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"Gott will, dass die Menschen glücklich sind"

Italien: Zwei Ex-Nonnen lassen sich verpartnern


Homesexuelle Liebe macht auch vor dicken Klostermauern nicht halt: zwei Nonnen beim Spaziergang (Bild: Kevin / flickr)

  • 28. September 2016, 13:04h 12 2 Min.

Zwei ehemalige Nonnen des Franziskaner-Ordens wollen am Donnerstag in Pinerolo eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen.

Bereits seit Juli können lesbische und schwule Paare in Italien eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen, dennoch sorgt die geplante Verpartnerung zwischen der 44-jährigen Federica und der gleichaltrigen Isabel für nationale Schlagzeilen. Der Grund: Bei dem Paar handelt es sich um zwei ehemalige Nonnen des Franziskaner-Ordens.

Die beiden Frauen hatten sich vor drei Jahren im Rahmen einer pastoralen Reise kennengelernt und ineinander verliebt, heißt es in den Medienberichten. Am Donnerstag wollen sie sich nun auf dem Standesamt von Pinerolo in der Nähe von Turin das Ja-Wort geben. Sie selbst finden ihre Verpartnerung weder spektakulär noch rechnen sie mit negativen Reaktionen: "Gott will, dass die Menschen glücklich sind", erklärten sie gegenüber der italienischen Tageszeitung "La Stampa".

Auch heimliche Segnung in einer Kirche geplant

Weiteren Berichten zufolge soll der Verpartnerung auf dem Standesamt eine Zeremonie in einer nicht benannten Kirche folgen. Diese soll von einem ehemaligen Priester geleitet werden, der vom Papst exkommuniziert wurde, weil er gleichgeschlechtlichen Paaren den kirchlichen Segen gab.

Die Einführung der "Unioni Civili" war im Mai nach monatelangem Streit von der Abgeordnetenkammer mit 372 zu 51 Stimmen verabschiedet worden (queer.de berichtete). Als letztes westeuropäisches Land erkannte Italien damit homosexuelle Paare rechtlich an. Eingetragene Lebenspartner haben fast die gleichen Rechte wie heterosexuelle Eheleute mit der großen Ausnahme des Adoptionsrechts. (cw)

#1 JustusAnonym
  • 28.09.2016, 16:39h
  • "Gott will, dass die Menschen glücklich sind"

    Wieso kann der Rest der Katholischen Kirche das nicht auch so sehen?

    Die reden viel von Nächstenliebe und Barmherzigkeit, aber in der Praxis geht es nur um Hetze, Ausgrenzung und Unterdrückung.

    Eigentlich müsste jeder Christ dort austreten - gerade WEIL er Christ ist!
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#2 Danny387
  • 28.09.2016, 17:50hMannheim
  • Genug gebetet? Und jetzt stattdessen in bisschen mehr Sex? Oder sagen wir: So wie früher, nur ein bisschen offener und ehrlicher?
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#3 GeorgG
  • 28.09.2016, 18:10hBerlin
  • Antwort auf #1 von Justus
  • "Eigentlich müsste jeder Christ dort austreten - gerade WEIL er Christ ist!"

    Das ist richtig! Das EINZIGE wirksame Mittel, die römisch-katholische Kirche wenigstens ansatzweise zum Positiven zu verändern, ist der Kirchenaustritt.
    Alle anderen Methoden wie Proteste und "Kirchentage von unten"sind für diese Kirche nicht von Interesse. Darüber lachen die nur. Nein! Kirchenaustritt massenweise! Das ist es!
    Das gilt für Italien (8%) und mehr noch für Deutschland.
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