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Kosten von 5,5 Millionen Dollar
Orlando: Krankenhäuser erlassen "Pulse"-Opfern Behandlungskosten

Beim Anschlag aufs "Pulse" kamen am 12. Juni 49 Menschen ums Leben (Bild: flickr / Daniel Ruyter / by 2.0)
- 26. August 2016, 10:22h 2 Min.
Opfer des Terroranschlags in Orlando und deren Angehörige müssen sich nicht mehr vor riesigen Arztrechnungen fürchten.
Wer beim Terroranschlag im "Pulse"-Nachtclub verletzt wurde, muss keine Behandlungskosten in Krankenhäusern bezahlen. Das kündigte die Organisation "Orlando Health", das Netzwerk von medizinischen Einrichtungen in der Stadt, am Mittwoch in einer Pressemitteilung an. "'Orlando Health' hat keine Rechnungen an Patienten des 'Pulse' versendet und wir haben nicht vor, die Behandlungskosten einzutreiben", heißt es darin. Es wird damit gerechnet, dass die Krankenhäuser mit diesem Schritt Kosten in Höhe von mindestens 5,5 Millionen Dollar (4,9 Millionen Euro) tragen werden. Bei Krankenversicherungen werden die Kosten dagegen ganz normal eingetrieben.
"Orlando Health"-Vorstandschef David Strong begründete die Entscheidung damit, dass die Stadt nach dem Terroranschlag zusammenhalten müsse: "Die Schießerei war eine furchtbare Tragödie für die Opfer, ihre Familien und unsere gesamte Gemeinde", sagte Strong.
Vielen Patienten mussten mit Kosten im vier- bis fünfstelligen Bereich rechnen. So erklärte "Pulse"-Besucher Mario Lopez gegenüber der Lokalzeitung "Orlando Sentinel", dass ihm eine Rechnung von 20.000 Dollar drohte. Er war beim Terroranschlag von einer Kugel verletzt worden und danach sieben Stunden lang im Krankenhaus. "Mein Leben wurde auf den Kopf gestellt und später hatte ich Angst wegen der Krankenhausrechnung", sagte der 34-Jährige, der über keine Krankenversicherung verfügt. Selbst Patienten mit Krankenversicherung müssen in den USA in den meisten Fällen einen teilweise erheblichen Teil der Behandlungskosten selbst tragen.
Lob von LGBT-Aktivisten
LGBT-Aktivisten begrüßten die Ankündigung. Terry DeCarlo vom "LGBT Center of Central Florida" erklärte, dass dieser Schritt auch psychologische Auswirkungen auf die Überlebenden haben werde: "Wenn sie diese Last nicht mehr schultern müssen, können sie sich viel schneller erholen", sagte DeCarlo.
Am 12. Juni hatte der 29-jährige Attentäter Omar Mateen im "Pulse" 49 Menschen erschossen und über 50 weitere verletzt, außerdem nahm er Geiseln. Nach drei Stunden stürmte die Polizei das "Pulse", tötete den Angreifer und befreite die restlichen Menschen (queer.de berichtete). (dk)














Und eine große Entlastung für diejenigen, die zusätzlich zu ihren körperlichen und seelischen Verletzungen auch noch mit einem riesigen Schuldenberg zu kämpfen gehabt hätten.
Der hätte das Leiden intensiviert und verlängert.
Es ist allerdings auch so schon schlimm genug.