesbischen Paaren wird die Mutterschaft der zweiten Mutter bei Geburt ihres Kindes nicht automatisch anerkannt

    - Eingetragene Lebenspartner können kein Recht auf Rehabilitierung ihrer Partner einfordern.

    - Im Gegensatz zur Ehe wird die Förderung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften nicht als gemeinnütziger Zweck behandelt

    - Lesben werden bei der Kinderwunschbehandlung massiv benachteiligt

    m-maenner.de/2016/07/willst-du-mich-lebenspartnerschaften/
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#15 seb1983
  • 21.08.2016, 14:07h
  • Antwort auf #14 von ursus
  • Wie gesagt:
    Adoption (und Kinder) und der Name sind große Unterschiede.

    Die von dir genannten, und es gibt soviel ich weiß noch dutzende andere zum Teil recht skurrile Unterschiede, spielen im Alltag und generell nur für sehr, sehr wenige Schwule eine Rolle.
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#16 UrsaMajorEhemaliges Profil
#17 seb1983
  • 21.08.2016, 14:25h
  • Antwort auf #16 von UrsaMajor
  • Ja...
    So gesehen sind dann selbst Schweden und Island Schweine was Menschenrechte angeht.
    Theoretisch sind Menschenrechte unteilbar, praktisch dann aber durchaus.

    Die geringen Unterschiede sind aber für mich noch mehr ein Grund wie die meisten anderen eben auch von verheiratet zu reden und nicht von verpartnert und nicht in den Sprachstil von Kirche und AfD abzugleiten.
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#18 ErnieBertundCoAnonym
  • 21.08.2016, 14:31h
  • Antwort auf #13 von ursus
  • @ursus:
    > die csds bieten einer vielfalt von forderungen ein forum. die eheöffnung ist hier eine wichtige, aber eben nicht die einzige. das würde ich nicht unbedingt als einen nachteil sehen.

    Es geht mir aber jetzt mal nur um das Thema Ehe-Öffnung. Um keine anderen Forderungen (die nicht unwichtiger sein sollen).

    In der Berichterstattung zu den CSDs geht es - mit viel Verlaub - um schrille Kostüme und vielleicht mal allenfalls das allgemeine CSD-Motto. Außerdem rechnet der gemeine Tagesschau-Zuschauer ebenso wie die gemeine Bundeskanzlerin einmal im Jahr mit bunten Kostümen in den Nachrichten.

    Aber mal außerhalb der Saison den Fokus auf ein Thema zu richten, wäre ein schärferes Statement.
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#19 ursus
  • 21.08.2016, 14:47h
  • Antwort auf #18 von ErnieBertundCo
  • >"Aber mal außerhalb der Saison den Fokus auf ein Thema zu richten, wäre ein schärferes Statement."

    das ist richtig. aber du hattest gefragt, weshalb sich nicht hunderttausende für dieses monothematische statement begeistern lassen. die antwort darauf findest du meiner meinung nach nicht, wenn du alles andere ausklammerst.

    >"In der Berichterstattung zu den CSDs geht es - mit viel Verlaub - um schrille Kostüme und vielleicht mal allenfalls das allgemeine CSD-Motto."

    das ist nicht ganz falsch, mir aber zu einseitig. oft genug werden die organisator_innen befragt oder andere aktivist_innen oder einzelne teilnehmer_innen. die haben alle die chance - und nutzen sie oft, wenn auch vielleicht nicht oft genug -, um die vielfalt der themen anzusprechen.

    statt zu sagen "die csds bringen ja nix", wäre es m.e. besser, darüber nachzudenken, wie wir sie als mediales instrument noch besser nutzen können.

    davon abgesehen, dass das nicht die einzige funktion der csds ist...
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#20 AlicoAnonym
  • 21.08.2016, 14:53h
  • Ja, dass Du Deine Frau auch Deine Frau nennst ist völlig korrekt. Sie ist ja Deine Frau und umgekehrt - in euren Augen und denen die das akzeptieren.
    Aber im öffentlichen, nicht persönlichen, rechtlichen, politischen Sinne, ist es leider immer noch nicht der Fall.
    Wäre der Unterschied wirklich so marginal gäbe es ja keinen Grund mehr deutlich zwischen Verpartnerung und Ehe zu trennen. Auch die teilweise heftig geführten Diskussionen wären ja nur Unsinn. Aber da halten wichtige und in der Regierungsverantwortung befindliche Personen vehement dagegen oder still: Warum wenn da kein "Graben" besteht/bestehen soll?
    Also muss man (z.B. in Medien) den Finger darauf legen und von "Verpartnerung" reden,
    denn Verpartnerung und Ehe ist nicht das gleiche - auch nicht für Deine Frau und Dich: Ihr seid nun mal nicht verheiratet sondern nur verpartnert, zur Ehe fehlt euch die "richtige" Geschlechterkombination ! und damit seid ihr der Ehe nicht würdig !!

    Diskriminierend ist das!
    Unrecht ist das !!
    Weg muss das !!!
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