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Anders als in anderen Städten informiert die Berliner Polizei explizit über Straftaten mit homo- oder transfeindlichem Hintergrund (Bild: flickr / Christian Schirner / by 2.0)

Zeugen konnten einen der drei mutmaßlichen Täter stellen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.

Drei Männer haben am Dienstagabend im Kleinen Tiergarten in Berlin-Moabit eine 33 Jahre alte Transperson beleidigt, geschlagen und dann beraubt.

Laut Polizeibericht wurde das Opfer gegen 18.15 Uhr von drei Männern aufgrund seines Aussehens angesprochen und beleidigt. Es entwickelte sich ein Streitgespräch, im Zuge dessen ein 17-Jähriger der Transperson mehrfach mit der Faust ins Gesicht schlug, sie zu Boden brachte und ihr die Handtasche entriss. Als Zeugen hinzukamen, ließen zwei der drei Täter von ihrem Opfer ab und flüchteten. Einer schlug noch mehrfach weiter zu und rannte dann auch davon.

Zeugen verfolgten den Flüchtenden und hielten ihn bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei fest. Der 17-Jährige wurde für die weiterermittelnde Kriminalpolizei eingeliefert. Die überfallene Transperson erlitt Verletzungen und begab sich in ärztliche Behandlung.

Gewalt gegen LGBTI ist in Berlin ein großes Problem. Erst am vergangenen Wochenende waren zwei schwule Männer in der Heinrich-Heine-Straße niedergeschlagen worden (queer.de berichtete). (cw/pm)

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#1 Robby69Ehemaliges Profil
  • 28.09.2016, 19:11h
  • "Gewalt gegen LGBTI ist in Berlin ein großes Problem. Erst am vergangenen Wochenende waren zwei schwule Männer in der Heinrich-Heine-Straße niedergeschlagen worden (queer.de berichtete). (cw/pm)"

    Eben. Kann man ja Woche für Woche immer wieder hier auf queer.de lesen. Darum verstehe ich nicht, warum manche Uesr trotzdem wider besseres Wissen immer wieder Berlin als angeblich ach so LBGTI-freundlich und angeblich für LGBTIs ach so "sicher", "toll" blablabla hinstellen wollen. - Denn das ist Berlin nicht (oder nicht mehr).

    Viele Menschen in Berlin sind nun mal genauso homophob/transphob wie in anderen Städten auch - z.B. in Rgensburg oder leider inzwischen auch in München... Da muss man die Fakten einfach auch mal offen beim Namen nennen.

    Danke an queer.de, dass ihr über homophobe/transphobe Vorfälle in unserem Land immer so ausführlich berichtet. In den sogenannten "Mainstream-Medien" werden diese im Normalfall leider totgeschwiegen, wenn nicht der/die Opfer den Mumm haben, selbst übers Netz (Facebook etc.) damit an die Öffentlichkeit zu gehen.
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#2 LinusAnonym
  • 28.09.2016, 20:01h
  • Es wird immer schlimmer... In ganz Deutschland...

    Wir erfahren es leider nur von Berlin, weil die Berliner Polizei dankenswerterweise homo- und transphobe Gewalt auch als solche erfasst. Bundesweit wird das ja leider weiterhin von Union und SPD abgelehnt... (Warum man das nicht wissen darf, können die aber auch nicht erklären.)

    Zunehmendes Mobbing und zunehmende Gewalt ist eine direkte Folge des gesellschaftlichen Klimas, das Religionen und Teile der Politik schaffen.
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#3 Svetlana LAnonym
  • 28.09.2016, 21:19h
  • Da ist sie, die neue Welle von Gewalt an LGBTTIQ*-Menschen, gesät von AfD, Evangelikalen und anderen Fundamentalisten.

    Was mich allerdings wundert: Im Polizeibericht wird von "einem 33-jährigen Transsexuellen" gesprochen. Nach meinem Verständnis handelt es sich also um eine trans*-männliche Person, da passt dann vermutlich aber die Handtasche nicht so recht ins Bild. Sollte es sich aber doch um eine trans*-weibliche Person handeln, dann sollte dies durch die korrekte Wortwahl und Bezeichnung auch deutlich gemacht werden.

    Dem Opfer sende ich solidarische Grüße und wünsche gute Besserung. Was kommt für den gefassten Täter? Jugendstrafrecht, Sozialstunden? Ich hoffe jedoch, dass die rechtlichen Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden.
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