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Baden-Württemberg

SPD mokiert sich über "Ehe-Öffnung" durch Grün-Schwarz

Die SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg stört sich am Wort "Homo-Ehe" im neuen Flüchtlings-Guide der Landesregierung – wir finden das Wort "erlaubt" noch viel schlimmer.

  • 21. September 2016, 16:15h 16 2 Min.



Die SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg stört sich am Wort "Homo-Ehe" im neuen Flüchtlings-Guide der Landesregierung – wir finden das Wort "erlaubt" noch viel schlimmer.

Das Wort "Homo-Ehe" war schon immer eher daneben und diskriminierend, weil es sich abgrenzt von der vermeintlich "richtigen" Ehe aus Mann und Frau. Zudem verstehen einige unter einer "Homo-Ehe" die eingetragene Lebenspartnerschaft, die anderen jedoch die Ehe für alle – das Verwirrspiel zieht sich seit Jahren durch alle Medien und Parteien.

Nun mokiert sich die oppositionelle SPD-Fraktion in Baden-Württemberg über sprachliche Schlampigkeit der grün-schwarzen Landesregierung. Anlass ist ein neuer Flüchtlings-Guide, in dem es über Deutschland heißt: "Homo-Ehe ist erlaubt".

In einem etwas zickigen, aber durchaus unterhaltsamen Twitter-Post vom Mittwochnachmittag schreiben die Sozis: "Die @RegierungBW hat einen neuen 'Flüchtlings-Guide' herausgegeben – und setzt nebenbei die #Ehefüralle durch. Nice! Oder, @CDU_BW?!"

/ spdlandtagbw
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Noch viel mehr als die "Homo-Ehe" stört uns allerdings das Wort "erlaubt" in diesem Zusammenhang. Es konterkariert den gutgemeinten Versuch der grün-schwarzen Landesregierung, geflüchteten Menschen "unsere" Vorstellungen von Demokratie und Menschenrechten zu vermitteln. Gleiche Rechte für Lesben und Schwule sollten eine Selbstverständlichkeit, kein Gnadenakt sein!

Den neuen Flüchtlings-Guide gibt es hier zum Download. (mize)

-w-

#1 braune soßeAnonym
  • 21.09.2016, 21:12h
  • >>Noch viel mehr als die "Homo-Ehe" stört uns allerdings das Wort "erlaubt" in diesem Zusammenhang. Es konterkariert den gutgemeinten Versuch der grün-schwarzen Landesregierung ...

    nein, nein, es konterkariert nicht den gut gemeinten versuch - es zeigt nur ungewollt deutlich, wie die grün-schwarze christen-psychopathen in wirklichkeit über homos denken!
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#2 FelixAnonym
  • 22.09.2016, 09:06h
  • Sorry, aber ich kann an dem Wort "erlaubt" echt nichts verwerfliches finden. Es ist nun mal das Gegenteil von "verboten". Die schreiben ja nicht "toleriert" oder sowas mit bitterem Beigeschmack.

    Man darf auch nicht vergessen, dass sich die Broschüre an Leute wendet, deren Sprachkompetenz oft eher gering ist und die selbst in ihrer Muttersprache oft Analphabeten sind.

    Da ist einfacher Satzbau, einfache Wortwahl, etc. das zentrale Kriterium.

    Vor diesem Hintergrund finde ich es auch vollkommen legitim von "Homo-Ehe" zu sprechen. Denn würde man korrekterweise von "eingetragener Lebenspartnerschaft zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren" sprechen, wäre das für diesen Zweck viel zu komplex. Alleine schon das Wort "gleichgeschlechtlich" erfordert einen zusätzlichen kognitiven Transfer oder auch das Verständnis, dass eine "eingetragene Partnerschaft" eben keine Geschäftspartnerschaft o.ä. ist, sondern dass es da um anerkannte Liebesbeziehungen geht.

    Dass man mit dem Ausdruck "Homo-Ehe" nur auf eine Ehe 2. Klasse verweisen kann und es keine echte Ehe für uns gibt, ist natürlich schade, aber das kann man nicht der baden-württembergischen Regierung anlasten, sondern das ist nun mal Schuld der schwarz-roten Bundesregierung.
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#3 Carsten ACAnonym
  • 22.09.2016, 10:15h
  • Ausgerechnet die SPD hat es nötig, sich über andere zu mokieren... Die sollten lieber mal ganz still sein...

    Wem haben wir es denn zu verdanken, dass wir gezwungen sind von einer "Homo-Ehe" zu sprechen, weil es eben nur eine Ehe 2. Klasse ist statt einer Ehe für alle?

    Würde die SPD Wort halten, hätten wir schon längst die Eheöffnung und bräuchten uns nicht mehr über Terminologie den Kopf zu zerbrechen. Da braucht die SPD auch gar nicht die Schuld auf die Union zu schieben, denn die Union kann das nur verhindern, weil die SPD ihr das ermöglicht. Ohne die SPD könnte die Union gar nichts dagegen ausrichten.

    Würde die SPD ihr Recht auf freies Mandat (Art. 38 GG) nutzen und (wie sie es versprochen hatte und wie es auch die Mehrheit der Bürger will) für die volle Gleichstellung stimmen, könnte das noch dieses Jahr umgesetzt sein. Denn die Mehrheit im Parlament gibt es eigentlich - aber die SPD zieht es vor, lieber der Union weiterhin unsere Diskriminierung zu ermöglichen.
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