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  • 24. September 2016, 09:05h 11 2 Min.

Anders als in anderen Städten informiert die Berliner Polizei explizit über Straftaten mit homo- oder transphobem Hintergrund (Bild: Sebastian Rittau / flickr / by 2.0)

In der Heinrich-Heine-Straße kam es in der Nacht zu Samstag zu einem homophoben Übergriff.

Opfer eines vermutlich homophoben Übergriffs wurden in der vergangenen Nacht zwei junge Männer in Berlin-Mitte. Die Attackierten im Alter von 23 und 25 Jahren zeigten den alarmierten Polizisten in einem Krankenhaus an, dass sie gegen zwei Uhr in der Heinrich-Heine-Straße unterwegs waren. An der Kreuzung Heinrich-Heine- Ecke Annenstraße begegneten sie einer dreiköpfigen Gruppe, die ebenfalls aus jungen Männern bestand.

Nach Angaben der Verletzten wichen diese zunächst auf die gegenüberliegende Straßenseite aus, um einem möglichen Konflikt aus dem Weg zu gehen. Aus der Gruppe löste sich jedoch ein Mann, folgte den beiden und schlug zuerst den Jüngeren. Anschließend attackierte der unbekannte Angreifer den Älteren mit zwei Schlägen ins Gesicht. Als eine hinzukommende Passantin den beiden Niedergeschlagenen zu Hilfe eilte, flüchtete der Täter unerkannt.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurden die beiden Opfer aufgrund ihrer getragenen Bekleidung attackiert; genauere Angaben dazu wurden im Polizeibericht vom Samstag nicht gemacht. Die jungen Männer konnten nach einer ambulanten Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen.

Wie in Fällen mit einem vermuteten homofeindlichen Motiv in Berlin üblich, hat der Polizeiliche Staatsschutz die weiteren Ermittlungen übernommen. Ebenfalls wie üblich machte die Polizei zunächst keine näheren Angaben zu den Tätern – Ausnahmen werden in der Regel nur bei einer späteren Fahndung oder bei Einzelheiten gemacht, die klar zur Tat gehören.

Berlin gehört zu den wenigen Städten, die mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Taten gezielt in ihren Berichten erwähnen und die Taten bis hin zu Beleidigungen häufig publik machen. Die Staatsanwaltschaft besitzt eigene Ansprechpartner für LGBTI. (cw/pm)

#1 FelixAnonym
  • 24.09.2016, 16:57h
  • Der konservative Rollback ist in vollem Gange.

    Das sind die direkten Folgen des gesellschaftlichen Klimas, das von Politik und Religion erzeugt wird.

    Und es wird wohl leider immer schlimmer werden, wenn die Politik nicht endlich gegensteuert.
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#2 markusbln11Anonym
  • 24.09.2016, 17:06h

  • Leider wurde berlin die letzten 5 jahre immer unsicherer, gerade auch für lgbt. Das muss man insbesondere dem passiven innensenator anlasten. Lgbt anliegen spielten dort ohnehin keine rolle, auch bei sicherheit im strassenraum nicht.

    Und da stehen wir jetzt.

    Mit einer letzten grossen aktion vor der wahl wollte der innensenator noch scheinbar aktion zeigen. Jeden polizisten seinen elektro-teaser, so war zu hören.

    Das ging voll nach hinten los, weil realitätsfremd und unwirksam.

    Effektive sicherheit braucht mehr als aktionismus, nämlich eine strategie. Diese muss zudem zielgruppenorientiert sein, auf der opfer- wie auch täterseite, und probleme präventiv - ortsbezogen wie auch gesellschaftlich - angehen.

    Der neue senator wird hier vor einer grossen herausforderung stehen.
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#3 GeorgG
  • 24.09.2016, 17:37hBerlin
  • "Nach bisherigen Erkenntnissen wurden die beiden Opfer aufgrund ihrer getragenen Bekleidung attackiert; "

    Dort liegt der berühmte Kit-Kat-Club. Einlass nur mit Fetischkleidung.

    Wer in dieser Fetischkleidung nachts um 2 in die U-Bahn Heinrich-Heine-Straße, einer einsamen Gegend, steigt, zieht Aggressionen von bestimmten jungen Männern auf sich.
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