Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?27186

Medikamentöse Prävention

Berlin diskutiert: "Gib PrEP eine Chance"

  • 2. Oktober 2016, 10:31h 11 2 Min.

Das Logo und Plakatmotiv von "HIV im Fokus" ist eine Abwandlung des bekannten Präventions-Mottos "Gib AIDS keine Chance" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Am 8. Oktober findet zum dritten Mal der interdisziplinäre Fachkongress "HIV im Fokus" im Roten Rathaus statt.

Unter dem Motto "Prävention 2016" und dem Titel "Gib PrEP eine Chance" beschäftigt sich der interdisziplinäre Fachkongress "HIV im Fokus" am 8. Oktober 2016 im Berliner Rathaus mit der Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) und den dadurch entstandenen neuen Möglichkeiten der HIV-Prävention. Die Veranstaltung findet seit 2012 jährlich abwechselnd mit dem "HIV im Dialog"-Kongress statt und bietet Experten aus den Bereichen Medizin, Gesundheits­versorgung, Politik und Sozialwissenschaft ein Forum, um sich zu treffen, zu informieren und zu diskutieren.

Die Zulassung von Truvada, der "Pille zum Schutz vor HIV", im August durch die europäische Arzneimittelagentur wird von den Veranstaltern einhellig begrüßt. "Wir sind der Überzeugung, dass die PrEP ein unverzichtbarer Bestandteil in der heutigen Prävention ist. Mit der PrEP erreichen wir gerade diejenigen, die durch die bisherigen Mittel der Prävention nicht angesprochen werden (und gleichzeitig einem hohen Risiko ausgesetzt sind)", heißt es in der Einladung. Allerdings müsse nun auch geklärt werden, wie Menschen an das Medikament kommen und wann und wie Ärzte eine PreP verschreiben und wie die Kosten dafür abgerechnet werden sollen.

Dir Schirmherrschaft über "HIV im Fokus" hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) übernommen. Auf dem Programm stehen international besetzte Podien, Vorträge und Arbeitsgruppen. Der Kongress steht allen Interessierten offen und ist kostenfrei zugänglich. Aus organisatorischen Grünen wird um eine vorherige Anmeldung über die Homepage gebeten.

"HIV im Fokus" wird gemeinsam vom Arbeitskreis AIDS niedergelassener Ärzte Berlin, der Deutschen Aids-Gesellschaft (DAIG), der European Aids Treatment Group (EATG), Pluspunkt, ManCheck, Fixpunkt, Hydra, der Initiative Brandenburg, der Lesbenberatung Berlin, Les MigraS, TransInterQueer, Update-your-life und dem Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum veranstaltet. Kooperations-Partner sind die Berliner Aids-Hilfe und die Deutsche AIDS-Hilfe. (mize)

-w-

#1 gastAnonym
  • 03.10.2016, 09:31h
  • Was für eine Augenwischerei!
    Die Tatsachen sehen etwas anders aus,nämlich:

    Wenn Truvada "dauerhaft" wirken soll, müsste man es ständig, regelmäßig einnehmen. Dieses, bzw. jedes HIV Medikament dass nur zu "bestimmten Zwecken und Zeiten", also unregelmässig eingenommen wird, wirkt bald nicht mehr.
    Der Körper entwickelt irgendwann eine Resistenz gegen dieses Medikament. Dadurch verringert sich die Auswahl der späteren HIV Behandlungsmöglichkeiten, zudem kann es auch zu Kreuzresistenzen kommen, wodurch noch weniger Medikamente gegen den Virus eingesetzt werden können.

    Denkt lieber über euer Sexualverhalten nach .
  • Direktlink »
#2 Was wäre wennAnonym
  • 03.10.2016, 12:53h
  • Mir wäre es lieber, wenn es gegen HIV endlich mal einen Impfstoff geben würde, denn ich traue der PrEP nicht!

    Haben sich die Medizin und die Pharmaindustrie in ihrer Euphorie nicht hin und wieder gefragt, daß es Menschen gibt, die bestimmte Wirkstoffe einfach nicht vertragen oder dagegen allergisch sind (die so genannte "Medikamentenunverträglichkeit")? Beispiel: ich leide seit der Kindheit an Asthma und darf keine Medikamente einnehmen, die Acetylsalicylsäure enthalten (in klaren Worten Aspirin); das bedeutet, wenn ich Kopfschmerzen habe, dann muß ich entweder ein Medikament mit Ibuprofen oder eines mit Paracetamol einnehmen.

    Was ich damit sagen will: die Pharmaindustrie sollte neben Truvada noch an einem weiteren Wirkstoff arbeiten.
  • Direktlink »
#3 andreAnonym
  • 03.10.2016, 13:43h
  • Wunder darf man eh nicht erwarten. Im Beipackzettel, den ich vor mir liegen habe steht : Sie können, während der Einnahme von Truvada, weiterhin Infektionen und andere HIV-assoziierte Erkrankungen bekommen.
    Kondom ist wohl, nach wie vor, die bessere Alternative. Zumal es noch vor anderen Krankheiten schützt. Und weil es Kondome gibt, wird keine Kasse, in Deutschland, Truvada bezahlen, denke ich.
  • Direktlink »