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Baptistenpfarrer Steven Anderson fordert die Todesstrafe für Homo­sexuelle

Nicht nur Südafrika, auch Großbritannien lässt Steven Anderson nicht mehr ins Land.

Der evangelikale US-Pfarrer Steven Anderson darf aufgrund von homofeindlichen Aussagen nicht mehr nach Großbritannien einreisen. Der Chef der "Faithful Word Baptist Church" aus Arizona erklärte, dass er diese Woche via London nach Botswana fliegen wollte, er aber vor dem Abflug aus den USA von dem Flughafenpersonal darüber informiert worden sei, dass Großbritannien ein Einreiseverbot verhängt habe.

Bereits vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass Südafrika die Einreise des Pastors verweigert hatte (queer.de berichtete). Anderson versucht gegenwärtig, in Afrika zu missionieren und neue Anhänger gewinnen.

Anderson gehört zu den LGBT-feindlichsten Pfarrern der USA. So lehrt seine Kirche, dass Homosexuelle Sünder seien, die mit dem Tod bestraft werden müssten. Mit öffentlichkeitswirksamen Statements sorgt er immer wieder für Empörung. Als etwa im Juni 49 Besucher des LGBT-Clubs "Pulse" in Orlando bei einem Terroranschlag erschossen wurden, feierte Anderson die Tat mit den Worten: "Die gute Nachricht ist: Es gibt 50 weniger Pädophile in dieser Welt, denn – Sie wissen ja – diese Homosexuellen sind eine Bande von widerlichen Perversen und Pädophilen." Für weltweite Empörung sorgte er 2009, als er für den Tod von Präsident Barack Obama betete. Er wurde außerdem wegen antisemitischer Äußerungen scharf kritisiert. So zweifelte er den Holocaust an und warnte Juden, sie würden den "wahren Holocaust" erleben, wenn sie nicht zum Christentum konvertierten.

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Britisches Innenministerium bestätigt Einreiseverbot

Ein Sprecher des britischen Innenministeriums bestätigte laut "Metro" das Einreiseverbot: "Das Innenministerium hat die Macht, jeder Person die Einreise zu verweigern, wenn diese dem öffentlichen Interesse widerspricht oder die öffentliche Ordnung gefährdet." Nach Großbritannien einzureisen sei ein Privileg, das diejenigen nicht in Anspruch nehmen dürften, "die versuchen, unsere gemeinsamen Werte zu untergraben".

Großbritannien hat bereits mehrfach Ausländern wegen Homophobie die Einreise verweigert. Im vergangenen Jahr wurde etwa der US-Rapper Tyler, The Creator zur unerwünschten Person erklärt (queer.de berichtete).

Pfarrer Anderson kündigte bereits an, weiterhin nach Botswana reisen zu wollen. Anders als im Nachbarland Südafrika wird Homophobie in Botswana staatlich gefördert. Auf Homosexualität steht dort bis zu sieben Jahre Haft. Anderson erklärte, er wolle nun eine andere Route nach Botswana nehmen. Dabei drohte er: "Wir werden sagen, was auch immer wir wollen, und werden tun, was auch immer wir wollen." Gleichzeitig zeigte er sich empört über das Einreiseverbot in Südafrika und prangerte das Land als eines der "gefährlichsten und schlechtesten Orte in der ganzen Welt" an. (dk)

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#1 AlexAnonym
  • 16.09.2016, 12:18h

  • Bravo!

    Wer den Tod anderer Menschen fordert, sollte nicht in zivilisierte Staaten reingelassen werden.
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#2 MarcAnonym
  • 16.09.2016, 12:47h

  • Wie ist das eigentlich in Deutschland? Darf der Typ zum homophoben Kaffeekränzchen mit der Störchin, der Kelle und der völkischen Petry einreisen? Weiß das jemand?
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#3 GOTTAnonym
  • 16.09.2016, 13:09h

  • "Pfarrer Anderson kündigte bereits an, weiterhin nach Botswana reisen zu wollen."

    Der junge Mann wird von mir geführt, deshalb soll er schwimmen.

    Werde ihm zur Rettung ein Fischerboot senden. Die beiden Fischer drauf werden schwul sein.

    Er soll Ihnen danken müssen oder ertrinken. Seine Wahl.
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