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PETA-Schönheitswettbewerb

Das sind "Germany's Sexiest Vegans"


Michaela, Manuel und Nova sind die Sieger des veganen Contests (Bild: PETA)

  • 9. September 2016, 10:55h 4 3 Min.

Ein Österreicher ist erneut Deutschlands heißester Veganer, die schönste Veganerin kommt aus München. Erstmals wird der Preis auch in der Kategorie "Offen" verliehen.

Der Kampf um den Titel "Germany's Sexiest Vegan", der alljährlich von der Tierschutzorganisation PETA verliehen wird, ist entschieden: Bei den Männern konnte sich in einer Online-Abstimmung auf Facebook erneut der Tiroler Manuel Mair durchsetzen. Der 29-Jährige betreibt ein veganes Kleiderlabel und lebt seit drei Jahren ohne tierische Produkte in seiner Nahrung. Er ließ die beiden Berliner Aaron und Nicolas hinter sich.

Bei den Frauen gewann die Münchnerin Michaela, die erst seit vergangenem Jahr vegan lebt. Die PETA-Aktivistin wollte mit ihrer Teilnahme am Wettbewerb zeigen, "wie einfach und schön der vegane Lebensstil ist".

Nova will "die Sichtbarkeit nicht-binärer Geschlechtsidentitäten" erhöhen

Erstmals wurde der Preis auch in der "offenen" Kategorie verliehen, in der sich alle vegan lebenden Menschen beteiligen konnten, "die sich hinreißend, aber nicht im klassischen Sinne männlich oder weiblich fühlen". Hier gewann Nova aus Herne vor Vika aus Köln.

Nova möchte den Sieg dazu nutzen, "die Sichtbarkeit nicht-binärer Geschlechtsidentitäten in der veganen Community und auch in der Gesamtgesellschaft zu erhöhen". Ein weiteres Anliegen sei das Werben für den vegangen Lebensstil unter Fleischessern, der dazu beitragen könne, "eine bessere und offenere Gesellschaft" zu schaffen. Bereits im vergangenen Jahr gab es die Kategorie "Offen" bei der Wahl, allerdings hatte sich niemand beworben. Auch diesem Jahr war die Auswahl nicht allzu groß: Es gab lediglich zwei Aspiranten auf den Titel.


Die Zweitplatzierten Aaron und Vika (Bild: PETA)

Alle Sieger erhalten als Preis einen Entsafter. Die Zweit- und Drittplatzierten können sich über einen Einkaufsgutschein oder einen veganen Präsentkorb in Höhe von 100 bzw. 50 Euro freuen.

Kritik an veganem Lookism

PETA musste wegen des Wettbewerbs auch einige Kritik einstecken. Auf Facebook wurde der Organisation Lookism vorgeworfen, also Diskriminierung aufgrund des Aussehens. Die Aktivisten wehrten sich gegen die Anschuldigung und erklärten, dass sie ihre Finalisten "nach den inneren Werten" ausgewählt hätten. "Wir haben weder auf die Körperform geachtet, noch können wir sagen, dass überhaupt jemand 'Dickes' teilgenommen hat", so die Tierrechtler auf ihrer Facebookseite auf die Frage, warum nicht auch "dicke" Veganer als sexy abgebildet werden. Laut PETA sei vor allem der "Einsatz für Tierrechte" für die Nominierung als "Sexiest Vegan" entscheidend gewesen.

Das Thema "Veganismus" hatte im vergangenen Jahr beim Freiburger CSD zu Kontroversen geführt: Damals entschieden sich die Organisatoren, keine tierischen Produkte zu verkaufen. Das führte zu teils scharfer Kritik in sozialen Netzwerken. So wurde bemängelt, dass Ernährung und Menschenrechte zwei unterschiedliche Themen seien und nicht vermischt werden sollten (queer.de berichtete). (dk)

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#1 VeggieAnonym
  • 09.09.2016, 13:28h
  • Jetzt werden wieder gleich alle das Thema Veganismus "zerfleischen", und niemanden wird kümmern, weshalb dieser Artikel eigentlich hier steht. Seufz.
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#2 OrthogonalfrontAnonym
#3 ursusEhemaliges Profil
  • 09.09.2016, 14:16h
  • für mich bleibt die frage, ob die kategorie "offen" in diesem zusammenhang wirklich sinnvoll ist. dass das auf die probleme der binären geschlechterordnung hinweist, ist ja okay, das finde ich auch gut.

    aber wenn es (angeblich) überhaupt nicht um körperformen geht, warum unterscheidet man dann überhaupt noch nach geschlecht? wenn "sexiness" angeblich allein durch den "einsatz für tierrechte" zustandekommt (was ich für eine etwas merkwürdige idee halte) wäre es dann nicht am konsequentesten, wenn man den gesamten wettbewerb als "offen" ausruft?

    so, wie peta es macht, bedeutet das doch: hier würdigen wir einen besonders tollen "weiblichen" einsatz für tierrechte, da einen "männlichen" und da einen "nichtbinären". aber was unterscheidet denn den weibliches, männliches, und nichtbinäres engagement, so dass sie gesonderte kategorien brauchen?

    ich finde das nicht besonders überzeugend. wenn man jeglichen lookismus glaubwürdig heraushalten will, dann ergibt das alles für mich in dieser form keinen sinn.
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