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"Rechtswidrige Beziehungen"
Uganda: Achtjährige wegen Homosexualität festgenommen

Uganda gehört zu den homophobsten Ländern der Welt (Bild: flickr / Matt Lucht / by 2.0)
- 1. September 2016, 16:08h 2 Min.
Die Homophobie in Uganda richtet sich sogar gegen Kinder: Eine Grundschülerin wird beschuldigt, andere Mädchen in die Homosexualität "einführen" zu wollen.
Die Polizei der südugandischen Stadt Jinja ermittelt nach einem Bericht der Tageszeitung "Daily Monitor" vom Mittwoch gegen eine Achtjährige, weil sie "romantische Beziehungen" mit Mädchen ihres Alters eingegangen sei. Die Verdächtige befinde sich in Obhut der Polizei.
Eine Beamtin der Polizeieinheit zum Schutz der Kinder erklärte gegenüber der Zeitung, dass sich das Mädchen mit Klassenkameradinnen in Schultoiletten oder anderen abgelegenen Orten getroffen habe. Die Polizistin empfahl Eltern, darauf zu achten, dass ihre Kinder keine "rechtswidrigen Beziehungen" eingingen.
Dem Bericht zufolge habe ein "besorgter Nachbar" die Polizei informiert, weil das Mädchen ihre Freundinnen zu einem Bauernhof "gelockt" habe. Dort habe sie den anderen "gezeigt", wie man "romantisch zueinander" sei.
Homophobie in Uganda weit verbreitet
Die Festnahme der Achtjährigen zeigt deutlich, wie hysterisch in Uganda auf Homosexualität reagiert wird. Auf gleichgeschlechtliche Liebe ist in dem ostafrikanischen Land eine lebenslange Haftstrafen möglich, in den letzten Jahren wurde aber sogar über die Einführung der Todesstrafe für Schwule und Lesben debattiert. Wegen dieser homophoben Politik stand Uganda immer wieder international in der Kritik, teilweise wurde deswegen sogar Entwicklungshilfe gekürzt oder ausgesetzt.
Auch Amnesty International übte in einem Bericht scharfe Kritik an der homophoben Politik (queer.de berichtete). Zudem beschuldigte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch die ugandische Regierung im Juli, mutmaßliche Homosexuelle mit "Anal-Tests" zu foltern (queer.de berichtete).
Besonders Ethikminister Simon Lokodo, ein ehemaliger Priester, heizt die Stimmung an: Er behauptete erst vor zwei Wochen, dass Homosexuelle ihn vergewaltigen wollen (queer.de berichtete). Eine Woche zuvor soll er außerdem einen CSD in Uganda verhindert haben, indem er den Veranstaltern mit Gewalt drohte (queer.de berichtete). Lokodo erklärte mehrfach, dass Schwule und Lesben andere Menschen in die Homosexualität "rekrutierten".
Eine große Mehrheit der Bevölkerung unterstützt den homophoben Kurs der Regierung: So erklärten laut "Pew Research Center" 2013 ganze 96 Prozent der Befragten, dass Homosexualität gesellschaftlich nicht akzeptiert werden solle. (dk)















Ein ehemaliger KATHOLISCHER Priester, der nur aufgrund der Tatsache, sich entgegen der Weisung des Vatikan in die Politik "eingemischt" zu haben, weil er sich ins Parlament hatte wählen lassen, seinen Priester-Status verloren hat, und "exkommuniziert" wurde..
Die Hetze dieses Ex-Priesters gegen LGBTTIQ* stand dabei für den Vatikan allerdings gar nicht zur Debatte..