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Pulitzer-Preisträger
US-Schriftsteller Edward Albee gestorben
- 17. September 2016, 03:01h 1 Min.
Der offen schwule Autor von "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" starb 88-jährig auf Long Island.
Der amerikanische Schriftsteller und Dramatiker Edward Albee ist am Freitag im Alter von 88 Jahren in seinem Haus auf Long Island gestorben. Dies bestätigte sein Assistent Jackob Holder gegenüber der "New York Times". Über die Todesursache wurde bislang nichts bekannt.
Mit seinem dramatischen Gesamtwerk gewann Albee alle wichtigen Preise, die in den USA für Literatur und Theater vergeben werden, darunter den Pulitzer-Preis und den Tony Award. Zu seinen wichtigsten und bekanntesten Werken gehören "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" (1962) und "Empfindliches Gleichgewicht" (1966).
Albee lebte offen schwul, wollte jedoch nicht als "schwuler Autor" festgelegt werden. "Ich bin ein Schriftsteller, der zufällig schwul ist", erklärte er in seiner Dankesrede für eine Auszeichnung der Lambda Literary Foundation für sein Lebenswerk. "Ein Schriftsteller, der schwul oder lesbisch ist, muss in der Lage sein, sich selbst zu überwinden." Seine eigene Homosexualität sei ihm bereits im Alter von zwölf Jahren bewusst gewesen.
Edward Albees langjähriger Lebenspartner, der Bildhauer Jonathan Thomas, war bereits 2005 an Krebs gestorben. (cw)
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Edward Albees Stück "The Zoo Story" war eine meiner ersten Begegnungen mit dieser leicht subversiven, implizit "etwas anderen" Weltsicht, die viele große und gleichzeitig schwule Autoren auszeichnet. Damals in den späten 1980ern - lange bevor ein Coming-out für mich auch nur denkbar war - war das eine Offenbarung, die meine eigene Weltsicht bis heute geprägt hat.