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Die Rolle der Dorothy Zbornak in "Golden Girls" (1985-1992) machte Bea Arthur weltweit bekannt
- 29. August 2016, 14:00h 2 Min.
Die "Bea Arthur Residence" wird jugendlichen Obdachlosen der LGBT-Community ab 2017 ein vorläufiges Zuhause geben.
Im kommenden Jahr eröffnet in New York City ein Obdachlosenheim für jugendliche Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender, das nach der 2009 verstorbenen "Golden Girls"-Schauspielerin Bea Arthur benannt ist. Die "Bea Arthur Residence" sollte bereits im Sommer diesen Jahres die Türen öffnen, allerdings musste der Termin wegen Bauauflagen verschoben werden.
Nach Angaben der LGBT-Organisation Ali Forney Center, die das Heim betrieben wird, soll der Umbau eines bestehenden Gebäudes im East Village von Manhattan (222 East 13th Street) im Februar fertiggestellt sein. Kurze Zeit später soll das 18 Betten umfassende Heim seine Türen öffnen. Die Jugendlichen sollen dort auch psychologisch betreut werden.
Bea Arthur vermachte 300.000 Dollar an das Ali Forney Center
Bea Arthur hatte sich insbesondere für LGBT-Rechte engagiert, ihr lagen dabei besonders Jugendliche am Herzen. Kurz vor ihrem Tod sagte sie: "Diese Kids vom Ali Forney Center werden von ihren Familien einfach rausgeschmissen, nur weil sie lesbisch, schwul oder trangender sind – diese Organisation rettet wirklich Leben." In ihrem Testament vermachte sie dem LGBT-Zentrum daher 300.000 Dollar (queer.de berichtete). Das neue Obdachlosenheim konnte dank einer Förderung der Stadt New York in Höhe von drei Millionen Dollar errichtet werden.
Bislang bietet das Ali Forney Center vier Notfallunterkünfte für bis zu 47 LGBT-Jugendliche in New York City an. Für 42 weitere Personen gibt es Unterkünfte, in denen junge LGBT bis zu zwei Jahre lang leben können.
Mehrere Studien kamen zu dem Ergebnis, dass junge LGBT in den Vereinigten Staaten von Obdachlosigkeit weitaus mehr betroffen sind als andere. Einer Untersuchung aus dem Jahr 2011 zufolge sind ein Viertel der jungen Homosexuellen in den USA "homeless" – unter Heterosexuellen beträgt der Anteil dagegen lediglich 3,2 Prozent (queer.de berichtete). LGBT-Organisationen appellieren bereits seit Jahren an die Regierung, mehr für Obdachlose zu tun. Derzeit wird davon ausgegangen, dass 4.000 obdachlose Jugendliche in New York City leben – 1.600 von ihnen sollen schwul, lesbisch, bisexuell oder trangender sein. (dk)
Links zum Thema:
» Ali Forney Center














