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Kommentare zu:
Bundeskanzler Jens Spahn?


#1 TamakAnonym
  • 30.08.2016, 12:51h

  • "So verdächtigte er pauschal deutsche Muslime, Böses im Schilde zu führen. 2014 sagte er etwa: 'Wer den Koran wortwörtlich auslegt und beispielsweise die Gleichberechtigung der Frau nicht anerkennt, gehört eher nicht zu Deutschland'"

    Kann darin keine Pauschalisierung gegenüber Muslimen erkennen, die meisten legen (gottseidank) den Koran eben NICHT wörtlich aus. Genauso wie die meisten Christen die Bibel nicht wörtlich nehmen. Ansonsten ist der Satz inhaltlich korrekt. Wer die wortwörtliche Auslegung seiner Religion über Frauenrechte stellt gehört meiner Meinung nach wirklich nicht (im positiven Sinne) zu Deutschland.
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#2 PeerAnonym
  • 30.08.2016, 13:09h
  • Antwort auf #1 von Tamak
  • Das sehe ich zwar ähnlich, aber dann sollte er das bei seiner Religion genauso sehen und z.B. die Kündigung einer lesbischen Putzfrau in einem katholischen Kindergarten genauso kritisieren. Oder auch die Kündigung des Chefarztes aus dem Düsseldorfer Krankenhaus, der sich hat scheiden lassen, um eine neue Frau zu heiraten.

    Alles Fälle von Einrichtungen, die im Prinzip der Steuerzahler zahlt und wo die Kirche nur ihren Namen gibt (was eh schon skandalös ist) und wo sie dann meint, nach ihrem Gusto Menschen entlassen zu können, die sich nicht vollständig ihrer hasserfüllten Ideologie unterwerfen.

    Genau sowas muss Jens Spahn dann genauso kritisieren und sagen, dass diese Leute ebenfalls nicht zu Deutschland gehören.

    Und genauso darf er auch nicht homophobe Parteifreunde in Schutz nehmen und Toleranz mit Intoleranten fordern, wenn er ernstgenommen werden will.

    Im übrigen ist Homopolitik keine Klientelpolitik, die er ja nicht machen will. Jeder Mensch ist Angehöriger irgendeiner Minderheit, vom Millionär bis zum Arbeitslosen, vom Gewerkschafter bis zum Parteimitglied. Jede Politik ist also letztlich Klientelpolitik.

    Aber stattdessen sollte man das so sehen, dass man Politik für Menschen macht.

    Und wer Politik für LGBT macht, macht letztlich Politik für alle Menschen, denn wer die Freiheit und Gleichheit von LGBT verteidigt, verteidigt damit auch die Freiheit und Gleichheit von allen anderen Menschen.
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#3 Patroklos
  • 30.08.2016, 13:30h
  • Jens Spahn als ersten schwulen Bundeskanzler - es hätte was, ist aber schwer bis gar nicht vorstellbar. Er wäre aber der erste gut aussehende Amtsträger und würde Volker Beck in der Position verhindern! Ich denke aber, Mutti tritt noch einmal an!
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#4 habemus_plemplem
  • 30.08.2016, 13:31h

  • Ich warte noch immer auf eine Entschuldigung von Jens Spahn dafür, dass er in der Maischberger-Sendung zur Bildungsplan-Debatte beide Seiten gleichermaßen zur Mäßigung aufgerufen hatte. Fand ich damals absolut empörend.

    Als Schwuler scheint er sich offensichtlich damit zufriedenzugeben, wenn er nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden kann und nicht auf offener Straße tätlich angegriffen wird. Mir reicht das nicht und ich verachte diese Denkweise. Wie man offen schwul sein, aber keinen Wert auf 100% Gleichberechtigung legen kann, das geht mir nicht in den Kopf.

    Vielleicht hofft er, in seinen Kreisen Anerkennung zu finden, indem er sich heteronormativen gesellschaftspolitischen Vorstellungen weitestgehend fügt und unauffällig bleibt. Das fände ich ebenfalls verachtenswert.

    Oder glaubt er, er könnte seine Partei von innen heraus verändern, indem er ihr vorlebt, dass schwul und konservativ auch zusammengehen können? Da würde er sich täuschen, denn das geht nur, indem man sich mit weniger Rechten zufrieden gibt und die Privilegien von Heterosexuellen nicht infrage stellt. (Wie sagt man: "Am A... die Waldfee!")

    Ein kleines "Aber" muss ich aber anfügen: Ich verstehe nicht recht, warum es eine pauschale Unterstellung gegen Muslime sein soll, wenn im zitierten Satz die Gemeinten klar eingegrenzt werden als diejenigen, "die den Koran wortwörtlich auslegen". Es liegt mir fern, dies Muslimen pauschal zu unterstellen, aber die wortwörtliche Auslegung religiöser Schriften ist - pauschal gesagt und egal ob Koran, Bibel oder sonstwas - m.E. tatsächlich immer schädlich. Diejenigen, die das tun, können mir ehrlich gesagt gestohlen bleiben (was allerdings nicht unbedingt heißt, dass sie nicht zu Deutschland gehören, denn ganz klar zu Deutschland gehören leider auch jede Menge anderer Leute, die mir ebenfalls gestohlen bleiben könnten).
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#5 LorenProfil
  • 30.08.2016, 13:33hGreifswald
  • Der doppelzüngige Herr Spahn dürfte wohl eher den Posten des Bundesfinanzministers nach einem Ausscheiden von Herrn Schäuble aus der aktiven Politik anstreben. Die Union wird noch einen sehr weiten Weg gehen müssen, bis sie einen offen lebenden Schwulen als Kanzlerkandidat akzeptiert, falls sie sowas überhaupt für akzeptabel halten möchte. Bislang spricht nichts dafür, dass CDU und CSU hier über ihren Schatten springen. Das dürfte mit ihren mal konservativen, mal schlicht reaktionären Vorstellungen in der Gesellschafts- und Familienpolitk noch sehr lange unvereinbar sein.
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#6 VolkerBekkAnonym
#7 HarknessAnonym
  • 30.08.2016, 14:36h
  • Jens Spahn?
    Urg.
    Ein Opportunist wie er im Buche steht.
    Einerseits die Muslime kritisieren und Angst vor ihrem Weltbild haben, andererseits deutsche Frauen bevormunden und sie ganz patriarchalisch vor sich selbst beschützen wollen, weil deutsche Frauchen ja zu dumm sind, die Pille Danach verantwortungsbewusst zu nehmen und sie wie Smarties fressen würden, wenn man sie ohne Rezept in der Apotheke bekommen würde (fand meine Schwester ganz reizend).
    Wie schön, dass die EU von etwas mündigeren Bürgerinnen ausgeht.
    Von seiner Hü-Hott-Geschichte bezüglich LGBTIQ fand ich gar nicht erst an.
    (Einerseits *weinwein* "Ich kann mit meinen Partner nicht händchenhaltend durch Berlin laufen" und andererseits es aber völlig okay finden, wenn LGBTIQ z.B. im Arbeitsrecht der Kirchen diskriminiert werden.)

    Ich krieg immer so einen Hals, wenn ich den Namen Jens Spahn nur lese, egal, was der schon wieder für Schwachsinn vom Spapel gelasen hat ...
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#8 PengAnonym
  • 30.08.2016, 14:52h
  • Oh nein, bloß nicht diese Knalltüte!

    Außerdem viel zu unerfahren.

    Schwul und in der CDU, die Schwule rechtlich diskriminiert.

    Wenn Schwule sich missbrauchen lassen um die CDU homofreundlicher wirken zu lassen als sie in Wahrheit ist, dann ist das nicht gut.
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#9 wiking77
  • 30.08.2016, 15:05h
  • Bundeskanzler Spahn? Also ich hätte nichts dagegen! Warum nicht. Er ist schwul, progressiv und lässt sich nicht von den Sirenengesänge der Religion des Friedens einfangen.

    Aber wahrscheinlich wird's eher die Ursel von der Leinen machen.
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#10 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 30.08.2016, 15:55h
  • Horrorvision 2017:

    "Kenia-Koalition" (CDU/CSU, SPD, Grüne) im Bund - deren Anführer ein Merkel-Rechtsüberholer, der Toleranz gegenüber Intoleranten einfordert...

    ...ich fang' schon mal an, Spucktüten zu sammeln.
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#11 TheDadProfil
  • 30.08.2016, 17:44hHannover
  • ""Während manche Kommentatoren, etwa in der "taz" die "Guardian"-Geschichte als Witz verstehen, nehmen andere die Idee durchaus ernst, auch wenn es bis zum Chefposten wohl noch einige Jahre dauern könnte.""..

    ""Mit 36 und als Schwuler scheint Spahn nicht der nächstliegende Kandidat zu sein, der eine konservative Rebellion unter Merkels Christdemokraten startet.""..

    Bevor der Mann 40 geworden ist, wird das sowieso nichts..
    Denn laut Grundgesetz muß man mindestens 40 Jahre alt sein, um Bundeskanzler oder Bundespräsident werden kann..

    Also besteht für die nächste Legislatur dort keine Gefahr eines Schwulen CDU Kanzler-Kandidaten..
    Außerdem wird der Kanzler-Kandidat nicht nur von der CDU bestimmt, sondern muß sich auch dem Votum der CSU stellen, wenn diese nicht wie derzeit die Wahl der Kandidatin aus Taktischen Gründen verzögert, indem sie kolportiert, Herr Seehofer "überlege" einen CSU-eigenen Kandidaten zu lancieren..
    Oder schlimmer noch, gar sich selbst aufstellen zu lassen, was auf eine "Kampf-Kandidatur".. gegen die amtierende Kanzlerin hinausliefe..

    Eigentlich wäre das gar nicht so schlecht..
    Soll sich doch die UNION selbst zerlegen..
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  • Anm. d. Red.: Das Mindestalter für den Bundeskanzler ist 18 Jahre, für den Bundespräsidenten 40 Jahre.
#12 TheDadProfil
  • 30.08.2016, 17:49hHannover
  • Antwort auf #1 von Tamak
  • ""Ansonsten ist der Satz inhaltlich korrekt.""..

    Was dann also nicht impliziert, daß "Christen" die die "Bibel" wörtlich auslegen, auch nicht zu Deutschland gehören können, weil sie dann genauso handelten wie es die "Muslime" tun, die den Koran wörtlich auslegen ?

    Wie kann man hier eigentlich das Eine "denken" und sagen, und das Andere dabei vollständig negieren, um eine sprachliche Spaltung zwischen einer Gruppe von Menschen herbeizuführen, die die gleichen Ziele verfolgen, indem sie die Unterdrückung der Frauen wünschen ?

    Und wie kann man dann hier eigentlich "denken", diese "Christen" wären ja "gar nicht so schlimm" ?

    Unfaßbar !
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#13 TheDadProfil
  • 30.08.2016, 17:59hHannover
  • Antwort auf #9 von wiking77
  • ""Er ist schwul, progressiv und lässt sich nicht von den Sirenengesänge der Religion des Friedens einfangen.""..

    Schwul ist keine Qualifikation für den Job des Bundeskanzlers..

    ""progressiv"" ?

    Was genau hat Dich daran gehindert den Artikel oben, und die anderen Artikel über Herrn Spahn zu lesen ?

    Ein bis ins Mark konservativer Katholik, übrigens die wohl einzig wahre "Religion des Friedens", der sich anmaßt über die Bekleidungs-Vorschriften anderer "Religionen" zu "philosophieren", und dabei so ganz nebenbei die Verfassung brechen will, um ein "Burka-Verbot" durchzusetzen, weil das ein "unangemessenes Bekenntnis zum Islam" darstellt ?

    Was soll denn daran ""progressiv"" sein ?
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#14 No goAnonym
  • 30.08.2016, 18:42h
  • Nein, den auch nicht! Keinen von der CDU/CSU, ob schwul oder lesbisch oder polygam oder hetero oder monoton oder alles auf einmal, nicht diese Partei! Auch nicht die rückgratlose SPD. Und was nun? Guter Rat teuer! Vielleicht Toni Hofreiter, nur wenn er sich eine Minipli machen läßt. Ganz schwere Nummer.
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#15 TheDadProfil
  • 30.08.2016, 19:01hHannover
  • ""Anm. d. Red.: Das Mindestalter für den Bundeskanzler ist 18 Jahre, für den Bundespräsidenten 40 Jahre.""..

    Ok..
    Offensichtlich bin ich dort einem beliebtem Denkfehler aufgesessen..

    Das macht Herrn Spahn allerdings immer noch nicht geeigneter..
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#16 TamakAnonym
  • 30.08.2016, 19:41h
  • Antwort auf #12 von TheDad

  • Das einzige was hier grenzenlos ist, ist deine unglaubliche Naivität. Spahn (und ich bin nun wahrlich kein CDU-Anhänger) hat auch nicht die Hindus, Buddhisten und das Judentum erwähnt. Muss ich jedesmal alle Religionen aufzählen, wenn ich eine bestimmte Religion kritisiere, quasi als "Disclaimer"?
    Außerdem ist es eine Tatsache, dass der radikale Islam HEUTE viel gefährlicher ist als das radikale Christentum. Religionen sind zwar alle gleichermaßen irrational. Aber das Dogma von "alle Religionen sind gleich gefährlich" ist eine Mär. Das schlimmste was radikale Christen in der westlichen Welt hinbekommen sind Schilder, auf denen steht:"Gott hasst Schwule und Abtreibung." Unschön, ekelhaft, aber kein Vergleich mit Menschen, die Schwule von Häuserdächern stoßen, Frauenrechte missachten und die Aufhebung unseres säkularen Rechtsstaates aktiv betreiben. In was für einer Seifenblase muss man eigentlich leben um diesen Unterschied nicht zu erkennen?
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#17 TamakAnonym
  • 30.08.2016, 19:50h
  • Antwort auf #2 von Peer

  • Jo, seh ich genauso. Ich bin Jurist und hab mich da schon hundertfach drüber aufgeregt. Trotzdem muss ich nicht jedesmal, wenn ich den Islam kritisiere, das Christentum mitzitieren. Genauso wenig wie ich jedesmal den Islam erwähne, wenn ich mich über das Beispiel der lesbischen Putzfrau aufrege.

    Ob Jens Spahn das an anderer Stelle schon kritisiert hat mag ich nicht zu beurteilen. Wenn er dort eine andere Meinung vertritt ("Katholische Einrichtungen sollen Homosexuelle entlassen dürfen") wäre das höchst bedenklich. Dazu ist mir allerdings nichts bekannt.
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#18 AFD-WatchAnonym
  • 30.08.2016, 20:25h
  • Antwort auf #16 von Tamak

  • Ahja. Welcher Arbeitgeber nochmal hat mit der Kündigung einer lesbischen schwangeren Kindergärtnerin zugleich Frauenrechte und die Säkularisierung des Staates missachtet? Diese Angestellte muss wohl in einer Seifenblase gelebt haben, in der Annahme ihr könne das nicht passieren, oder?
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#19 TheDadProfil
  • 30.08.2016, 20:30hHannover
  • Antwort auf #16 von Tamak
  • ""Spahn (und ich bin nun wahrlich kein CDU-Anhänger) hat auch nicht die Hindus, Buddhisten und das Judentum erwähnt. Muss ich jedesmal alle Religionen aufzählen, wenn ich eine bestimmte Religion kritisiere, quasi als "Disclaimer"?""..

    Das wäre gar nicht notwendig, denn so viele Bio-Deutsche die sich als Hindus oder Buddhisten empfinden, gibt es ja nicht..

    Das "Judentum" erwähnt Herr Spahn schon allein deshalb nicht, weil die offen liegende Analogie in der Entrechtung der Frau durch die "Religion" ihm leicht als Antisemitismus auf die Füße fallen könnte..

    Demgegenüber ist seine Islamophobie ja derzeit schon fast en vogué..

    Die ""unglaubliche Naivität"" liegt dann wohl auch eher bei Dir, und in der Verweigerung der Erkenntnis begründet, nicht erkennen zu wollen, wie hier ein Katholik gegen "Muslime" hetzt, und gleichzeitig das gleiche Tun bei den "Christen" vorsätzlich negiert !

    Frei nach dem Motto, wenn Zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht das Selbe..

    Das "Gesetz zur Gleichstellung von Mann und Frau" stammt aus dem Jahr 1957 !
    Und es wurde von einer CDU-Regierung beschlossen !
    Die Unterdrückung der Frau ist eine KERNKOMPETENZ der UNION !

    ""Außerdem ist es eine Tatsache, dass der radikale Islam HEUTE viel gefährlicher ist als das radikale Christentum.""..

    Dazu hätte ich dann gerne Belege, die auch nachweisen können wie "ungefährlich" doch so radikale "Christen" wie ein Volker Kauder, eine Gabriele Kuby, und ein Martin Lohmann sind..

    Deine Naivität zu GLAUBEN der "Islam" bedrohe dich mehr, ohne wirklich Einflüße auf die Politik in der BRD zu entfalten, als die radikalen Christen, die bis hin in die Regierungs-Spitzen sitzen, ist schon kaum noch zu toppen..

    Diese Naivität, diese Fokussierung auf den "Feind im Äußerem" durch die formulierte und vorgetragene Islamophobie, protegiert genau diese "Christen", und dient dazu die Verhältnisse unverändert zu belassen !

    Wer hier "denkt" eine Person wie Herr Spahn würde dann eines Tages als Bundeskanzler die Gleichstellung und Gleichberechtigung als eine Art Belohnung für den "gemeinsamen Kampf gegen die Islamisierung Europas" durchsetzen, kann im Rückblick auf das Gesetz von 1957 schon Heute sehen, wie lange er auf seine Belohnung wird warten müssen !

    Es gibt keinen vernunftbegabten Grund um eine "gemeinsame Front" mit Herrn Spahn zu bilden..
    Es gibt keinen "Kampf der LGBTTIQ* gegen den Islam", und keinen Grund für Koalitionen mit Rechtskonservativen aus der UNION oder der AFD..

    ""aber kein Vergleich mit Menschen, die Schwule von Häuserdächern stoßen, Frauenrechte missachten und die Aufhebung unseres säkularen Rechtsstaates aktiv betreiben. In was für einer Seifenblase muss man eigentlich leben um diesen Unterschied nicht zu erkennen?""..

    Hier bei uns ?
    Hier "schmeißen" sie Schwule von Hausdächern, und Jens Spahn ist dann die Lösung gegen die Missachtung der Frauenrechte ?

    Diese ständige Melange von Erklärungsmustern dient Dir vielleicht als persönliche Beruhigung..

    Als Argument zur Behebung von Problemen in der BRD hilft es nicht, Verhältnisse in anderen Ländern anzuführen, und Drohkulissen aufzubauen, von der eigentlich jeder wissen könnte, das sie niemals eintreten werden !

    Die BRD wird NICHT "islamisiert" !
    Das ist blanker UNSINN !

    Aber die Sprache von Leuten wie Dir radikalisiert sich GEGEN andere Menschen !
    Das ist mehr als nur einfach "besorgniserregend"..
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#20 ursus
  • 30.08.2016, 21:21h
  • Antwort auf #16 von Tamak
  • >"Das schlimmste was radikale Christen in der westlichen Welt hinbekommen sind Schilder, auf denen..."

    radikale christ_innen in den usa (das gilt doch als "westliche welt", oder?) verüben seit vielen jahren und mit einiger regelmäßigkeit anschläge mit schusswaffen oder brandbomben gegen kliniken, in denen abtreibungen vorgenommen werden. dabei kommen immer wieder sogar menschen um, und natürlich gibt es auch oft sehr erhebliche sachschäden.

    diese aktionen entsprechen zweifellos der definition von terror, denn es geht explizit um die einschüchterung durch gewalt. und dieser terror ist klar christlich motiviert, das belegen eindeutige bekennerschreiben.

    aber: "Terror gibt es nur mit Bart und Koran, und dann ist er ein Angriff auf unsere Werte. Wenn aber Menschen in einer Abtreibungsklinik erschossen werden, dann war es immer ein Einzeltäter. [...] Was sollen das denn für Werte sein, für die so eine Klinik steht? Da gehen halt Frauen hin, wenn sie abtreiben wollen, zum Beispiel. [...] Müssen wir die schützen? Hmmm. Wissen wir nicht. Schmutziges Thema. Wollen wir nicht wissen."

    www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/terror-doppelmoral-haelt-
    schoen-warm-kolumne-a-1065857.html


    die illusion eines wirklich qualitativen unterschiedes zwischen christentum und islam kommt vor allem durch unsere verzerrte wahrnehmung zustande. und diese verzerrung ist natürlich politisch gewollt, spahns auffallend einäugige kritik ist da nur eines von zahllosen beispielen.
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#21 TheDadProfil
  • 30.08.2016, 21:30hHannover
  • Antwort auf #17 von Tamak
  • ""Trotzdem muss ich nicht jedesmal, wenn ich den Islam kritisiere, das Christentum mitzitieren.""..

    Warum nicht ?

    ""Genauso wenig wie ich jedesmal den Islam erwähne, wenn ich mich über das Beispiel der lesbischen Putzfrau aufrege.""..

    Auch hier dann :
    Warum nicht ?

    Weil die Erkenntnis das die "Religionen" gleich handeln Deine Idylle zerstörte ?

    Weil man dann gegen das "Christentum" genauso agitieren, und ebenso agieren müßte, wie man es gegen den "Islam" tut ?

    Und weil dann diese Aktion gegen das "Christentum" einem irgendwie "unangenehm" ist ?

    ""Wenn er dort eine andere Meinung vertritt ("Katholische Einrichtungen sollen Homosexuelle entlassen dürfen") wäre das höchst bedenklich.""..

    Muß er gar nicht..
    Steht ja so in den AGG's drinn..
    Nicht nur die "Katholiken" "dürfen" nicht nur "Homosexuelle" zuerst diskriminieren und dann entlassen..
    Sie dürfen sie aus genau den gleichen Gründen auch gar nicht erst einstellen..

    Die "erlaubte" Diskriminierung" besteht..
    Sie ist Realität durch die "Christen"..
    Die genau so verfahren, wie es die Drohkulisse über den "Islam" dem Bürger so aufwendig suggeriert !
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#22 wiking77
  • 30.08.2016, 22:02h
  • wenn er das hält, was er verspricht bzw wie er sich äussert, so gönne ich im die Kanzlerschaft.

    Ach, und nur weil er nicht von der "richtigen" Partei ist, ist sein Schwulsein auf einmal doch kein Kriterium für die Kanzlerschaft? Irgendwie schon etwas verschoben, die Argumente - finde ich!

    Im übrigen wird's eh Madame de la Leinen! Vorausgesetzt sie schaffen es in den eigenen CDU-Reihen Mutti Merkel zu meucheln, sonst sitzt die noch eine halbe Dekade im Kanzleramt.
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#23 AFD-WatchAnonym
#24 herve64Ehemaliges Profil
  • 30.08.2016, 22:38h
  • Warum muss ich beim Anblick eines Jens Spahn an dieses denkwürdige TITANIC-Titelblatt mit der Headline "Gottseidank! Wiedervereinigung ungültig: Kohl war gedopt" denken?
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#25 TheDadProfil
  • 31.08.2016, 12:21hHannover
  • Antwort auf #22 von wiking77
  • ""Ach, und nur weil er nicht von der "richtigen" Partei ist, ist sein Schwulsein auf einmal doch kein Kriterium für die Kanzlerschaft? Irgendwie schon etwas verschoben, die Argumente - finde ich!""..

    ""Ich habe mein ganzes Leben dafür gekämpft das dieses Parlament eine Versammlung der besten Köpfe zu sein hat, und keine Erprobungsanstalt für die strapazierfähigsten Gesäße""..
    Das Zitat wird Herbert Wehner nachgesagt..

    Schwul zu sein ist kein Kriterium für die Kanzlerschaft..
    In keiner Partei..
    Hetero zu sein allerdings auch nicht..
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#26 TheDadProfil
  • 31.08.2016, 12:29hHannover
  • Antwort auf #23 von AFD-Watch
  • "" "Das schlimmste, was radikale Christen aus dem Westen hinbekommen"?!? Das kann man zum Beispiel in Uganda sehen""..

    Aber, aber..
    Afrika ist doch nicht "der Westen"..
    Darauf legen die "Verteidiger des Christentums" doch immer besonderen Wert..

    Während dann für die Verteufelung des "Islam" immer die Staaten des nahen Ostens herhalten müssen, sind doch Afrikanische Staaten "kein Argument" für die gleiche Verderbtheit des "Christentums"..

    Dieses "Christentum" ist doch immer "hilfreich, Edel und Gut"..

    Es ist wie "ursus" schon schrieb, dann ein "lokales Problem", oder es sind die Taten von "Einzelnen", wenn irgendwo eine Abtreibungsklinik gesprengt wird, oder Menschen im "Namen des Herrn" verfolgt, unterdrückt, gefoltert und ermordet werden..
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#27 NachdenkerAnonym
  • 31.08.2016, 23:28h
  • "Sag,Faust, wie hältst du es mit Jens Spahn?" scheint so langsam zur schwulen Variante der Gretchenfrage zu werden.

    Die Beurteilung fällt schwer.

    Machtbewusst ist er zweifellos.Und es gelingt ihm, das konservative Herz seiner Partei zu wärmen. Dass ihm das "Schwulending" ganz egal ist, glaube ich indes auch nicht. So unrealistisch ist das mit einer künftigen Kanzlerkandidatur wirklich nicht.

    Trotzdem finde ich ihn irgendwie unangenehm, und das jetzt nicht bloß, weil ich kein Konservativer bin. Vielleicht ist das die Vermutung, er sei ein Opportunist. Der Mutigste aus der Riege der "Wilden 13" war er ja nicht gerade: die Rede bei der Debatte damals 2013 ließ er dann doch lieber Olav Gutting halten, der sich ganz schön zusammenreissen musste, um aus Angst vor "Klassenkeile" nicht zusammenzuklappen (es kam mir jedenfalls so vor, vielleicht hab ich das aber auch falsch gedeutet).

    Die Kohlen lässt er die anderen aus dem Feuer holen, und selbst setzt er sich an die Spitze von Strömungen, die Türen einrennen wollen, die weit offen stehen. Das ist mein Eindruck von Spahn. Es mag jedoch sein, dass ich mich irre.
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#28 Miguel53deProfil
  • 01.09.2016, 05:21hOttawa
  • Antwort auf #9 von wiking77
  • Hahaha. Eigentlich wollte ich dem Storch seinem Troll nicht mehr schreiben. Aber ich muss mich einfach mal bedanken. Naemlich fuer den groessten Lachanfall seit langem.

    "Ausserdem ist er progressiv."

    Ich habe so gelacht, dass ich mich auf dem Teppich gekugelt habe.

    Herrlich. Danke! Danke!
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#29 Patroklos
#30 FrancoisAnonym
#31 userer
#32 KoalitionsrechnerAnonym
  • 01.09.2016, 16:21h
  • Antwort auf #31 von userer

  • Glaubst du ernsthaft, sie kommt mit einem anderen Koalitionspartner? Auch wenn Spähnchen demonstrativ eine grüne Krawatte zum schwarzen Anzug trägt?
    Jeder weiß, dass die CDU/CSU aus der Regierung raus muss. Dann kann man die Eheöffnung beschließen und muss keinem etwas abringen.
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#33 userer
  • 01.09.2016, 17:50h
  • Antwort auf #32 von Koalitionsrechner
  • Eine Regierung ohne CDU/CSU wäre selbstverständlich am besten für die Eheöffnung. Ein Koalitionsrechner wie du kann allerdings die Zahl der Sitze addieren und sehen, dass es im Bundestag schon heute eine genügend große Regierungsmehrheit jenseits des politischen Arms der christlichen Kirchen gibt - wenn die SPD nur wollte. Will sie aber nicht. Daher steht zu befürchten, dass mit einer stärkeren SPD (so unwahrscheinlich das mometan auch scheint) eine erneute Große Koalition nur noch mehr Gewicht hätte und die Opposition ein noch kleineres Schattendasein als bereits heute führen würde. Dagegen hilft meines Erachtens nur eine Stärkung der kleinen möglichen SPD-Koalitionsparter.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#34 1818181818181818Anonym
  • 02.09.2016, 14:05h
  • Oh je, der? Nö, dann doch lieber einen anderen...

    Na, macht mal in eurem Dumm- ähm Deutschland was ihr wollt, ich geh bald erst mal für ein Jahr nach Neuseeland. Und wenn es mir da gefällt... und ich da bleiben kann... einen süßen Maori kennenlerne...
  • Antworten » | Direktlink »
#35 kia oraAnonym
#36 1818181818181818Anonym
#37 NachdenkerAnonym
  • 02.09.2016, 22:07h
  • Antwort auf #32 von Koalitionsrechner
  • "Jeder weiß, dass die CDU/CSU aus der Regierung raus muss. Dann kann man die Eheöffnung beschließen und muss keinem etwas abringen."

    Das wäre vielleicht der leichteste Weg, ist aber alles andere als realistisch. Es wird nicht gegen die Unionsparteien gehen. Und wenn wir uns die SPD anschauen, müssen wir sagen: diese Partei hat sich hoffnungslos und ohne jede Not verbraucht. Sie hat kein Personal, kein Konzept und auch keine sozialdemokratische Glaubwürdigkeit mehr. Sie müsste sich dringend in einer längeren Phase in der Opposition in Ruhe neu sortieren, statt diesen affigen Aktionismus in der Regierung weiter zu verfolgen.

    Es gibt realistisch nur die Möglichkeit, dass der oder die Koalitionspartner der nächsten Legislatur (also nur die Grünen oder - wenn das nicht reicht - FDP und Grüne) auf der Aufhebung des Fraktionszwangs bestehen. Manche Signale aus der Union deuten darauf hin, dass die das mitmachen werden (so etwa ihre fast geräuschlose Durchlüftung ihrer Parteiprogramme und die überraschende Aufwertung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zur "deutschen Leitkultur").

    Aber das ist Kaffeesatzlesen. Bis zur Wahl 2017 ist noch viel Zeit. Interessant wird aber sein - und damit komme ich zum Thema zurück - ob Spahn dabei eine Rolle spielen will, wird oder kann. Er ist der einflussreichste schwule konservative Politiker der Republik, die Junge Union findet ihn sogar absolut herrlich. Aber was können wir von ihm erwarten? Wir müssen es abwarten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »

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