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  • 14. November 2003, noch kein Kommentar

Berlin Nach dem Nein der Union zum Denkmal für homosexuelle NS-Opfer im Kulturausschuss des Bundestages haben die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) ihre Partei stark angegriffen. "Die Ablehnung eines Denkmals für homosexuelle NS-Opfer würde als posthume Diffamierung in der Öffentlichkeit wahr genommen", sagte der stellvertretende LSU-Vorsitzende Axel Hochrein, der die Entscheidung als "unakzeptabel" kritisiert. Die LSU fordert von der Fraktionsführung der Union, "diese Fehlentscheidung zu revidieren und ihre Abgeordneten in der Schlussabstimmung vom Fraktionszwang zu entbinden". So werde sich zeigen, "dass jeder Abgeordnete nur seinem Gewissen verpflichtet ist", so Hochrein weiter. Im Umgang mit der Geschichte sei "nicht bürokratische Erbsenzählerei über ein Denkmal mehr oder weniger gefragt, sondern der Respekt vor jedem einzelnen Opfer dieses barbarischen Regimes." Die LSU hat ihre Mitglieder aufgefordert, an ihre Bundestagsabgeordneten zu schreiben, um sie zu einer Zustimmung zu bewegen und somit "ein weiteres Stigma für die Union" zu vermeiden. Denn, so der vorformulierte Brief: "Der negative Ruf, den sich unsere Partei durch ihre Äußerungen und Handlungen bezüglich der Anliegen der gleichgeschlechtlichen Bevölkerung 'erworben' hat, würde durch Beibehaltung dieser Entscheidung eine unrühmliche 'Krönung' erfahren." (nb)