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Kommentare zu:
Bayerns Kultusminister traf Homo-Gegner


#11 finkAnonym
  • 13.09.2016, 19:48h
  • Antwort auf #4 von Steve2
  • Deine Verwunderung ergibt Sinn, solange wir annehmen, dass sich diese reaktionären Aktivist*innen tatsächlich mit der Realität befassen oder sich auf sie beziehen wollen. Das ist aber gar nicht der Fall. Es geht ihnen teils um die Verarbeitung eigener Neurosen und pathologischer Projektionen, teils um die politische Instrumentalisierung von irrationalen Ängsten, die sie in der Bevölkerung vorfinden bzw. aktiv schüren, und teils um beides zugleich.

    Das eigentliche politische Ziel ist ein vollkommen anderes als das vorgegebene, nämlich die Kanalisation von Existenzängsten auf einen bewährten Sündenbock. Während je nach Region ca. 10-20 Prozent der deutschen Kinder in Armut aufwachsen, wird die Wut der Eltern nicht etwa auf dieses Faktum und entsprechende politische Handlungsmöglichkeiten gelenkt, sondern stattdessen in eine andere Richtung umgeleitet: Die eigentliche und einzige Gefahr für die Kinder seien die Homos und irgendwelche Finstermänner*innen, die nichts anderes im Sinn haben, als Kinderseelen zu verderben. Von diesem politischen Ablenkungsmanöver profitieren AfD und Regierungsparteien in ähnlicher Weise, weshalb die Zusammenarbeit eigentlich nicht so sehr verwundern kann.

    Als Lösung für die politische Misere und die Existenzängste der Gegenwart wird die Sehnsucht nach einer verklärten Vergangenheit aktiviert: Die Rückkehr zu den Werten der Fünfziger (oder wahlweise der Dreißiger) Jahre mit ihren vermeintlich heilen, d.h. streng sexistisch und heteronormativ "geordneten" Verhältnissen soll die Rettung aus der heutigen Verunsicherung bringen.

    Der ganze Schwindel funkioniert nur dann, wenn man NICHT über die Realität nachdenkt. Realitätsverleugnung, Faktenverdrehung und Lügen sind keine Begleiterscheinungen der rechtspopulistischen Strategie, sondern ihre Hauptmethoden. Ich bin selbst ziemlich ratlos, wie dem begegnet werden kann. Fakten sind natürlich immer gut, aber es stellt sich wieder einmal die bekannte Frage: Kann man Menschen mit der Vernunft von etwas abbringen, zu dem sie entgegen aller Vernunft gekommen sind?
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#12 AntihexeAnonym
#13 NickAnonym
  • 13.09.2016, 19:57h

  • Interessant ist das diese nazis die who heranziehen obwohl diese homisexualität längst nicht mehr als psychische krankheit ansieht
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#14 LinusAnonym
  • 13.09.2016, 20:08h
  • Da haben sich ja wieder mal die richtigen Leute zusammengefunden...

    Und wieder die Behauptung, Schüler sollten indoktriniert werden.

    Was indoktriniert die Schüler wohl mehr? Wenn sie alle Arten von Sexualität, die es nun mal real gibt, kennenlernen oder wenn man ihnen eine heterosexuelle Scheinwelt vorgaukelt, die mit der Realität NICHTS zu tun hat.

    Die wollen statt der Realität ihr Weltbild zum Leitbild an Schulen machen und ignorieren dafür sogar wissenschaftlich belegte Fakten.
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#15 Tommy0607Profil
  • 13.09.2016, 20:21hEtzbach
  • Irgendwie lassen DIE sich zu viel aufhetzen von "einen" bestimmten Verein . Anscheinend leben dort einigen in der Vergangenheit und nicht im 3 . Jahrtausend .
    Und dabei ist Bayern so ein schönes Land .
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#16 RalfAnonym
  • 13.09.2016, 20:35h
  • Dass Leute gesellschaftliche Akzeptanz und Aufklärung über die Realität als Aberglauben und unwissenschaftlich verunglimpfen, die sich selbst auf altorientalische Mythologie berufen, ist doch der Punkt, wo jede Kritik an ihnen einhaken muss.
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#17 Josef91Anonym
  • 13.09.2016, 21:03h

  • Wundert mich nicht.

    Ich selbst habe an meinem Münchner Gymnasium im Jahr 2011 Abitur gemacht - und in unserem Biologie-Lehrbuch, das in der Kollegstufe verwendet wurde, wurde Homosexualität nebst Pädophilie unter psychischen Krankheiten aufgeführt.
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#18 entartetEhemaliges Profil
  • 13.09.2016, 21:14h
  • "Das an den CSU-Minister übergebene Forderungspapier (PDF) kritisiert unter anderem, dass "alle Formen praktizierter Sexualität 'Hetero-, Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität' 'vorurteilsfrei', mithin als gleichwertig dargestellt werden"

    Heißt ja wohl im Klartext, Homosexuelle sind minderwertig. Erinnert so an den früheren Ausdruck "unwertes Leben".

    "und wie das Thema Transsexualität aufgegriffen werden soll: "Im Sinne der Definition der WHO (psych. Erkrankung) oder im Sinne der Definition von Lobbygruppen?""

    Womit wir dann tatsächlich bei dem "unwerten Leben" aus der Nazizeit wären. Geistig Behinderte wurden ja systematisch im Euthaniesieprogramm der Nazis ermordet. Sollte ja auch nur unheilbar Kranke von ihren Qualen erlösen.

    "soll "sexuelle Orientierung" wieder gestrichen werden und eine "Geschlechtlichkeit" statt Identität gefunden werden, die sich an der "durch die Natur vorgegebene Dualität und Komplementarität der Geschlechter" orientiert."

    Passt in die in letzter Zeit immer häufiger anzutreffende Argumentation, dass Homosexualität nicht existiert und nur eine Form eines perversen Lustgewinns ist.

    Das umschreibt man dann so: "Sexuelle Identität" sei "kein wissenschaftlicher, klar definierter Begriff", heißt es in der Einleitung, er werde "vielmehr als ideologischer Begriff v.a. in der Gender- und Homosexuellen-Community verwendet."

    Es ist die freie Entscheidung eines jeden, homosexuelle Praktiken aufzugeben und zur heterosexuellen Artvermehrung beizutragen. Nicht anders als die Frage, ob ich heute lieber die weiße Unterhose anziehe oder doch lieber die rote.

    "und spricht auf einer extra eingerichteten Webseite "Bayern Genderfrei" von einer "Frühsexualisierung" und von "Übergriffen an den Kindern" durch die Schulerziehung"

    Ach ja, Schwule sind Kinderschänder. Habe ich in der Grundschule auch noch so gelernt.

    Fazit: Ursprünglich hat man nur gegen die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare argumentiert. Dann kam der Aufruf, auf homosexuelle Propaganda ganz zu verzichten. Inzwischen ist man bei der grundsätzlichen Ablehnung von Homosexuellen und deren Diffamierung als psychisch gestört. Die Bewegung wittert Morgenluft und wird, wenn sie nicht massiv gestoppt wird, demnächst auch noch radikalere Forderungen gesellschaftsfähig machen.
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#19 Julian 80Anonym
#20 JadugharProfil
  • 13.09.2016, 22:44hHamburg
  • Antwort auf #17 von Josef91
  • Da war man vor 1965 woanders in Deutschland schon weiter! Im Biologiebuch von damals (Schleswig Holstein) galt Homosexualität als Variante der Sexualität! Es wurde aber nur erwähnt, daß die Libido bei Homosexualität auf das gleiche Geschlecht gerichtet ist. Das war schon alles, was man über Homosexualität sagte. Weitere Ausführungen über dieses Thema, wie Verfolgung, Strafbarkeit usw. kamen nicht zur Sprache, obwohl zu dieser Zeit massenhaft homosexuelle Männer gemäß §175 ins Gefängnis kamen!
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