Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?27056

Die Hamburger Dragqueen Olivia Jones hat 2015 das Kinderbuch "Keine Angst in Andersrum" veröffentlicht (Bild: avda-foto / flickr)

  • 16. September 2016, 11:55h 7 2 Min.

Nach der Strafanzeige der Dragqueen gegen die AfD organisiert die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen-Anhalt eine Lesung in Magdeburg.

Im Magdeburg könnte Olivia Jones bald auf den sachsen-anhaltinischen AfD-Partei- und Fraktionschef André Poggenburg treffen, den sie am Donnerstag wegen Volksverhetzung angezeigt hat (queer.de berichtete).

"Die grüne Landtagsfraktion hat Olivia Jones in den Landtag eingeladen, um ihr zu zeigen, dass die deutliche Mehrheit der Abgeordneten anders tickt und denkt als die AfD", erklärte der schwule Landesvorsitzende der Ökopartei, Christian Franke, am Freitag.

"Olivia Jones hat der AfD das freundliche Angebot gemacht, nach Sachsen-Anhalt zu kommen und aus ihrem Buch vorzulesen. Da die AfD aus Angst vor einem Kinderbuch dieses Angebot vermutlich nicht wahrnehmen wird, haben wir ihr angeboten, im Anschluss an den Besuch im Landtag eine öffentliche Lesung in Magdeburg zu organisieren."

"Nur die AfD sexualisiert diese Diskussion"

Jones hatte im vergangenen Jahr das Kinderbuch "Keine Angst in Andersrum" (Amazon-Affiliate-Link ) veröffentlicht, das vom Landesgleichstellungsministerium zur Aufklärung über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Kitas und Schulen empfohlen wird (queer.de berichtete). Von der AfD wurde dies als "Frühsexualisierung" verunglimpft. "Die AfD wird sich intensiv gegen diese ideologische, unverantwortliche Verblendung wehren", hieß es in einem Facebook-Post der rechten Partei. Nach der Strafanzeige hatte Poggenburg die Hetze sogar noch verstärkt und von einer Gefahr für "die Seelen unserer Kinder" gesprochen. (queer.de berichtete).

"Die Informationsbroschüre für Kindergärten und Grundschulen hat nichts anderes im Sinn, als Kinder für unterschiedliche Familienformen zu sensibilisieren. Genau dazu dient auch das Buch 'Keine Angst in Andersrum' von Olivia Jones", konterten die Grünen am Freitag. "Nur die AfD sexualisiert diese Diskussion. Warum Herr Poggenburg beim Thema Liebe und Partnerschaft direkt an Sex denken muss, ist uns ein Rätsel." (mize)

Informationen zu Amazon-Affiliate-Links:
Dieser Artikel enthält Links zu amazon. Mit diesen sogenannten Affiliate-Links kannst du queer.de unterstützen: Kommt über einen Klick auf den Link ein Einkauf zustande, erhalten wir eine Provision. Der Kaufpreis erhöht sich dadurch nicht.

-w-

#1 AlbrechtAnonym
  • 16.09.2016, 14:11h
  • "Nur die AfD sexualisiert diese Diskussion. Warum Herr Poggenburg beim Thema Liebe und Partnerschaft direkt an Sex denken muss, ist uns ein Rätsel."

    Ganz einfach:
    nur durch Skandalisierung und Empörung kann die AfD ihre Deppen-Wähler mobilisieren.
  • Direktlink »
#2 TheDad
  • 16.09.2016, 15:10hHannover
  • Antwort auf #1 von Albrecht
  • ""Ganz einfach:
    nur durch Skandalisierung und Empörung kann die AfD ihre Deppen-Wähler mobilisieren.""..

    Da muß man gar nicht so viel skandalisieren wie gemeinhin vielleicht angenommen wird, denn der Begriff der "sexualisierung" meandert durch viele Hirne von vielen Eltern..

    Eltern haben ANGST davor mit ihrem Nachwuchs über Sexualität zu sprechen..
    Aufklärung wird "verschoben", und zwar so lange bis sie dann "in der Schule" stattfindet..
    Dann aber "erwarten" Eltern von der Schule, man möge sich doch bitte genauso "unverbindlich" verhalten wie es die Eltern selbst tun, und bloß nicht "zu viele Details" zu erklären..

    Beispiel ?
    In beinahe JEDEM in einer Schule verwendeten Buch oder manchmal auch nur "Broschüren" zur Aufklärung kommt folgendes vor :
    "Der Mann steckt seinen steifen Penis in die Vagina der Frau, und dann kommt es zum Samenerguß.
    Die Samen "schwimmen" zum Ei, eines dringt in das Ei der Mutter ein, und befruchtet es"..

    Kein einziges Wort darüber, das Vögeln auch "harte Arbeit" ist, und der Samenerguß nicht ohne Orgasmus vonstatten gehend nach "einmaligem Einstecken" erfolgt..
    Das klingt dann oft auch noch wie die Übersetzung einer "Betriebsanleitung" aus dem Koreanischem ins Englische, und wer hier dann glaubt der Terminus Technikus würde sich in höheren Klassenstufen bei der "Auffrischung" in der 8./9. Jahrgangsstufe signifikant von dem Gebrabbel des "Aufklärungsunterrichtes" der 6.Jahrgangsstufe unterscheiden, der irrt einfach..

    Viele Eltern stehen mit ihrem eigenem Wissen über Sexualität auf einem Schlauch..
    Sie wissen was sie in der Schule gelernt haben, und davon haben sie das Meiste vergessen..
    Alles was sie im Verlaufe eigener Erfahrungen dazu gelernt haben, verbuchen sie unter der Rubrik "Schweinerein im Bett", was sie dann oft als "eigene Bedürfnisse" beschreiben, und deshalb müsse der Nachwuchs "davon nichts wissen"..

    Eltern denken tatsächlich, wenn sie das Wissen über Sexualität, Sexuelle Identitäten und Spielarten des Sex von ihrem Nachwuchs "fern halten" würden, dann blieben ihre Kinder "einfach länger Kind"..
    Denn Eltern glauben wenn ihre Kinder Sex hätten, dann sei die Kindheit vorbei, was damit einhergeht ein Gefühl zu entwickeln, man würde nicht mehr gebraucht, und gleichzeitig die große Angst vor der Pubertät auslöst..

    Wie wir alle wissen ist Pubertät die Zeit, in der Eltern komisch werden..

    Eigene Erfahrungen aus der Pubertät sind längst verblasst, und Eltern die sich dabei ertappen an eigene Erfahrungen erinnert zu werden, reagieren oft noch komischer..

    Das Problem der Aufklärung besteht darin das Sexualität und mit ihr alles was mit Sex und Sexueller Identität zu tun hat, in unserer Gesellschaft immer noch hochgradig tabuisiert ist..
    Die Tabus gilt es endlich aufzulösen..
    Dazu müssen Kinder so früh wie möglich aufgeklärt werden, und man muß solchen Leuten wie den "besorgten Eltern" und den Höcke's und Poggenburg's die Stirn bieten..
  • Direktlink »
#3 Danny387
  • 16.09.2016, 18:29hMannheim
  • Sehr gut! Wie sich in politischen Talkshows und anderswo bereits gezeigt hat, ist Olivia keineswegs nur schrill und knallig, sondern auch beredt, intelligent und kann auch ganz seriös auftreten, wenn nötig. Ich vertraue ihr, dass sie ihre Chance im Landtag nutzen wird!
  • Direktlink »