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Beistand aus dem Vatikan

Mexiko: Papst unterstützt Homo-Gegner


Der Protest wurde von der "Nationalen Front für die Familie" organisiert – das Logo erinnert an die Bewegung "Manif pour tous" in Frankreich oder die "Demo für alle" in Deutschland. (Bild: VocesxlaFamilia / twitter)

  • 25. September 2016, 22:20h 29 2 Min.

Am Samstag demonstrierten erneut zehntausende gegen die gleichgeschlechtliche Ehe, am Sonntag lobte der Papst deren Einsatz "für die Familie".

Papst Franziskus hat am Sonntag Unterstützung für Mexikos Kirche im Einsatz gegen die sogenannte gleichgeschlechtliche Ehe geäußert. Vor dem Angelus auf dem Petersplatz sagte er: "Ich schließe mich den mexikanischen Bischöfen an, die den Einsatz der Kirche und der bürgerlichen Gesellschaft für die Familie und das Leben unterstützen".

Der Papst meinte laut Radio Vatikan weiter, dieser Einsatz für die Familie erfordere "heutzutage besondere pastorale und kulturelle Aufmerksamkeit überall in der Welt". Am Samstag waren in Mexiko-Stadt mehrere zehntausend Menschen gegen eine Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare auf die Straße gegangen – die Veranstalter selbst sprachen von 215.000 Demonstranten.

Bereits vor zwei Wochen hatten rund 300.000 Menschen in Kundgebungen im ganzen Land ihren Unmut gegen die Gleichstellung geäußert (queer.de berichtete) – um die Welt ging zugleich ein Bild eines 12-Jährigen, der sich einer der Demonstrationen entgegenstellte (queer.de berichtete).

Kirche ignoriert Verfassungsgericht

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto hatte im Mai angekündigt, mit einer Verfassungsänderung bundesweit die Ehe für Schwule und Lesben zu öffnen (queer.de berichtete). Derzeit bieten einige Staaten gleichgeschlechtlichen Paaren eine Ehe für alle an, einige eine Lebenspartnerschaft und andere bislang gar keine rechtliche Anerkennung. Dabei hatte der Oberste Gerichtshof des Landes bereits im vergangenen Jahr entschieden, dass das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz der Verfassung verstößt (queer.de berichtete).

Zu den heftigsten Gegner einer rechtlichen Gleichstellung gehört in Mexiko die katholische Kirche, der rund 80 Prozent der Mexikaner angehören. Im vergangenen Monat hatte etwa Norberto Kardinal Rivera Carrera, der Erzbischof von Mexiko-Stadt, erklärt, dass die Öffnung der Ehe "geistigen und körperlichen Schaden" verursache. Umfragen zufolge sprechen sich dennoch zwei Drittel der Bevölkerung für die Ehe für alle aus.

Während seines Besuchs in Mexiko im Februar war der Papst nicht auf das Thema eingegangen, auf dem Rückflug betonte er auf eine entsprechende Frage, sich nicht in den Streit um Lebenspartnerschaften in Italien einzumischen (queer.de berichtete). Eine Woche zuvor hatte der sich häufig widersprüchlich äußernde Papst hingegen seine Opposition zur Lebenspartnerschaft in Italien bekräftigt und auf dem Hinflug bei einem Treffen mit dem Moskauer Patriarchen Kyrill I. in einem gemeisamen Dokument die gleichgeschlechtliche Ehe und ähnliche staatliche Rechtsinstitute öffentlich "bedauert" (queer.de berichtete). (nb)

-w-

#1 SebiAnonym
  • 26.09.2016, 08:50h
  • So viel zur These, unter dem neuen Papst würde sich etwas ändern...

    Der ist nur PR-technisch geschickter und frisst vor der Presse fortschrittlicher Staaten gerne Kreide. Aber da wo Hass gut ankommt, kann der ungeniert hetzen.
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#2 PeerAnonym
  • 26.09.2016, 09:21h
  • Die Katholen frohlocken mal wieder.

    Diese Hetze verstehen die Hassprediger von der Kinderschänder-Sekte also unter Barmherzigkeit und Nächstenliebe.
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#3 JasperAnonym
  • 26.09.2016, 10:09h
  • Wie jede Religion kann auch die Katholische Kirche nur mit Hass, Bevormundung und Unterdrückung funktionieren.

    Da geht es nur um Geld und Macht und um das zu sichern, muss man seinen Anhängern einen gemeinsamen Feind präsentieren, gegen den man hetzen kann. So bringen die ihre Schäfchen auf Linie.

    "Die beiden größten Gefahren für den Weltfrieden und den Fortbestand der Menschheit sind Waffenindustrie und Religion."
    (Albert Einstein)
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