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Todesstrafe für Homosexuelle gefordert
Südafrika verweigert homophobem Pfarrer die Einreise

Steven Anderson bei einer Predigt in seiner Kirche
- 14. September 2016, 14:32h 2 Min.
Ein amerikanischer Baptistenpfarrer darf nicht nach Südafrika einreisen, weil er Hass gegen Schwule und Lesben verbreitet.
Südafrika hat dem US-Pfarrer Steven Anderson wegen seiner Haltung gegenüber sexuellen Minderheiten die Einreise verweigert. Der Chef der "Faithful Word Baptist Church" aus der Großstadt Tempe (US-Bundesstaat Arizona) betreibe mit seinen Aussagen Hass-Rede, die in Südafrika verboten sei, erklärte das Innenministerium am Dienstag. Deswegen werde ihm kein Visum ausgestellt.
Anderson wollte dieses Wochenende in Südafrika seine religiösen Ansichten weiterverbreiten und neue Anhänger gewinnen. Er beschrieb seine Mission als "evangelikalen Kreuzzug".
Die Kirche von Anderson lehrt, dass Homosexuelle Sünder seien, die mit dem Tod bestraft werden müssten. Mit öffentlichkeitswirksamen Statements sorgt er immer wieder für Empörung. Als etwa in Juni 49 Besucher des LGBT-Clubs "Pulse" in Orlando bei einem Terroranschlag erschossen wurden, feierte Anderson die Tat mit den Worten: "Die gute Nachricht ist: Es gibt 50 weniger Pädophile in dieser Welt, denn – Sie wissen ja – diese Homosexuellen sind eine Bande von widerlichen Perversen und Pädophilen." Weiter behauptete er, dass Gott den Schützen geschickt habe.
Anderson will auch Obama sterben sehen
Der Pfarrer betete in den letzten Jahren auch immer wieder öffentlich für den Tod von Menschen, die er als besonders unchristlich ansieht – zuletzt hoffte er etwa, dass die transsexuelle Ex-Leichathletin Caitlyn Jenner sterben könnte. 2009 sorgte er weltweit für Schlagzeilen, als er Gott um den Tod des neu gewählten Präsidenten Barack Obama gebeten hatte. Er sagte damals: "Ich will, dass er stirbt wie Ted Kennedy – an einem Gehirntumor". Senator Kennedy war erst wenige Wochen zuvor gestorben.
Zuletzt griff Anderson den hoch angesehenen südafrikanischen Ex-Bischof Desmond Tutu für seine Unterstützung von LGBTI-Rechten an. Der 84-jährige Anglikaner sei ein "Perverser", sagte der Baptistenpfarrer.
Südafrikanische LGBTI-Organisationen hatten mehr als 60.000 Unterschriften gesammelt, in denen das Einreiseverbot gefordert wurde. Sie warnten davor, dass der Pfarrer zu Gewalt gegen LGBTI aufstacheln könne.
Anderson selbst erklärte auf Facebook nach dem Einreiseverbot: "Mir tun die Leute in Südafrika leid, aber Gott sei Dank steht die Tür für uns in Botswana noch immer weit offen." In dem Nachbarland Südafrikas steht auf Homosexualität eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren. (dk)















Wir dürfen sicher bald erwarten, dass die AfD und die Besorgten Eltern diesen wahren Christen einladen, und - falls er auch hierzulande abgewiesen wird - dies als Beleg für die Lobbyarbeit der Homo Lobby und Gender Terroristen sehen.
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